Ceftriaxon-Pharmore 2g

 

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Bezeichnung
Ceftriaxon-Pharmore 2 g
Pulver zur Herstellung einer Infusionslsung
Zur Anwendung bei Suglingen, Kindern, Erwachsenen
Wirkstoff: Ceftriaxon-Dinatrium 3,5 H20
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfltig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses
Arzneimittels beginnen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht mchten Sie diese spter nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persnlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen
schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.
- Wenn eine der aufgefhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintrchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.
Die Gebrauchsinformation beinhaltet:
Ceftriaxon-Pharmore ist ein Antibiotikum zur Injektions- und Infusionsbehandlung. Ceftriaxon, der Wirkstoff von
Ceftriaxon-Pharmore, gehrt zur Gruppe der Cephalosporine. Diese Art von Antibiotika wirkt hnlich wie Penicillin.
Anwendungsgebiete
Zur Behandlung von bakteriellen Infektionen, die durch Ceftriaxon-empfindliche Erreger hervorgerufen werden:
- Infektionen des Hals-, Nasen- und Ohrenbereichs
- Infektionen der Atemwege
- Infektionen der Niere und ableitenden Harnwege
- Infektionen der Haut und des Weichteilgewebes, einschlie•lich Wundinfektionen
- Infektionen der Geschlechtsorgane, einschlie•lich Gonorrhoe (Tripper)
- Infektionen des Bauchraumes (Bauchfellentzndung)
- Infektionen der Knochen und Gelenke
- Blutvergiftung
- Hirnhautentzndung
- Borreliose (Stadien II und III) (durch Zeckenbisse bertragene Infektion)
- zur vorbeugenden Anwendung vor Operationen bei erhhter Gefhrdung des Patienten durch Infektionen
Bevor Ceftriaxon-Pharmore bei Ihnen angewendet wird
Grundstzlich darf Ceftriaxon-Pharmore nicht mit Calcium-haltigen Lsungen, wie z.B. mit Ringer-Lsung und bestimmten
Dialyse-Lsungen, gemischt angewendet werden.
Wegen des nicht auszuschlie•enden Risikos von Ceftriaxon-Calcium-Ablagerungen nicht nur bei Neugeborenen,
sondern auch bei Patienten aller anderen Altersgruppen sollte Ceftriaxon-Pharmore grundstzlich nicht gleichzeitig mit
Calcium-haltigen Infusionslsungen verabreicht werden, auch nicht ber getrennte Infusionslinien. Au•erdem sollte ein zeitlicher Abstand zwischen der Anwendung von Ceftriaxon und Calcium-haltigen intravens verabreichten Lsungen von mindestens
48 Stunden bei Patienten aller Altersgruppen eingehalten werden (siehe auch Abschnitt 2: Ceftriaxon-Pharmore
darf nicht angewendet werden, und im Abschnitt 6: Informationen fr €rzte bzw. medizinisches Fachpersonal).
Flle von Ceftriaxon-Calcium-Ausfllungen nach gleichzeitiger Anwendung von Ceftriaxon und Calcium-haltigen Produkten zum
Einnehmen oder zur intramuskulren Injektion wurden bisher nicht beschrieben.
Informieren Sie ihren Arzt,
- wenn Sie frher einmal auf ein anderes Arzneimittel allergisch reagiert haben.
- wenn Sie an sonstigen Allergien (z.B. Heuschnupfen, Nesselsucht) oder Asthma leiden. In diesem Falle knnen
allergische Reaktionen auch gegenber Ceftriaxon-Pharmore eher auftreten. Auch ist bei Injektionsbehandlung das
Risiko fr schwerwiegendere allergische Reaktionen erhht.
- wenn Sie an einer Funktionseinschrnkung der Leber oder der Nieren leiden, weil dann die Ausscheidung von Ceftriaxon
beeintrchtigt sein kann.
- wenn bei Ihnen ein Risiko fr die Bildung von Gallenblasen- oder Nierensteinen vorliegt, z.B. durch vorangegangene
aufwendige Therapie, schwere Erkrankung, oder wenn Sie intravens ernhrt wurden. Dieses Risiko kann durch die
Anwendung von Ceftriaxon erhht werden und auch das Risiko fr das Auftreten einer Bauchspeicheldrsenentzndung
erhhen.
Falls einer dieser Flle auf Sie zutrifft, wird Ihr Arzt eventuell Ihre Behandlung ndern oder Ihnen spezielle Ratschlge geben.
