AmoxiPlus "ratiopharm" 625 mg - Filmtabletten

 

Was ist es und wofür wird es verwendet?

AmoxiPLUS “ratiopharm” 625 mg - Filmtabletten
dürfen nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Amoxicillin, Clavulansäure oder einen der sonstigen Bestandteile von AmoxiPLUS “ratiopharm” 625 mg – Filmtabletten sind. Sie dürfen AmoxiPLUS „ratiopharm“ 625 mg-Filmtabletten wegen der Gefahr eines anaphylaktischen Schocks bei erwiesener Überempfindlichkeit gegen Beta-Lactamantibiotika (z.B.

Penicilline, Cephalosporine) nicht einnehmen.

  • wenn Sie an einer schweren Leberfunktionsstörung leiden oder wenn nach einer früheren Behandlung mit diesem Arzneimittel eine Leberfunktionsstörung bei Ihnen aufgetreten ist.
  • wenn Sie an Pfeiffer´schem Drüsenfieber oder lymphatischer Leukämie (bestimmter Blutkrebs) leiden. Bei Patienten mit Pfeiffer´schem Drüsenfieber (infektiöse Mononukleose) und Patienten mit lymphatischer Leukämie besteht eine erhöhte Neigung zu Hautausschlägen, daher dürfen AmoxiPLUS “ratiopharm” 625 mg – Filmtabletten in solchen Fällen nicht bei einer gleichzeitigen bakteriellen Infektion verabreicht werden.

Damit der Arzt entscheiden kann, ob Sie das Arzneimittel einnehmen dürfen, müssen Sie ihn über Ihre Vorerkrankungen, Begleiterkrankungen, eine gleichzeitige andere Behandlung sowie über Ihre besonderen Lebensumstände und Gewohnheiten informieren. Lassen Sie Ihren Arzt wissen, ob Sie auch andere Medikamente (auch solche, die ohne Rezept in der Apotheke erhältlich sind!) anwenden.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von AmoxiPLUS “ratiopharm” 625 mg - Filmtabletten ist erforderlich,

  • wenn Sie an anderen Krankheiten oder an einer Allergie leiden,
  • wenn Sie noch andere Arzneimittel einnehmen – auch solche, die ohne Rezept in der Apotheke erhältlich sind,
  • wenn Sie schwanger sind, stillen oder eine Schwangerschaft planen, oder wenn Sie während der Behandlung schwanger werden. Informieren Sie in diesen Fällen unbedingt Ihren Arzt, bevor Sie mit der Behandlung beginnen.

Eine bekannte Überempfindlichkeit gegen Penicillin und Cephalosporine ist dem Arzt zu melden ebenso wie das Vorliegen allergischer Erkrankungen (Asthma, Heuschnupfen, Nesselsucht etc.).

