Was ist es und wofür wird es verwendet?
Berotec 100 µg - Dosieraerosol ist ausschließlich zur Inhalation bestimmt und enthält den Wirkstoff Fenoterolhydrobromid, der eine Erweiterung der Atemwege bewirkt.
Durch einen zusätzlichen günstigen Einfluss auf den Reinigungsmechanismus der
Bronchialschleimhaut kommt es auch zum erleichterten Abtransport von zähem Schleim. Die Wirkung von Berotec 100 µg - Dosieraerosol tritt innerhalb weniger Minuten nach der Inhalation ein und hält im Durchschnitt 5 Stunden an.
Berotec 100 µg - Dosieraerosol wird bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 6 Jahren angewendet zur
– Symptomatischen Behandlung des Asthmaanfalles;
– Verhütung des belastungsbedingten Asthmas;
– Symptomatischen Behandlung von anderen Zuständen, die mit einer vorübergehenden Verengung der Atemwege einhergehen (z. B. chronisch obstruktive Bronchitis)
Möglicherweise hat Ihr Arzt Ihnen gleichzeitig eine entzündungshemmende Behandlung verordnet.
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Berotec darf nicht angewendet werden,
– wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Fenoterolhydrobromid oder einen der sonstigen Bestandteile von Berotec 100 µg - Dosieraerosol sind;
– wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen ähnliche Wirkstoffe (andere
β-Sympathomimetika) sind;
– wenn Sie an einer bestimmten Herzmuskelerkrankung (hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie) leiden;
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Berotec ist erforderlich,
– wenn Sie vor kurzem einen Herzinfarkt hatten;
– wenn Sie an schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden;
– wenn Sie an Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) leiden, insbesondere bei unausgeglichener Stoffwechsellage;
– wenn bei Ihnen eine Überfunktion der Schilddrüse vorliegt;
– wenn bei Ihnen ein Tumor der Nebenniere (Phäochromozytom) vorliegt;
– wenn Sie an einer plötzlich auftretenden oder sich rasch verschlechternden Atemnot leiden: Sie müssen dann unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
– wenn Sie trotz der Behandlung keine deutliche Besserung oder sogar eine Verschlechterung der Beschwerden bemerken:
Sie sollten dann unbedingt Ihren Arzt aufsuchen, weil Ihre Behandlung überprüft werden muss. Gegebenenfalls müssen zusätzlich andere Arzneimittel verordnet werden. Auf keinen Fall dürfen Sie die vorgegebene Einzeldosis oder die Tageshöchstdosis überschreiten – dies kann zu gefährlichen Nebenwirkungen führen.
– falls Sie bei sich Appetitlosigkeit, Verstopfung, übermäßige Wasseransammlung in den Beinen, Pulsunregelmäßigkeit und Muskelschwäche bemerken:
Dies können mögliche Anzeichen einer folgenschweren Verminderung des Kaliumgehalts im Blut sein, die insbesondere bei schwerem Asthma oder bei gleichzeitiger Einnahme bestimmter Arzneimittel (siehe Abschnitt „Bei Anwendung von Berotec mit anderen Arzneimitteln“) auftreten kann. Aus diesem Grund wird Ihr Arzt Kontrollen des Kaliumgehalts im Blut veranlassen.
– vor der Behandlung mit anderen die Atemwege erweiternden Arzneimitteln: diese dürfen Sie nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt anwenden.
Bitte berichten Sie Ihrem Arzt vor Beginn der Einnahme:
Wenn Sie in Ihrer Vergangenheit an einer Herzerkrankung, unregelmäßigen Herzrhythmus oder an einem Engegefühl in der Herzgegend (Angina pectoris) gelitten haben.
Die Anwendung des Arzneimittels Berotec 100 µg – Dosieraerosol kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
Bei Anwendung von Berotec mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht
verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Die gleichzeitige Anwendung mit anderen Asthmamitteln (so genannte β-Sympathomimetika und Anticholinergika), bestimmten Arzneimitteln gegen Depressionen (sogenannte MAO-Hemmer oder trizyklische Antidepressiva) sowie mit Narkosegasen kann die Wirkungen und Nebenwirkungen von Berotec 100 µg - Dosieraerosol verstärken. Ihr Arzt wird dabei vor allem die zusätzlichen Wirkungen auf Herz und Kreislauf berücksichtigen.
β-Rezeptorenblocker (bestimmte Arzneimittel gegen Bluthochdruck und Angina Pectoris) heben die Wirkungen von Fenoterolhydrobromid auf. Wenn Sie an Asthma leiden, können sich Ihre Krankheitszeichen dadurch erheblich verschlechtern.