Dieses Arzneimittel kann zu Erbrechen und Durchfall fhren (siehe Abschnitt 4: Welche Nebenwirkungen sind mglich?). In diesem Fall kann die Wirksamkeit von anderen von Ihnen eingenommenen Arzneimitteln (wie z.B. die empfngnisverhtende Wirkung der so genannten Antibabypille) beeintrchtigt werden. Fragen Sie hierzu bei Bedarf Ihren Arzt oder Apotheker.
Wenn Ceftriaxon-Pharmore bei Ihnen bereits angewendet wird
- Bei der Anwendung von Ceftriaxon-Pharmore knnen Unvertrglichkeitsreaktionen unterschiedlicher Schweregrade bis hin zu schwersten, pltzlich einsetzenden, anaphylaktischen Reaktionen oder einem allergischen Schock auftreten. Wenn Sie sich schwindlig, unwohl oder schwach fhlen und ein Gefhl der Enge in der Brust und Atemnot entwickeln, knnen dies Anzeichen fr eine solche berempfindlichkeitsreaktion sein.
Bei Auftreten schwerer berempfindlichkeitsreaktionen und/oder eines anaphylaktischen Schocks (akuter, lebensbedrohlicher, allergischer Schock) ist die Behandlung mit Ceftriaxon-Pharmore sofort abzubrechen und geeignete Notfallma•nahmen mssen sofort durch einen Arzt eingeleitet werden.
Da eine Kreuzallergie zwischen Ceftriaxon, Penicillin und anderen •-Laktam-Antibiotika bestehen kann, mssen mit besonderer Sorgfalt entsprechend bekannte berempfindlichkeitsreaktionen in Ihrer Vorgeschichte erfragt werden (siehe auch Abschnitt 2: Ceftriaxon-Pharmore darf nicht angewendet werden). Wenn bei Ihnen berempfindlichkeitsreaktionen auf Penicillin und andere •-Laktam-Antibiotika vorbekannt sind, die aber nicht als schwer einzuordnen sind, kann Ceftriaxon mit besonderer Vorsicht angewendet werden.
- Whrend oder bis 10 Wochen nach der Behandlung mit Ceftriaxon-Pharmore knnen schwere, anhaltende, manchmal blutig-schleimige Durchflle mit krampfartigen Bauchschmerzen auftreten. Dabei kann es sich um eine schwere lebensbedrohliche, durch die Behandlung mit dem Antibiotikum ausgelste Schleimhautentzndung des Darmes (Antibiotika-assoziierte Kolitis) handeln, die sofort behandelt werden muss. Hier muss der Arzt eine Beendigung der Behandlung mit Ceftriaxon-Pharmore in Abhngigkeit von der zu Grunde liegenden Erkrankung in Erwgung ziehen und eine angemessene Behandlung einleiten (z.B. Einnahme von speziellen Antibiotika / Chemotherapeutika, deren Wirksamkeit klinisch erwiesen ist). Arzneimittel, die die Darmbewegung hemmen, drfen nicht eingenommen werden.
- Unter der Behandlung mit Ceftriaxon-Pharmore kann es zu Ablagerungen in der Gallenblase kommen, die bei entsprechenden Untersuchungen wie Gallengries aussehen knnen, sich jedoch nach Beendigung der Behandlung mit Ceftriaxon-Pharmore in der Regel von selbst wieder zurckbilden.
- Unter der Behandlung mit Ceftriaxon-Pharmore kann es zu Folgeinfektionen mit anderen Erregern (z.B. Pilzbefall der Schleimhute mit Rtung und wei•lichen Belgen der Schleimhute) kommen. Diese Folgeinfektionen wird Ihr Arzt entsprechend behandeln.
- Dieses Arzneimittel kann zu Erbrechen und Durchfall fhren (siehe Abschnitt 4: Welche Nebenwirkungen sind mglich?). In diesem Fall kann die Wirksamkeit anderer von Ihnen eingenommenen Arzneimitteln (z.B. die empfngnisverhtende Wirkung der so genannten Antibabypille) beeintrchtigt werden. Fragen Sie hierzu bei Bedarf Ihren Arzt oder Apotheker.
- Bei rascher Injektion von Ceftriaxon-Pharmore in die Blutbahn knnen Unvertrglichkeitsreaktionen in Form von Hitzegefhl oder Brechreiz auftreten. Dies kann durch langsame Injektion (2 bis 4 Minuten) vermieden werden.
- Ceftriaxon-Pharmore kann die Ergebnisse einiger Bluttests (Galaktose-Bestimmung, Test auf bestimmte Antikrper) und Harntests (z.B. nicht-enzymatische Methoden zur Glukosebestimmung im Harn) verndern. Bitte informieren Sie unbedingt Ihren Arzt, dass bei Ihnen Ceftriaxon-Pharmore angewendet wird, wenn bei Ihnen ein Bluttest bzw. einer dieser Tests durchgefhrt werden muss.
- Wenn Sie Ceftriaxon-Pharmore ber lngere Zeit verabreicht bekommen, wird Ihr Arzt das Blutbild und die Organfunktion von Niere und Leber kontrollieren.
