Atrovent - Dosieraerosol

 

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Atrovent - Dosieraerosol enthält den Wirkstoff Ipratropiumbromid. Er besitzt eine ausgeprägte krampflösende Wirkung auf die Bronchialmuskulatur.Dadurch werden die Atemwege wieder geweitet und die Atmung erleichtert. Die Wirkung von Atrovent - Dosieraerosol wurde innerhalb von 15 Minuten beobachtet, erreicht nach 1-2 Stunden ihren Höchstwert und hält bei der Mehrheit der Patienten 3-4 Stunden, bei einigen jedoch mehr als 6 Stunden an.

Atrovent - Dosieraerosol wird angewendet zur Dauerbehandlung der Atemnot bei verschiedenen Formen von chronischen Lungenerkrankungen, die mit einer Verengung der Atemwege einhergehen (sogenannte chronisch obstruktive Lungenerkrankungen = COPD), einschließlich chronischer Bronchitis, Emphysem und Asthma.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Atrovent darf nicht angewendet werden,
– wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Ipratropiumbromid oder einen der sonstigen Bestandteile von Atrovent - Dosieraerosol sind;
– wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Atropin oder ähnliche Wirkstoffe (andere Anticholinergika) sind.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Atrovent ist erforderlich,
– wenn bei Ihnen eine Harnabflussstörung vorliegt (z. B. bei einer Vergrößerung der Prostata oder Beschwerden beim Harnlassen);
– wenn bei Ihnen das Risiko eines erhöhten Augeninnendrucks (Engwinkelglaukom) besteht; (In den vorstehend beschriebenen Fällen sollten Sie Atrovent - Dosieraerosol nur unter strenger ärztlicher Kontrolle anwenden.)

Sie müssen darauf achten, dass der Sprühnebel nicht in die Augen gelangt, da es sonst zur Erhöhung des Augeninnendrucks kommen kann. Bei Auftreten von Augenschmerzen oder Augenbeschwerden ist die Anwendung von Atrovent - Dosieraerosol zu beenden und unverzüglich der Arzt aufzusuchen.

Sie dürfen Atrovent - Dosieraerosol nicht zur Behandlung eines akuten Asthmaanfalls einsetzen.

Unmittelbar nach Verabreichung von Atrovent - Dosieraerosol können
Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten. So wurden in seltenen Fällen Nesselsucht, Haut- und Schleimhautschwellungen (Angioödeme), Hautausschlag, Verkrampfung der Bronchien (Bronchospasmus), Schwellungen im Mund- und Rachenbereich (oropharyngeale Ödeme) und schwere Überempfindlichkeitserscheinungen (Anaphylaxie) beobachtet.

Bei Anwendung von Atrovent mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht
verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Die gleichzeitige Anwendung mit anderen Arzneimitteln gegen Atemwegsbeschwerden (so genannte β-Sympathomimetika und Xanthinderivate [z. B. Theophyllin]) kann die Wirkungen und Nebenwirkungen von Atrovent - Dosieraerosol verstärken.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, dürfen Sie Atrovent - Dosieraerosol nur auf ausdrückliche ärztliche Anordnung anwenden. Dies gilt insbesondere in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt Einige der möglichen Nebenwirkungen können die Aufmerksamkeit oder die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen (z. B. Schwindel,
Akkomodationsstörungen, Pupillenerweiterung oder verschwommenes Sehen). Wenn Sie diese Nebenwirkungen bemerken, dürfen Sie bis zum Abklingen der Symptome keine Fahrzeuge lenken und keine gefährlichen Maschinen bzw. Werkzeuge bedienen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Atrovent
Dieses Arzneimittel enthält geringe Mengen an Ethanol (Alkohol), weniger als 100 mg pro Dosis.Jede Dosis enthält bis zu 8,415 mg Ethanol (Alkohol). Wenn Sie an Lebererkrankungen, Krampfanfällen oder Erkrankungen des zentralen Nervensystems leiden oder bei Ihnen Alkoholmissbrauch vorliegt, kann dies schädlich sein. Dies gilt auch für Schwangere oder Kinder. Die Wirkung anderer Arzneimittel kann verändert oder verstärkt werden.

