Amlodilan 10 mg - Tabletten

 

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Amlodipin – der Wirkstoff in Amlodilan 10 mg-Tabletten – senkt den erhöhten Blutdruck durch Erweiterung der Blutgefäße und verringert die Häufigkeit von Angina pectoris-Anfällen durch Verbesserung des Sauerstoffangebots an den Herzmuskel.

Amlodilan 10 mg-Tabletten werden angewendet

  • zur Behandlung des Bluthochdrucks.
  • zur Behandlung von bestimmten Formen der mangelnden Durchblutung des Herzmuskels (chronisch-stabile Angina pectoris; vasospastische Angina pectoris).

Amlodilan-Tabletten können alleine oder mit anderen Medikamenten angewendet werden.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Amlodilan 10 mg-Tabletten dürfen nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Amlodipin oder einen der sonstigen Bestandteile von Amlodilan oder gegen andere Arzneistoffe vom selben Typ (Dihydropyridine) reagieren.
  • bei stark erniedrigtem Blutdruck.
  • bei Schock (einschließlich Herz-Kreislauf-Schock).
  • bei starker Verengung der Aortenklappe (Herzklappe am Übergang der Halsschlagader in die die Herzkammer).
  • innerhalb der ersten 28 Tage nach einem Herzinfarkt mit Herzschwäche.
  • bei einer bestimmten schweren Form der mangelnden Durchblutung des Herzmuskels (so genannter instabiler Angina pectoris).
  • bei schweren Leberfunktionsstörungen.

Die Anwendung von Amlodilan bei Kindern und Jugendlichen wird nicht empfohlen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Amlodilan 10 mg-Tabletten ist erforderlich

  • wenn Sie eine schwere Herzschwäche haben.
  • wenn Ihr Blutdruck plötzlich stark erhöht ist (hypertensive Krise).
  • wenn Sie eine eingeschränkte Leberfunktion haben. Die Wirkungen und Nebenwirkungen von Amlodilan können stärker ausgeprägt sein.
  • wenn Sie ein älterer Patient sind.
  • wenn Sie schwanger sind oder stillen.

Vom Arzt gegebenenfalls angeordnete Laborkontrollen sollten Sie unbedingt einhalten.

Amlodilan-Tabletten wurden Ihnen persönlich verordnet und Sie dürfen sie unter keinen Umständen an andere Personen weitergeben.

Bei Einnahme von Amlodilan 10 mg-Tabletten mit anderen Arzneimitteln Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Amlodilan und die folgenden Arzneimittel können einander in ihrer Wirkung beeinflussen:

  • Erythromycin (Antibiotikum),
  • Diltiazem (zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen),
  • Ketoconazol, Itraconazol (zur Behandlung von Pilzinfektionen),
  • Ritonavir (zur Behandlung von HIV und AIDS),
  • Rifampicin (Antibiotikum unter anderem zur Behandlung der Tuberkulose),
  • Johanniskraut (zur Behandlung leichter bis mittlerer depressiver Verstimmungen und nervöser Unruhe),
  • andere blutdrucksenkende Arzneimittel,
  • so genannte Nitrate (gefäßerweiternde Arzneimittel),
  • Arzneimittel mit Wirkung auf die Psyche (Antidepressiva, Neuroleptika).

Amlodilan kann die Wirkung anderer blutdrucksenkender Arzneimittel (wie Beta-Blocker, ACE-Hemmer, Alpha-1-Blocker und Diuretika) verstärken.
Wenn Sie ein erhöhtes Risiko haben (z.B. nach einem Herzinfarkt), kann die Kombination von Amlodilan mit einem Beta-Blocker (bestimmtes Blutdruckmedikament) zu Herzschwäche, niedrigem Blutdruck oder Herzinfarkt führen.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Amlodilan darf während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden es sei denn der Arzt entscheidet, dass der Nutzen für die Mutter größer ist als das mögliche Risiko für den Fötus. Informieren Sie daher Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind, wenn Sie glauben schwanger zu sein oder wenn Sie beabsichtigen, schwanger zu werden.

Amlodilan sollte während der Stillzeit nicht eingenommen werden, da keine Daten zum Übertritt in die Muttermilch vorliegen. Ihr Arzt wird Sie beraten, ob für Sie das Abstillen oder ein in der Stillzeit geeignetes Arzneimittel die bessere Lösung ist.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit ! beeinträchtigen. Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, bei Dosisanpassung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Amlodilan 10 mg-Tabletten immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Die vom Arzt angeordnete Dosierung ist unbedingt einzuhalten.
Für beide Anwendungsgebiete - Bluthochdruck und mangelnde Durchblutung des Herzmuskels - nehmen Sie eine ½Tablette (5 mg) einmal täglich ein. Abhängig von Ihrer Reaktion auf die Behandlung kann der Arzt die Dosis nach ca. 2 - 4 Wochen gegebenenfalls auf 1 Tablette (10 mg) einmal täglich erhöhen.
Mehr als 1 Tablette pro Tag sollte keinesfalls eingenommen werden.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Amlodilan-Tabletten zu stark oder zu schwach wirken, ändern Sie nicht von sich aus die Dosis, sondern fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Wie verwenden Sie Amlodilan 10 mg-Tabletten?
Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit ein. Eine Einnahme zu den Mahlzeiten ist möglich. Amlodilan 10 mg-Tabletten können an der Bruchkerbe geteilt werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Amlodilan 10 mg-Tabletten eingenommen haben, als Sie sollten
Bei Überdosierung bzw. Vergiftung kann ein starker, langdauernder Blutdruckabfall mit Schwindel, Kopfschmerzen, Schwächegefühl und Schwarzsehen auftreten, im Extremfall kann es zu einem Herz-Kreislauf-Schock (Ohnmacht) kommen.
Bei starkem Blutdruckabfall und Schwindel sollten Sie sich hinlegen und die Beine hochlagern. Informieren Sie umgehend einen Arzt.

