Was ist es und wofür wird es verwendet?
Adolomed - Schmerztabletten haben eine rasch einsetzende schmerzstillende und fiebersenkende Wir-kung.
Adolomed wird angewendet
- zur Behandlung von akuten, kurz-dauernden, leichten, nicht entzündlichen Schmerzzuständen wie z. B. Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Muskelschmerzen, Menstruationsschmerzen.
- zur Behandlung von fieberhaften Zuständen bei Erkältungskrankheiten (grippalen Infekten).
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Adolomed darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Propyphenazon, Paracetamol, Coffein, Pyrazolde-rivate oder einen der sonstigen Bestandteile von Adolomed sind. Eine Auflistung der sonstigen Bestandteile finden Sie in Abschnitt 6.
- bei bestehender Knochenmarksschädigung mit Beeinträchtigung der Blutbildung (zu wenige weiße Blutzellen (Leukozyten, Granulozytopenie)).
- bei genetisch bedingtem Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel (erbliche, sehr seltene Stoffwechselerkrankung).
- bei ausgeprägten Nieren- und Leberfunktionsstörungen wie z. B. Schrumpfniere, Leberzirrho-se.
- bei hepatischer Porphyrie (erblicher Enzymdefekt oder erworbene Stoffwechselstörung).
- bei übermäßigem bzw. chronischem Alkoholgenuss.
- bei Kopfschmerz, der durch Arzneimittel verursacht wurde.
- bei schwerer Herzschwäche (Herzinsuffizienz).
- bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren.
- in der Schwangerschaft und
- in der Stillzeit.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Adolomed ist erforderlich,
- bei schweren Leberfunktionsstörungen.
- bei schwerer Nierenfunktionsstörung.
- bei Gilbert-Syndrom (bzw. Meulengracht-Krankheit, eine seltene Lebererkrankung).
- bei Magen-, Darmgeschwüren oder Blutungen.
- bei Fehl- oder Unterernährung.
Wenn Sie an Asthma oder chronischen Atemwegsinfektionen leiden (besonders gekoppelt mit heu-schnupfenartigen Erscheinungen), oder wenn Sie überempfindlich gegen Schmerz- und Rheuma-mittel (Analgetika-Asthma) sind, sind Sie bei der Anwendung von Adolomed gefährdet, einen al-lergischen Schock zu erleiden (Schmerzmittel-Unverträglichkeit (Analgetika-Intoleranz)).
Gefahr von Nierenschädigung:
Ganz allgemein kann die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kom-bination von mehreren schmerzstillenden Wirkstoffen, zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (so genannte Analgetika-Nephropathie) führen.
Bei längerem hoch dosierten, nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten. Diese dürfen nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt wer-den.
Bei längerem Gebrauch, zu hoher Dosierung oder regelmäßiger Anwendung kann es zu schweren Leberschäden kommen.
Bei abruptem Absetzen nach längerem hoch dosierten, nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch von
Schmerzmitteln können Kopfschmerzen sowie Müdigkeit, Muskelschmerzen, Nervosität und Sym-ptome wie Verdauungsstörungen, Herzrhythmusstörungen oder Schlafstörungen auftreten. Diese Be-schwerden klingen innerhalb weniger Tage ab. Nehmen Sie bis dahin keine Schmerzmittel ein und befragen Sie zuerst Ihren Arzt, bevor Sie wieder Schmerzmittel einnehmen.
Der Wirkstoff Propyphenazon (ein Bestandteil von Adolomed) kann bei Überempfindlichkeit zu einer Schädigung des Blutbildes führen; bei Auftreten von Hautausschlägen, starker Müdigkeit, starken Halsschmerzen oder Geschwüren im Mund soll der behandelnde Arzt aufgesucht werden. In verein-zelten Fällen wurden Überempfindlichkeitsreaktionen in Form schwerer, zum Teil lebensbedrohlicher, mit Atemnot einhergehender Schockzustände beobachtet.
Wenden Sie coffeinhaltige Arzneimittel nur niedrig dosiert an bei:
- Herzrhythmusstörungen mit erhöhter Herzfrequenz.
- Leberzirrhose. Überfunktion der Schilddrüse.
- Angstsyndrom.
- Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren.
Die Anwendung von Arzneimitteln wie Adolomed könnte mit einem geringfügig erhöhten Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, verbunden sein. Jedes Risiko steigt mit der Höhe der Dosierung und Dauer der Anwendung. Steigern Sie daher nicht die empfohlene Dosierung und Thera-piedauer.
Wenn Sie Probleme mit dem Herzen haben, schon einen Schlaganfall hatten oder denken, dass bei Ihnen ein erhöhtes Risiko für diese Umstände vorliegt (wie z.B.: Bluthochdruck, Diabetes, erhöhte Cholesterinwerte oder wenn Sie Raucher sind), teilen Sie dies Ihrem Arzt mit.
Wenn Sie Adolomed-Schmerztabletten einnehmen und folgende Anzeichen bzw. Beschwerden an sich feststellen, wenden Sie sich bitte erneut an Ihren Arzt
- bei hohem Fieber.
- Anzeichen einer Infektion.
