Was ist es und wofür wird es verwendet?
DET?
Der Wirkstoff Atenolol übt eine blockierende Wirkung auf bestimmte Rezeptoren des Her-zens aus (herzspezifischer Betablocker). Die Herzarbeit nimmt ab und es sinken in der Folgeder Sauerstoffverbrauch des Herzens und der Blutdruck. Die Zahl und der Schweregrad von Angina pectoris-Anfällen (stechende Schmerzen in der Brust, „Herzenge“) werden durch Atenolol vermindert. Bestimmten Herzrhythmusstörungen wird entgegengewirkt. Durch die besonderen Eigenschaften von Atenolol treten Krämpfe der Atemwege, Schlafstö-rungen und eine Verschlechterung bestehender Durchblutungsstörungen in den Gliedmaßen seltener als bei anderen Betablockern auf.
Nach der Einnahme entfaltet Atenolol innerhalb von 2 Stunden seine Wirkung, die ca. 24 Stunden anhält.
Atenolan 100 mg-Filmtabletten werden angewendet
- bei Bluthochdruck (Hypertonie),
- bei koronarer Herzkrankheit (Arterienverkalkung der Herzkranzgefäße, äußert sich v.a. durch Angina pectoris-Anfälle),
- bei bestimmten Herzrhythmusstörungen (Tachyarrhythmien),
- zur Behandlung des Herzinfarktes,
- bei gewissen Herz-Kreislaufbeschwerden (hyperkinetisches Herzsyndrom, hypertone Regulationsstörungen).
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Atenolan darf nicht eingenommen werden
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Atenolol, andere Beta-Rezeptorenblocker oder einen der sonstigen Bestandteile von Atenolan 100 mg-Filmtabletten sind.
- bei bestimmten Herzrhythmusstörungen (AV-Block 2. und 3. Grades, sinuatrialer Block, Sick-Sinussyndrom bei Patienten ohne Herzschrittmacher).
- bei deutlich verlangsamtem Puls (weniger als 50 Schläge pro Minute in Ruhe vor Be-handlungsbeginn).
- bei nicht behandelter Herzmuskelschwäche.
- bei Herz-Kreislaufschock.
- bei hohem Blutdruck im Lungenkreislauf.
- bei Asthmaanfall.
- bei gleichzeitiger Behandlung mit bestimmten Arzneimitteln gegen Depression (MAO-Hemmer).
- wenn Sie bestimmte andere Arzneimittel zur Blutdrucksenkung (Calciumantagonisten vom Verapamil-Typ) einnehmen. - Übersäuerung des Blutes (Azidose).
- bei niedrigem Blutdruck (systolisch kleiner als 90 mm Hg).
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Atenolan 100 mg-Filmtabletten ist erforder-lich
wenn Sie unter einer der folgenden Erkrankungen leiden, weil dann eine besonders sorgfäl-tige Kontrolle durch Ihren Arzt nötig ist:
- bestimmte Erkrankungen des Herzens oder der Herzkranzgefäße (AV-Block 1. Grades, spastische Angina pectoris),
- längeres, strenges Fasten und schwere körperliche Belastung,
- bestimmte Erkrankung des Nebennierenmarks (Phäochromozytom),
- Zuckerkrankheit (insbesondere bei stark schwankenden Blutzuckerwerten),
- bestimmte Stoffwechselstörungen (metabolische Azidose),
- schwere Durchblutungsstörungen der Gliedmaßen,
- schwere Nierenfunktionsstörungen (siehe Hinweis für den Arzt bei Dosierung),
- schwere Überempfindlichkeitsreaktionen in der Vorgeschichte, Patienten unter Desensi-bilisierungstherapie.
Bei einem frischen Herzinfarkt sollte die Anwendung von Atenolan 100 mg-Filmtabletten nicht erfolgen, wenn gleichzeitig ein sehr langsamer Herzschlag, ein zu niedriger Blutdruck oder eine schwere Herzschwäche vorhanden sind.
