Was ist es und wofür wird es verwendet?
Allopurinol G.L. 300 mg-Tabletten werden eingenommen um den Harnsäurespiegel im Blut zu senken.
Bei Erwachsenen mit einem zu hohen Harnsäurespiegel, welcher durch eine Diät nicht kontrollierbar ist, oder mit Beschwerden, besonders
- Gicht
- Nierenschäden, verursacht durch Harnsäure
- zur Auflösung und Vermeidung von Harnsäuresteinen
- zur Vermeidung von Kalziumoxalatsteinen bei erhöhtem Harnsäurespiegel
Bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern mit einem Körpergewicht von 45 kg oder darüber, mit zu
hohem Harnsäurespiegel und einem erhöhtem Harnsäuregehalt im Urin, verursacht z.B. durch
- Radiotherapie
- Tumorbehandlung mit Medikamenten
- andere schwere Zellzerfallserscheinungen
Bei Kindern und Jugendlichen mit einem Körpergewicht von 45 kg oder darüber
- Nierenschäden aufgrund von Harnsäure während der Behandlung von Blutkrebs mit zu vielen oder abnormalen weißen Blutzellen
- bestimmte vererbbare Enzymmangelerkrankungen, bekannt als Lesch-Nyhan Syndrom und Adenin Phosphoribosyl Transferasemangel
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Allopurinol G.L. 300 mg-Tabletten dürfen nicht eingenommen werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Allopurinol oder einen der sonstigen Bestandteile von Allopurinol G.L. 300 mg-Tabletten sind (Eine Auflistung der sonstigen Bestandteile finden Sie in Abschnitt 6)
- wenn Sie eine schwere Nierenfunktionsstörung haben.
Allopurinol G.L. 300 mg-Tabletten dürfen Kindern nur in besonders begründeten Fällen vom Arzt verordnet werden (bei bösartigen Blutbildveränderungen und bei angeborenen Defekten des Purinstoffwechsels).
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Allopurinol G.L. 300 mg-Tabletten ist erforderlich Fragen Sie Ihren Arzt um Rat bevor Sie Allopurinol G.L. 300 mg-Tabletten einnehmen, wenn Sie
- eine eingeschränkte Nierenfunktion haben. Eine eingeschränkte Nierenfunktion ist bei Patienten wahrscheinlicher,
- die Mittel gegen Bluthochdruck (ACE-Hemmer) einnehmen, oder die
- Entwässerungsmittel (Thiazid-Diuretika) einnehmen, um einen hohen Blutdruck oder Herzstörungen zu behandeln
- eine eingeschränkte Leberfunktion aufweisen
- Störung der Blutbildung aufweisen. In diesen 3 Fällen wird Ihr Arzt Ihr Blutbild beobachten. Bei Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen seitens der Haut muss die Behandlung sofort abgesetzt werden.
Es ist wichtig zu berücksichtigen, dass
die Behandlung mit Medikamenten nicht notwendig ist, wenn:
- Ihre Harnsäureblutwerte unter 9 mg/100 ml liegen und
- Ihre Nierenfunktion normal ist und
- Sie folgende Diätempfehlungen befolgen: Die Voraussetzung für einen Therapieerfolg bildet eine vernünftige Ernährung, wobei ein bestehendes Übergewicht abgebaut werden sollte. Nahrungsmittel mit besonders hohem Harnsäuregehalt, wie Innereien, Fleischbrühewürfel, Sardinen, Sardellen und größere Alkoholmengen, sind zu meiden.
Trinken Sie genügend Flüssigkeit, damit Ihre Harnmenge täglich mindestens 2 Liter beträgt. Das ist besonders wichtig, wenn Sie Allopurinol G.L. 300 mg-Tabletten zur Behandlung von:
- Gichtniere
- Harnsäuresteinen einnehmen. Eine Erhöhung des pH-Wertes Ihres Harns kann überlegt werden, um die Ausscheidung von Harnsäure durch Urinieren zu steigern, wenn Sie Allopurinol G.L. 300 mg-Tabletten aus folgenden Gründen einnehmen:
- während einer Bestrahlung oder einer medikamentösen Behandlung von Krebs
- um die angeborene Enzymmangelerscheinung Lesch-Nyhan-Syndrom zu behandeln.
