Ambrobene 15 mg/5 ml - Saft

 

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Der in Ambrobene® 15 mg/5 ml enthaltene Wirkstoff Ambroxol löst gestautes und zäh haftendes Sekret aus den Bronchien und der Luftröhre und erleichtert das Abhusten.

Ambrobene® 15 mg/ 5 ml eignet sich zur Behandlung von akuten und chronischen Erkrankungen der Atemwege, wie Entzündung der Bronchialschleimhaut (Bronchitis), Bronchialasthma mit gleichzeitiger Entzündung der Atemwege, krankhafte Erweiterung der Bronchien (Bronchiektasie) sowie zur Unterstützung der Schleimlösung bei Entzündungen im Nasen-Rachenraum.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Ambrobene® 15 mg/5 ml darf nicht eingenommen werden

ratiopharm
Ambrobene 15 mg/5 ml - Saft GI 20.02.2007
  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Ambroxol oder einen der sonstigen Bestandteile von Ambrobene® 15 mg/5 ml sind.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Ambrobene ® 15 mg/5 ml ist erforderlich

  • wenn der Abtransport des Schleims aus den Atemwegen gestört ist und infolgedessen ein Sekretstau entsteht (z.B. beim malignen Ziliensyndrom),
  • wenn Sie an einem Magen- und/oder Darmgeschwür leiden,
  • wenn Sie an schwerer Nieren- oder Leberfunktionseinschränkung leiden (siehe auch Abschnitt 3 „Wie ist Ambrobene® 15 mg/5 ml einzunehmen?“).

Sehr selten ist über das Auftreten von schweren Überempfindlichkeitsreaktionen wie ausgedehnte Hautausschläge, die mit Juckreiz, Fieber, Schüttelfrost, Erkrankungen der Lymphknoten, Gelenkschmerzen, Hautabschälung und mit Veränderungen im Blutbild einhergehen ( Stevens- Johnson-Syndrom und Lyell-Syndrom) in zeitlichem Zusammenhang mit der Anwendung von Ambroxol berichtet worden. Bei Neuauftreten von Haut- und Schleimhautveränderungen muss die Behandlung mit Ambrobene® 15 mg/5 ml beendet werden. Falls bei Ihnen solche Veränderungen auftreten, suchen Sie daher unverzüglich Ihren Arzt auf.

Bei Einnahme von Ambrobene ® 15 mg/5 ml mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bei gemeinsamer Anwendung von Ambrobene® 15 mg/5 ml mit Arzneimitteln welche den Hustenreiz hemmen (Antitussiva) kann ein gefährlicher Sekretstau entstehen. Ihr Arzt wird nach sorgfältiger Nutzen-/ Risikoabwägung entscheiden, ob Sie Ambrobene® 15 mg/5 ml gleichzeitig mit hustenhemmenden Arzneimitteln einnehmen sollen.

Die gleichzeitige Gabe von Ambrobene® 15 mg/5 ml und Antibiotika (Arzneimittel gegen bakterielle Keime wie Amoxicillin, Cefuroxim, Doxycyclin und Erythromycin) führt zu einem verbesserten Übertritt der Antibiotika in das Lungengewebe.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Ambrobene® 15 mg/5 ml sollte während der Schwangerschaft, inbesondere während der ersten 3 Monate nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt eingesetzt werden.

Ambroxol geht beim Tier in die Muttermilch über. Da bisher keine ausreichenden Erfahrungen beim Menschen vorliegen, wird die Anwendung von Ambrobene® 15 mg/5 ml in der Stillzeit nur nach ausdrücklicher Anordnung durch den behandelnden Arzt empfohlen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Ambrobene® 15 mg/5 ml hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Ambrobene ® 15 mg/5 ml

2 ratiopharm

Ambrobene 15 mg/5 ml - Saft GI 20.02.2007

Dieses Arzneimittel enthält Sorbitol. Bitte nehmen Sie Ambrobene® 15 mg/5 ml daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Der Kalorienwert beträgt 2,6 kcal/g Sorbitol.

