Alendronsäure "ratiopharm" 70 mg - einmal wöchentlich Tabletten

 

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Was ist Alendronsäure „ratiopharm“ 70 mg?
Alendronsäure „ratiopharm“ 70 mg gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln (genannt Bisphosphonate), die in der Behandlung von Knochenfunktionsstörungen verwendet werden. Das Medikament wirkt direkt an Ihren Knochen, macht diese stärker und verringert so die Wahrscheinlichkeit für Knochenbrüche.

Der Knochen ist ein lebendes Gewebe, das heißt, der Körper baut kontinuierlich altes Knochengewebe im Skelett ab und ersetzt es durch neues Gewebe. Bei Frauen nach der Menopause kann Knochenschwund (postmenopausale Osteoporose) auftreten. Die Knochen werden dünner und brüchiger und haben ein erhöhtes Risiko, als Folge eines Sturzes oder einer Verstauchung zu brechen.

Wofür wird Alendronsäure „ratiopharm“ 70 mg angewendet?
Alendronsäure „ratiopharm“ 70 mg wird zur Behandlung von Knochenschwund (Osteoporose) bei Frauen nach der Menopause verwendet, um das Risiko von Knochenbrüchen im Bereich der Wirbelsäule und Hüfte zu vermindern.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Alendronsäure „ratiopharm“ 70 mg darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff Alendronsäure, andere Bisphosphonate oder einer der sonstigen Bestandteile von Alendronsäure „ratiopharm“ 70 mg sind (siehe Abschnitt „6. WEITERE INFORMATIONEN“);
  • wenn Sie an Erkrankungen der Speiseröhre (die Röhre, die Ihren Mund mit Ihrem Magen verbindet, mitunter auch Ösophagus genannt) oder anderen Umständen leiden, welche die Speiseröhrenentleerung verzögern, wie eine hochgradige Verengung der Speiseröhre oder eine gestörte Erschlaffung der Speiseröhrenmuskulatur (Achalasie);
  • wenn Sie nicht in der Lage sind, mindestens 30 Minuten lang zu stehen oder aufrecht zu sitzen;
  • wenn bei Ihnen ein verminderter Kalziumgehalt im Blut vorliegt.

Wenn Sie der Meinung sind, dass einer oder mehrere dieser Umstände auf Sie zutreffen, nehmen Sie die Tabletten nicht ein, ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt zu halten und folgen Sie seinen Ratschlägen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Alendronsäure „ratiopharm“ 70 mg ist erforderlich,

  • wenn Sie an Erkrankungen des Verdauungstraktes, wie Schluckbeschwerden, Erkrankungen der Speiseröhre oder Entzündungen bzw. Geschwüren der Magenschleimhaut oder des Zwölffingerdarms leiden:
  • wenn Sie innerhalb des letzten Jahres an einer schweren Erkrankung des Verdauungstraktes gelitten haben. Dies beinhaltet Magengeschwüre, Blutungen des Verdauungstraktes oder jegliche chirurgische Eingriffe im oberen Verdauungstrakt;
  • wenn Sie einen abnormen Knochen- oder Mineralstoffwechsel (z.B. Vitamin D-Mangel, verminderte Kalziumaufnahme, Probleme mit Nebenschilddrüsenhormonen), der zu einem niedrigen Blutkalziumspiegel führen kann, haben;
  • wenn Sie bestimmte andere Medikamente einnehmen (Glukokortikoide, Kortisonpräparate);
  • wenn Sie Krebs haben;
  • wenn Sie eine Chemo- oder Strahlentherapie erhalten;
  • wenn Ihre Zahnhygiene unzureichend ist;
  • wenn Sie an einer Zahnfleischerkrankung leiden;
  • Wenn sie rauchen;
  • wenn Sie eine Zahnbehandlung erhalten oder eine solche geplant ist, bitte informieren Sie Ihren Zahnarzt, dass Sie Alendronsäure „ratiopharm“ 70 mg einnehmen.

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt vor der Einnahme von Alendronsäure „ratiopharm“ 70 mg informieren, wenn einer dieser Umstände auf Sie zutrifft,

Bei Einnahme von Alendronsäure „ratiopharm“ 70 mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Alendronsäure „ratiopharm“ 70 mg darf nicht zusammen mit Kalziumpräparaten, magensäurebindenden Arzneimitteln oder irgendwelchen anderen Medikamenten eingenommen werden, da dies die Aufnahme der Alendronsäure beeinflusst. Sie dürfen diese Medikamente erst nach mindestens 30 Minuten nach Einnahme von Alendronsäure „ratiopharm“ 70 mg anwenden.

Besondere Vorsicht ist erforderlich, wenn Alendronsäure „ratiopharm“ 70 mg zusammen mit entzündungshemmenden und schmerzstillenden Arzneimitteln aus der Gruppe der nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAID) angewendet wird, da vermehrt gastrointestinale Nebenwirkungen auftreten können.