Bei großen Harnsteinen im Nierenbecken ist nicht auszuschließen, dass sich Teile der infolge einer Allopurinol-Behandlung aufgelösten Steine im Harnleiter festsetzen können. Wenn Sie Beschwerden beim Harnlassen oder Schmerzen haben, verständigen Sie bitte sofort Ihren Arzt.
Zu Beginn der Behandlung können Gichtanfälle auftreten. Aus diesem Grund wird Ihnen Ihr Arzt Schmerzmittel oder Colchicin während der ersten Behandlungswochen mit Allopurinol G.L. 300 mg-Tabletten verschreiben.
Beim Vorliegen von akuten Gichtanfällen sollte die Behandlung mit Allopurinol G.L. 300 mg-Tabletten erst nach deren vollständigem Abklingen begonnen werden, weil weitere Anfälle ausgelöst werden können.
Der Eintritt einer Schwangerschaft ist unverzüglich dem Arzt zu melden.
Bei Einnahme von Allopurinol G.L. 300 mg-Tabletten mit anderen Arzneimitteln Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden bzw. vor kurzem angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Allopurinol G.L. 300 mg-Tabletten und folgende andere Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung gegenseitig beeinflussen:
6-Mercaptopurin, Azathioprin: Wird neben Allopurinol gleichzeitig 6-Mercaptopurin (Medikament zur Behandlung von Blutkrebs) oder Azathioprin (Medikament um das Immunsystem zu unterdrücken) eingenommen, muss deren Dosis auf ¼ der üblichen Dosis gesenkt werden, da ihr Abbau durch Allopurinol gehemmt wird. Die Gefahr von Blutbildschäden während einer Krebsbehandlung kann durch gleichzeitige Gabe von Allopurinol erhöht werden.
Adeninarabinosid (Vidarabin) (Medikament zur Behandlung von Virusinfektionen):Bitte beachten Sie, dass unter Vidarabin Nebenwirkungen häufiger auftreten können.
Warfarin, Phenprocoumon, Acenocoumarol (Medikamente zur Hemmung der Blugerinnung):Ihr Arzt wird Ihre Blutgerinnungswerte öfter kontrollieren und, wenn notwendig, die Dosis dieser Medikamente herabsetzen.
Chlorpropamid (Medikament zur Behandlung der Zuckerkrankheit (Diabetes)): Die Ausscheidung von Chlorpropamid kann durch Allopurinol verzögert werden, insbesondere wenn eine Schädigung der Niere vorliegt.
Ampicillin oder Amoxicillin (Antibiotika = Arzneimittel zur Behandlung bakterieller Infektionen):Das Risiko von Hautreaktionen ist bei gleichzeitiger Behandlung mit Ampicillin oder Amoxicillin erhöht. Wenn möglich sollten die Patienten andere Antibiotika erhalten.
Salicylate (Arzneimittel zur Verminderung von Schmerz, Fieber oder Entzündungen z.B. Aspirin) und Probenecid, Benzbromaron (Medikamente zur Erhöhung der Harnsäureausscheidung beim Urinieren): Sie können die therapeutische Wirkung von Allopurinol vermindern.
Phenytoin (Wirkstoff zur Behandlung der Epilepsie oder bestimmter Schmerzbeschwerden):Allopurinol kann den Abbau von Phenytoin in der Leber beeinträchtigen.
Thiaziddiuretika und Ethacrynsäure (Medikamente zur Entwässerung): Die Allopurinolwirkung kann vermindert werden.
Theophyllin (Medikament zur Behandlung von Bronchialasthma und anderen Atembeschwerden):Allopurinol verlangsamt die Ausscheidung von Theophyllin. Möglicherweise können bei gleichzeitiger Behandlung mit Theophyllin und Allopurinol verstärkte Wirkungen von Theophyllin wie Herzklopfen, Erhöhung der Pulsfrequenz, Übelkeit, Schwindel und Unruhe auftreten.