Wenn Sie gleichzeitig Xanthinderivate (z. B. Theophyllin), entzündungshemmende Arzneimittel (Kortikosteroide) oder kaliumausscheidende Entwässerungsmittel einnehmen, kann es zu einer folgenschweren Verminderung des Kaliumgehalts im Blut kommen. Ein verminderter Kaliumgehalt im Blut kann zu einer erhöhten Anfälligkeit für Herzrhythmusstörungen führen, wenn Sie gleichzeitig
Digitalis-haltige Arzneimittel einnehmen oder wenn bei Ihnen ein Sauerstoffmangel des Blutes besteht.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, dürfen Sie Berotec 100 µg - Dosieraerosol nur auf ausdrückliche ärztliche Anordnung anwenden. Dies gilt insbesondere in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft sowie kurz vor und während der Entbindung (der Wirkstoff Fenoterolhydrobromid hat eine wehenhemmende Wirkung).
Über die sichere Anwendung während der Stillzeit liegen keine Erfahrungen vor. Sie sollten daher bei kurzzeitiger Anwendung die Muttermilch abpumpen und verwerfen und bei einer Dauerbehandlung abstillen.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Berotec 100 µg - Dosieraerosol hat keinen oder einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Einige der möglichen Nebenwirkungen können die Aufmerksamkeit oder die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen (Kopfschmerzen, Schwindel, Muskelzittern und Muskelschwäche). Wenn Sie diese Nebenwirkungen bemerken, dürfen Sie bis zum Abklingen der Beschwerden keine Fahrzeuge lenken und keine gefährlichen Maschinen bzw. Werkzeuge bedienen.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Berotec
Jede Dosis enthält bis zu 15,597 mg Ethanol. Wenn Sie an Lebererkrankungen, Krampfanfällen oder Erkrankungen des zentralen Nervensystems leiden oder bei Ihnen Alkoholmissbrauch vorliegt, kann dies schädlich sein. Dies gilt auch für Schwangere oder Kinder. Die Wirkung anderer Arzneimittel kann verändert oder verstärkt werden.
Wie wird es angewendet?
Wenden Sie Berotec 100 µg - Dosieraerosol immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Ihr Arzt wird vor Behandlungsbeginn eine für Sie persönlich geeignete Dosierung festsetzen. Diese richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung. Üblicherweise werden für Erwachsene, Jugendliche und Kinder über 6 Jahre folgende Dosierungen empfohlen:
Symptomatische Behandlung des Asthmaanfalles und anderer Zustände, die mit einer vorübergehenden Verengung der Atemwege einhergehen, Üblicherweise genügt 1 Sprühstoß, um eine sofortige Atmungserleichterung zu erzielen. Falls erforderlich, kann nach 5 Minuten ein zweiter Sprühstoß angewendet werden. Wenn Sie auch nach 2 Sprühstößen keine Atmungserleichterung spüren und die Gabe weiterer Sprühstöße erforderlich wäre, müssen Sie so rasch wie möglich den nächsten Arzt oder das nächste Spital aufsuchen.
Verhütung des belastungsbedingten Asthmas Inhalieren Sie 1-2 Sprühstöße 10-15 Minuten vor körperlicher Anstrengung.
Die nächste Inhalation kann frühestens nach 3 Stunden erfolgen.
Für den Dauergebrauch darf eine Tageshöchstdosis von 8 Sprühstößen nicht überschritten werden.
Die Anwendung bei Kindern ab 6 Jahren darf nur auf ärztliche Anweisung und unter Aufsicht von Erwachsenen erfolgen.
Kinder unter 6 Jahren Berotec 100 µg - Dosieraerosol ist aufgrund des hohen Wirkstoffgehaltes für die Anwendung bei Kindern unter 6 Jahren nicht geeignet.
Art der Anwendung Berotec 100 µg - Dosieraerosol ist zur Inhalation bestimmt.
Hinweis für die Handhabung Die korrekte Anwendung des Dosieraerosols ist für den Behandlungserfolg entscheidend.
Vor der ersten Anwendung müssen Sie das Dosieraerosol durch zweimaliges Auslösen eines Sprühstoßes aktivieren. Wenn Sie das Dosieraerosol an mehr als 3 aufeinander folgenden Tagen nicht verwenden, müssen Sie es vor der nächsten Anwendung durch einmaliges Auslösen eines Sprühstoßes aktivieren.
1. Nehmen Sie vor jeder Anwendung die Schutzkappe ab.
2. Atmen Sie tief aus.
3. Umschließen Sie das Mundstück mit den Lippen. Dabei zeigen der Pfeil und der Behältnisboden nach oben.
4. Atmen Sie möglichst kräftig und tief ein und drücken Sie gleichzeitig fest auf den Boden des Behältnisses. Dadurch erfolgt ein Sprühstoß. Halten Sie den Atem einige Sekunden an, damit sich das Arzneimittel in der Lunge verteilen kann. Nehmen Sie dann das Mundstück aus dem Mund und atmen Sie langsam aus.
5. Wiederholen Sie gegebenenfalls für den zweiten Sprühstoß die Schritte 2-4.
6. Setzen Sie nach Gebrauch die Schutzkappe wieder auf.
Reinigen Sie das Mundstück einmal pro Woche, damit sich keine Rückstände ansammeln, die die Funktion beeinträchtigen könnten. Zur Reinigung nehmen Sie bitte die Schutzkappe ab und ziehen die Patrone heraus. Spülen Sie das Mundstück so lange mit warmem Wasser durch, bis keine Rückstände mehr sichtbar sind. Schütteln Sie das Mundstück nach der Reinigung gut aus und lassen Sie es ohne Wärmezufuhr an der Luft trocknen. Sobald das Mundstück trocken ist, setzen Sie die Patrone wieder ein und die Schutzkappe auf.