Wie wird es angewendet?

Wenden Sie Atrovent - Dosieraerosol immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Ihr Arzt wird vor Behandlungsbeginn eine für Sie persönlich geeignete Dosierung festsetzen und Sie während der Behandlung regelmäßig untersuchen. Üblicherweise werden für Erwachsene, Jugendliche und Kinder über 6 Jahre folgende Dosierungen empfohlen:

Die durchschnittliche Tagesdosis für die Dauerbehandlung beträgt 3 x täglich 2 Sprühstöße. Die Dosis kann jedoch von Ihrem Arzt an Ihre persönlichen Bedürfnisse angepasst und gegebenenfalls erhöht oder reduziert werden. Ändern Sie aber niemals ohne vorherige Rücksprache mit dem Arzt die Dosis!

Für den Dauergebrauch sollte eine Tageshöchstdosis von 12 Sprühstößen nicht überschritten werden.

Kinder Atrovent - Dosieraerosol wird aufgrund des hohen Wirkstoffgehaltes nicht empfohlen für die Anwendung bei Kindern unter 6 Jahren. Die Anwendung bei Kindern darf nur auf ärztliche Anweisung und unter Aufsicht von Erwachsenen erfolgen.

Art der Anwendung Atrovent - Dosieraerosol ist zur Inhalation bestimmt.

Hinweis für die Handhabung Lesen Sie bitte die nachstehenden Hinweise für die Handhabung sorgfältig. Die korrekte Anwendung des Dosieraerosols ist für den Behandlungserfolg entscheidend.

Anwendung

Vor der ersten Anwendung müssen Sie das Dosieraerosol durch zweimaliges Auslösen eines Sprühstoßes aktivieren.

1. Nehmen Sie vor jeder Anwendung die Schutzkappe ab.

2. Atmen Sie tief aus.

3. Umschließen Sie das Mundstück mit den Lippen. Dabei zeigen der Pfeil und der Behälterboden nach oben.

4. Atmen Sie möglichst kräftig und tief ein und drücken Sie gleichzeitig fest auf den Boden des Behälters. Dadurch erfolgt ein Sprühstoß. Halten Sie den Atem einige Sekunden an, damit sich das Arzneimittel in der Lunge verteilen kann. Nehmen Sie dann das Mundstück aus dem Mund und atmen Sie langsam aus. Wiederholen Sie gegebenenfalls für den zweiten Sprühstoß die Schritte 2-4.

5. Wiederholen Sie gegebenenfalls für den zweiten Sprühstoß die Schritte 2-4.Setzen Sie nach Gebrauch die Schutzkappe wieder auf.

6. Setzen Sie nach Gebrauch die Schutzkappe wieder auf.

Wenn Sie das Dosieraerosol an mehr als 3 aufeinander folgenden Tagen nicht verwenden, müssen Sie ihn vor der nächsten Anwendung durch einmaliges Auslösen eines Sprühstoßes aktivieren.

Reinigung

Füllmengenkontrolle

Der undurchsichtige Behälter lässt nicht erkennen, wann sein Inhalt verbraucht ist. Überzeugen Sie sich daher regelmäßig, ob er noch Flüssigkeit enthält. Durch Schütteln des Behälters können Sie erkennen, ob noch Flüssigkeit enthalten ist. Alternativ können Sie die Schwimmprobe vornehmen, dabei ist das Plastikmundstück vorher zu entfernen.

Weitere Hinweise

Beachten Sie, dass das Mundstück speziell für Atrovent - Dosieraerosol entwickelt wurde. Verwenden Sie daher Atrovent - Dosieraerosol ausschließlich mit dem beiliegenden Mundstück und dieses ausschließlich mit Atrovent - Dosieraerosol.

Wenn Sie eine größere Menge von Atrovent angewendet haben, als Sie sollten Wenn Sie versehentlich mehr als die vorgeschriebene Dosis angewendet haben, verständigen Sie bitte einen Arzt. Er wird über eventuell notwendige Maßnahmen entscheiden.

Überdosierungserscheinungen sind bisher nicht bekannt. Die wahrscheinlichen Anzeichen einer Überdosierung sind Trockenheit des Mundes, Störungen der Anpassungsfähigkeit des Auges an unterschiedliche Entfernungen oder beschleunigter Puls.