Wenn Sie Asthma hatten oder haben oder unter einer anderen chronischen Lungenerkran-kung leiden, ist Vorsicht geboten, da durch Atenolan Krämpfe der Atemwege verstärkt wer-den können.
Bei Patienten mit einer Schuppenflechte (Psoriasis) in der persönlichen oder familiären Vor-geschichte sollte die Anwendung von Atenolan 100 mg-Filmtabletten nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen.
Atenolan kann möglicherweise Leberschäden verursachen, deshalb wird Ihr Arzt Ihre Leber-funktion regelmäßig kontrollieren.
Auf das Auftreten von punktförmigen Blutungen der Haut und der Schleimhaut (Purpura) ist zu achten.
Sollten Sie sich einer Operation unterziehen müssen, ist der Anästhesist über die Einnahme von Atenolan zu informieren.
Die Anwendung des Arzneimittels Atenolan 100 mg-Filmtabletten kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
Bei Einnahme von Atenolan 100 mg-Filmtabletten mit anderen Arzneimitteln Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einneh-men/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Die gleichzeitige Einnahme von Atenolan 100 mg-Filmtabletten mit folgenden Arznei-mitteln kann zu Wechselwirkungen führen:
- Magnesium-, Aluminium-, Calcium-hältige, Magensäure-bindende oder -neutralisierende Mittel (Antacida), eine bestimmte Art von Penicillin (Ampicillin): Atenolan 100 mg-Filmtabletten können langsamer wirken.
- Xanthin-hältige Präparate (z.B. Amino-, Theophyllin): gegenseitige Wirkungseinschrän-kung.
- Blutzuckersenkende Arzneimittel zum Einnehmen (z. B. Sulfonylharnstoffe/Biguanide), Insulin: Verstärkung des blutzuckersenkenden Effektes, Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers - insbesondere erhöhte Herzfrequenz und Zittern der Finger - sind verschlei-ert oder abgemildert.
- Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung der Herzschwäche (Digitalisglykoside): Es kön-nen ein langsamer Herzschlag (Bradykardie) oder ein Herzstillstand (Asystolie) als Wechselwirkung auftreten.
- Arzneimittel, die das vegetative Nervensystem beeinflussen (Parasympathomimetika): Blutdruckabfall (Hypotonie), Überleitungsstörung zwischen Herzvorhöfen u. -kammern (AV-Block), verminderte Herzfrequenz (Bradykardie) oder ein Herzstillstand (Asystolie).
- Bestimmte Arzneimittel zur Muskelerschlaffung bei Operationen (Muskelrelaxanzien vom Curaretyp): Verstärkung und Verlängerung der muskelerschlaffenden Wirkung. Wenn Ih-nen eine Operation bevorsteht, informieren Sie den Narkosearzt darüber, dass Sie Ate-nolan 100 mg-Filmtabletten einnehmen.
Atenolan 100 mg-Filmtabletten werden wie folgt beeinflusst: Verstärkung der Wirkung bis hin zum erhöhten Nebenwirkungsrisiko:
- Nitrate und andere blutdrucksenkende Arzneimittel, harntreibende Arzneimittel, gefäßer-weiternde Substanzen, bestimmte Schlafmittel (Barbiturate), Arzneimittel zur Behandlung von psychischen Erkrankungen (Phenothiazine, bestimmte Antidepressiva): Verstärkung der Wirkung, langsame Herzschlagfolge (Bradykardie).
- Bestimmte Arzneimittel, die den Blutdruck durch Erweiterung der Blutgefäße senken (Kalziumantagonisten vom Nifedipintyp): verstärkte Blutdrucksenkung, in Einzelfällen Ausbildung einer Herzmuskelschwäche.
- Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (Kalziumantagonisten vom Verapamil- oder Diltiazemtyp sowie andere Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen wie z. B. Disopy-ramid): verstärkter Blutdruckabfall, stark verminderte Herzfrequenz, andere Herzrhyth-musstörungen und Herzversagen. Diese Kalziumantagonisten dürfen frühestens 48 Stunden nach dem Absetzen von Atenolan 100 mg-Filmtabletten verabreicht werden.
- Arzneimittel, die das zentrale Nervensystem beeinflussen (z.B. Hypnotika, Tranquilizer, tri-/tetrazyklische Antidepressiva, Neuroleptika) oder Alkohol: Blutdruckabfall (Hypotonie).
- Bestimmte Arzneimittel gegen hohen Blutdruck (Reserpin, Alphamethyldopa, Guanfacin oder Clonidin): neben Verstärkung der blutdrucksenkenden Wirkung auch stark vermin-derte Herzfrequenz.
- Betäubungsmittel: verstärkter Blutdruckabfall, Verstärkung der herzkraftschwächenden Wirkung. Wenn Ihnen eine Operation bevorsteht, informieren Sie den Narkosearzt dar-über, dass Sie Atenolan 100 mg-Filmtabletten einnehmen.
Abschwächung der blutdrucksenkenden Wirkung von Atenolan 100 mg - Filmtabletten:
- Ergotamin (entspannt die glatte Muskulatur): Gefäßverengende Wirkung.
- Arzneimittel, die das vegetative Nervensystem stimulieren (Sympathomimetika): Blut-druckanstieg (Hypertonie), stark verminderte Herzfrequenz (exzessive Bradykardie) bis hin zu Herzstillstand.
- Indometacin: Abschwächung der blutdrucksenkenden Wirkung.
- Blutdrucksteigernde Arzneimittel, die Ihnen vom Arzt in Notfällen per Injektion verabreicht werden (Norepinephrin, Epinephrin): beträchtlicher Blutdruckanstieg möglich.
- Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen (MAO-Hemmer): überschie-ßender Bluthochdruck.
- Clonidin (bestimmtes Arzneimittel gegen hohen Blutdruck): Wenn Sie Clonidin und Ate-nolan 100 mg-Filmtabletten gleichzeitig einnehmen und Clonidin abrupt absetzen, kann Ihr Blutdruck überschießend ansteigen. Sie dürfen Clonidin erst absetzen, wenn Sie eini-ge Tage zuvor die Einnahme von Atenolan 100 mg-Filmtabletten beendet haben. An-schließend können Sie Clonidin stufenweise absetzen (fragen Sie bitte Ihren Arzt). Sie dürfen die Behandlung mit Atenolan 100 mg-Filmtabletten erst mehrere Tage nach dem Absetzen von Clonidin beginnen.
Bei Einnahme von Atenolan 100 mg-Filmtabletten zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Ein Einfluss von Nahrung auf die Wirkung von Atenolan ist nicht bekannt.
Auf den Konsum von Alkohol ist während der Behandlung mit Atenolan zu verzichten, da es zu Wechselwirkungen kommen kann (siehe Abschnitt 2 „Bei Einnahme von Atenolan mit anderen Arzneimitteln“).
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Teilen Sie Ihrem Arzt eine bestehende Schwangerschaft mit bzw. informieren Sie ihn, wenn Sie während der Behandlung mit Atenolan schwanger werden.
Atenolan kann in notwendigen Fällen unter Überwachung der Mutter (mögliche Wehenauslö-sung) und des Ungeborenen bzw. Säuglings (insbesondere der Herzfrequenz) angewendet werden. Über die Behandlung mit Atenolan während der Schwangerschaft und Stillzeit ent-scheidet der Arzt.
Wie wird es angewendet?
Nehmen Sie Atenolan 100 mg-Filmtabletten immer genau nach Anweisung Ihres Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie nicht ganz sicher sind.
Art der Anwendung
Die Filmtabletten sind unzerkaut mit etwas Flüssigkeit vor den Mahlzeiten einzunehmen.
