Was ist es und wofür wird es verwendet?
Acetan ist ein sogenannter "ACE-Hemmer" und wirkt bei allen Schweregraden eines hohen Blutdruckes blutdrucksenkend, hilft bei vielen Patienten mit Herzmuskelschwäche die Pumpleistung des Herzens zu verbessern und verbessert bei akutem Herzinfarkt die Überlebensrate. Acetan verzögert den Eintritt einer Nierenfunktionsstörung und senkt die Eiweißausscheidung im Harn bei Diabetikern.
Die Wirkung beginnt nach ungefähr 1 bis 2 Stunden und erstreckt sich normalerweise über 24 Stunden. Deshalb kann Acetan einmal täglich eingenommen werden.
Anwendungsgebiete:
♦ Hoher Blutdruck aller Schweregrade oder nierenbedingter hoher Blutdruck. ♦ Als Zusatzbehandlung bei Herzmuskelschwäche, die auf "Digitalispräparate" (Medikamente zur Stärkung des Herzmuskels) und/oder Entwässerungsmittel nicht ausreichend angesprochen hat.
♦ Akuter Herzinfarkt.
♦ Zur Verzögerung des Eintritts einer Nierenfunktionsstörung bei insulinpflichtigen Diabetikern ohne Bluthochdruck und zur Senkung der Eiweißausscheidung im Harn bei nicht insulinpflichtigen Diabetikern mit Bluthochdruck.
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Acetan darf nicht eingenommen werden,
Acetan 5 mg
Gebrauchsinformation 1/7 16. Nov 2007
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Lisinopril oder einen der sonstigen Bestandteile von Acetan sind.
- bei einer früher aufgetretenen Gewebeschwellung (sog. “angioneurotisches Ödem”) in Zusammenhang mit der Einnahme eines "ACE-Hemmers",
- bei Kindern, da über diese Altersgruppe noch keine Untersuchungen vorliegen.
- wenn Sie im zweiten oder dritten Trimester schwanger sind.
Damit Ihr Arzt sorgfältig prüfen kann, ob Gegenanzeigen vorliegen, müssen Sie ihn über vorherige Erkrankungen bzw. Begleiterkrankungen (vor allem Allergien) und über eine eventuelle Dialysebehandlung informieren
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Acetan ist erforderlich,
- bei Patienten mit mangelnder Blutversorgung des Herzens oder des Gehirns,
- bei schwerer Nierenfunktionsstörung,
- bei Verengung der Nierengefäße,
- nach einer Nierentransplantation,
- bei gleichzeitiger Einnahme “kaliumsparender” Entwässerungsmittel bei eingeschränkter Nierenfunktion,
- bei Vorliegen einer Psoriasis (Schuppenflechte) oder gestörten Immunreaktion
♦ Die Behandlung mit Acetan bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. ♦ Der Arzt soll unbedingt über die vorangegangene Behandlung sowie über alle anderen eingenommenen Arzneimittel Bescheid wissen.
♦ Eine Schwangerschaft ist dem behandelnden Arzt zu melden!
♦ Bei starkem Flüssigkeitsverlust (wie z.B. Erbrechen, Durchfall, starkes Schwitzen) sollen diese Flüssigkeitsverluste vor der Behandlung ausgeglichen werden (Trinken von z.B. Mineralwasser).
♦ Informieren Sie Ihren Arzt sofort, wenn Sie unter Schwellungen von Gesicht, Lippen, Zunge und Hals bzw. Rachen, eventuell begleitet von Atemnot oder Schluckbeschwerden, leiden oder bei Anschwellen der Hände, Füße oder Knöchel. Ihr Arzt wird gegebenenfalls entsprechende medizinische Maßnahmen ergreifen. Brechen Sie die Einnahme von Acetan so lange ab, bis Ihr Arzt Ihnen diese wieder erlaubt.
