Amlodipin Actavis 5 mg Tabletten

 

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Amlodipin Actavis Tabletten gehören zur Arzneimittelgruppe der sogenannten Calciumantagonisten. Amlodipin Actavis Tabletten werden angewendet zur Behandlung von:
Bluthochdruck
Brustschmerz, der bedingt ist durch die Verengung der Herzkranzarterien (Angina pectoris) oder von einer eher seltenen Form des Brustschmerzes, die bedingt ist durch die Verkrampfung der Herzkranzarterien (vasospastische Angina pectoris).

Bei Bluthochdruck bewirken Amlodipin Actavis Tabletten eine Erweiterung der Blutgefäße, wodurch der Blutfluss erleichtert wird.
Bei Angina pectoris verbessern Amlodipin Actavis Tabletten die Blutversorgung des Herzmuskels (dadurch bessere Sauerstoffversorgung des Muskels) und beugen so dem Brustschmerz vor. Amlodipin Actavis Tabletten bewirken nicht die sofortige Linderung des Brustschmerzes, der durch eine Angina pectoris bedingt ist.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Amlodipin Actavis darf nicht eingenommen werden,
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Amlodipin oder ähnliche Calcium-Kanal-Blocker (die sogenannten Dihydropyridin-Derivate) oder einen der sonstigen Bestandteile von Amlodipin Actavis sind. (Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile finden Sie in Abschnitt 6.)
wenn Sie unter einem sehr niedrigen Blutdruck leiden.
bei Zuständen, in denen das Körpergewebe unzureichend mit Blut versorgt wird und Beschwerden auftreten wie z.B. niedriger Blutdruck, schwacher Puls und schneller Herzschlag (Schockzustände, einschließlich des kardiogenen Schocks). Ein kardiogener Schock entsteht als Folge von schwerwiegenden Herzerkrankungen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Amlodipin Actavis ist erforderlich, wenn Sie unter Herzschwäche (Herzinsuffizienz) leiden.
wenn Sie eine eingeschränkte Leberfunktion haben.
wenn Sie eine eingeschränkte Nierenfunktion haben.

Ältere Patienten
Eine Dosiserhöhung sollte mit besonderer Vorsicht erfolgen.

Kinder und Jugendliche (<18 Jahre)</i>
Amlodipin Actavis Tabletten sollten bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet werden, da keine ausreichenden Erfahrungen hierzu vorliegen.

Bei Einnahme von Amlodipin Actavis mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Einige Arzneimittel (darunter auch Mittel, die nicht verschreibungspflichtig sind, pflanzliche Arzneimittel und Naturheilmittel) können Wechselwirkungen mit Amlodipin Actavis Tabletten haben. Dies bedeutet, dass beide Arzneimittel sich in ihren Wirkungen gegenseitig verändern können. Es ist daher wichtig Ihren Arzt zu informieren, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen: Arzneimittel zur Senkung des Blutdrucks wie Betablocker, ACE-Hemmer, Alpha-1-Blocker und Diuretika. Amlodipin kann die blutdrucksenkende Wirkung dieser Mittel verstärken. Diltiazem (ein Herzmittel). Es kann die Wirkung von Amlodipin Actavis Tabletten verstärken.
Ketoconazole und Itraconazole (Arzneimittel gegen Pilzinfektionen). Sie können die Wirkung von Amlodipin Actavis Tabletten verstärken.
HIV-Protease-Hemmer (antivirale Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen, z.B. Ritonavir). Sie können die Wirkung von Amlodipin Actavis Tabletten verstärken. Clarithromycin, Erythromycin und Telithromycin (Antibiotika). Sie können die Wirkung von Amlodipin Actavis Tabletten verstärken.
Nefazodon (Arzneimittel gegen Depressionen). Es kann die Wirkung von Amlodipin Actavis Tabletten verstärken.
Rifampicin und Rifabutin (Antibiotika). Sie können die Wirkung von Amlodipin Actavis Tabletten vermindern.
Johanniskraut (Hypericum perforatum; ein pflanzliches Präparat gegen Depressionen). Es kann die Wirkung von Amlodipin Actavis Tabletten vermindern.
Dexamethason (Cortison). Es kann die Wirkung von Amlodipin Actavis Tabletten vermindern.
Phenobarbital, Phenytoin und Carbamazepin (Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsien). Sie können die Wirkung von Amlodipin Actavis Tabletten vermindern. Nevirapin (antivirales Arzneimittel). Es kann die Wirkung von Amlodipin Actavis Tabletten vermindern.

Bei Einnahme von Amlodipin Actavis zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Amlodipin Actavis Tabletten sollten mit einem Glas Flüssigkeit (z.B. einem Glas Wasser) zu oder unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Wenn Sie schwanger sind oder während der Behandlung schwanger werden, nehmen Sie Amlodipin Actavis Tabletten nicht ein, es sei denn, Ihr Arzt hat es Ihnen ausdrücklich verordnet. Die vorhandenen Daten reichen nicht aus,um das Risiko für das ungeborene Kind abzuschätzen, wenn Sie Amlodipin während der Schwangerschaft einnehmen.