Wenn Sie die Einnahme von Amlodilan 10 mg-Tabletten vergessen haben Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern setzen Sie die Einnahme wie gewohnt mit der nächsten Dosis fort.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel können Amlodilan10 mg-Tabletten Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine Kochsalz- und Volumensubstitution erhalten.
Bei Nichtansprechen sollten Katecholamine i.v. gegeben und bei therapierefraktärer

Bradykardie eine Schrittmacher-Therapie durchgeführt werden. Kontrollen des Wasser-,

Elektrolyt- und des Säuren-Basen-Haushalts sowie des Blutzuckers und der Nierenfunktion

müssen ständig erfolgen.
Bei Hypokaliämie ist eine Kaliumsubstitution erforderlich.

Ramipril ist kaum dialysierbar.

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Lannapril 2,5 mg-Tabletten

auftreten?
Bitte melden Sie erste Anzeichen vonder angeführten Nebenwirkungen (auch andere als die nachfolgend beschriebenen) unverzüglich Ihrem Arzt oder Apotheker, damit er ggf.

entsprechende Maßnahmen ergreifen kannSie erheblich beeinträchtigt oder Sie

Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Amlodipin wird im Allgemeinen gut vertragen.

Herz-Kreislauf, Gefäße

Vor allem zu Behandlungsbeginn mit Lannapril oder bei Dosiserhöhung kann selten eine

übermäßige Blutdrucksenkung (ev. bis zum Schock) auftreten. Bei der Bewertung von

Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Blut und Lymphsystem
Sehr selten: Verminderung der weißen Blutkörperchen oder der Blutplättchen.

Immunsystem
Sehr selten: allergische Reaktionen.

Stoffwechsel und Ernährung
Sehr selten: erhöhte Blutzuckerwerte.

Nervensystem
Häufig: Schläfrigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen (vor allem bei Behandlungsbeginn). Gelegentlich: Zittern, Geschmacksveränderungen, Ohnmacht, Empfindungsstörungen der Haut mit Kribbeln oder unvollständiger Taubheit einzelner Hautbereiche. Sehr selten: erhöhte Spannung der Muskulatur, Nervenleiden in den Gliedmaßen.

Augen
Gelegentlich: Sehstörungen, Verschlechterung der Sehleistung, Bindehautentzündung, Doppeltsehen.

Ohr und Gleichgewichtssinn
Gelegentlich: Ohrensausen (Tinnitus).

Herz
Häufig:
Selten:

Herzklopfen.
insbesondere zu Beginn der Behandlung oder bei Dosiserhöhung kann es zum Auftreten von Angina pectoris-Anfällen (Engegefühl / Schmerzen in der Brust durch verminderte Blutversorgung des Herzens) beziehungsweise bei

Patienten mit bestehender Angina pectoris zu einer Zunahme der Häufigkeit, Dauer und des Schweregrades der Anfälle kommen.
Sehr selten: Herzinfarkt, Herzrhythmusstörungen (beschleunigter, verlangsamter oder unregelmäßiger Pulsschlag).

Gefäße
Häufig: Gesichtsrötung.
Gelegentlich: niedriger Blutdruck.
Sehr selten: Gefäßentzündung.

Atemwege
Gelegentlich: Atemnot, Schnupfen.
Sehr selten: Husten.

Magen-Darm-Trakt
Häufig: Bauchschmerzen, Übelkeit.
Gelegentlich: Erbrechen, Magen-Darm-Beschwerden, veränderte Stuhlgewohnheiten (einschließlich Durchfall und Verstopfung), Mundtrockenheit, Blähungen, Appetitlosigkeit.
Sehr selten: Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Entzündung der Magenschleimhaut, Zahnfleischschwellung.

Leber und Galle
Sehr selten: Leberentzündung, Gelbsucht und Erhöhung der Leberenzyme (meist im Zusammenhang mit einem Rückstau der Gallenflüssigkeit).

Haut
Gelegentlich: Haarausfall, punktförmige Hautblutungen, Hautverfärbungen, vermehrtes Schwitzen, Juckreiz, Hautausschlag.
Selten: Hautentzündung.
Sehr selten: allergische Reaktionen einschließlich Angioödeme (schmerzende Schwellung der Haut), Nesselsucht, schwere Hautreaktionen, Lichtempfindlichkeit.

Muskulatur und Knochen
Häufig: Schwellung der Knöchel.
Gelegentlich: Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Muskelkrämpfe, Rückenschmerzen.

Nieren und Harnwege
Gelegentlich: Blasenentleerungsstörungen, gehäufter Harndrang (auch nachts).

Geschlechtsorgane und Brustdrüse
Gelegentlich: Impotenz, Brustvergrößerung beim Mann.

Allgemein
Häufig: Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödeme), Müdigkeit. Gelegentlich: Brustschmerzen, Kraftlosigkeit, Schmerzen, allgemeines Unwohlsein.

Untersuchungen
Gelegentlich: Gewichtszunahme, Gewichtsabnahme.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Nicht über 30°C lagern. In der Originalverpackung vor Licht geschützt aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Faltkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Name

Amlodilan 10 mg-Tabletten

Zusammensetzung

1 Tablette enthält 10 mg Amlodipin als Mesilat.

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

Darreichungsform

Tabletten (weiß, rund, bikonvex mit Bruchkerbe und Prägung „10“ auf einer Seite).

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