♦ Wenn Sie sich wegen allergischer Reaktionen gegen Bienen- oder Wespenstiche einer sogenannten “Desensibilisierungsbehandlung” unterziehen, informieren Sie darüber Ihren Arzt bevor Sie Acetan einnehmen, weil schwere Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten können. Nach Insektenstichen können ebenfalls selten Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten.
♦ Wenn Ihr Arzt Laboruntersuchungen anordnet, leisten Sie bitte diesen Anordnungen Folge.
♦ Husten:
Wenn Sie unter anhaltendem Husten leiden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber. Dieser wird beurteilen, ob es sich dabei um eine Nebenwirkung von Acetan handelt.
Bei Einnahme von Acetan mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Wenn Sie zwei oder mehrere Arzneimittel einnehmen, ist es möglich, dass sich die Wirkstoffe dieser Arzneimittel gegenseitig beeinflussen. Es kann der Fall eintreten, dass die Wirkung jedes Arzneimittels verstärkt oder auch abgeschwächt wird, selbst dann, wenn Sie dieses Arzneimittel zu unterschiedlichen Zeiten einnehmen.
♦ Ein zusätzlicher blutdrucksenkender Effekt kann bei gleichzeitiger Verabreichung von Acetan mit anderen Arzneimitteln gegen hohen Blutdruck bzw. mit Entwässerungsmitteln auftreten.
♦ Bei chirurgischen Eingriffen oder während einer Narkose mit blutdrucksenkenden Narkosemitteln kann es zu einem Blutdruckabfall kommen. Teilen Sie bitte dem Narkosearzt mit, dass Sie Acetan nehmen.
♦ Bei gleichzeitiger Einnahme von bestimmten Arzneimitteln (z.B. Indometacin) gegen Rheuma kann die blutdrucksenkende Wirkung von Acetan vermindert werden. ♦ Nach gleichzeitiger Anwendung von blutzuckersenkenden Arzneimitteln wurde in Einzelfällen über eine Verstärkung der blutzuckersenkenden Wirkung berichtet.
Bei Einnahme von Acetan zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Die Tabletten können vor, während oder nach den Mahlzeiten mit Flüssigkeit eingenommen werden.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Informieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie Acetan einnehmen, wenn Sie schwanger sind, glauben, schwanger zu sein oder eine Schwangerschaft planen. Acetan sollte während des ersten Trimesters der Schwangerschaft möglichst nicht eingenommen werden, da aufgrund der vorhandenen Daten ein gering erhöhtes Risiko auf Fruchtschädigung nicht ausgeschlossen werden kann. Falls Sie während der Behandlung mit Acetan schwanger werden, teilen Sie dies unverzüglich Ihrem Arzt mit.
Acetan darf während des zweiten und dritten Trimesters der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Vor einer geplanten Schwangerschaft sollte auf eine alternative Behandlung umgestellt werden.
Es ist nicht bekannt, ob Lisinopril in die Muttermilch übertritt. Es wird empfohlen, vor Beginn einer Behandlung mit Acetan abzustillen.
Gewöhnungseffekte: Für Acetan sind bisher keine bekannt.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Wie wird es angewendet?
Nehmen Sie Acetan immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis
Hoher Blutdruck:
Die Anfangsdosis beträgt 10 mg 1 x täglich. Der Arzt passt die Dosis Ihren speziellen Bedürfnissen an. Für viele Patienten kann eine Dosis von 10 mg 1 x täglich ausreichend sein.
Hoher Blutdruck bei gleichzeitiger Behandlung mit Entwässerungsmitteln bzw. bei verminderter Kochsalzzufuhr:
Ihr Arzt wird Ihnen eventuell eine niedrigere Dosierung (zu Beginn 2,5 - 5 mg 1 x täglich) von Acetan verordnen.
Wenn Sie an einer Nierenerkrankung leiden, kann Ihnen Ihr Arzt eine niedrigere Anfangsdosis verschreiben (2,5 - 10 mg, 1 x täglich).
Nierenbedingter hoher Blutdruck:
Ihr Arzt wird die Dosierung (2,5 - 20 mg 1 x täglich) entsprechend dem Behandlungserfolg einstellen.
