Ambrohexal 7,5mg/ml - Lösung

 

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Ambrohexal ist ein schleimlösendes Hustenmittel. Ambrohexal löst gestautes und zäh haftendes Sekret von der Bronchialwand und erleichtert das Abhusten. Durch die Verminderung der Viskosität und die Aktivierung des Flimmerepithels soll der Abtransport des Schleims gefördert werden.

Anwendungsgebiete Akute und chronische Erkrankungen der Atemwege mit krankhafter Eindickung des Schleimes wie

  • akute und chronische Entzündungen der Bronchialschleimhaut (Bronchitis)
  • asthmaähnliche (asthmoide) Bronchitis
  • Bronchialasthma mit Störungen der Sekretelimination

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Ambrohexal darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Ambroxol oder einen der sonstigen Bestandteile von Ambrohexal sind
  • wenn Sie an einem bestehenden Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür leiden
  • wenn Sie Asthmatiker mit Sulfitüberempfindlichkeit sind

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Ambrohexal ist erforderlich

  • bei gestörter Bronchomotorik (gestörte Funktion der Bronchien) und größeren Sekretmengen (z.B. beim seltenen malignen Ziliensyndrom)
  • bei Vorliegen einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung kann auf Grund einer verminderten Ausscheidung eine Dosisanpassung durch den Arzt erforderlich sein (siehe Abschnitt "3. Wie ist Ambrohexal einzunehmen?")

Bei gleichzeitiger Anwendung eines hustenstillenden Mittels kann das durch Ambrohexal verflüssigte Sekret nicht mehr ausreichend abgehustet werden. Fragen Sie daher bitte Ihren Arzt, bevor Sie zusätzlich ein hustenstillendes Mittel einnehmen.
Sehr selten ist über das Auftreten von schweren Überempfindlichkeitsreaktionen wie ausgedehnte Hautausschläge, die mit Juckreiz, Fieber, Schüttelfrost, Erkrankungen der Lymphknoten, Gelenksschmerzen, Hautabschälung und mit Veränderungen im Blutbild einhergehen (Stevens-Johnson-Syndrom und Lyell-Syndrom), in zeitlichem Zusammenhang mit der Behandlung von Ambroxol berichtet worden. Besonders zu Beginn können grippeähnliche Symptome mit Schnupfen, Husten und Halsschmerzen auftreten. Bei Neuauftreten von Haut- und Schleimhautveränderungen muss die Behandlung mit Ambrohexal beendet und unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.

Bei Einnahme von Ambrohexal mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Hustenstillende Mittel (Antitussiva):
Bei gemeinsamer Anwendung von Ambrohexal mit Antitussiva kann der Hustenreflex eingeschränkt werden (siehe "Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Ambrohexal ist erforderlich").

Mittel zur Behandlung bakterieller Infektionen (Antibiotika):
Die gleichzeitige Gabe von Ambroxol und Antibiotika (Amoxicillin, Cefuroxim, Doxycyclin und Erythromycin) führt zu einem verbesserten Übertritt der Antibiotika in das Lungengewebe.

Der Inhaltsstoff Sulfit ist eine reaktionsfähige Verbindung. Von Mischungen mit anderen Arzneimitteln ist daher abzusehen.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Sie sollten Ambrohexal insbesondere im ersten Drittel der Schwangerschaft sowie während der Stillzeit nicht einnehmen. Vor der Anwendung sollte abgestillt oder die Milch abgepumpt und verworfen werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Ambrohexal hat keinen oder vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit oder das Bedienen von Maschinen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Ambrohexal Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d.h. es ist nahezu “natriumfrei“.
Ambrohexal 7,5 mg/ml – Lösung enthält p-Hydroxybenzoesäuremethylester und p-Hydroxybenzoesäurepropylester. Diese können allergische Reaktionen, auch Spätreaktionen, hervorrufen sowie in seltenen Fällen eine Verkrampfung der Atemwege (Bronchospasmus).
Das in Ambrohexal 7,5 mg/ml – Lösung enthaltene Natriumdisulfit kann in seltenen Fällen schwere Überempfindlichkeitsreaktionen und Verkrampfungen der Atemwege (Bronchospasmen) hervorrufen.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Ambrohexal immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Zur Einnahme: Erwachsene: Zu Beginn der Behandlung 3mal täglich 4 ml, entsprechen 3mal täglich 80 Tropfen.
Bei längerfristiger Anwendung kann die Dosis auf 3mal täglich 2 ml, entsprechend 3mal täglich 40 Tropfen, reduziert werden.
Kinder: 0 - 2 Jahre: 2mal täglich 1 ml, entsprechend 2mal täglich 20 Tropfen 2 - 5 Jahre: 3mal täglich 1 ml, entsprechend 3mal täglich 20 Tropfen über 5 Jahren: 2 - 3mal täglich 2 ml, entsprechend 2 - 3mal täglich 40 Tropfen

Zur Inhalation:
Erwachsene und Kinder über 5 Jahren: 1 - 2mal täglich 2 – 3 ml entsprechend 1 - 2mal täglich 40 - 60 Tropfen
Kinder unter 5 Jahren: 1 - 2mal täglich 2 ml entsprechend 1 - 2mal täglich 40 Tropfen.