- Wenn Sie eine natriumarme (salzarme) Dit einhalten mssen, ist auf den Natriumgehalt von Ceftriaxon-Pharmore zu achten.
Kinder
Fr Neugeborene, Suglinge, Kleinkinder und Kinder gelten spezielle Dosierungsrichtlinien (siehe Abschnitt 3). Zwischen der Anwendung von Ceftriaxon-Pharmore und Calcium-haltigen intravens verabreichten Lsungen bei Neugeborenen muss ein zeitlicher Abstand von mindestens 48 Stunden eingehalten werden.
€ltere Menschen
Fr ltere Menschen mit normaler Nierenfunktion gelten keine speziellen Vorsichtsma•nahmen.
Bei Anwendung von Ceftriaxon-Pharmore mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Ceftriaxon-Pharmore darf nicht angewendet werden,
- wenn bei Ihnen eine bekannte berempfindlichkeit gegen Ceftriaxon, gegen andere Arzneimittel aus der Gruppe der Cephalosporine
oder gegen einen der sonstigen Bestandteile von Ceftriaxon-Pharmore besteht.
- wenn Sie frher einmal eine nachgewiesene, schwere oder sofort einsetzende berempfindlichkeitsreaktion auf ein
Penicillin oder ein anderes Antibiotikum mit hnlicher chemischer Struktur (•-Lactam-Antibiotikum) hatten.
- bei Frhgeborenen, weil der Einsatz von Ceftriaxon-Pharmore in dieser Altersgruppe zu Komplikationen mit einer
mglichen Hirnschdigung fhren kann.
- bei Neugeborenen (0-28 Tage) mit einer Gelbsucht (gelbe Hautfarbe und dunkler Urin).
- bei Neugeborenen (0-28 Tage), die gleichzeitig in einem Abstand von weniger als 48 Stunden Ceftriaxon-Pharmore und
Calcium-haltige Infusionslsungen oder Calcium-haltige Spritzen bekommen, wegen des Risikos lebensbedrohlicher Organschden
verursacht durch Ablagerungen von Ceftriaxon-Calciumsalzen.
- zur Injektion in einen Muskel, wenn Sie Lidocain, das als Lsungsmittel fr Ceftriaxon-Pharmore bei der intramuskulren
Injektion verwendet wird, nicht vertragen oder an einer Krankheit leiden, bei der Lidocain nicht angewendet werden darf oder wenn
Sie schwanger sind oder stillen, weil Lidocain dann ebenfalls nicht eingesetzt werden darf.
- als Injektion in einen Muskel bei der Behandlung fortgeschrittener Stadien der Borreliose (Neuroborreliose) oder von
schweren Infektionen wie Blutvergiftung und Hirnhautentzndung sowie bei Kindern unter 2 Jahren wegen der geringen
Muskelmasse.
Schwangerschaft und Stillzeit
Ceftriaxon, der Wirkstoff von Ceftriaxon-Pharmore, erreicht den Ftus/Embryo ber die Plazenta (Mutterkuchen). Aus-
reichende Erfahrungen mit der Anwendung von Ceftriaxon-Pharmore am Menschen whrend der Schwangerschaft liegen bislang nicht vor. Ceftriaxon-Pharmore sollte daher bis zum Vorliegen weiterer Erfahrungen whrend der Schwangerschaft - insbesondere in den ersten drei Monaten - nur nach sorgfltiger Nutzen-Risiko-Abwgung angewendet werden.
Stillzeit
Ceftriaxon sollte in der Stillzeit nur nach sorgfltiger Nutzen-Risiko-Abwgung angewendet werden, wobei die mglichen Nachteile fr den Sugling (Einfluss auf die Darmflora mit mglicher Sprosspilzbesiedelung und Sensibilisierung gegen Cephalosporin-Antibiotika) bercksichtigt werden mssen.
Zustzlich fr die intramuskulre Verabreichung in Schwangerschaft und Stillzeit
Ceftriaxon darf in Schwangerschaft und Stillzeit nicht als Injektion in den Muskel angewendet werden wegen der dazu erforderlichen Zubereitung der Injektionslsung mit Lidocain, dessen Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit verboten ist.
Verkehrstchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Nach bisherigen Erfahrungen hat Ceftriaxon-Pharmore im Allgemeinen keinen Einfluss auf Konzentrations- und Reaktionsfhigkeit. Durch das Auftreten von Nebenwirkungen wie Blutdruckabfall oder Schwindelzustnde (siehe Abschnitt 4: Welche Nebenwirkungen sind mglich?) kann jedoch ggf. das Reaktionsvermgen verndert und die Fhigkeit zur aktiven Teilnahme am Stra•enverkehr sowie zum Bedienen von Maschinen beeintrchtigt werden.
Wichtige Informationen ber bestimmte sonstige Bestandteile von Ceftriaxon-Pharmore
nicht zutreffend

