Was ist es und wofür wird es verwendet?
Bromhexinhydrochlorid, der Wirkstoff von Bisolvon Hustenlöser - Saft, ist dem Wirkstoff einer indischen Heilpflanze nachempfunden. Es löst bei akuten oder chronischen Erkrankungen der Atemwege den angestauten und zäh haftenden Schleim von den Bronchien und erleichtert sein Abhusten.
Bisolvon Hustenlöser - Saft hilft bei trockenem Husten und zähem Schleim in den Atemwegen.
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Bisolvon darf nicht eingenommen werden,
– wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Bromhexinhydrochlorid oder einen der sonstigen Bestandteile von Bisolvon Hustenlöser - Saft sind.
- wenn Sie an einer seltenen ererbten Stoffwechselerkrankung leiden, die zur Unverträglichkeit gegenüber einem der Bestandteile des Arzneimittels führt (siehe „Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Bisolvon“).
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Bisolvon ist erforderlich,
– wenn der Abtransport des Schleims aus den Atemwegen gestört ist und infolgedessen ein Sekretstau entsteht (z.B. beim malignen Ziliensyndrom);
– wenn Sie an eingeschränkter Nieren- und/oder Leberfunktion leiden
In diesen Fällen müssen Sie vor der Einnahme Ihren Arzt befragen. Wenn Ihr Arzt eine längerfristige Behandlung anordnet, wird er möglicherweise ab und zu Ihre Leberfunktion überprüfen.
Sehr selten ist über das Auftreten von schweren Überempfindlichkeitsreaktionen – wie ausgedehnte Hautausschläge, die mit Juckreiz, Fieber, Schüttelfrost, Erkrankungen der Lymphknoten, Gelenkschmerzen, Hautabschälung oder mit Veränderungen im Blutbild einhergehen (Stevens-Johnson-Syndrom und Lyell-Syndrom) – in zeitlichem Zusammenhang mit der Behandlung mit Bromhexinhydrochlorid berichtet worden. Bei Neuauftreten von Haut- und
Schleimhautveränderungen muss die Behandlung mit Bisolvon Hustenlöser - Saft beendet und unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.
Kindern unter 6 Jahren darf Bisolvon Hustenlöser - Saft nur auf ausdrückliche ärztliche Anordnung verabreicht werden.
Bei Einnahme von Bisolvon mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht
verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Bei gemeinsamer Anwendung von Bisolvon Hustenlöser - Saft mit Arzneimitteln, welche den Hustenreiz hemmen (Antitussiva) kann aufgrund des eingeschränkten Hustenreflexes ein gefährlicher Sekretstau entstehen. Sie dürfen daher Bisolvon Hustenlöser - Saft nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt gemeinsam mit hustenhemmenden Mitteln einnehmen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Die Einnahme von Bisolvon Hustenlöser - Saft während der Schwangerschaft, insbesondere während der ersten 3 Monate, wird nicht empfohlen.
Bromhexinhydrochlorid, der Wirkstoff von Bisolvon Hustenlöser - Saft, geht beim Tier in die Muttermilch über. Die Einnahme von Bisolvon Hustenlöser - Saft wird daher während der Stillzeit nicht empfohlen.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Bisolvon Hustenlöser - Saft hat keinen oder vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Bisolvon
Bitte nehmen Sie Bisolvon Hustenlöser - Saft erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.
Bisolvon Hustenlöser - Saft enthält in der empfohlenen Tageshöchstdosis (30 ml) ca. 15 g Maltitol. (bei Anwendung der erhöhten Tagesdosis für Erwachsene zu Behandlungsbeginn (60 ml) ca. 30 g Maltitol).Wenn Sie an angeborener Fructose-Unverträglichkeit (eine seltene Stoffwechselerkrankung) leiden, sollten Sie dieses Arzneimittel nicht einnehmen. Maltilol kann eine leicht abführende Wirkung haben. Hinweis für Diabetiker: Bisolvon Hustenlöser - Saft enthält in 5 ml (= ein Messbecher) ca. 2,5 g Kohlenhydrate entsprechend 0,2 Broteinheiten (BE).