Beachten Sie, dass das Mundstück speziell für Berotec 100 µg - Dosieraerosol entwickelt wurde. Verwenden Sie daher Berotec 100 µg - Dosieraerosol ausschließlich mit dem beiliegenden Mundstück und dieses ausschließlich mit Berotec 100 µg - Dosieraerosol.
Wenn Sie eine größere Menge von Berotec angewendet haben, als Sie sollten
Wenn Sie versehentlich mehr als die vorgeschriebene Dosis angewendet haben, verständigen Sie bitte einen Arzt. Er wird über eventuell notwendige Maßnahmen entscheiden.
Die wahrscheinlichen Anzeichen einer Überdosierung sind insbesondere beschleunigter oder unregelmäßiger Herzschlag, Herzklopfen, Muskelzittern, Blutdruckveränderungen, Angina-Pectoris-ähnliche Brustschmerzen und Gesichtsrötung.
Hinweis für den Arzt Informationen zur Überdosierung finden Sie am Ende der Gebrauchsinformation.
Wenn Sie die Anwendung von Berotec vergessen haben
Wenn Ihnen Berotec 100 µg - Dosieraerosol als Dauerbehandlung verordnet wurde, sollten Sie die Anwendung ehestmöglich fortsetzen. Beachten Sie dabei aber unbedingt den erforderlichen 3-Stunden-Abstand zwischen zwei Anwendungen und wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.
Wenn Sie die Anwendung von Berotec abbrechen
Wenn Ihnen Berotec 100 µg - Dosieraerosol als Dauerbehandlung verordnet wurde, kann es nach Absetzen der Behandlung zu einer Verschlechterung Ihrer Krankheit und zu möglicherweise schwerwiegenden Atembeschwerden kommen. Setzen Sie bitte deshalb das Arzneimittel nicht plötzlich und ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Wie alle Arzneimittel kann Berotec 100 µg - Dosieraerosol Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Erkrankungen des Immunsystems Nicht bekannt: Überempfindlichkeitsreaktionen
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen Gelegentlich: Verminderung des Kaliumgehalts im Blut (siehe „Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Berotec ist erforderlich“)
Sehr selten: Anstieg der Milchsäure im Blut (Lactatazidose)
Psychiatrische Erkrankungen Gelegentlich: Unruhe
Nicht bekannt: Nervosität
Erkrankungen des Nervensystems Häufig: feines Fingerzittern
Nicht bekannt: Kopfschmerzen, Schwindelgefühl
Sehr selten: innere Unruhe (Hyperaktivität)
Bei Kindern kann in Einzelfällen bei Arzneispezialitäten der Berotec-Wirkstoffgruppe Hyperaktivität (besondere Form der inneren Unruhe) auftreten.
Herzerkrankungen Gelegentlich: unregelmäßiger Herzschlag
Gefäßerkrankungen Nicht bekannt: Blutdruckveränderungen
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mittelfells Häufig: Husten
Gelegentlich: Verkrampfung der Atemwege unmittelbar nach der Inhaltion (inhalationsbedingter Bronchospasmus) – in diesem Fall muss die Behandlung sofort unterbrochen und der Arzt aufgesucht werden.
Nicht bekannt: Reizungen im Rachenbereich
Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes Gelegentlich: Übelkeit, Erbrechen
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Nicht bekannt: vermehrtes Schwitzen, Hautreaktionen wie Ausschlag, Juckreiz, Nesselsucht
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Nicht bekannt: Muskelschmerzen, Muskelkrämpfe, Muskelschwäche
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser
Gebrauchsinformation angegeben sind.
Wie soll es aufbewahrt werden?
Nicht über 25 ºC lagern.
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Das Behältnis steht unter Überdruck und darf nicht gewaltsam geöffnet werden. Er sollte keinen Temperaturen über 50 °C ausgesetzt werden und vor direkter Sonnenbestrahlung, Frost und extremer Hitze geschützt werden.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett nach „Verw. bis“ und dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.
Das undurchsichtige Behältnis lässt nicht erkennen, wann sein Inhalt verbraucht ist. Überzeugen Sie sich daher durch die Schwimmprobe, ob er noch Flüssigkeit enthält. Das Plastikmundstück ist vorher zu entfernen.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.
Name
Berotec® 100 µg - Dosieraerosol
Zusammensetzung
1 Sprühstoß enthält 0,1 mg Fenoterolhydrobromid.
Sonstiger Bestandteil: 1 Sprühstoß enthält bis zu 15,597 mg Ethanol.
Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.
Darreichungsform
Klare, farblose oder beinahe farblose Lösung zur Inhalation in einem Aerosol-Behältnis (Druckbehältnis) aus Edelstahl