Wie wird es angewendet?

Wie ist Ceftriaxon-Pharmore anzuwenden?
Ceftriaxon-Pharmore ist durch den Arzt anzuwenden gem

  • den Angaben in der Fachinformation. Bei Fragen wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Ceftriaxon-Pharmore 0,5 g bzw. 1 g ist vorgesehen fr die intravense Injektion (Verabreichung in eine Vene) und intramuskulre Injektion (Verabreichung in einen Muskel) und fr die intravense Infusion.
Ceftriaxon-Pharmore 2 g ist vorgesehen fr die intravense Infusion.
Die Dosis und Art der Anwendung wird von Ihrem Arzt bestimmt in Abhngigkeit von Ihrem Alter, Ihrem Gewicht, der Schwere der Infektion, der Empfindlichkeit des Erregers und davon, wie gut Ihre Leber und Ihre Nieren arbeiten. Ihr Arzt wird Ihnen das erklren.
Die intramuskulre Behandlung ist besonderen klinischen Situationen vorbehalten und unterliegt einer sorgfltigen
Nutzen-Risiko-Abwgung. Bei schweren Infektionen und bei Kindern unter 2 Jahren sind intramuskulre Injektionen nicht angezeigt (siehe Abschnitt 2: Ceftriaxon-Pharmore darf nicht angewendet werden).
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die bliche Dosis:
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren mit einem Krpergewicht von ≥ 50 kg: 1 x tglich 1 - 2 g Ceftriaxon. Bei schweren, lebensbedrohlichen Infektionen oder Infektionen, die durch m•ig empfindliche Mikroorganismen verursacht wurden, kann die Dosis bis auf 1 x tglich 4 g erhht werden.
Neugeborene bis zu einem Alter von 14 Tagen: 1 x tglich 20 – 50 mg Ceftriaxon pro kg Krpergewicht. Auch bei schweren Infektionen wie Hirnhautentzndung wird eine Tagesdosis von 50 mg pro kg Krpergewicht als ausreichend angesehen.
Kinder im Alter von 15 Tagen bis 11 Jahren mit einem Krpergewicht von < 50 kg: 1 x tglich 20 – 80 mg/kg Krpergewicht. Bei schweren Infektionen darf eine Tagesdosis von 80 mg pro kg Krpergewicht nicht berschritten werden, ausgenommen bei Meningitis (siehe Spezielle Dosierungsempfehlungen).
Kinder mit einem Krpergewicht von 50 kg und mehr erhalten 1 x tglich die fr Erwachsene bliche Dosierung (siehe oben).
€ltere Patienten: Die Dosierungsempfehlungen fr ltere Patienten entsprechen denen fr Erwachsene.
Eingeschrnkte Nieren- und / oder Leberfunktion: Bei eingeschrnkter Nieren- und/oder Leberfunktion gelten spezielle Dosierungsempfehlungen (siehe unten).
Standard-Dosierungstabelle fr die intravense Anwendung