Dosierung
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Bluthochdruck (Hypertonie): 1 x täglich 50 mg Atenolol (1 Atenolan 50 mg-Filmtablette bzw. 1/2 Atenolan 100 mg-Filmtablette). Eine Dosiserhöhung auf 1 x 100 mg Atenolol (2 Atenolan 50 mg-Filmtabletten bzw. 1 Atenolan 100 mg-Filmtablette) ist möglich.
Koronare Herzkrankheit (Angina pectoris): 1 x täglich 50-100 mg Atenolol (1 Atenolan 50 mg-Filmtablette bzw. 1/2 Atenolan 100 mg-Filmtablette bis 2 Atenolan 50 mg-Filmtabletten bzw. 1 Atenolan 100 mg-Filmtablette) oder 2 x täglich 50 mg Atenolol (2 x täglich 1 Atenolan 50 mg-Filmtablette bzw. 2 x 1/2 Atenolan 100 mg-Filmtablette).
Bestimmte Herzrhythmusstörungen (Tachyarrhythmien): 1 x täglich 50-100 mg Atenolol (1 Atenolan 50 mg-Filmtablette bzw. 1/2 Atenolan 100 mg-Filmtablette bis 2 Atenolan 50 mg-Filmtabletten bzw. 1 Atenolan 100 mg-Filmtablette).
Herzinfarkt: Nach vorgehender intravenöser Verabreichung von 5-10 mg Atenolol kann die Behandlung anschließend nach 15 Minuten und nach 12 Stunden mit jeweils 50 mg Atenolol (1 Atenolan 50 mg-Filmtablette bzw. 1/2 Atenolan 100 mg-Filmtablette) über den Mund fortgeführt wer-den. Anschließend wird die Therapie mit 1 x täglich 100 mg Atenolol (2 Atenolan 50 mg-Filmtabletten bzw. 1 Atenolan 100 mg-Filmtablette) weitergeführt.
Funktionelle Herz-Kreislaufbeschwerden: 1 x täglich 25-50 mg Atenolol (1/2 bis 1 Atenolan 50 mg-Filmtablette).
Ältere Patienten (>65 Jahre): Es kann sich als notwendig erweisen, die Dosis zu reduzieren, speziell bei Patienten mit ein-geschränkter Nierenfunktion.
Kinder : Über die Anwendung bei Kindern liegen keine Erfahrungen vor.
Niereninsuffizienz, Dialyse („Blutwäsche“): Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist in Abhängigkeit vom Schweregrad eine Dosisanpas-sung erforderlich (siehe Tabelle). Atenolol ist gut dialysierbar. Dialysepatienten kann unter ärztlicher Kontrolle Atenolol nach jeder Dialyse gegeben werden.
Hinweis:
Die Beendigung der Therapie soll ausschleichend über mehrere Tage erfolgen. In seltenen Fällen kann etwa 60 Stunden nach dem Absetzen ein Herzinfarkt entstehen. Bei Beendigung
einer Kombinationstherapie mit Clonidin sind zuerst Atenolan 100 mg-Filmtabletten und dann Clonidin ausschleichend abzusetzen.
Wenn Sie eine größere Menge von Atenolan 100 mg-Filmtabletten eingenommen ha-ben, als Sie sollten
Wenn Sie durch ein Versehen zu viele Tabletten eingenommen haben, oder ein Kind einige Tabletten geschluckt hat, wenden Sie sich unverzüglich an einen Arzt. Der Arzt kann ent-sprechend der Schwere der Überdosierung bzw. der Art der Vergiftungserscheinungen über die erforderlichen Maßnahmen entscheiden. Halten Sie eine Packung des Arzneimittels be-reit, damit sich der Arzt über den aufgenommenen Wirkstoff informieren kann.