Bei Einnahme von Alendronsäure „ratiopharm“ 70 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Alendronsäure „ratiopharm“ 70 mg darf nicht zusammen mit Nahrungsmitteln oder Getränken (einschließlich Mineralwasser) eingenommen werden. Sie dürfen Nahrungsmittel und Getränke (einschließlich Mineralwasser) erst nach mindestens 30 Minuten nach Einnahme von Alendronsäure „ratiopharm“ 70 mg zu sich nehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, dürfen Sie Alendronsäure „ratiopharm“ 70 mg nicht einnehmen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Alendronsäure „ratiopharm“ 70 mg Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Alendronsäure „ratiopharm“ 70 mg immer genau nach Anweisung Ihres Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Die übliche Dosis ist
Nehmen Sie eine Tablette pro Woche, immer am selben Wochentag. Wählen Sie den Wochentag aus, der am besten in Ihre Planung passt.

Ihr Arzt entscheidet über die Dauer Ihrer Behandlung.

Kinder und Jugendliche
Alendronsäure „ratiopharm“ 70 mg wird bei Kindern oder Jugendlichen nicht empfohlen.

Patienten mit Nierenfunktionseinschränkung
Eine Dosisanpassung ist bei Patienten mit schwach bis mäßig eingeschränkter Nierenfunktion nicht notwendig. Alendronsäure „ratiopharm“ 70 mg wird bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionseinschränkung nicht empfohlen.

Ihr Arzt wird Sie informieren, wenn Sie zusätzlich Kalzium und Vitamin D einnehmen müssen. Dies kann notwendig sein, wenn die Aufnahme aus der täglichen Nahrung unzureichend ist.

Anweisungen zur Einnahme von Alendronsäure „ratiopharm“ 70 mgBitte halten Sie sich genau an die folgenden Anweisungen, damit die Tablette rasch in Ihren Magen gelangt und um das Risiko einer möglichen Reizung der Speiseröhre zu vermindern. Diese Anweisungen sollen darüber hinaus sicherstellen, dass Alendronsäure „ratiopharm“ 70 mg richtig wirkt.

  • Schlucken Sie die Tablette im Ganzen nach dem morgendlichen Aufstehen und bevor sie irgendetwas essen oder trinken mit einem vollen Glas Wasser (mindestens 200 ml);
  • Nehmen Sie Ihre Tablette nur mit Leitungswasser und nicht mit Mineralwasser oder anderen Getränken ein;
  • Sie müssen die Tablette im Ganzen schlucken. Aufgrund des Risikos für Geschwürbildungen in Mund und Rachen dürfen Sie die Tablette nicht zerdrücken, zerkauen oder in Ihrem Mund zergehen lassen;
  • Nach Einnahme der Tablette legen Sie sich mindestens 30 Minuten lang nicht wieder hin. Sie müssen völlig aufrecht bleiben (entweder im Sitzen, Stehen oder Gehen);
  • Warten Sie nach Einnahme der Tablette mindestens 30 Minuten, bis sie etwas essen, trinken oder ein anderes Arzneimittel einnehmen.
  • Legen Sie sich nicht wieder hin, bevor sie etwas gegessen haben.
  • Nehmen Sie die Tablette nicht vor dem Schlafengehen oder vor dem Aufstehen ein.

Bitte befolgen Sie diese Anweisungen, anderenfalls kann das Risiko für Nebenwirkungen in der Speiseröhre ansteigen. (siehe auch „4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?“)

Wenn Sie eine größere Menge Alendronsäure „ratiopharm“ 70 mg eingenommen haben, als Sie sollten Sollten Sie zu viele Tabletten auf einmal eingenommen haben, trinken Sie ein volles Glas Milch und wenden Sie sich bitte sofort an Ihren Arzt. Versuchen Sie nicht, ein Erbrechen auszulösen und legen Sie sich nicht hin. Versuchen Sie, vollständig aufrecht zu bleiben. Die folgenden Erscheinungen können Anzeichen einer Überdosierung sein:

  • Muskel oder Bauchkrämpfe oder
  • Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen

Wenn Sie die Einnahme von Alendronsäure „ratiopharm“ 70 mg vergessen haben
Wenn Sie die Einnahme einer Tablette zum korrekten Zeitpunkt vergessen haben, nehmen Sie diese am nächsten Morgen ein, nachdem Sie Ihr Versäumnis bemerkt haben. Setzen Sie danach die Einnahme einer Tablette wie planmäßig vorgesehen an dem von Ihnen gewählten Wochentag fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die Einnahme der vorherigen Dosis für eine Woche oder länger vergessen haben.

