Was ist es und wofür wird es verwendet?
Anwendungsgebiete
Behandlung von Mykosen, die durch empfindliche Hefepilze (Candida, Kryptokokken) sowie die Erreger der Chromoblastomykose hervorgerufen werden, insbesondere:
a) Systemcandidosen einschließlich Candidämie, Candidurie, disseminierte und andere invasive, insbesondere bei Risikopatienten potentiell lebensbedrohliche Candida-Infektionen.
b) Kryptokokken-Meningitis
c) Chromoblastomykose
Um eine Entwicklung von Sekundärresistenzen gegen Flucytosin bei einer Monotherapie zu vermeiden, soll Flucytosin in der Kombination mit Amphotericin B (s. auch Gebrauchsinformation zu Amphotericin B) angewendet werden.
In Fällen von Kryptokokken-Meningitis wird bei Patienten mit schlechter Verträglichkeit von Amphotericin B, die Kombination von Flucytosin mit Fluconazol (s. auch Gebrauchsinformation zu Fluconazol) empfohlen.
Ihr Arzt sollte bei der Auswahl des Behandlungsschemas die offizielle Leitlinie zur sachgemäßen Anwendung von Arzneimitteln, die gegen Pilzinfektionen angewendet werden (Antimykotika), berücksichtigen.
Was ist zu tun, wenn Ancotil® in zu großen Mengen angewendet wurde?
Vergiftungsfälle mit Flucytosin sind bisher nicht bekannt. Ein spezifisches Antidot existiert nicht. Leichtere toxische Effekte wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall (Diarrhö) und Anstieg von bestimmten Leberenzymen (Lebertransaminasen) sind nach Absetzen der Therapie gewöhnlich voll reversibel. Bei Überdosierung ist eine verstärkte Harnausscheidung (forcierte Diurese) angezeigt. Bei Bauchfelldialyse (Peritonealdialyse) wie bei Blutwäsche (Hämodialyse) entspricht die Clearance etwa derjenigen von Kreatinin. Bauchfelldialyse (Peritonealdialyse) führt gegenüber Blutwäsche (Hämodialyse) zu einer verzögerten Entfernung (Elimination) von Flucytosin.
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Ancotil® darf nicht angewendet werden
- In den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft (siehe Abschnitt Schwangerschaft)
- Wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen den Wirkstoff Flucytosin oder einen der sonstigen Bestandteile sind.
- Wenn Sie eine Therapie mit Brivudin, Sorivudin und ähnlichen Substanzgruppen (Analoga) im Rahmen einer Windpocken- bzw. Gürtelrosentherapie (Herpes zoster) erhalten.
(siehe Abschnitt „Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Ancotil® ist erforderlich“).
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Ancotil® ist erforderlich
Der Ancotil® Infusionslösung dürfen keine Medikamente beigegeben werden.
Bestimmungen zur Empfindlichkeit des Erregers (Sensibilitätsbestimmung) vor Behandlungsbeginn und in regelmäßigen Abständen während der Behandlung werden empfohlen.
Monitoring des Flucytosinplasmaspiegels während der Therapie:
Der Steady-state-Serumspiegel sollte durchschnittlich bei 35 bis 70 µg/ml liegen.
In anderen Quellen wurden Konzentrationen zwischen 25-100 g/ml und zwischen 40-60 g/ml als ausreichend erachtet.
Die Empfindlichkeit der meisten suszeptiblen Stämme in vitro liegt bei einer minimalen Hemmkonzentration zwischen 10 und 25 µg/ml.
Werte unter 25 µg/ml sollen daher möglichst vermieden werden, damit eine optimale fungistatische und vor allem fungizide Wirkung erwartet werden darf.
Da die hämatologischen Nebenwirkungen in Zusammenhang mit erhöhten Flucytosin-Serumkonzentrationen über 100 µg/ml auftreten, sollten diese Konzentrationen nicht überschritten werden und ein Monitoring der Flucytosin-Spiegel durchgeführt werden um die Dosierung anpassen zu können.