Zytostatika (Medikamente zur Krebsbehandlung z.B. Cyclophosphamid, Doxorubicin, Bleomycin, Procarbazin, Alkylhalogenide): Die Gefahr von Blutbild- und Knochenmarksschäden unter einer Zytostatikatherapie kann durch die gleichzeitige Gabe von Allopurinol erhöht werden.
Ciclosporin (Medikament zur Unterdrückung des Immunsystems):
Die Häufigkeit und die Stärke der durch Ciclosporin hervorgerufenen Nebenwirkungen kann durch die gleichzeitige Einahme mit Allopurinol erhöht werden.
Didanosin (Medikament zur Unterdrückung des Immunsystems): Allopurinol kann die Wirkung von Didanosin verstärken.
ACE-Hemmer (Herz- und Blutdruckmedikamente): Insbesondere bei chronischem Nierenversagen können unter gleichzeitiger Therapie mit ACE-Hemmern vermehrt Hautreaktionen und Blutbildveränderungen auftreten.
Antazida (Medikamente zur Reduktion der Magensäure): Die Einnahme von Antazida sollte in einem Mindestabstand von 3 Stunden erfolgen, da die Aufnahme von Allopurinol über die Magen- und Darmschleimhaut bei gleichzeitiger Einnahme verringert ist.
Bei Einnahme von Allopurinol G.L. 300 mg-Tabletten zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Nahrungsmittel mit besonders hohem Harnsäuregehalt, wie Innereien (Bries, Niere, Hirn, Herz, Zunge), Fleischbrühwürfel, Sardinen, Sardellen, und größere Alkoholmengen (insbesondere Bier) sind zu meiden.
Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft
Nehmen Sie Allopurinol G.L. 300 mg-Tabletten während der Schwangerschaft nur dann ein, wenn Ihr Arzt es für absolut notwendig hält.
Stillzeit
Sie sollten Allopurinol G.L. 300 mg-Tabletten während der Stillzeit nicht einnehmen, da der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht.
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.
Lenken Sie nur dann ein Fahrzeug, oder bedienen Sie nur dann eine Maschine, bzw. nehmen Sie nur dann an gefährlichen Aktivitäten teil, wenn Sie sich sicher sind, dass Allopurinol G.L. 300 mg-Tabletten Ihre Handlungsfähigkeit nicht beeinträchtigt.
Schwindel, Schläfrigkeit und unkoordinierte Bewegungen können als Nebenwirkungen auftreten.
Wie wird es angewendet?
Nehmen Sie Allopurinol G.L. 300 mg-Tabletten immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Erwachsene
- Übliche Anfangsdosis: täglich 100 mg. Ihr Arzt kann Ihre Dosis abhängig vom Harnsäurewert Ihres Blutes anpassen.
- Maximaldosis: 3 Tabletten täglich
Kinder und Jugendliche mit einem Körpergewicht von 45 kg oder darüber
- übliche Dosis: täglich 10 mg Allopurinol pro kg Körpergewicht
- Maximaldosis: täglich 450 mg
Kinder und Jugendliche mit einem Körpergewicht von weniger als 45 kg; Personen mit einer verminderten Nieren- oder Leberfunktion
Aufgrund des höheren Wirkstoffgehalts sind Allopurinol G.L. 300 mg-Tabletten nicht für diese Patientengruppe geeignet. Gichtex Tabletten mit 100 mg Allopurinol sind für diese Patienten erhältlich.
Ihr Arzt kann Ihnen nach jeder Dialyse 300 – 400 mg Allopurinol verschreiben, welches sofort nach der Behandlung einzunehmen ist.
Personen über 65 Jahre
Ihr Arzt wird Ihnen die niedrigste mögliche Dosis verschreiben, um Ihre Beschwerden zu behandeln.
Zur individuellen Dosisanpassung sind ebenso Gichtex-retard 250 mg Kapseln und Gichtex 100 mg-Tabletten erhältlich.
Art der Anwendung:
- unzerkaut,
- mit reichlich Flüssigkeit,
- nach einer Mahlzeit,
- immer zur gleichen Tageszeit,
- bei mehr als einer Tablette pro Tag, oder wenn Magen- und Darmbeschwerden als Nebenwirkung auftreten, über den Tag verteilt einnehmen.