Erste Anzeichen von Nebenwirkungen (insbesondere Durchfälle, Hautausschlag, starke Müdigkeit, Halsschmerzen oder Entzündung im Mund) sind dem behandelnden Arzt zu melden. Vorsicht ist geboten bei der Behandlung von Patienten mit bereits bestehender Leberfunktionsstörung oder Anzeichen einer Leberschädigung bzw. Nierenfunktionsstörungen. Zusätzliche Kontrollen und Maßnahmen (Abbruch der Behandlung) durch den Arzt können erforderlich sein. Dies ist von besonderer Bedeutung bei älteren Menschen und Kindern, bei denen die Leber- und Nierenfunktion vermindert sein kann.
Die Leberfunktionswerte sollten während der Behandlung in regelmäßigen Abständen und noch bis zu zwei Monate nach Beendigung der Behandlung kontrolliert werden. Halten Sie daher bitte die vom Arzt angeordneten Kontrollen und Untersuchungen unbedingt ein. Wenn sich die Leberfunktionswerte während der Behandlung verschlechtern, sollte vom behandelnden Arzt ein Behandlungsabbruch in Betracht gezogen werden. Patienten mit schweren Magen-Darm-Störungen mit Erbrechen und Durchfall sollten AmoxiPLUS “ratiopharm” 625 mg - Filmtabletten nicht einnehmen, da eine ausreichende Aufnahme nicht garantiert werden kann.
Bei Auftreten von schweren Durchfällen ist wegen der Möglichkeit einer antibiotikabedingten Darmentzündung der Arzt aufzusuchen. Arzneimittel, die die Bewegungen des Magen-/Darmtraktes hemmen, dürfen nicht eingenommen werden. Da Amoxicillin bei Zimmertemperatur in hohen Harnkonzentrationen im Blasenkatheter ausfällen und ihn verstopfen kann, sollte die Durchlässigkeit solcher Katheter regelmäßig überprüft werden. Bei langfristiger Anwendung sind - wie bei anderen Breitbandantibiotika – sogenannte Superinfektionen mit unempfindlichen Bakterien oder Hefepilzen möglich. Bei länger dauernder Behandlung sollten regelmäßig die Nieren-, Leber- und Blutwerte kontrolliert werden. Auch wenn sich die Krankheit bessert oder keine Beschwerden mehr vorliegen, darf, um eine erneute Verschlechterung bzw. ein Wiederauftreten der Krankheit zu vermeiden, die Behandlung keineswegs ohne ärztliche Anweisung geändert oder abgebrochen werden.
Bei Einnahme von AmoxiPLUS “ratiopharm” 625 mg - Filmtabletten mit anderen Arzneimitteln Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Tun Sie dies auch, wenn dies nur gelegentlich der Fall ist. Ihr Arzt wird entscheiden, ob Sie diese Medikamente gleichzeitig einnehmen/anwenden dürfen. Die Wirkung mancher Arzneimittel kann durch gleichzeitige Anwendung folgender anderer Arzneimittel oder Nahrungs- bzw. Genussmittel beeinflusst werden. Man spricht dann von Wechselwirkungen:

  • AmoxiPLUS “ratiopharm” 625 mg-Filmtablettensollten nicht mit bakteriostatisch (keimwachstumshemmend) wirkenden Chemotherapeutika/Antibiotika (wie Tetrazykline, Makrolide, Sulfonamide oder Chloramphenicol) eingenommen werden, da eine gegenseitige Hemmung der Wirkung möglich ist.
  • Bei gleichzeitiger Einnahme von Probenecid (Mittel gegen Gicht) können höhere und länger anhaltende Amoxicillin-Blutspiegel entstehen.
  • Die gleichzeitige Einnahme von Allopurinol (Mittel gegen Gicht) kann zu einem vermehrten Auftreten von allergischen Hautreaktionen führen.
  • Eine gesteigerte Aufnahme von Digoxin (herzstärkendes Mittel) ist bei gleichzeitiger Einnahme mit AmoxiPLUS “ratiopharm” 625 mg-Filmtablettenmöglich.
  • Disulfiram (zur Unterstützung einer Alkoholentwöhnungsbehandlung) darf nicht gleichzeitig eingenommen werden.
  • Die Blutungsneigung kann durch die gleichzeitige Einnahme von AmoxiPLUS “ratiopharm” 625 mg-Filmtabletten und Gerinnungshemmern der Cumarin-Klasse verstärkt werden.
  • Werden orale Verhütungsmittel (Antibabypille) eingenommen, sollten zusätzliche nicht-hormonale Verhütungsmaßnahmen getroffen werden.
  • Amoxicillin kann die Blutspiegel von Sulfasalazin (Arzneimittel zur Behandlung von rheumatischen Erkrankungen) verringern.
  • Amoxicillin vermindert die Ausscheidung von Methotrexat (Arzneimittel zur Behandlung von Krebs oder Erkrankungen des Immunsystems) durch die Nieren, was bei gleichzeitiger Behandlung mit Methotrexat zu einer erhöhten Giftigkeit von Methotrexat führen kann.

Das Auftreten von Durchfall kann die Aufnahme anderer Medikamente beeinträchtigen und daher einen ungünstigen Einfluss auf deren Wirksamkeit haben.