Die Nebenwirkungen, besonders Knochenmarkdepression und Lebertoxizität können bei einer Kombinationstherapie mit Amphotericin B und anderen potentiell nephrotoxischen Substanzen häufiger auftreten. Es kann dementsprechend zu erhöhten Wirkstoffspiegeln von Flucytosin im Serum kommen, wenn die Dosis nicht der reduzierten Nierenfunktion angepasst wird.
Auch beim Serumspiegel über 100 µg/ml kommt es häufiger zu Knochenmark- und Lebertoxizität.
Der Plasmaspiegel soll mindestens zweimal pro Woche oder bei Änderung der Nierenfunktionen (Kreatinin-Clearance) monitoriert werden und die Dosierung von Flucytosin soll entsprechend angepasst werden (siehe Abschnitt 3, Spezielle Dosierungsanweisungen).
Blutbild, Leberfunktionswerte (Transaminasen), Cholestaseparameter und Nierenwerte (Harnstoff, Kreatinin-Clearance) müssen vor Beginn der Therapie bestimmt sowie in der 1.Woche täglich, später zweimal wöchentlich kontrolliert werden.
Patienten mit gestörter Leberfunktion können mit Flucytosin behandelt werden, bedürfen aber einer besonders sorgfältigen Überwachung. Bei Patienten unter Behandlung mit Arzneimitteln, die das Zellwachstum hemmen oder Abstoßungsreaktionen unterdrücken (zytostatische oder immunsuppressive Therapie) müssen engere Kontrollen der Blutbildwerte erfolgen.
Bei Patienten mit gestörter Nierenfunktion (Niereninsuffizienz) muss eine Verminderung der Dosis entsprechend der Einschränkung der Nierenfunktion durchgeführt werden (siehe Abschnitt 3, Spezielle Dosierungsanweisungen).
Zwischen einer Behandlung mit Brivudin, Sorivudin und ähnlichen Substanzgruppen (Analoga), die im Rahmen einer Herpes zoster Therapie eingesetzt werden und dem Beginn einer Therapie mit Ancotil® muss ein zeitlicher Abstand von mindestens 4 Wochen eingehalten werden. Diese Mittel können die Nebenwirkungen von Ancotil® möglicherweise erheblich verstärken.
Bei Patienten, die vor kurzem Brivudin, Sorivudin oder Analoga erhalten haben, sollte als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme die DPD-Enzymaktivität vor Beginn einer Behandlung mit Ancotil® bestimmt werden.
Die gleichzeitige Einnahme von Phenytoin (gegen epileptische Anfälle) mit Ancotil® kann zu erhöhten Konzentrationen von Phenytoin im Blut führen. Daher sollten Sie regelmäßig wegen einer erhöhten Phenytoin-Konzentration im Blut untersucht werden.
Bei Anwendung von Ancotil® mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker vor Beginn der Behandlung, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/ angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Dies ist besonders wichtig, denn bei gleichzeitiger Einnahme mehrerer Arzneimittel kann die Wirkung der einzelnen Arzneimittel verstärkt oder abgeschwächt werden.
Sie müssen besonders vorsichtig sein, wenn Sie bestimmte antivirale (gegen Viren gerichtete) Arzneimittel (Sorivudin und Brivudin oder deren Abkömmlinge) oder Mittel gegen epileptische Anfälle (Phenytoin) einnehmen.
Die gleichzeitige Anwendung von Flucytosin mit nierenschädigenden (nephrotoxischen) Substanzen erfordert besonders sorgfältige Überwachung der Nierenfunktion. Medikamente, die die Filtration in den Nierenkörperchen (glomeruläre Filtration) beeinträchtigen, verlängern die Halbwertszeit von Flucytosin. Eine Verkürzung der Ausscheidungshalbwertszeit trat bei gleichzeitiger Gabe von Natriumhydrogencarbonat auf.
Die antimykotische Wirkung von Flucytosin kann möglicherweise durch Cytarabin beeinträchtigt werden.