Wenn Sie die Anwendung von Atrovent vergessen haben
Wenn Ihnen Atrovent - Dosieraerosol als Dauerbehandlung verordnet wurde, sollten Sie die Anwendung ehestmöglich fortsetzen. Wenden Sie aber nicht die doppelte Dosis an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.

Wenn Sie die Anwendung von Atrovent abbrechen
Wenn Ihnen Atrovent - Dosieraerosol als Dauerbehandlung verordnet wurde, kann es nach Absetzen der Behandlung zu einer Verschlechterung Ihrer Krankheit und zu möglicherweise schwerwiegenden Atembeschwerden kommen. Setzen Sie bitte deshalb das Arzneimittel nicht plötzlich und ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Atrovent - Dosieraerosol Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Wie alle Arzneimittel zur Inhalation kann Atrovent zu lokalen Reizungen führen. Die häufigsten Nebenwirkungen in klinischen Studien waren Kopfschmerzen, Irritationen im Rachenbereich, Husten, Mundtrockenheit, Störungen des Magen-Darm-Traktes (einschließlich Verstopfung, Durchfall und Erbrechen), Übelkeit und Schwindelgefühl.

In Studien mit Atrovent wurden folgende Nebenwirkungen beobachtet:

Herzerkrankungen Gelegentlich: beschleunigter Herzschlag, bestimmte Störung der normalen Herzschlagfolge (supraventrikuläre Tachykardie)
Selten: Herzklopfen, Vorhofflimmern

Erkrankungen des Nervensystems Häufig: Kopfschmerzen, Schwindelgefühl
Nicht bekannt: Nervosität

Augenerkrankungen Gelegentlich: verschwommenes Sehen, Pupillenerweiterung, erhöhter Augeninnendruck, Engwinkelglaukom (grüner Star), Augenschmerzen, Halo-Sehen, gerötete Bindehaut, Wassereinlagerung der Hornhaut
Selten: Störungen der Anpassungsfähigkeit des Auges an unterschiedliche Entfernungen

Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums Häufig: Husten, Reizungen im Rachenbereich
Gelegentlich: Verkrampfung der Atemwege, paradoxe (= unerwartete, der eigentlichen Wirkung von Atrovent entgegengesetzte) Verkrampfung der Atemwege, Krampf der Kehlkopfmuskulatur (Laryngospasmus), Schwellungen im Rachenraum, Trockenheit im Rachenbereich

Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes Häufig: Mundtrockenheit, Übelkeit, Störungen des Magen-Darm-Traktes Gelegentlich: Durchfall, Verstopfung, Erbrechen, Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis), Schwellungen im Mund

Erkrankungen der Nieren und Harnwege Gelegentlich: Harnverhaltung

Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Gelegentlich: Hautausschlag, Juckreiz, Schwellungen der Haut und Schleimhäute, die auch Atemnot auslösen können (Angioödem)
Selten: Nesselsucht

Erkrankungen des Immunsystems Gelegentlich: Überempfindlichkeit, Überempfindlichkeitsreaktionen, die mit Versagen des Herz-Kreislauf-Systems einhergehen können (anaphylaktische Reaktionen)

Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Nicht bekannt: Müdigkeit

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser
Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25 ºC lagern.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Der Behälter steht unter Überdruck und darf nicht gewaltsam geöffnet werden. Er sollte keinen Temperaturen über 50 °C ausgesetzt werden und vor direkter Sonnenbestrahlung, Frost und extremer Hitze geschützt werden.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett nach „verw. bis:“ und auf dem Umkarton nach „verwendbar bis:“angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Name

Atrovent® - Dosieraerosol

Zusammensetzung

1 Sprühstoß enthält 0,02 mg Ipratropiumbromid.

Sonstiger Bestandteil: 1 Sprühstoß enthält bis zu 8,415 mg Ethanol.

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

Darreichungsform

Druckgasinhalation, Lösung
Klare, farblose Lösung, frei von Schwebeteilchen, zur Inhalation in einem Aerosol-Behälter aus Edelstahl

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