ASS Gerot 30 mg - Filmtabletten

 

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Acetylsalicylsäure, der Wirkstoff in ASS Gerot 30 mg, besitzt blutgerinnungshemmende Eigenschaften und vermindert dadurch das Auftreten von Blutgerinnseln. Durch die Anwendung als magensaftresistente Filmtabletten werden die Nebenwirkungen auf den Magen verringert.

ASS Gerot 30 mg – Filmtabletten wird angewendet

  • Zur Vorbeugung von das Herz oder die Gefäße betreffenden Ereignissen bei Patienten nach Schlaganfall oder dessen Vorstadien (transitorische ischämische Attacken).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

ASS Gerot 30 mg darf nicht eingenommen werden

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Acetylsalicylsäure oder einen der sonstigen Bestandteile von ASS Gerot 30 mg sind.
  • bei bekannter Überempfindlichkeit (Allergie, Asthmaanfälle) gegen Salicylate oder verwandte Stoffe.
  • wenn Sie Magen- oder Darmgeschwüre haben.
  • wenn Sie an Blutungsneigung, Mangel an Blutplättchen oder der Bluterkrankheit leiden.
  • Nierenversagen oder Nierensteinen (Oxalurie) leiden.
  • bei Leberversagen (schwere Leberinsuffizienz).
  • bei schwerer, nicht ausreichend behandelter Herzschwäche (Herzinsuffizienz).
  • Wenn Sie gleichzeitig mit einem bestimmten Arzneimittel gegen Krebserkrankungen (Methotrexat, 15 mg pro Woche oder mehr) behandelt werden.
  • in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft (siehe auch Abschnitt 2 „Schwangerschaft und Stillzeit“).

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von ASS Gerot 30 mg ist erforderlich

  • bei einer Überempfindlichkeit (Allergie) gegen andere schmerz- und entzündungshemmende Arzneimittel oder andere Arzneimittel gegen Rheuma.
  • wenn Sie an anderen Allergien leiden (z.B. mit Hautreaktionen, Juckreiz, Nesselsucht).
  • bei Asthma bronchiale, Heuschnupfen, Nasenschleimhautschwellungen (Nasenpolypen) und chronischen Atemwegserkrankungen.
  • bei gleichzeitiger Behandlung mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln (z.B. Cumarin-Derivaten, Heparin – mit Ausnahme niedrig dosierter Heparin-Behandlung).
  • wenn Sie an einer seltenen Stoffwechselerkrankung leiden (genetisch bedingter Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel)
  • wenn Sie Magen-Darm-Beschwerden (z.B. Gastritis) haben.
  • bei Magen- und Darm-Geschwüren oder Magen-Darm-Blutungen in der Vorgeschichte.
  • bei eingeschränkter Leber- und/oder Nierenfunktion.
  • bei Operationen (auch bei kleineren Eingriffen wie z.B. der Ziehung eines Zahnes). Es kann zur Verlängerung der Blutungszeit kommen. Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Zahnarzt über die Einnahme von ASS Gerot 30 mg.
  • wenn die zusätzliche Einnahme anderer Salicylate oder entzündungshemmender Medikamente notwendig ist. Ihr Arzt wird über die weitere Vorgehensweise entscheiden.
  • wenn Sie Acetylsalicylsäure in großen Mengen über mehrere Jahre anwenden. In einem solchen Fall ist die Nierenfunktion zu überprüfen, da Nierenschäden auftreten können.

Acetylsalicylsäure kann das Blutungsrisiko erhöhen, wenn es vor einer blutgerinnselauflösenden Behandlung eingenommen wurde. Daher müssen Sie, wenn bei Ihnen eine solche Behandlung durchgeführt wurde, auf Zeichen äußerer oder innerer Blutungen (z.B. blaue Flecken) aufmerksam achten.

ASS Gerot 30 mg vermindert in niedriger Dosierung die Harnsäureausscheidung. Bei entsprechend gefährdeten Patienten kann dies unter Umständen einen Gichtanfall auslösen.

ASS Gerot 30 mg soll bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet werden, da bei der Behandlung mit Acetylsalicylsäure (dem Wirkstoff in ASS Gerot 30 mg) in Einzelfällen ein so genanntes Reye-Syndrom beobachtet wurde (eine lebensbedrohliche Komplikation gekennzeichnet durch lang andauerndes Erbrechen, Austrocknung, Bewusstseinstrübung und Krämpfe). Sollten diese Anzeichen bei einem Kind auftreten, verständigen Sie bitte umgehend einen Arzt.