1 Messbecher mit 5 ml enthält 2,1 g Sorbitol entsprechend 0,18 BE. Sorbitol kann eine leicht abführende Wirkung haben.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Ambrobene® 15 mg/5 ml immer genau nach Anweisung Ihres Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis bei

Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren:

Während der ersten 2–3 Tage 3mal täglich 10 ml, dann 2mal täglich 10 ml.

Kindern:

Kleinkinder bis 2 Jahre: 2mal täglich 2,5 ml;

Kinder von 2 bis 5 Jahren: 3mal täglich 2,5 ml;

Kinder von 5 bis 12 Jahren: 2–3mal täglich 5ml.

Dosierung bei Nieren- und/oder Leberfunktionseinschränkung

Bei schwerer Nierenfunktionseinschränkung oder schwerer Leberfunktionseinschränkung wird der Arzt die Dosis entsprechend vermindern und den Dosierungsabstand verlängern.

Ein graduierter Messbecher liegt bei.

Den Saft vorzugsweise nach den Mahlzeiten einnehmen. Ambrobene® 15 mg/5 ml mit reichlich Flüssigkeit in Form von Tee, Fruchtsaft oder Wasser einnehmen..

Hinweis: reichliche Flüssigkeitszufuhr unterstützt die schleimlösende Wirkung von Ambrobene® 15 mg/5 ml.

Wenn Sie eine größere Menge von Ambrobene ® 15 mg/5 ml eingenommen haben, als Sie sollten

Bis auf kurzzeitige Unruhe und Durchfall sind keine Vergiftungserscheinungen bei Überdosierung von Ambroxol beim Menschen beobachtet worden. Das akute Vergiftungsbild bei extremer Überdosierung in tierexperimentellen Untersuchungen ist geprägt durch vermehrten Speichelfluss, Würgereiz, Erbrechen und Blutdruckabfall.

Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit Ambrobene® 15 mg/5 ml ist sofort ein Arzt zu verständigen.

Wenn Sie die Einnahme von Ambrobene ® 15 mg/5 ml vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie statt dessen einfach die übliche folgende Dosis zur gewohnten Zeit ein.

Wenn Sie die Einnahme von Ambrobene ® 15 mg/5 ml abbrechen

Setzen Sie bitte das Arzneimittel nicht plötzlich und ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab.

ratiopharm
Ambrobene 15 mg/5 ml - Saft GI 20.02.2007

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Ambrobene® 15 mg/5 ml Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind

Die folgende Einteilung wurde für die Häufigkeitsbeschreibungen der Nebenwirkungen verwendet:

sehr häufig mehr als 1 von 10 Behandelten  
häufig weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
gelegentlich weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
selten weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
sehr selten weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle

Folgende Nebenwirkungen können während der Behandlung mit Ambrobene® 15 mg/5 ml auftreten:

Erkrankungen des Immunsystems

Gelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktionen, wie Hautausschlag, Schleimhautreaktionen, Gesichtsschwellung und Atemnot sowie Temperaturanstieg mit Schüttelfrost.

Sehr selten: Überempfindlichkeitsreaktionen die mit Versagen des Herz-Kreislaufsystems einhergehen können (anaphylaktischer Schock).

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und der Brusthöhle

Selten: Trockenheit der Luftwege, Nasenlaufen.

Erkrankungen des Magen-Darmtrakts

Selten: Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung), Mundtrockenheit, vermehrter Speichelfluss

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes

Selten: Hautausschlag.

Erkrankungen der Nieren und Harnwege

Selten: Schwierigkeiten beim Harnlassen.

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort

Selten: Kopfschmerzen, Schwäche.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

ratiopharm
Ambrobene 15 mg/5 ml - Saft GI 20.02.2007

Sie dürfen Ambrobene® 15 mg/5 ml nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.

Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.