Eine gleichzeitige Behandlung mit Flucytosin und Cytarabin kann jedoch unter mikrobiologischer Kontrolle für besondere Situationen in Betracht gezogen werden.
Bei Patienten unter Behandlung mit zellwachstumshemmenden Mitteln (zytostatischer Therapie) kann es zu einer Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie) und Blutplättchen (Thrombopenie) kommen.
Einfluss auf Laboruntersuchungen:
Flucytosin kann bei der Zwei-Schritt-Enzymbestimmung für Kreatinin zu falsch positiven Reaktionen führen und eine Azotämie anzeigen.
Die Jaffe-Reaktion wird durch Flucytosin nicht beeinflusst.
Kinder
Bei Neu- und Frühgeborenen kann der Natriumgehalt zu einer erhöhten Natriumkonzentration im Blut (Hypernatriämie) führen.
Schwangerschaft
Zur Anwendung von Ancotil® in der Schwangerschaft liegen keine ausreichenden Erfahrungen vor. Flucytosin, der Wirkstoff von Ancotil®, zeigte im Tierversuch eine keimschädigende Wirkung. Deshalb darf Ancotil® in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft nicht angewendet werden und sollte auch während des weiteren Verlaufs der Schwangerschaft nur bei lebenswichtigem Grund der Anwendung unter strengster Nutzen-Risiko-Abwägung verabreicht werden.
Bitte setzen Sie sich daher umgehend mit Ihrem behandelnden Arzt in Verbindung, wenn Sie eine Schwangerschaft planen oder bereits schwanger sind.
Stillzeit
Da nicht bekannt ist, ob Ancotil® in die Muttermilch übergeht, sollten Sie, wenn Sie stillen, Ancotil® nicht anwenden. Ist eine Anwendung dennoch erforderlich, sollten sie abstillen.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Bei systemischer Anwendung von Flucytosin sind Beeinträchtigungen der Fahrtüchtigkeit und der Fähigkeit zur Bedienung von Maschinen möglich, wegen der in der Regel stationären Behandlung jedoch meist bedeutungslos.
Wichtige Warnhinweise zu bestimmten sonstigen Bestandteilen von Ancotil®
Ancotil® enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Dosiereinheit (37,5 mg Flucytosin /kg Körpergewicht), d.h. es ist nahezu “natriumfrei.
Wie wird es angewendet?
Wie ist Ancotil® anzuwenden?
Wenden Sie Ancotil® immer genau nach der Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Ancotil® nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Ancotil® sonst nicht richtig wirken kann!
Art der Anwendung
Vor der Anwendung sollte das Arzneimittel visuell auf Trübungen und Ausfällungen geprüft werden. Ancotil® ist nur zur einmaligen Verwendung bestimmt. Jede nicht verbrauchte Lösung ist zu verwerfen.
Die Anwendung erfolgt als Kurzzeitinfusion (20 bis 40 Minuten Einlaufzeit für 250ml), bei normaler Nierenfunktion im Abstand von 6 Stunden.
Eine Verlängerung des Dosierungsintervalls muss bei einer Kreatinin-Clearance von 40 ml/min und weniger erfolgen.
Dosierung
a) Systemcandidosen
Die intravenöse Dosis beträgt bei Kindern und Erwachsenen 100 bis 150 mg pro kg Körpergewicht pro Tag in 4 Einzelgaben (1 ml Infusionslösung enthält 10 mg Flucytosin) in Kombination mit Amphotericin B (0,5 mg pro kg Körpergewicht pro Tag) über einen Zeitraum von 2 – 4 Wochen.
Bei Früh- und Neugeborenen wird eine Tagesdosis von 50 bis 100 mg pro kg Körpergewicht in zwei Einzelgaben empfohlen.
b) Kryptokokken-Meningitis
Bei Kindern und Erwachsenen mit ZNS Infektion beträgt die intravenöse Dosierung 100 mg Flucytosin pro kg Körpergewicht und Tag plus 0,7-1,0 mg Amphotericin B pro kg Körpergewicht und Tag über einen Zeitraum von 6-10 Wochen.