Bei Einnahme von ASS Gerot 30 mg mit anderen Arzneimitteln Was sollen Sie bei der Einnahme dieses Medikamentes vermeiden?
Der Behandlungserfolg kann beeinflusst werden, wenn Acetylsalicylsäure (ASS) gleichzeitig mit einigen anderen Präparaten angewendet wird gegen:

  • Blutgerinnsel (z.B. Warfarin und andere Cumarinderivate, Heparin, Dipyridamol, Sulfinpyrazon, Ticlopidin, Clopidogrel),
  • Abstoßung von Organen nach einer Transplantation (Ciclosporin, Tacrolimus),
  • hohen Blutdruck (z.B. Diuretika und ACE-Hemmer),
  • Schmerzen und Entzündungen (z.B. Steroide oder entzündungshemmende Präparate),
  • Gicht (Probenecid, Sulfinpyrazon),
  • Krebs oder rheumatoide Arthritis (Methotrexat),
  • erhöhten Blutzucker (Antidiabetika, z.B. Sulfonylharnstoffe),
  • Infektionskrankheiten (Sulfonamide und Sulfonamid-Kombinationen inklusive Cotrimoxazol),
  • Schilddrüsenerkrankungen (Trijodthyronin),
  • Krampfanfälle des Gehirns (Valproinsäure),
  • Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe, z.B. bei Herzschwäche oder hohem Blutdruck (Spironolacton, Canrenon, Furosemid).

Die Blutkonzentrationen von Digoxin, Barbituraten und Lithium können erhöht werden.

Wenn gleichzeitig bestimmte Mittel gegen Infektionskrankheiten (Tetracycline) eingenommen werden, muss ein Einnahmeabstand von 1-3 Stunden eingehalten werden.

Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt, bevor Sie ASS Gerot 30 mg einnehmen. Wenn Sie ASS Gerot 30 mg regelmäßig einnehmen, wenden Sie sich an Ihren Arzt, bevor Sie andere, auch rezeptfreie Präparate zusätzlich einnehmen.

Bei Einnahme von ASS Gerot 30 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Bei der Einnahme von ASS Gerot 30 mg zusammen mit Alkohol ist das Risiko einer Magen-Darm-Blutung erhöht.

Schwangerschaft und Stillzeit:
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Informieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie ASS Gerot 30 mg einnehmen, wenn Sie schwanger sind, glauben schwanger zu sein oder eine Schwangerschaft planen.

Schwangerschaft Während der ersten 6 Monate der Schwangerschaft darf Acetylsalicylsäure nur bei zwingender Indikationsstellung angewendet werden.
In den letzten 3 Schwangerschaftsmonaten soll Acetylsalicylsäure nicht angewendet werden, da Acetylsalicylsäure bei Mutter und Kind bei der Geburt zu verlängerten Blutungen führen kann.

Stillzeit Während der Stillzeit darf Acetylsalicylsäure nur bei zwingender Indikationsstellung angewendet werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Ein Einfluss auf die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit ist nicht zu erwarten.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von ASS Gerot 30 mg1 Filmtablette enthält 80 mg Lactose-Monohydrat. Bitte nehmen Sie ASS Gerot 30 mg erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Wie wird es angewendet?

Die Filmtabletten sollen unzerkaut mit etwas Flüssigkeit unabhängig von den Mahlzeiten zur gleichen Zeit eingenommen werden. Damit der magenschonende Film der ASS Gerot 30 mg-Filmtabletten nicht zerstört wird, sollen diese keinesfalls geteilt werden.

Nehmen Sie ASS Gerot 30 mg immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie nicht ganz sicher sind.

Erwachsene Im Allgemeinen wird eine Dosierung von 50-300 mg Acetylsalicylsäure täglich (z.B. 2x täglich 1 Filmtablette) empfohlen. In Einzelfällen kann Ihr Arzt auch eine niedrigere Dosierung (1 Filmtablette entsprechend 30 mg Acetylsalicylsäure täglich) für geeignet halten.

Kinder Es gibt keine Indikation für die Anwendung von ASS Gerot 30 mg bei Kindern. Generell dürfen Arzneimittel, die Acetylsalicylsäure enthalten, Kindern unter 12 Jahren nur nach ärztlicher Verordnung gegeben werden (siehe Abschnitt 2 „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von ASS Gerot 30 mg ist erforderlich“).

Hinweis: Für die Anwendung von Acetylsalicylsäure bei Schmerzen und/oder Fieber stehen höher dosierte Präparate zur Verfügung.