Dauer der Einnahme:
Die Behandlung mit Allopurinol G.L. 300 mg-Tabletten ist im Allgemeinen über einen längeren Zeitraum notwendig. Bitte nehmen Sie Allopurinol G.L. 300 mg-Tabletten regelmäßig und so lange ein, wie es Ihr Arzt verschrieben hat.
Kontaktieren Sie Ihren Arzt regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen.
Wenn Sie eine größere Menge von Allopurinol G.L. 300 mg-Tabletten eingenommen haben als Sie sollten
Bei massiver Überdosierung wurden Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Benommenheit beobachtet.
Wenn Sie, oder Ihr Kind, durch ein Versehen zu viele Tabletten eingenommen haben, wenden Sie sich unverzüglich an einen Arzt. Halten Sie eine Packung des Arzneimittels bereit, damit sich der Arzt über den aufgenommenen Wirkstoff informieren kann.
Hinweis für den Arzt: Informationen zur Überdosierung finden Sie am Ende der Gerbrauchsinformation.
Wenn Sie die Einnahme von Allopurinol G.L. 300 mg-Tabletten vergessen haben Nehmen Sie die vergessene Dosis ein, sobald Sie daran denken. Sollte es jedoch bereits Zeit für die nächste Dosis sein, nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, sondern setzen Sie die Einnahme wie gewohnt fort.
Wenn Sie die Einnahme von Allopurinol G.L. 300 mg-Tabletten abbrechen
Brechen Sie die Behandlung nicht ohne Zustimmung Ihres Arztes ab, da der Therapieerfolg herabgesetzt werden kann.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Wie alle Arzneimittel können Allopurinol GL 300 mg-Tabletten Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der angeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.
Nebenwirkungen sind nach Körpersystemen und nach ihrer Häufigkeit geordnet:
„sehr häufig“: mehr als einer von 10 Behandelte
„häufig“: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelte
„gelegentlich“: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelte
„selten“: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelte
„sehr selten“: weniger als 1 von 10.000 Behandelte
Zu Beginn der Behandlung können gelegentlich Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Leibschmerzen oder Durchfälle auftreten. Diese sind meist vorübergehend und lassen sich oft durch Einnahme von Allopurinol GL-300 mg-Tabletten nach den Mahlzeiten mit reichlich Flüssigkeit bzw. durch eine Verringerung der Dosis und anschließende langsame Dosissteigerung vermeiden. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt.
Weiters können am Anfang der Behandlung bei einzelnen Patienten Gichtanfälle auftreten.
Gelegentlich kommen Hautreaktionen wie eine entzündliche Rötung der Haut, Nesselsucht oder Hautjucken vor. Sie können zu jedem Zeitpunkt der Allopurinol-Behandlung auftreten.
Blut und Lymphsystem: gelegentlich:
- Verminderung der Zahl der Blutplättchen, dadurch wird das Risiko für Blutungen und Blutergüsse erhöht
- Schwerwiegende Verringerung der Zahl der weißen Blutzellen, dadurch werden Infektionen wahrscheinlicher
- Verringerte Zahl der roten Blutzellen aufgrund einer erniedrigten Produktion, die folgendes verursachen kann
- Schwäche
- Blutergüsse
- höhere Wahrscheinlichkeit für Infektionsanfälligkeit.