Eine alternative Therapieempfehlung bei dieser Patientenpopulation besteht in der Gabe von 0,7 bis 1,0 mg /kg/Tag von Amphotericin B plus 100 mg/kg/Tag von Flucytosin über 2 Wochen, gefolgt von einer Behandlung mit Fluconazol (400 mg/Tag) für mindestens 10 Wochen.
Die Therapie der Wahl für die Behandlung von AIDS Patienten mit Kryptokokken-Meningitis, die Amphotericin B nicht vertragen, besteht in der Kombination von Fluconazol 400-800 mg/Tag plus Flucytosin 100-150 mg/kg/Tag für 6 Wochen.
c) Chromoblastomykose
Die Dosierung bei einer Kombinationstherapie bei Erwachsenen ist 50 mg Amphotericin B intravenös plus intravenösem Flucytosin 70-100 mg/kg/Tag in vier Einzelgaben für eine Periode von 6-12 Monaten.
Spezielle Dosierungsanweisungen:
Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion muss das Dosierungsintervall wie in dem folgenden Dosierungsschema aufgeführt, verlängert werden.
Kreatinin-Clearance Intervall zwischen den Einzeldosen von 50 mg/kg
(Maximaldosis)
> 40 ml/min 6 Stunden
40 - 20 ml/min 12 Stunden
20 - 10 ml/min 24 Stunden
< 10 ml/min 12 Stunden nach der ersten Dosis
Bestimmung der Konzentration von 5-FC im Serum.
Weitere Dosen werden so gegeben, dass Serumkonzentrationen mit therapeutischen Spiegeln zwischen 25 und 50 mg/l eingehalten werden.
Bei Hämodialysepatienten mit verminderter Absonderung des Harns (Anurie) oder Nierenentfernung (Nephrektomie) darf die initiale Einzeldosis von 50 mg pro kg Körpergewicht unter keinen Umständen wiederholt werden, bevor die nächste Blutwäsche (Dialyse) stattgefunden hat. Als Faustregel gilt: Im Anschluss an jede Blutwäsche (Dialyse) werden erneut 50 mg pro kg Körpergewicht verabreicht, da die Summe der Wirkstoffmengen, die durch die Blutwäsche (Dialyse) und extrarenale Mechanismen ausgeschieden werden, etwa der vorher gegebenen Einzeldosis entspricht.
Dosierung in Kombination mit Amphotericin B:
Für die Kombinationsbehandlung werden folgende Tagesdosen empfohlen:
150 mg Ancotil® plus 0,5 mg Amphotericin B pro kg Körpergewicht pro Tag.
In der Kombination mit Amphotericin B ist eine besonders sorgfältige Überwachung der Nierenfunktion nötig.
Dauer der Anwendung
Die Behandlungsdauer richtet sich nach Art und Schwere der Infektion und nach dem klinischen Verlauf der Erkrankung.
In der Regel erfolgt die Therapie bei:
- Systemcandidosen über einen Zeitraum von 2 - 4 Wochen
- Kryptokokken-Meningitis über einen Zeitraum von 6 – 10 Wochen
- Chromoblastomykose über einen Zeitraum von 6 – 12 Monaten.
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Wie alle Arzneimittel kann Ancotil® Nebenwirkungen haben. Diese treten jedoch nicht bei jedem Patienten auf.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden üblicherweise folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
Sehr häufig: Mehr als 1 Behandelter von10
Häufig: 1 bis10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis10 Behandelte von 1.000
Selten: 1 bis10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: Weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.
Folgende Nebenwirkungen wurden bisher häufig beobachtet:
Magen-Darm-Beschwerden (Durchfall, Übelkeit, Erbrechen), Leberfunktionsstörungen, Blutbildveränderungen mit Blutarmut (Anämie), Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie, Granulozytopenie) und der Blutplättchen (Thrombozytopenie) in Abhängigkeit von einem evtl. erhöhten Serumspiegel, reversibler Anstieg der Serum-Transaminasen.