Herzmuskelschwäche:
Zumeist liegt die Dosis zwischen 2,5 - 20 mg 1 x täglich.
Akuter Herzinfarkt:
Die Dosierung beträgt 2,5 - 10 mg 1 x täglich und erfolgt unter ständiger Kontrolle durch den Arzt.
Diabetes mellitus:
Es sollen 10 bis 20 mg 1 x täglich eingenommen werden.
Die Dosierung wird von Ihrem behandelnden Arzt individuell festgelegt. Beachten Siedaher bitte genau seine Anweisungen:
Wenn Sie eine größere Menge von Acetan eingenommen haben, als Sie sollten Bei Auftreten eines Blutdruckabfalls (Benommenheit, Schwindel) bzw. bei Überdosierung (d.h. falls Sie irrtümlich zu viele Tabletten eingenommen haben) legen Sie sich bitte flach hin. Ihr Arzt sollte verständigt werden und wird Ihnen bei Bedarf eine Infusion Kochsalzlösung) verabreichen.
Wenn Sie die Einnahme von Acetan vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn Sie die Einnahme von Acetan abbrechen
Nehmen Sie Acetan regelmäßig ein und brechen Sie die Behandlung keinesfalls ab, ohne den Arzt vorher zu Rate zu ziehen - auch wenn Sie sich ganz gesund fühlen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Wie alle Arzneimittel kann Acetan Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser
Gebrauchsinformation angegeben sind.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
Erkrankungen des Nervensystems Selten: Schwindel, Kopfschmerzen
Sehr selten: Hirnschlag möglicherweise als Folge eines extremen Blutdruckabfalls bei Patienten mit mangelnder Blutversorgung des Herzens, Bewusstlosigkeit
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mittelfellraums Selten: Husten
Sehr selten: Atemnot (durch Verengung der Bronchien
Erkrankungen des Verdauungstraktes Selten: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen
Sehr selten: Entzündung der Bauchspeicheldrüse, trockener Mund
Erkrankungen der Nieren und Harnwege Sehr selten: Nierenfunktionsstörung, akutes Nierenversagen mit verminderter bis keiner Harnproduktion
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Selten: Hautausschlag, Hitzegefühl
Sehr selten: Nesselausschlag, Jucken der Haut, schuppenflechtenartige Hautveränderungen, Haarausfall
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Selten: Muskelkrämpfe
Gefässerkrankungen Selten: Beschwerden bei plötzlicher Lageveränderung, z.B. Aufstehen, einschließlich niedriger Blutdruck
Herzerkrankungen Selten: Herzklopfen, raschere Herztätigkeit
Sehr selten: Myokardinfarkt möglicherweise sekundär nach exzessiver Hypotonie bei Patienten mit hohem Risiko (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung")
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Selten: Schwäche, Müdigkeit
Sehr selten: Schweissausbruch
Erkrankungen des Immunsystems Selten: Überempfindlichkeit/ Selten wurde über Schwellung von Gliedmaßen, Gesicht, Lippen, Zunge und Kehlkopf berichtet.
Sehr selten: Es wurde über das Auftreten einer erhöhten Blutsenkung mit Gelenkschmerzen/-entzündung, Muskelschmerzen, Hautausschlag, Lichtempfindlichkeit und Fieber berichtet.
Leber- und Gallenerkrankungen Sehr selten: Entzündungen der Leber
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse Sehr selten: Impotenz
Psychiatrische Erkrankungen Sehr selten: Stimmungsschwankungen, Verwirrungszustand
Untersuchungen Unter Acetan wurden nur selten klinisch bedeutsame Laborwertveränderungen festgestellt.
Wie soll es aufbewahrt werden?
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Nicht über 25 °C lagern..
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem dem Umkarton nach Verw. bis: angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.
Name
Acetan® 5 mg-Tabletten
Zusammensetzung
1 Tablette enthält 5 mg Lisinopril.
Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.
Darreichungsform
Tabletten