sehr selten: Veränderte Zahl spezifischer weißen Blutzellen und der unspezifischen Vorstufe der roten Blutzellen
Immunsystem: Folgende Überempfindlichkeitsreaktionen können auftreten:
selten:
- Hautreaktionen, die mit Abschälung der Haut, Fieber, Schwellung der Lymphknoten, Gelenksschmerzen und erhöhte Zahl von bestimmten weißen Blutzellen (Eosinophilie) einhergehen
- Lebensbedrohliche Zustände, bei der die äußerste Hautschicht abstirbt und sich abschält
- Gefäßentzündungen und Gewebsreaktionen, die sich auf verschiedene Weise darstellen, einschließlich Leberentzündung (Anzeichen: Gelbfärbung der Augen und/oder der Haut), Nierenentzündung (Anzeichen: Verfärbung des Harns) und in sehr seltenen Fällen Krampfanfälle
sehr selten:
- Allergische Reaktionen unterschiedlicher Formen
- Fieber
- Hautreaktionen
- Schüttelfrost
- Gelenksschmerzen
- Reversibler Anstieg der (Leberenzyme)
- Entzündungen der Gallenwege
- Xanthinsteine in den Harnwegen
- lebensbedrohliche allergische Schockreaktion (anaphylaktischer Schock)
- bestimmte Erkrankung der Lymphknoten (angioimmunoblastische Lymphadenopathie), die nach Absetzen von Allopurinol wieder verschwindet
Werden derartige Symptome beobachtet, müssen Allopurinol G.L. 300 mg-Tabletten sofort und für immer abgesetzt werden und der Arzt unverzüglich aufgesucht werden. Die bisher aufgetretenen allgemeinen Überempfindlichkeitsreaktionen traten meist in Verbindung mit Nieren- und Leberfunktionsstörungen auf (vor allem bei der lebensbedrohlichen allergischen Schockreaktion).
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:
sehr selten: Zuckerkrankheit, Erhöhung der Blutfettwerte, Gichtanfall
Psychische/seelische Störungen:
sehr selten: Depression
Nervensystem:
sehr selten: Nervenentzündung, Störung der Bewegungskoordination, Veränderung der Geschmacksempfindung, Bewusstseinsstörungen, Kopfschmerzen, Lähmungen, Schwindel, Müdigkeit, Fehlempfindungen wie Kribbeln
Augen: sehr selten: Linsentrübung, Netzhautveränderung, Sehstörung
Herz: sehr selten: langsamer Herzschlag
Gefäße: sehr selten: erhöhter Blutdruck
Atemwege: sehr selten: Engegefühl im Brustraum
Magen-Darm-Trakt:
gelegentlich: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
sehr selten: Erbrechen von Blut, vermehrte Fettausscheidung mit dem Stuhl, Entzündungen der Mundschleimhaut
Leber und Galle:
selten:
- von Erhöhung der Leberwerte ohne Beschwerden • über Leberentzündung einschließlich der Zerstörung der Leberzellen und in extremen Fällen bis zu entzündetem, knotigen Lebergewebe reichen, die sich nach Beendigung der Behandlung mit Allopurinol G.L. 300 mg-Tabletten wieder zurückbildet, bis hin zu tödlich verlaufenden Leberschäden
Haut:
häufig: Juckreiz, gefleckte Haut mit kleinen Knoten, Schuppung der Haut, Flecken, Hautblutungen
In solchen Fällen ist die Behandlung mit Allopurinol G.L. 300 mg-Tabletten sofort abzubrechen und der Arzt aufzusuchen.
sehr selten: Haarausfall, schmerzhafte, tiefe, knotige Entzündung der Haarfollikel, die von Bakterien verursacht wird, Flüssigkeitsansammlung im Unterhautbindegewebe, Verfärbung der Haare
Muskulatur: sehr selten: Muskelschmerzen
Nieren:
sehr selten: Ausscheidung von roten Blutkörperchen im Harn, Harnvergiftung (Urämie) = Ansammlung von über den Harn auszuscheidender Substanzen im Blut, verursacht durch eine fortgeschrittene Nierenschwäche
Geschlechtsorgane und Brustdrüse: sehr selten: Vergrößerung der Brustdrüse des Mannes, Impotenz (sexuelle Störung), Unfruchtbarkeit
Allgemein: sehr selten: Schüttelfrost, allgemeines Unwohlsein, Schwäche, Wasseransammlungen im Gewebe
Wie soll es aufbewahrt werden?
Nicht über 25°C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „verwendbar bis“ “, bzw. auf der Blisterpackung nach „verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Name
Allopurinol G.L. 300 mg-Tabletten
Zusammensetzung
1 Tablette enthält 300 mg Allopurinol.
Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe unter Abschnitt 6.1.
Darreichungsform
Tablette.
Weiße oblonge Tablette, gewölbt, eine Seite mit Bruchkerbe. Die Tablette kann in gleiche Hälften geteilt werden.