Wenn Sie die Einnahme von Atenolan 100 mg-Filmtabletten vergessen haben Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen ha-ben. Wenn Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben, nehmen Sie diese ein, sobald Sie das bemerken. Wenn der nächste Einnahmezeitpunkt schon beinahe erreicht ist, lassen Sie die vergessene Dosis aus und nehmen Sie die nächste Dosis zur gewohnten Zeit ein.
Wenn Sie die Einnahme von Atenolan 100 mg-Filmtabletten abbrechen Brechen Sie die Behandlung niemals eigenmächtig ab, da sich dadurch Ihre Erkrankung wieder verschlechtern kann. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie die Behandlung mit Ate-nolan abbrechen wollen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittel haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Wie alle Arzneimittel können Atenolan 100 mg-Filmtabletten Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Die Nebenwirkungen können sein:
- sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10)
- häufig (1 bis 10 Behandelte von 100)
- gelegentlich (1 bis 10 Behandelte von 1.000)
- selten (1 bis 10 Behandelte von 10.000)
- sehr selten (weniger als 1 von 10.000 Behandelten)
- Häufigkeit unbekannt(Häufigkeit kann anhand der bisherigen Erfahrungen nicht zuge-ordnet werden)
Erkrankungen des Blutes und des LymphsystemsSelten: Auftreten punktförmiger Blutergüsse, Blutplättchenmangel.
HerzerkrankungenHäufig: verlangsamter Herzschlag.
Gelegentlich: Herzschwäche (zum Teil dosisabhängig), niedriger Blutdruck (zum Teil dosis-abhängig), kurz andauernde Bewusstlosigkeit; Reizleitungsstörungen (meist Folge einer sehr hohen Dosierung) mit EKG-Veränderungen. Sehr selten: In vereinzelten Fällen ist bei Patienten mit Angina pectoris (plötzliches Enge-gefühl in der Brust) eine Verstärkung der Anfälle nicht auszuschließen.
Erkrankungen des NervensystemsGelegentlich: Müdigkeit, Benommenheit, Kribbeln oder Taubheitsgefühl, Schläfrigkeit, Schwindel, leichte Kopfschmerzen.
AugenerkrankungenGelegentlich: Sehstörungen.
Selten: Bindehautentzündung durch verminderten Tränenfluss. Dies ist vor allem beim Tragen von Kontaktlinsen zu beachten.
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraumes und Mediastinums
Gelegentlich: Krämpfe der Atemwege (zum Teil dosisabhängig).
Erkrankungen des GastrointestinaltraktsGelegentlich: Vorübergehende Magen-Darm-Beschwerden: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Schmerzen und Krämpfe im Bauchraum, Mundtrockenheit.
Leber- und Gallenerkrankungen
Selten: Leberschädigung.
Erkrankungen der Haut und des UnterhautzellgewebesGelegentlich: Allergische Hautraktionen (Hautrötung, Juckreiz, Ausschlag nach Sonnenbe-strahlung, punktförmige Blutungen der Haut und der Schleimhaut, Nesselaus-schlag und Fieber).
Sehr selten: Beta-Rezeptorenblocker wie Atenolan können Schuppenflechte (Psoriasis) auslösen, die Symptome dieser Erkrankung verschlechtern oder zu schuppen-flechten-ähnlichen Ausschlägen führen. Der Behandlungszeitraum bis zum Auftreten der Hauterscheinungen kann wenige Wochen bis Jahre betragen. Bestimmte Gefäßentzündungen der Haut (nekrotisierende Vaskulitis), Ge-sichtsrötung, Lidschwellung, lebensbedrohliche allergische Reaktionen (Lyell-Syndrom, evtl. Stevens-Johnson-Syndrom), Auslösung einer bestimmten Au-toimmunerkrankung (systemischer Lupus Erythematodes).
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Selten: Muskelschwäche oder Muskelkrämpfe.
Sehr selten: Unruhe beim Sitzen, Gelenksschmerzen.