Wenn Sie stillen, nehmen Sie Amlodipin Actavis Tabletten nicht ein. Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Vorsicht ist geboten, wenn Sie während der Behandlung mit diesem Arzneimittel ein Kraftfahrzeug führen oder Maschinen bedienen. Amlodipin Actavis Tabletten haben keinen direkten Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Dennoch können bei manchen Patienten durch die Abnahme des Blutdrucks Nebenwirkungen wie Schwindelgefühl oder abnorme Schläfrigkeit auftreten (siehe Abschnitt 4 dieser Packungsbeilage). Solche Nebenwirkungen können insbesondere zu Beginn der Behandlung mit Amlodipin Actavis Tabletten oder nach einer Dosissteigerung auftreten. Wenn diese Nebenwirkungen bei Ihnen auftreten, dürfen Sie kein Fahrzeug führen und auch keine anderen Tätigkeiten verrichten, die besondere Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit erfordern.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Amlodipin Actavis immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Dosierung

Erwachsene
Die übliche Anfangsdosis beträgt einmal täglich 1 Tablette (entsprechend 5 mg Amlodipin). Falls erforderlich, kann Ihr Arzt die Dosis auf einmal täglich 2 Tabletten (entsprechend 10 mg Amlodipin) erhöhen.

Kinder und Jugendliche (<18 Jahre)</i>
Amlodipin sollte bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet werden.

Ältere Patienten
Bei älteren Patienten ist keine besondere Dosierung erforderlich, jedoch sollte eine Dosiserhöhung vorsichtig erfolgen.

Wenn Sie Nierenfunktionsstörungen haben
Die übliche Dosis wird empfohlen. Amlodipin kann durch Dialyse (künstliche Niere) nicht aus dem Blut entfernt werden. Amlodipin Actavis Tabletten sollten nur mit besonderer Vorsicht an Dialyse-Patienten verabreicht werden.

Wenn Sie Leberfunktionsstörungen haben
Die exakte Dosierung bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion wurde noch nicht ermittelt.. Wenn Sie unter einer Lebererkrankung leiden, ist besondere Vorsicht bei der Anwendung von Amlodipin Actavis Tabletten geboten (siehe auch Abschnitt “Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Amlodipin Actavis ist erforderlich”).

Art der Anwendung

Nehmen Sie die Tablette(n) mit einem Glas Wasser ein. Amlodipin Actavis Tabletten können zu oder unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Wenn Sie eine größere Menge von Amlodipin Actavis eingenommen haben, als Sie sollten Wenn Sie oder eine andere Person mehr als die verordnete Dosis an Amlodipin Actavis Tabletten eingenommen haben, kontaktieren Sie bitte sofort Ihren Arzt oder wenden Sie sich an die nächstgelegene Notaufnahme oder an die Vergiftungszentrale. Die betroffene Person soll sich hinlegen und die Arme und Beine hoch lagern (z.B. auf ein paar Kissen). Beschwerden einer Überdosierung sind: extremes Schwindelgefühl und/oder Benommenheit, Atemschwierigkeiten, Harndrang mit häufigem Wasserlassen.

Wenn Sie die Einnahme von Amlodipin Actavis vergessen haben
Nehmen Sie niemals die doppelte Dosis Amlodipin Actavis Tabletten ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn Sie eine Tabletteneinnahme vergessen, können Sie diese innerhalb von 12 Stunden nach der gewohnten Einnahmezeit nachholen. Falls die Einnahmezeit allerdings um mehr als 12 Stunden überschritten wurde, sollten Sie die vergessene Dosis auslassen und die nächste Tablette zur gewohnten Zeit wieder einnehmen.

Wenn Sie die Einnahme von Amlodipin Actavis abbrechen
Ihr Arzt hat Ihnen die Einnahme von Amlodipin Actavis Tabletten für eine bestimmte Dauer verordnet. Wenn Sie die Behandlung plötzlich abbrechen, können Ihre früheren Beschwerden erneut auftreten. Brechen Sie die Behandlung nicht vor der vereinbarten Dauer ab, ohne darüber mit Ihrem Arzt zu sprechen.

Amlodipin Actavis Tabletten sind normalerweise zur Langzeitbehandlung vorgesehen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Amlodipin Actavis Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser
Gebrauchsinformation angegeben sind.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen wurden folgende Häufigkeitsangaben zu Grunde gelegt:

Die folgenden Nebenwirkungen wurden während der Behandlung mit Amlodipin Actavis Tabletten beobachtet:

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Sehr selten: Abnahme der weißen Blutkörperchen, was zu Fieber ohne ersichtliche Ursache, Halsschmerzen und grippeähnlichen Beschwerden führen kann (Leukopenie).