- Anhalten der Symptome bzw. Beschwerden über mehr als drei Tage.
Bei Einnahme von Adolomed mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Verstärkung oder Verminderung der Wirkung: Adolomed-Schmerztabletten können die Wirkung verschiedener Arzneimittel verstärken oder ab-schwächen. Sie sollen daher nicht gleichzeitig mit folgenden anderen Arzneimitteln ohne ärztliche Anweisung eingenommen werden:
Verstärkung
- der Wirkung von Blutverdünnungstabletten, vor allem bei länger dauernder regelmäßiger Verab-reichung. Der Einfluss bei gelegentlicher Einnahme ist nur unwesentlich.
- Die gleichzeitige Einnahme von Mitteln, die die Magenentleerung beschleunigen, wie z. B. Me-toclopramid, bewirkt eine schnellere Aufnahme und Wirkung von Paracetamol.
- der Bildung schädigender Abbauprodukte durch Arzneimittel, die die Lebertätigkeit anregen (z.B. Barbiturate (Schlafmittel), Antiepileptika (Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie), Rifampi-cin (Arzneimittel zur Behandlung von Tuberkulose)).
- Die Einnahme von bestimmten Arzneimitteln zur Senkung der Harnsäure (Probenecid) erhöht die Verfügbarkeit von Paracetamol. Deshalb sollte die Paracetamol-Dosis verringert werden.
- Salicylamide (Schmerzmittel) können zu einer Verlängerung des Abbaues von Paracetamol und zur Bildung seines schädigenden Abbauproduktes führen.
- Coffein beschleunigt die Aufnahme bestimmter Arzneimittel gegen Migräne (Ergotamin).
Verminderung
- der Abbaurate bestimmter Antibiotika (Chloramphenicol) wird auf ein Fünftel verringert.
- Colestyramin (ein Arzneimittel zur Senkung der Blutfettwerte) verringert die Aufnahme von Para-cetamol
- Gleichzeitige Einnahme von Mitteln, die zu einer Verlangsamung der Magenentleerung führen (z.B.: Propanthelium) kann die Aufnahme und der Wirkungseintritt von Paracetamol verzögern.
- Hohe Dosen von Paracetamol können bei Diabetikern die blutzuckersenkende Wirkung von Insu-lin vermindern
- Coffein schwächt die Wirkung von Beruhigungs- und Schlafmittel ab.
Nehmen Sie keine weiteren Arzneimittel ein, die Paracetamol enthalten um das Risiko einer Überdo-sierung zu vermeiden.
Besondere Vorsicht ist bei der gleichzeitigen Einnahme von leberschädigenden Substanzen und Arz-neimitteln, die den Leberstoffwechsel anregen, geboten.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Paracetamol und AZT (Zidovudin; Arzneimittel zur Behandlung einer HIV-Infektion) wird die Neigung zur Ausbildung einer Neutropenie (Verminderung der weißen Blutzellen) verstärkt. Paracetamol sollte daher nur nach ärztlichem Anraten gleichzeitig mit AZT ein-genommen werden.
Weitere Wechselwirkungen mit Coffein sind mit verschiedenen anderen Arzneimitteln möglich (sog. Sympathomimetika, orale Kontrazeptiva, Cimetidin, Disulfiram, Barbiturate, Nikotin (Rauchen), The-ophyllin, sog. Gyrasehemmstoffen des Chinoloncarbonsäuretyps). Bitte geben Sie Ihrem Arzt bekannt, wenn Sie Arzneimittel einnehmen, die Wirkstoffe dieser Auflistung enthalten.
Bei Einnahme von Adolomed mit Nahrungsmitteln und Getränken
Vermeiden Sie die gleichzeitige Einnahme von Alkohol, da dieser die leberschädigende Wirkung von Paracetamol verstärkt.
Auswirkung auf Laborwerte
Die Einnahme von Paracetamol kann die Harnsäurebestimmung und Blutzuckerbestimmung beein-flussen.
Hohe Dosen von Levodopa (Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-Krankheit) können mit dem chemischen Nachweis von Paracetamol im Plasma in Wechselwirkung treten und einen falsch positi-ven Wert für Paracetamol ergeben.
Schwangerschaft und Stillzeit Adolomed darf in der Schwangerschaft und in der Stillperiode nicht eingenommen werden. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder glauben schwanger zu sein oder wenn Sie stillen.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Adolomed hat keinen oder vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Wie wird es angewendet?
Nehmen Sie Adolomed immer genau nach der Anweisung Ihres Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Erwachsene:
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, nehmen Sie bei Bedarf 1 Tablette mit reichlich Flüssigkeit ein. Sie können bis zu 4 Tabletten täglich einnehmen.
Kinder und Jugendliche: Adolomed darf nicht von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahre eingenommen werden.
Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen:
Bei Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörungen sowie Gilbert-Syndrom (Meulengracht-Krankheit) muss die Dosis vermindert bzw. die Zeitspanne zwischen der Einnahme von zwei Tablet-ten verlängert werden.
Bei schwerer Nierenfunktionsstörung (Kreatinin-Clearance 10 ml/min) muss die Zeitspanne zwischen der Einnahme von zwei Tabletten mindestens 8 Stunden betragen.