Altersgruppe Tagesdosis (1 x in 24 Stunden)
Neugeborene (0 – 14 Tage) 20 – 50 mg/kg, maximal 50 mg/kg*
Kinder (15 Tage – 11 Jahre, < 50 kg) 20 – 80 mg/kg, maximal 80 mg/kg**
Jugendliche (12 – 18 Jahre, ≥ 50 kg)
Erwachsene, einschließlich älterer Menschen
1 – 2 g, maximal 4 g

* Eine Dosis von 50 mg/kg/Tag wird auch bei schweren Infektionen wie Meningitis als ausreichend angesehen.
** siehe spezielle Dosierung bei Meningitis
Spezielle Dosierungs- und Anwendungsempfehlungen
Gonorrhoe (Geschlechtskrankheit):
Bei unkomplizierter Gonorrhoe wird eine einmalige Dosis von 250 mg Ceftriaxon intramuskulr verabreicht. Zur Behandlung von komplizierten Infektionen sind die offiziellen Richtlinien zu beachten. Vor Beginn der Behandlung mit Ceftriaxon-Pharmore sollte das Vorliegen einer weiteren Geschlechtskrankheit (Lues) ausgeschlossen werden. Neugeborene (bis zu einem Alter von 14 Tagen) erhalten zur Vorbeugung und Behandlung von Gonokokken-Infektionen eine intravense Einzeldosis von 25 bis 50 mg pro kg Krpergewicht. Die Tagesdosis von 125 mg sollte jedoch nicht berschritten werden.
Borreliose (Stadien II und III):
Erwachsene und Jugendliche (ab12-18 Jahre) erhalten 1 x tglich 2 g Ceftriaxon, und die Behandlung sollte mindestens 14 Tage andauern. Fr schwere Flle liegen auch Berichte ber eine Dosierung bis zu 4 g tglich vor. Bei Kindern unter 12 Jahren betrgt die Dosis 1 x tglich 50 bis 100 mg/kg Krpergewicht bis zu einer Tageshchstdosis von 2 g fr eine Behandlungsdauer von mindestens 14 Tagen.
Meningitis (Hirnhautentzndung):
Die Behandlung wird mit 1 x tglich 100 mg pro kg Krpergewicht begonnen, wobei eine Tagesdosis von 4 g nicht berschritten werden darf. Nach Bestimmung der Empfindlichkeit des Erregers kann die Dosis entsprechend erniedrigt werden. Bei Neugeborenen im Alter von 0 – 14 Tagen darf eine Dosis von 50 mg/kg/24 Std. nicht berschritten werden.
Vorbeugende Behandlung bei Operationen (Perioperative Prophylaxe):
Die Standard-Tagesdosis sollte 30 – 90 Minuten vor dem Eingriff gegeben werden. Eine einmalige Anwendung ist
blicherweise ausreichend.
Eingeschrnkte Nieren- und/oder Leberfunktion (Nieren- und/oder Leberinsuffizienz):
Bei Einschrnkung der Nierenfunktion auf Werte fr die Kreatininclearance (Ma