Bei einer schweren Einschränkung der Nierenfunktion (Niereninsuffizienz) oder Leberfunktion (Leberinsuffizienz) sollte, nach Rücksprache mit dem Arzt, eine niedrigere Dosis oder ein längerer Abstand zwischen den Anwendungen gewählt werden. Die Behandlungsdauer hängt von der Art und Schwere Ihrer Erkrankung ab.

Es empfiehlt sich, die Lösung mit Tee, Fruchtsaft oder Wasser verdünnt jeweils nach den Mahlzeiten einzunehmen. Dem Präparat liegt ein Messbecher bei mit Einteilungen von 1 - 6 ml. Zur Inhalation ist ein geeignetes Inhalationsgerät zu verwenden (Anwendungsvorschrift beachten).
Bei der Anwendung von Ambrohexal - Lösung im Respirator (Inhalationsgerät) kann der Lösung physiologische Kochsalzlösung im Verhältnis 1:1 beigemischt werden, wodurch eine optimale Anfeuchtung erzielt wird.
Da bei zu tiefer Einatmung von Aerosolen Hustenreiz auftreten kann, soll beim Inhalieren normal ein- und ausgeatmet werden. Bei besonders empfindlichen Patienten wird eine Erwärmung des Inhalates auf Körpertemperatur empfohlen. Patienten mit Asthma bronchiale sollten vor der Inhalation mit Ambrohexal ein Bronchospasmolytikum anwenden (fragen Sie Ihren Arzt).
Die Mischung von Ambrohexal 7,5 mg/ml - Lösung mit anderen Lösungen sollte unterbleiben.

Während der Behandlung mit Ambrohexal - Lösung sollten Sie viel Flüssigkeit zu sich nehmen (z.B. Saft, Tee, Wasser). Damit unterstützen Sie die schleimlösende Wirkung von Ambrohexal 7,5 mg/ml - Lösung.

Wenn Sie eine größere Menge von Ambrohexal eingenommen haben als Sie sollten Bis auf kurzzeitige Unruhe und Durchfall sind keine Vergiftungserscheinungen bei Überdosierung von Ambroxol beim Menschen beobachtet worden. Das akute Vergiftungsbild bei extremer Überdosierung in tierexperimentellen Untersuchungen ist geprägt durch vermehrten Speichelfluss, Würgereiz, Erbrechen und Blutdruckabfall.

Bei Verdacht auf eine Überdosierung mit Ambrohexal ist sofort ein Arzt zu verständigen.

Wenn Sie die Einnahme von Ambrohexal vergessen haben
Setzen Sie die Anwendung zum nächsten Zeitpunkt fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Ambrohexal Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Die folgende Einteilung wurde für die Häufigkeitsbeschreibungen der Nebenwirkungen verwendet:

Erkrankungen des Immunsystems Selten:In seltenen Fällen wurde über Unverträglichkeitsreaktionen berichtet. Im Einzelnen wurden Haut- und Schleimhautreaktionen (Nesselsucht, Hautausschläge), Gesichtsschwellungen, Atemnot sowie Temperaturanstieg mit Schüttelfrost beobachtet.
Nicht bekannt: In Einzelfällen wurde über akute schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktischer Schock), Juckreiz und Gewebeschwellungen berichtet.

Aufgrund des Gehaltes an Alkyl-4-Hydroxy-Benzoaten (Parabenen) können bei entsprechend veranlagten Patienten Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten. Aufgrund des Gehaltes an Natriumdisulfit (Konservierungsstoff) kann es im Einzelfall, insbesondere bei Asthmatikern, zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen, die sich als Erbrechen, Durchfall, keuchende Atmung, akuter Asthmaanfall, Bewusstseinsstörungen oder Schock äußern können. Diese Reaktionen können individuell sehr unterschiedlich verlaufen und auch zu lebensbedrohlichen Zuständen führen.

Erkrankungen des Nervensystems Häufig: Geschmacksveränderungen

Erkrankungen des Magen- und Darmtraktes Häufig:Übelkeit
Selten:Erbrechen, Durchfall, Verdauungsstörungen, Verstopfung, Bauchschmerzen

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Selten können Trockenheit des Mundes und der Luftwege, vermehrter Speichelfluss, Rhinorrhoe (vermehrte Flüssigkeitsabsonderung der Nase) und erschwertes Wasserlassen (Dysurie) auftreten.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Nicht über 25°C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Außenkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.

Name

Ambrohexal 7,5 mg/ml – Lösung

Zusammensetzung

1 ml Lösung (entsprechend 20 Tropfen) enthält 7,5 mg Ambroxolhydrochlorid.

mg SOE 216, 2, 0,2 1,0 mg mg p-Sonstige Bestandteile Natriumdisulfit entsprechend 0,135 Natriumhydroxid, 1,3 mg p-Hydroxybenzoesäuremethylester Hy

Darreichungsform

Klare, farblose Lösung zum Einnehmen und zur Inhalation.

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