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Blasenschwäche? Botox!

GesundheitNeuzulassungenSo, 09/11/2011 - 15:16 by Dr. Fritz Höllerer

Der Einsatz von Botox in medizinischen Bereichen liefert durchaus positive Ergebnisse. In Irland wurde nun das Nervengift zur Behandlung bei Blasenschwäche zugelassen.

 

Allseits bekannt ist der Name Botox im Zusammenhang mit der plastischen Chirurgie und der Behandlung von Bewegungsstörungen. Neu ist jedoch der Einsatz des Präparats bei der, besonders bei Patienten mit Multipler Sklerose oder Rückenmarksverletzungen, auftretenden Blasenschwäche.

Botulinumtoxin lähmt den Skelettmuskel dadurch, dass die Freisetzung des Neurotransmitters Acetylcholin blockiert wird. Neben dieser Wirkung lässt sich durch das Präparat aber auch glatte Muskulatur entspannen.

Botox bietet gegenüber den bisher verabreichten Medikamenten einen klaren Vorteil: Die direkte Injektion an der betroffenen Muskulatur liefert ein promtes Ergebnis, welches bis zu neun Monate anhält. Die bisher übliche Verabreichung von Anticholinergika war zwar einfacher, da diese Medikamente oral einzunehmen waren, jedoch verteilte es sich im Gegensatz zu Botulinumtoxin im ganzen Körper. Dieses entfaltet seine Wirkung nur dort, wo es injiziert wird, nämlich am betroffenen Muskel selbst. Dies lässt weiters auf eine Eingrenzung von Nebenwirkungen hoffen.

Die Zulassung in Irland lässt den Schluss zu, dass Botox zur Behandlung von Blasenschwäche in absehbarer Zeit auch in einem EU-Land zugelassen wird. Somit besteht auch in Österreich für Patienten mit Multipler Sklerose Hoffnung auf eine neue Behandlungsmethode, bei mit der Krankheit einhergehender Blasenschwäche.

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