Neuer Therapieansatz für Schilddrüsen-Karzinom

Laborversuche zeigten, dass sich das medulläre Schilddrüsen-Karzinom unter Sauerstoffmangel ausbreitet. Diese Erkenntnis bietet nun einen Ansatz für eine Therapie.
In mehreren Versuchen konnte festgestellt werden, dass das Bindegewebe durch Hypoxie besonders angeregt wird, wodurch der Tumor wächst.
Normalerweise sind es die schnell wachsenden Tumore, die einen Sauerstoffmangel aufweisen, doch im vorliegenden Falle, trifft dies auch auf diese langsam wachsende Krebsform zu.
Diese besondere Art von Schilddrüsenkrebs konnte bis dato nicht therapiert werden. Chemotherapien und Strahlentherapien können bei dieser Krebsart nicht angewendet werden, da sich diese Therapien nur gegen schnell wachsende Zellen richtet. Da das modulläre Schilddrüsen-Karzinom jedoch zu einer sehr langsam wachsenden Krebsform zählt, ist eine solche Therapie zwecklos.
Ein chirurgischer Eingriff zur Entfernung der Schilddrüse und der Halslymphknoten bot bisher die einzige Möglichkeit, den Tumor zu beseitigen.
Da Hypoxie im Zusammenhang mit dem Wachstum von Krebszellen bekannt und gut erforscht ist, bietet diese Erkenntnis einen neuen Therapieansatz. Die Hypoxie könnte verhindert werden und somit eine unkontrollierbare Metastasenbildung hintangehalten werden, so die Forscher zu ihren Versuchen.
Zudem wurde auch festgestellt, dass es sich bei der für die Sauerstoff-Unterversorgung verantwortliche Gen um eine Mutation des Von-Hippel-Landau-Gens handelt.
Weitere Versuche könnten somit zusammen mit den bisherigen Erkenntnissen zu einer erstmaligen Therapie des medullären Schilddrüsen-Krebs führen
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