  • fr die Nierenfunktion), die noch oberhalb von 10 ml/Minute liegen, ist es nicht notwendig, die Dosis zu reduzieren, sofern die Leberfunktion intakt ist. Bei Patienten mit stark eingeschrnkter Nierenfunktion und einer Kreatinin-Clearance von 10 ml/Minute oder weniger sollte eine Tagesdosis von 2 g Ceftriaxon nicht berschritten werden. Bei eingeschrnkter Leberfunktion, ist es nicht notwendig, die Dosis zu reduzieren, sofern die Nierenfunktion intakt ist. Bei gleichzeitig eingeschrnkter Nieren- und Leberfunktion sollten bei allen Altersgruppen die Ceftriaxon-Serumkonzentrationen regelm•ig berwacht und die Dosierung entsprechend angepasst werden.

Hmo- und Peritonealdialyse (Blutwsche):
Bei Patienten, bei denen eine regelm•ige Dialyse (Blutwsche) durchgefhrt wird, ist eine Tagesdosis von 1 g Ceftriaxon in der Regel ausreichend. Da Ceftriaxon-Pharmore nur in sehr geringem Ma•e durch Blutwsche aus dem Krper entfernbar ist, braucht die Dosis nicht erhht zu werden. Eine Zusatzdosis ist ebenfalls nicht erforderlich. Da die Ausscheidungsgeschwindigkeit von Ceftriaxon-Pharmore aus dem Krper aber bei diesen Patienten unterschiedlich ist, sollte eine Kontrolle der Serum-Konzentration von Ceftriaxon-Pharmore erfolgen.
Kontinuierliche ambulante Peritonealdialyse (CAPD):
Bei Patienten unter kontinuierlicher ambulanter Peritonealdialyse kann Ceftriaxon-Pharmore entweder intravens gegeben werden oder auch der ersten Dialyseflssigkeit des jeweiligen Behandlungstages direkt zugefgt werden.
Die Unvertrglichkeit von Ceftriaxon und Calcium-haltigen Lsungen ist auch hier zu beachten.
Art der Anwendung
Intravense Injektion
Der Inhalt der Injektionsflasche zu 0,5 g wird in 5 ml Wasser fr Injektionszwecke und der Inhalt der Injektionsflasche zu 1 g in 10 ml Wasser fr Injektionszwecke durch Umschwenken gelst. Die Injektion in eine Vene soll langsam und vorsichtig ber 2 bis 4 Minuten erfolgen. Bei einer Applikation durch einen zentralvensen Katheter, die zu schnell (in weniger als 1 Minute) erfolgt, kann es zu schweren Herzrhythmusstrungen kommen.
Intravense Kurzinfusion
Der Inhalt der Infusionsflasche zu 2 g wird in 40 ml der nachfolgend aufgefhrten Calcium-freien Infusionslsungen durch Umschwenken gelst. Die Infusionsdauer betrgt mindestens 30 Minuten.
Fr Frh-, Neugeborene und Suglinge kann die erforderliche Dosis mittels einer Kurzinfusion verabreicht werden, indem die niedrig dosierte Darreichungsform zur intravensen Injektion nach Vorschrift rekonstituiert wird (in 5 ml Wasser fr Injektionszwecke) und einer isotonischen Natriumchlorid-Infusionslsung (9 mg/ml) hinzugefgt wird.
Infusionslsungen
Isotonische Natriumchlorid-Infusionslsung
Glucose- Infusionslsung 5 %
Intramuskulre Injektion
Dazu wird der Inhalt der Injektionsflasche zu 0,5 g in 2 ml Lidocainhydrochlorid-Injektionslsung 10 mg/ml bzw. der Inhalt der Injektionsflasche zu 1 g in 3,5 ml Lidocainhydrochlorid-Injektionslsung 10 mg/ml durch Umschwenken vollstndig aufgelst. Die Lsung wird tief intraglutal injiziert. Auf einer Seite sollte nicht mehr als 1 g Ceftriaxon injiziert werden. Eine intravasale Injektion ist dabei unbedingt zu vermeiden, da Lidocain schwere Nebenwirkungen verursachen kann. Die Produkteigenschaften des verwendeten Lidocain-haltigen Lsungsmittels sind zu beachten.
Volumennderung bei der Lsung von Ceftriaxon-Pharmore
Beim Lsen von Ceftriaxon-Pharmore ergeben sich durch das Volumen des Pulvers Volumennderungen. Die folgenden Endvolumina und Endkonzentrationen sind bei der Anwendung gegebenenfalls zu bercksichtigen :
intravense Injektion