Abnahme der Blutplättchen, wodurch eine Anfälligkeit für blaue Flecken oder Nasenbluten entstehen kann (Thrombozytopenie).

Hormonelle Erkrankungen
Gelegentlich: Vergrößerung der Brustdrüsen beim Mann

Stoffwechselstörungen
Sehr selten: Erhöhung des Blutzuckerspiegels

Psychische Störungen
Gelegentlich: Schlafstörungen, Reizbarkeit, Depression
Selten: Verwirrung, Stimmungsschwankungen einschließlich Angstgefühle

Erkrankungen des Nervensystems
Häufig: Kopfschmerzen (insbesondere zu Beginn der Behandlung), Schläfrigkeit, Schwindelgefühl, Schwäche
Gelegentlich: Unwohlsein, Mundtrockenheit, unkontrolliertes Zittern (Tremor), Kribbeln (Parästhesie), vermehrtes Schwitzen
Selten: Geschmacksveränderungen
Sehr selten: Schmerzen oder Taubheitsgefühl in Händen und Füßen (periphere Neuropathie)

Augenerkrankungen
Gelegentlich: Sehstörungen

Ohrerkrankungen
Gelegentlich: Klingeln oder Summen in den Ohren (Tinnitus)

Herzerkrankungen
Häufig: schneller oder unregelmäßiger Herzschlag (Palpitationen)
Gelegentlich: Ohnmacht, erhöhte Herzfrequenz (Tachykardie), Brustschmerz, zu Behandlungsbeginn kann eine Verschlechterung einer Angina pectoris auftreten

In Einzelfällen wurde über die folgenden Nebenwirkungen berichtet: Herzanfall (Herzinfarkt), unregelmäßiger Herzschlag und Brustschmerz (Angina pectoris). Ein kausaler Zusammenhang mit einer Behandlung mit Amlodipin ist nicht sicher.

Kreislaufstörungen
Gelegentlich: niedriger Blutdruck, Entzündungen der Blutgefäße

Erkrankungen der Lungen, Atemwege und des Brustraums
Gelegentlich: Atemschwierigkeiten, Entzündung der Nasenschleimhaut (Rhinitis), Husten

Erkrankungen von Magen und Darm
Häufig: Übelkeit, Verdauungsstörungen, Magenschmerzen
Gelegentlich: Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, geschwollenes Zahnfleisch (Gingivahyperplasie)
Sehr selten: Entzündung der Magenschleimhaut (Gastritis), Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)

Leber- und Gallenerkrankungen
Selten: erhöhte Leberenzymwerte, Gelbfärbung der Haut und Augen, die möglicherweise auf eine Leberfunktionsstörung oder Leberentzündung zurückzuführen ist

Erkankungen der Haut
Sehr häufig: geschwollene Knöchel
Häufig: Gesichtsrötung mit Hitzegefühl (insbesondere zu Behandlungsbeginn)

In Einzelfällen wurde ein allergischer, arzneimittelbedingter Hautausschlag mit unregelmäßigen, roten Flecken (Erythema exsudativum multiforme) oder schwerwiegende allergische Reaktionen mit Blasenbildung auf der Haut und den Schleimhäuten (exfoliative Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom) beobachtet.

Muskel- und Knochenerkrankungen
Gelegentlich: Muskelkrämpfe, Rückenschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerz

Erkrankungen der Nieren
Gelegentlich: erhöhter Harndrang (häufiges Wasserlassen)

Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Gelegentlich: Impotenz

Allgemeine Erkrankungen
Gelegentlich: Gewichtszunahme oder -abnahme

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen Amlodipin Actavis nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.

Name

Amlodipin Actavis 5 mg Tabletten

Amlodipin Actavis 10 mg Tabletten

Zusammensetzung

Amlodipin Actavis 5 mg Tabletten:Eine Tablette enthält 5 mg Amlodipin (als Amlodipin-Besilat).

Amlodipin Actavis 10 mg Tabletten:

Eine Tablette enthält 10 mg Amlodipin (als Amlodipin-Besilat).

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

Darreichungsform

Tablette.

Amlodipin Actavis 5 mg Tabletten:Weiße, unbeschichtete, runde, flache Tabletten (8 mm) mit Bruchkerbe auf einer Seite und Prägung AB5 auf der Gegenseite.

Die Tablette kann in zwei gleiche Hälften geteilt werden.

Amlodipin Actavis 10 mg Tabletten:

Weiße, unbeschichtete, runde, flache Tabletten (10 mm) mit Bruchkerbe auf einer Seite und Prägung

AB10 auf der Gegenseite.

Die Tablette kann in zwei gleiche Hälften geteilt werden.

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