Endokrine ErkrankungenSehr selten: Bei Patienten mit einer Überfunktion der Schilddrüse können bei Behandlung mit Atenolol die klinischen Anzeichen einer Vergiftung durch zu hohe Mengen an Schilddrüsenhormonen im Blut verschleiert werden.
Stoffwechsel- und ErnährungsstörungenHäufig:Überzuckerung des Blutes und Ausscheidung von Zucker im Harn bei Patien-ten mit Zuckerkrankheit (Diabetes). Bei Patienten mit Diabetes kann es zur Verschlechterung des Stoffwechsels kommen. Ein bisher nicht bemerkter Dia-betes (latenter Diabetes) kann in Erscheinung treten.
Bei langfristiger, ständiger Anwendung dieses Arzneimittels kann es zu Stö-rungen im Flüssigkeits- und Salzhaushalt, insbesondere zu Kalium-, Natrium- (besonders bei älteren Personen), Magnesium- und Chlormangel im Blut so-wie zum Anstieg des Kalziumspiegels kommen.
Anstieg des Harnstoffspiegels im Blut: Dies kann bei vorbelasteten Patienten zu Gichtanfällen führen.
Gelegentlich: Nach längerem strengen Fasten oder schwerer körperlicher Belastung kann es bei gleichzeitiger Behandlung mit Atenolol zu Unterzuckerung kommen. Warnzeichen einer Unterzuckerung (insbesondere schneller Herzschlag und Zittern) können verschleiert werden.
Infolge von Kaliummangel können Müdigkeit, Schläfrigkeit, Muskelschwäche, Kribbeln und Taubheitsgefühl, Lähmung, Teilnahmslosigkeit oder Herzrhyth-musstörungen auftreten. Schwere Kaliumverluste können zu Darmverschluss oder zu Bewusstseinsstörungen bis zum Koma führen. EKG-Veränderungen
und gesteigerte Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Herzmedikamenten (Digitalis) können auftreten.
Verminderte Ausscheidung von Magnesium im Harn tritt gelegentlich auf. Als Folge der Salz- und Flüssigkeitsverluste kann sich eine Alkalose (zu hoher pH-Wert im Blut) entwickeln bzw. sich eine bereits bestehende Alkalose ver-schlechtern.
Gelegentlich wird ein vorrübergehender Anstieg der harnpflichtigen Substan-zen (Kreatinin, Harnstoff) im Serum beobachtet.
Sehr selten: Während der Behandlung mit Atenolan kann es zu Störungen im Fettstoff-wechsel kommen. Bei meist normalem Gesamtcholesterin wurden eine Ver-minderung des HDL-Cholesterins und eine Erhöhung der Triglyceride im Plasma beobachtet.
GefäßerkrankungenGelegentlich: periphere Durchblutungsstörungen (Kältegefühl in den Gliedmaßen, Blaufär-bung).
Sehr selten: Eine Verstärkung der Beschwerden bei Patienten mit peripheren Durchblu-tungsstörungen (einschließlich Patienten mit Raynaud-Syndrom) wurde beo-bachtet.
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Gelegentlich: übermäßiges Schwitzen.
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Sehr selten: Impotenz.
Psychiatrische ErkrankungenSelten: Depressionen, lebhafte Träume.
Sehr selten: Verwirrtheit, Halluzinationen, Psychosen, Schlafstörungen, Angstzustände, Störungen von Gedächtnis und Konzentration.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der angeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.
Wie soll es aufbewahrt werden?
Nicht über 25°C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schüt-zen.
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Blisterstreifen und auf dem Faltkarton ange-gebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.
Name
Atenolan 100 mg-Filmtabletten
Zusammensetzung
1 Filmtablette enthält 100 mg Atenolol.
Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.
Darreichungsform
Filmtablette
Ockergelbe, runde, bikonvexe Filmtabletten mit Bruchkerbe.
Die Tablette kann in gleiche Hälften geteilt werden.