Dauer der Einnahme:
Über die Dauer der Einnahme von Adolomed wird Ihr Arzt Ihren Beschwerden gemäß entscheiden. Ohne ärztlichen Rat soll die Anwendung von Adolomed jedenfalls nicht häufiger als 10 Tage im Mo-nat, nicht länger als 3 Tage hintereinander und nicht in erhöhter Dosis erfolgen.
Wenn Sie eine größere Menge von Adolomed eingenommen haben, als Sie sollten,
Suchen Sie so rasch wie möglich einen Arzt auf, denn eine Überschreitung der empfohlenen Dosis kann zu sehr schweren Leber- oder Nierenschäden führen. Nehmen Sie keine weiteren Arzneimittel ein, die Paracetamol enthalten, um das Risiko einer Überdosierung und dadurch bedingte Leber- oder Nierenschäden zu vermeiden.
In der Regel treten die ersten Beschwerden innerhalb von 24 Stunden auf: Übelkeit, Erbrechen, Appe-titlosigkeit, Blässe und Unterleibsschmerzen. Danach kann es zu einer subjektiven Besserung kom-men, es bleiben jedoch leicht Leibschmerzen als Hinweis auf eine Leberschädigung. Anzeichen starker Überdosierung sind insbesondere Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Gelbfär-bung der Haut, Blutzuckerschwankungen, Sehstörungen, Krämpfe, epileptische Anfälle, Herzrhyth-musstörungen, Benommenheit oder Bewusstlosigkeit und Koma.
Ihr Arzt wird Ihnen so rasch wie möglich ein Gegenmittel (Antidot) geben bzw. andere geeignete Maßnahmen ergreifen.
Weitere Informationen für Ihren Arzt oder anderes medizinisches Fachpersonal enthält der entsprechende Abschnitt am Ende der Gebrauchsinformation.
Wenn Sie die Einnahme von Adolomed -Schmerztabletten vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern setzten Sie die Behandlung wie vorgeschrieben fort.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apo-theker.
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Wie alle Arzneimittel kann Adolomed Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.
Erkrankungen des Blutes und Lymphsystems: Sehr selten: durch eine Überreaktion des Immunsystems ausgelöste Veränderungen des Blutbildes (Verringerung der weißen und roten Blutzellen und der Blutplättchen); erste Anzeichen können sein: starke Müdigkeit, Blässe, starke Halsschmerzen, Schleimhautwunden im Mund;
bestimmte Erkrankung des Blutes (Methämoglobinämie)
Erkrankungen des Immunsystems: Sehr selten: Asthma, Heuschnupfen, Nasenschleimhautschwellung, Überempfindlichkeitsreaktionen (Hautschwellungen, Atemnot, Schweißausbruch, Übelkeit, Blutdruckabfall), schwere Überempfind-lichkeitsreaktionen (anaphylaktischer Schock).
Eine schwere Überempfindlichkeitsreaktion kann unmittelbar oder bis zu einer Stunde nach Einnahme von Adolomed auftreten.
Psychiatrische Erkrankungen: Selten: Coffein kann Schlafstörungen verursachen.
Erkrankungen des Nervensystems: Selten: Coffein kann Kopfdruck/Kopfschmerzen verursachen.
Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts: Selten: Übelkeit, Blähungen, Bauchschmerzen, Erbrechen, Schleimhautwunden im Mund
Leber- und Gallenerkrankungen: Selten : Anstieg bestimmter Leberwerte (Transaminasen)
Die Einnahme von hohen Dosen Paracetamol (auch längere Einnahme bzw. chronischer Gebrauch von mehreren Gramm pro Tag) kann zu schweren Leberschäden, bis hin zum Leberversagen, führen.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes: Selten: Allergische Hautreaktionen unter Umständen begleitet von Temperaturanstieg (“drug fever”) und Schleimhautwunden
Erkrankung der Nieren und Harnwege:
Die Einnahme von hohen Dosen Paracetamol (auch längere Einnahme bzw. regelmäßiger Gebrauch von mehreren Gramm am Tag) kann zu Störungen/Schädigung der Nierenfunktion führen.
Ödeme (Schwellungen an Fingern, Füßen und Knöcheln), Hypertonie und Herzschwäche, die sich durch Kurzatmigkeit und Schwellungen der (Fuß)Gelenke äußert, wurden im Zusammenhang mit der Behandlung mit NSAID (nicht steroidale Antirheumatika) berichtet, welche den gleichen Wirkmecha-nismus wie Adolomed haben.
Die Anwendung von Arzneimitteln wie NSAID (nicht steroidale Antirheumatika) könnte mit einem geringfügig erhöhten Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, verbunden sein.
Wie soll es aufbewahrt werden?
Nicht über 25°C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.
Name
Adolomed-Schmerztabletten
Zusammensetzung
1 Tablette enthält:
250 mg Propyphenazon, 300 mg Paracetamol, 50 mg Coffein.
Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.
Darreichungsform
Tabletten
Aussehen: Weiße, runde, bikonvexe Tabletten.