Bei gesteigerter Harnausscheidung (forcierte Diurese) z. B. durch entsprechende Arzneimittel werden die Blutspiegel und damit die Wirksamkeit von AmoxiPLUS “ratiopharm” 625 mg-Filmtabletten verringert. Bei schwangeren Frauen, die mit Ampicillin (einem ähnlichen Wirkstoff wie Amoxicillin) behandelt wurden, wurde ein kurzzeitiger Anstieg von Estriol (ein bestimmtes Hormon) und seinen Abbauprodukten im Urin beobachtet. Diese Wirkung kann auch während der Einnahme von Amoxicillin/Clavulansäure auftreten.
Einfluss auf Ergebnisse labordiagnostischer Untersuchungen:
Nichtenzymatische Methoden zur Harnzuckerbestimmung können ein falsch positives Ergebnis ergeben. Ebenso kann der Urobilinogen-Nachweis gestört sein.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Sie müssen Ihren Arzt informieren, wenn Sie schwanger sind, wenn Sie glauben, dass Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen. Ihr Arzt wird dann entscheiden, ob Sie AmoxiPLUS “ratiopharm 625 mg-Filmtabletteneinnehmen dürfen. Da Amoxicillin und Clavulansäure in die Muttermilch ausgeschieden werden, sollte für die Dauer der Behandlung nicht gestillt werden oder die Milch abgepumpt und verworfen werden.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.
Nebenwirkungen wurden vereinzelt beobachtet (siehe Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“), die manche Patienten unfähig machen, ohne entsprechende Gegenmaßnahmen aktiv am Verkehr teilzunehmen oder Maschinen zu bedienen und zu arbeiten (z.B. anaphylaktischer Schock, Krämpfe).
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von AmoxiPLUS “ratiopharm” 625 mg - Filmtabletten
Dieses Arzneimittel enthält 63 mmol (oder 24,5 mg) Kalium pro Dosis. Wenn Sie an einer eingeschränkten Nierenfunktion leiden oder eine kontrollierte Kalium-Diät (Diät mit niedrigem Kaliumgehalt) einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie AmoxiPLUS “ratiopharm” 625 mg – Filmtabletten immer genau nach den Anweisungen des Arztes ein.
Die Dosierung wird von Ihrem Arzt sorgfältig individuell bestimmt, je nach Empfindlichkeit des Erregers sowie nach Schwere, Art und Ort der Infektion. Ändern Sie nicht von sich aus die Dosierung, sondern fragen Sie Ihren Arzt oder Ihren Apotheker. Bei Auftreten von Nebenwirkungen wird Ihr Arzt mit Ihnen besprechen, welche Gegenmaßnahmen es hierfür gibt und ob andere Arzneimittel für die Behandlung in Frage kommen.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, gelten folgende Dosierungsrichtlinien:

Erwachsene, Jugendliche und Kinder über 12 Jahre (mit Körpergewicht über 40 kg):
3mal täglich 1 Filmtablette.
Die Tabletten dürfen nicht halbiert werden, um eine halbe Dosis zu bekommen. Falls halbe Dosen erforderlich sind (z.B. bei Nierenfunktionsstörung), ist eine geeignete Darreichungsform zu verwenden. Andere Dosierungsformen sind für die Behandlung von Kindern mit einem Körpergewicht unter 40 kg erhältlich.
Dosierung bei Leberfunktionsstörung:
Bei Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungen und bei Patienten, bei denen unter einer früheren Behandlung mit Amoxicillin/Clavulansäure Leberfunktionsstörungen aufgetreten sind, dürfen AmoxiPLUS “ratiopharm” 625 mg - Filmtabletten nicht angewendet werden. Bei Patienten mit Anzeichen einer Leberschädigung kann der Arzt zusätzliche Kontrollen anordnen.
Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion:
Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist die Dosis dem Schweregrad der Funktionsstörung entsprechend zu vermindern und dem Körpergewicht der Patienten anzupassen. Über die Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion entscheidet der behandelnde Arzt.
Dosierung bei Hämodialyse-Patienten

Erwachsene und Jugendliche:

Hämodialyse-Patienten erhalten 500 mg Amoxicillin + 125 mg Clavulansäure alle 24 Stunden. Außerdem erhalten sie diese Dosis während und am Ende der Dialyse.
Art der Anwendung:
Die Filmtabletten sollten unzerkaut mit Flüssigkeit eingenommen werden.
Die Einzelgaben sind möglichst gleichmäßig über den Tag zu verteilen. Bei 3mal täglicher Einnahme wird diese in Abständen von 8 Stunden empfohlen. Die Filmtabletten sollten zu Beginn der Mahlzeiten eingenommen werden, um etwaige Magen-Darm-Unverträglichkeiten zu vermindern.
Dauer der Anwendung:
In der Regel werden AmoxiPLUS “ratiopharm” 625 mg - Filmtabletten nach Besserung des Krankheitsbildes noch weitere 3-4 Tage eingenommen. Bei der Behandlung von Infektionen mit bestimmten Krankheitserregern (ß-hämolysierenden Streptokokken) ist eine Behandlungsdauer von mindestens 10 Tagen angezeigt, um Spätkomplikationen vorzubeugen.
Die Dauer der Behandlung ist in jedem Fall vom Arzt zu entscheiden und darf ohne Überprüfung 14 Tage nicht überschreiten.
Wenn Sie eine größere Menge von AmoxiPLUS “ratiopharm” 625 mg - Filmtabletten eingenommen haben, als Sie sollten
Die Krankheitszeichen bei Überdosierung entsprechen weitgehend dem Nebenwirkungsprofil (sieheAbschnitt 4. “Welche Nebenwirkungen sind möglich?”). Beschwerden im Bereich des Verdauungstraktes und Störungen des Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalts sind möglich. Verständigen Sie bei Verdacht auf Überdosierung sofort Ihren Arzt, damit dieser über das weitere Vorgehen entscheiden kann.
Wenn Sie die Einnahme von AmoxiPLUS “ratiopharm” 625 mg - Filmtabletten vergessen haben Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Eine versäumte Anwendung von AmoxiPLUS „ratiopharm“ 625 mg-Filmtablettensollten Sie unverzüglich nachholen. Nehmen Sie jedoch bei der nächsten Gabe nicht mehr als die übliche empfohlene Menge ein. Beachten Sie bitte, dass dieses Medikament nur dann sicher und ausreichend wirken kann, wenn es regelmäßig eingenommen wird.
Wenn Sie die Einnahme von AmoxiPLUS “ratiopharm” 625 mg - Filmtabletten abbrechen Um eine erneute Verschlechterung beziehungsweise das Wiederauftreten der Krankheit zu vermeiden, ist die Behandlungsdauer - entsprechend den Empfehlungen Ihres Arztes - auch nach Abklingen der Krankheitserscheinungen, d.h. auch wenn eine Besserung der Krankheitssymptome oder Beschwerdefreiheit eintritt, einzuhalten. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie lange die Behandlung mit AmoxiPLUS „ratiopharm“dauert. Ändern Sie keinesfalls die Behandlung ohne ärztliche Anweisung, hören Sie ohne ärztliche Anweisung keinesfalls vorzeitig mit der Behandlung auf, weil die Wirkung sonst nicht ausreicht. Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel können AmoxiPLUS “ratiopharm” 625 mg - FilmtablettenNebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Bitte melden Sie erste Anzeichen von Nebenwirkungen unverzüglich Ihrem Arzt. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zu Grunde gelegt:
sehr häufig 1 oder mehr als 1 von 10 Behandelten häufig weniger als 1 von 10, aber 1 oder mehr als 1 von 100 Behandelten gelegentlich weniger als 1 von 100,
Behandelten sehr selten weniger als 1 von 10000 Behandelten, nicht bekannt kann aufgrund der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden
AmoxiPLUS “ratiopharm” 625 mg - Filmtablettenwerden im Allgemeinen gut vertragen. Folgende Nebenwirkungen können während der Behandlung mit AmoxiPLUS “ratiopharm” 625 mg - Filmtablettenauftreten:
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Häufig: Eine längere und wiederholte Anwendung des Arzneimittels kann zu Superinfektionen und zu einer Besiedelung mit unempfindlichen Keimen und Sprosspilzen führen.