Gelegentlich wurde bisher beobachtet:
Bauchschmerzen, Mundtrockenheit, Appetitlosigkeit (Anorexie), Schwindel, Kopfschmerzen, Sedierung, Verwirrtheit, Konzentrationsschwierigkeiten, Beeinträchtigung der Atmung (Dyspnoe), Brustschmerzen, Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht (Urtikaria), Fieber, Schwäche und Müdigkeit.
Selten wurde bisher beobachtet:
Agranulozytose, Eosinophilie, aplastische und hämolytische Anämie, Schädigung der Herzmuskelzellen (myokardiale Toxizität), Störungen der Pumpfunktion des Herzens (ventrikuläre Dysfunktion), Herzstillstand, Tachykardie, Arrythmien, Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodenum), Entzündungen und Geschwürbildung im Dickdarm (ulcerierende Colitis), Darmdurchbruch (Darmperforation), Magen-Darm-Blutungen, Hepatitis, Vergrößerung der Leber (Hepatomegalie) und Absterben von Leberzellen (Leberzellnekrosen) mit tödlichem Ausgang, Vermehrung des Reststickstoffgehaltes im Blut (Azotämie), Kristallbildung im Urin, Niereninsuffizienz, Nierenversagen, Störung der Koordination von Bewegungsabläufen (Ataxie), Parkinsonismus, Krämpfe, Halluzinationen, Sensibilitätsstörungen (Parästhesie), periphere Neuropathie, Psychosen, akute Atemnot, Lyell-Syndrom, Lichtempfindlichkeit, Erhöhung des Blutzuckerspiegels, des Cholesterinspiegels und der Triglyceride im Blut, Verminderung des Kaliumgehaltes im Blut, erhöhte Kreatinin-, Harnstoff- und Stickstoffwerte, allergische Reaktionen, Gehörverlust, Überempfindlichkeit. Bei Patienten, die mit Immunsuppressiva behandelt worden sind, kann eine irreversible Schädigung des Knochenmarks auftreten.
Meistens treten die Störungen in den ersten 2–3 Behandlungswochen auf.
Die Nebenwirkungen können bei einer Kombinationsbehandlung mit Amphotericin B und anderen potentiell nierenschädigenden (nephrotoxischen) Substanzen häufiger auftreten. Es kann dementsprechend zu erhöhten Wirkstoffspiegeln von Flucytosin im Serum kommen, wenn die Dosis nicht der reduzierten Nierenfunktion angepasst wird.
Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.
Wie soll es aufbewahrt werden?
Das Verfallsdatum dieser Packung ist auf dem Etikett und auf dem Umkarton aufgedruckt. Verwenden Sie diese Packung nicht mehr nach diesem Datum!
Eine Aufbewahrung unter +18°C kann temperaturbedingte Ausfällungen zur Folge haben. Eine Aufbewahrung über +25°C kann Umwandlungen in das Zytostatikum 5-Fluorouracil bewirken, die nicht sichtbar sind.
Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Arzneimittel nach Anbruch sofort verwendet werden, es sei denn, die Methode des Öffnens schließt das Risiko einer mikrobiellen Kontamination aus. Wenn das Arzneimittel nach Anbruch nicht sofort verwendet wird, ist der Anwender für die Dauer und die Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich.
Zusätzliche Informationen
Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Ancotil®
2,5 g / 250 ml Infusionslösung
Wirkstoff: Flucytosin
Zur Anwendung bei Säuglingen, Kindern und Erwachsenen
| Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen. - Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen. - Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker. - Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Beschwerden haben wie Sie. - Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker. |
Diese Packungsbeilage beinhaltet:
Ancotil® ist ein Arzneimittel gegen Pilzerkrankungen (Antimykotikum).
Name
Ancotil® 2,5 g / 250 ml Infusionslösung
Zusammensetzung
Wirkstoff: Flucytosin
250 ml Ancotil® Infusionslösung enthält 2,5 g Flucytosin (entspricht 10 mg in 1 ml Infusionslösung).
Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.
Darreichungsform
Infusionslösung