Wenn Sie die Einnahme von Alendronsäure „ratiopharm“ 70 mg abbrechen
Die Osteoporose-Therapie ist für gewöhnlich eine Langzeitbehandlung. Ihre Osteoporose kann nur dann mit Alendronsäure „ratiopharm“ 70 mg behandelt werden, wenn Sie diese regelmäßig einnehmen. Fragen sie darum Ihren Arzt, wenn sie die Behandlung abbrechen möchten.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Alendronsäure „ratiopharm“ 70 mg Nebenwirkungen habe, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Wichtige Nebenwirkungen:

  • Schwere allergische Reaktionen mit Gesichtsschwellung und Atemnot wurden berichtet. Wenn Sie eine solche Reaktion bemerken, müssen Sie sofort einen Arzt aufsuchen.
  • Schwere Hautreaktionen mit Rötung und Blasenbildung oder andere Effekte auf die Haut oder Schleimhaut wurden berichtet (Anzeichen für Dermatitis exfoliativa, Stevens-Johnson-Syndrom und Lyell-Syndrom). Wenn Sie eine solche Reaktion bemerken, müssen Sie sofort einen Arzt aufsuchen.
  • Treten Anzeichen für eine Speiseröhrenerkrankung, wie Schluckbeschwerden, Schmerzen beim Schlucken, Schmerzen hinter dem Brustbein oder neu einsetzendes oder sich verschlechterndes Sodbrennen auf, beenden Sie die Einnahme von Alendronsäure „ratiopharm“ 70 mg und suchen Sie einen Arzt auf (siehe auch „ Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Alendronsäure „ratiopharm“ 70 mg ist erforderlich“). Diese Symptome treten vor allem dann auf, wenn Sie Ihre Tabletten nicht genau, wie in Abschnitt „ Wie ist Alendronsäure „ratiopharm“ 70 mg einzunehmen?“ beschrieben, einnehmen. Wenn Sie die Einnahme von Alendronsäure „ratiopharm“ 70 mg nach dem Auftreten solcher Symptome fortsetzen, können sich diese Nebenwirkungen verschlechtern.

Folgende Nebenwirkungen wurden beobachtet:
Häufig (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100)

  • Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen, Verstopfung, Durchfall, Blähungen, Geschwürbildung in der Speiseröhre, Schluckstörungen, Völlegefühl, saures Aufstoßen;
  • Kopfschmerzen;
  • Knochen-, Muskel- und/oder Gelenkschmerzen;
  • vorübergehender leichter Abfall der Kalzium- und/oder Phosphatkonzentration im Blut, ohne Beschwerden

Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000)
• Übelkeit, Erbrechen, Entzündung der Magenschleimhaut, Entzündung der Speiseröhre, Gewebeschäden (Erosionen) in der Speiseröhre, schwarzer Stuhl oder Blut im Stuhl;

  • Hautausschlag, Juckreiz der Haut, entzündliche Hautrötung, Haarverlust;

Selten (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 10.000)

  • Entzündung der Gefäßschicht des Auges (Uveitis), Entzündung der Lederhaut des Auges (Skleritis), Entzündung der oberen Augenhaut (Episkleritis);
  • Hochgradige Verengungen der Speiseröhre, Geschwürbildung in Mund- und Rachenraum, gleichzeitiges Auftreten von Durchbruch, Geschwürbildung und Blutung im oberen Magen-Darm-Trakt (Anzeichen dafür können starke Oberbauchschmerzen, Blut im Erbrochenen oder schwarzer Stuhl sein); • Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich Nesselausschlag und Schwellung des Gesichts, der Lippen, der Zunge und/oder des Rachens);
  • Starke Knochen-, Muskel und/oder Gelenkschmerzen, Absterben von Teilen des Kieferknochens (Osteonekrose);
  • Vorübergehende grippeähnliche Symptome (Muskelschmerz, Unwohlsein und, selten, Fieber) meist am Beginn der Therapie
  • Hautausschlag mit Lichtüberempfindlichkeit;
  • Niedrige Blutkalziumspiegel mit Symptomen wie Muskelkrämpfe oder –zuckungen, Kribbeln in den Fingern oder um den Mund (charakteristisch für Hypokalzämie), zumeist bei prädisponierten Patienten;

Sehr selten (betrifft weniger als 1 Behandelten von 10.000)

  • Schwere Hautreaktionen, mitunter mit Rötung und Blasenbildung (einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse);

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

  • Schwindel, veränderte Geschmackswahrnehmung;
  • Drehschwindel;
  • Bruch des Oberschenkelknochens bei Patienten mit Alendronsäure-Langzeitbehandlung. Oberschenkelschmerzen, Schwäche oder Beschwerden können frühe Anzeichen eines möglichen Bruches des Oberschenkelknochens sein. Gelenkschwellung;
  • Schwächegefühl, Schwellungen der Arme oder Beine (Ödeme).

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25°C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Name

Alendronsäure „ratiopharm“ 70 mg - einmal wöchentlich Tabletten

Zusammensetzung

Jede Tablette enthält 70 mg Alendronsäure (als Natrium-Alendronat-Trihydrat).

Sonstiger Bestandteil: 136 mg Lactose.
Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

Darreichungsform

Tablette.

Weiße bis cremefarbene, ovale Tablette mit Prägung „AN 70“ auf der einen Seite und dem „Arrow logo“ auf der anderen.

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