Selten: Gehirnhautentzündung (Aseptische Meningitis).
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Selten: Vermehrung der Blutplättchenzahl, Blutarmut.
Sehr selten:
Änderungen des Blutbildes in Form von Verminderung weißer Blutkörperchen (Leukopenie, Granulozytopenie), Verminderung der Blutplättchenzahl (Thrombozytopenie), Verminderung der Blutzellreihen (Panzytopenie), Blutarmut (Anämie) oder Hemmung der Zellproduktion des Knochenmarks (Myelosuppression) sowie Verlängerung der Blutungs- und Prothrombinzeit wurden in Einzelfällen beobachtet. Diese Erscheinungen bilden sich nach Beendigung der Behandlung zurück.
Erkrankungen des Immunsystems
Selten:
Schwere allergische Reaktionen als Folge einer Überempfindlichkeit (Sensibilisierung) gegen die 6-Amino-Penicillansäure-Gruppe wurden in seltenen Fällen beobachtet, z.B. in Form von Arzneimittelfieber, Eosinophilie, angioneurotischem Ödem (Quincke-Ödem), Kehlkopfschwellung, Serumkrankheit, Blutarmut durch Abbau der roten Blutkörperchen (hämolytische Anämie), allergischer Gefäßentzündung (Vaskulitis) oder Nierenentzündung (Nephritis). Eine Antigengemeinschaft kann zwischen Hautpilzen und Penicillin bestehen, so dass bei Patienten mit Pilzerkrankungen (Mykosen) bei der ersten Verabreichung von Penicillin eine Reaktion ähnlich jener, die nach einem Zweitkontakt auftreten kann, nicht ausgeschlossen werden kann.
Auch bei bestehenden Pilzerkrankungen kann es durch die Behandlung mit AmoxiPLUS „ratiopharm“ 625 mg-Filmtabletten zu Allergien kommen. Überempfindlichkeitsreaktionen aller Schweregrade –bis zum anaphylaktischen Schock – wurden auch nach Einnahme von Penicillinen beobachtet. Bei schweren anaphylaktischen Reaktionen, die weit weniger häufig auftreten als nach der Verabreichung in die Vene oder in den Muskel, sind entsprechende Sofortmaßnahmen durch einen Arzt erforderlich.
Psychiatrische Erkrankungen
Sehr selten: Angst, Schlaflosigkeit, Verwirrtheit, Aggressionen.
Erkrankungen des Nervensystems
Sehr selten: Übersteigerter Bewegungsdrang, Krämpfe, Kopfschmerzen, Geschmacksstörungen.
Erkrankungen des Magen-/Darmtrakts
Sehr häufig:
Magen-Darm-Störungen wie Bauchschmerzen, Übelkeit (häufiger bei höheren Dosen), Erbrechen, Blähungen, weiche Stühle oder Durchfall können gelegentlich nach der Einnahme von Amoxicillin/Clavulansäure auftreten. Diese sind meistens nur mild und klingen meistens während oder kurz nach dem Absetzen der Behandlung ab. Die Verträglichkeit kann durch die Einnahme von Amoxicillin/Clavulansäure während einer Mahlzeit verbessert werden.
Häufig: Mundtrockenheit.
Gelegentlich: Verdauungsbeschwerden.
Selten:
Sprosspilzbesiedelung des Darms (Intestinale Candidiasis), blutende Darmentzündung. Bei schwerem, anhaltenden Durchfall während der Behandlung oder in den ersten Wochen nach der Behandlung (meistens verursacht durch Clostridium difficile), sollte an die Möglichkeit einer pseudomembranösen Colitis gedacht werden. Diese durch Antibiotika hervorgerufene Darmkrankheit kann lebensbedrohlich sein und muss daher sofort behandelt werden. Eine Einzelstudie an Schwangeren berichtet, dass eine vorbeugende Behandlung mit Amoxicillin/Clavulansäure mit einem erhöhten Risiko für eine bestimmte schwere Form der Darmentzündung (nekrotisierende Enterocolitis) bei Neugeborenen einhergehen kann.
Sehr selten: Zahnverfärbungen, schwarze Zunge.
Leber- und Gallenerkrankungen
Häufig: Mäßiger Anstieg der Leberenzymwerte.
Selten:
In seltenen Fällen wurden – wie bei anderen Penicillinen und verschiedenen Cephalosporinen – vorübergehende Leberentzündung (Hepatitis) und Gelbsucht infolge Gallestau beobachtet. Die Symptome einer Leberfunktionsstörung können während oder kurz nach der Behandlung mit Amoxicillin/Clavulansäure auftreten, mitunter jedoch auch erst einige Wochen nach Ende der Therapie. Diese Leberfunktionsstörungen treten hauptsächlich bei männlichen oder älteren Patienten (60 Jahre und älter) auf und können schwerwiegend sein. Solche Reaktionen wurden nur sehr selten bei Kindern berichtet. Das Risiko einer Leberreaktion steigt bei einer Behandlungsdauer von über 14 Tagen. In der Regel bilden sie sich zurück. Allerdings wurde in extrem seltenen Fällen ein tödlicher Ausgang berichtet, jedoch fast immer in Verbindung mit schweren Grunderkrankungen oder bei gleichzeitiger Verabreichung anderer Arzneimittel.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Häufig:
Hautreaktionen sind möglich, die sich in Form von Hautausschlägen oder Juckreiz manifestieren. Der typische masernähnliche Ausschlag tritt etwa 5 bis 11 Tage nach Beginn der Behandlung auf. Bei Patienten mit Pfeiffer´schem Drüsenfieber und Patienten mit lymphatischer Leukämie ist die Neigung zu Hautausschlägen größer. Eine Nesselsucht als Sofortreaktion weist meistens auf eine echte Penicillin-Allergie hin und zwingt zum Abbruch der Therapie und jeder weiteren Behandlung mit Betalactamantibiotika. Es können auch Schleimhautausschläge besonders im Mundbereich auftreten.
Selten:
Bullöse (blasenförmige) oder exfoliative (sich abschälende) Hautreaktionen (z.B. Erythema exsudativum multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse), anaphylaktischer Schock.
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Sehr selten: Nierenentzündung (Interstitielle Nephritis), Kristalle im Urin (Kristallurie).
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Selten: Schmerzhafter Juckreiz im Vaginalbereich und Ausfluss.Folgende Nebenwirkungen, die selten bzw. sehr selten auftreten (detaillierte Informationen über diese Nebenwirkungen, siehe oben) können in bestimmten Fällen akut lebensbedrohlich sein. Daher sollte der Arzt sofort aufgesucht werden, falls solche Nebenwirkungen unerwartet auftreten oder besonders schwer sind:
Pseudomembranöse Colitis:
In diesem Fall muss der Arzt einen Abbruch der Behandlung mit AmoxiPLUS “ratiopharm” 625 mg - Filmtabletten je nach Schwere der Erkrankung in Betracht ziehen und gegebenenfalls sofort eine entsprechende Behandlung einleiten.
Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Anaphylaxie):
In diesem Fall muss der Arzt die Behandlung mit AmoxiPLUS “ratiopharm” 625 mg - Filmtabletten sofort einstellen, und die üblichen Sofortmaßnahmen einleiten.
Auftreten von Krampfanfällen:
Die üblichen entsprechenden medizinischen Sofortmaßnahmen sind angezeigt (z.B. Atemwege offen halten, Arzneimittel gegen Krampfanfälle, wie Diazepam oder Barbiturate).

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Nicht über 25°C lagern. Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Folienstreifen nach „Verwendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats. Ein Aufbewahren der Restmenge für spätere Erkrankungen ist nicht zu empfehlen. Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Name

AmoxiPLUS „ratiopharm“ 625 mg - Filmtabletten

Zusammensetzung

1 Filmtablette enthält:

Amoxicillin 500 mg
entsprechend 574,00 mg Amoxicillin-Trihydrat

Clavulansäure 125 mg
entsprechend 148,9 mg Clavulansäure, Kaliumsalz

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

Darreichungsform

Filmtabletten
Die Filmtabletten sind naturweiß, oval, bikonvex, mit beidseitiger Bruchrille.

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