Wenn Sie eine größere Menge von ASS Gerot 30 mg eingenommen haben, als Sie solltenÜberdosierungs- und Vergiftungszeichen sind verbunden mit Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen sowie Schwindel, Ohrensausen, Kopfschmerz, Verwirrtheit und übermäßiger Steigerung der Atmung. Wenn diese Zeichen auftreten, setzen Sie sich sofort mit einem Arzt in Verbindung.

Wenn Sie die Einnahme von ASS Gerot 30 mg vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorige Einnahme vergessen haben, sondern führen Sie die Einnahme wie gewohnt fort.

Wenn Sie die Einnahme von ASS Gerot 30 mg abbrechen
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie die Einnahme von ASS Gerot 30 mg abbrechen.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann ASS Gerot 30 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Die Nebenwirkungen können sein:

  • sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10)
  • häufig (1 bis 10 Behandelte von 100)
  • gelegentlich (1 bis 10 Behandelte von 1.000)
  • selten (1 bis 10 Behandelte von 10.000)
  • sehr selten (weniger als 1 von 10.000 Behandelten)

Blut und LymphsystemSelten: Verlängerung der Blutungszeit, Mangel an Blutplättchen.

Blutungen, wie z.B. Nasenbluten, Zahnfleischbluten oder Hautblutungen mit einer möglichen Verlängerung der Blutungszeit. Diese Wirkung kann über 4 bis 8 Tage nach der Einnahme anhalten.

Selten bis sehr selten sind auch schwerwiegende Blutungen wie z.B. Hirnblutungen, besonders bei Patienten mit nicht eingestelltem Bluthochdruck und/oder gleichzeitiger Behandlung mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln berichtet worden, die in Einzelfällen lebensbedrohlich sein können.

ImmunsystemGelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktionen (anfallsweise Atemnot, Hautreaktionen). Selten: Überempfindlichkeitsreaktionen wie schwere Hautreaktionen (sehr selten bis hin zu Erythema exsudativum multiforme), eventuell mit Blutdruckabfall, Anfällen von Atemnot, Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktische Reaktion) oder Schwellungen von Gesicht, Zunge und Kehlkopf (Quincke-Ödem), vor allem bei Asthmatikern.

AtemwegeSelten: Auslösung von Asthmaanfällen.

Magen-Darm-TraktHäufig: Magen-Darm-Beschwerden wie Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfälle sowie geringfügige Blutverluste aus dem Magen-Darm-Bereich (Mikroblutungen).
Gelegentlich: Magen- oder Darmblutungen sowie Magen- oder Darmgeschwüre. Bei Auftreten von schwarzem Stuhl oder blutigem Erbrechen (Zeichen einer schweren Magenblutung) müssen Sie sofort Ihren Arzt benachrichtigen.

Nach längerer Einnahme von ASS Gerot 30 mg kann eine Blutarmut (Eisenmangelanämie) durch verborgene Blutverluste aus dem Magen- oder Darmbereich auftreten.

StoffwechselSehr selten: Verminderung der Blutzuckerwerte (Hypoglykämie).
Acetylsalicylsäure vermindert in niedriger Dosierung die Harnsäureausscheidung. Bei hierfür gefährdeten Patienten kann dies unter Umständen einen Gichtanfall auslösen.

Leber und GalleSehr selten: Erhöhungen der Leberwerte.

Nieren und HarnwegeSelten: Bei Einnahme von hohen Dosen über längere Zeit kann es zu Nierenschäden kommen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der angeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25° C lagern.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Faltkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilf die Umwelt zu schützen.

Name

ASS Gerot sollte im ersten und zweiten Trimenon nur nach strenger Indikationsstellung verordnet werden.

Zusammensetzung

1 Filmtablette enthält: 30 mg Acetylsalicylsäure (ASS)

Sonstige Bestandteile:
Lactose-Monohydrat…………….80 mg.

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

Darreichungsform

Die Einnahme von ASS Gerot ist im letzten Trimenon kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.3 Gegenanzeigen).

Stillzeit Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure und seine Abbauprodukte gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über. Da nachteilige Folgen für den Säugling bisher nicht bekannt geworden sind, ist bei kurzfristiger Anwendung einer Tagesdosis von bis zu 150 mg eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich. Bei längerer Anwendung bzw. Einnahme höherer Dosen (über 150 mg Tagesdosis) sollte abgestillt werden).

Gehören Sie einem medizinischem Fachkreis an? Erhalten Sie Fachinformationen auf Diagnosia.com!

   Kostenlos, aktuell und mehrsprachig