Wie wird es angewendet?
Nehmen Sie Bisolvon Hustenlöser - Saft immer genau nach Anweisung in dieser Packungsbeilage ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Patienten mit eingeschränkter Nieren- und/oder Leberfunktion Bei schwerer Einschränkung der Nieren- oder Leberfunktion müssen Sie vor der Einnahme Ihren Arzt befragen. Er wird gegebenenfalls die Dosis entsprechend vermindern oder den Dosisabstand verlängern.
Art der Anwendung Nehmen Sie den Saft zu den Mahlzeiten ein. Verwenden Sie zum Abmessen den beiliegenden Messbecher mit Einteilungen für 2,5 und 5 ml.
Anwendungsdauer Wenn sich Ihr Krankheitsbild verschlimmert oder nach 4-5 Tagen keine Besserung eintritt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Hinweis:
Die schleimlösende Wirkung von Bisolvon wird durch reichlich Flüssigkeitszufuhr unterstützt.
Wenn Sie eine größere Menge von Bisolvon eingenommen haben, als Sie sollten Wenn Sie versehentlich mehr als die vorgeschriebene Dosis eingenommen haben, verständigen Sie bitte einen Arzt. Er wird über eventuell notwendige Maßnahmen entscheiden.
Vergiftungserscheinungen bei Überdosierung von Bromhexinhydrochlorid sind beim Menschen bisher nicht bekannt geworden. Nach irrtümlichen Überdosierungen und/oder Behandlungsfehlern wurden Beschwerden beobachtet, die den Nebenwirkungen von Bisolvon entsprechen (siehe „Welche Nebenwirkungen sind möglich“).
Hinweis für den Arzt Informationen zur Überdosierung finden Sie am Ende der Gebrauchsinformation.
Wenn Sie die Einnahme von Bisolvon vergessen haben
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten Zeitpunkt fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn Sie die Einnahme von Bisolvon abbrechen
Bei akuten Atemwegserkrankungen (wie z. B. Erkältung oder grippaler Infekt) soll Bisolvon Hustenlöser - Saft nach Abklingen der Beschwerden abgesetzt werden. Setzen Sie bitte Bisolvon
Hustenlöser - Saft bei chronischen Atemwegserkrankungen (wie z. B. chronische Bronchitis oder Raucherhusten mit Schleimbildung) erst nach vorheriger Rücksprache mit Ihrem Arzt ab.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Wie alle Arzneimittel kann Bisolvon Hustenlöser - Saft Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei Kindern ist ein ähnliches Nebenwirkungsprofil wie bei Erwachsenen zu erwarten.
In Studien mit Bisolvon wurden folgende Nebenwirkungen beobachtet:
Erkrankungen des Immunsystems Selten: allergische Reaktionen (Allergische schmerzhafte Schwellung von Haut und Schleimhaut v.a. im Gesichtsbereich, Nesselsucht, Juckreiz)
Nicht bekannt: sofort einsetzende Überempfindlichkeitsreaktionen, die mit Störungen oder Versagen des Herz-Kreislauf-Systems einhergehen können (anaphylaktische Reaktionen, anaphylaktischer Schock)
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mittelfells Nicht bekannt: Verkrampfung der Atemwege
Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts Gelegentlich: Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Selten: Hautausschlag
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Gelegentlich: Fieber
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser
Gebrauchsinformation angegeben sind.
Wie soll es aufbewahrt werden?
Nach Anbruch 12 Monate verwendbar.
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und auf dem Etikett nach „verwendbar bis:“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.
Name
Bisolvon® Hustenlöser - Saft
Zusammensetzung
5 ml wässrige Lösung enthalten 4 mg Bromhexinhydrochlorid.
Sonstiger Bestandteil: 5 ml Lösung (= ein Messbecher) enthalten ca. 2500 mg Maltitol
Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.
Darreichungsform
Klare, farblose Lösung zum Einnehmen mit fruchtigem Geruch