Wirkstoffstärke zugefügtes Volumen [ml]
Wasser für Injektionszwecke
Endvolumen [ml]
(Durchschnittl. verfügbares Vol.)
Endkonzentration [mg/ml]
(Durchschnittl. Endkonz.)
0,5 g 5,20 96,15
1 g 10,50 95,24

intravense Infusion

Wirkstoffstärke zugefügtes Volumen [ml]
Wasser für Injektionszwecke
Endvolumen [ml]
(Durchschnittl. verfügbares Vol.)
Endkonzentration [mg/ml]
(Durchschnittl. Endkonz.)
2 g 41,03 48,75

intramuskulre Injektion

Wirkstoffstärke zugefügtes Volumen [ml]1% Lidocain Endvolumen [ml]
(Durchschnittl. verfügbares Vol.)
Endkonzentration [mg/ml]
(Durchschnittl. Endkonz.)
0,5 g 2,20 227,27
1 g 3,5 4,05 246,91

Die konzentrierten Injektionslsungen haben eine schwach gelbliche Frbung, wodurch die Wirksamkeit und Vertrglichkeit von
Ceftriaxon-Pharmore nicht beeintrchtigt wird. Ceftriaxon-Pharmore enthlt kein Konservierungsmittel.
Wichtige chemische Unvertrglichkeiten
Ceftriaxon darf niemals mit einer der folgenden Lsungen gemischt werden:
- Calcium-haltige Lsungen wie Hartmanns-Lsung und Ringer-Lsung.
- Aminoglykoside (bei gleichzeitiger Anwendung mssen diese Prparate getrennt verabreicht werden)
- Ceftriaxon darf nicht mit anderen Antibiotika oder anderen bakteriziden Mitteln zusammen in einer Spritze verabreicht
werden.
- Es gibt auch Berichte zu chemischen Unvertrglichkeiten von Ceftriaxon mit Amsacrin (Krebsmedikament), Vancomycin
(Antibiotikum) und Fluconazol (Fungizid).
Dauer der Anwendung
ber die Dauer der Anwendung entscheidet Ihr behandelnder Arzt. Sie richtet sich nach dem Verlauf Ihrer Erkrankung. Grundstzlich sollte die Behandlung wenigstens 3 Tage ber die Entfieberung bzw. das Verschwinden von Krankheitserscheinungen hinaus weitergefhrt werden, da sonst die Infektion wieder aufflammen knnte. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Ceftriaxon-Pharmore zu stark oder zu schwach ist.
Wenn eine gr•ere Menge Ceftriaxon-Pharmore angewendet wurde als vorgeschrieben:
Wenden Sie sich unverzglich an Ihren Arzt!
Wenn die Anwendung von Ceftriaxon-Pharmore vergessen wurde
Wenden Sie sich bitte unverzglich an Ihren Arzt!
Wenn Sie die Anwendung von Ceftriaxon-Pharmore vorzeitig beenden:
Ein vorzeitiger Abbruch der Behandlung mit Ceftriaxon-Pharmore gefhrdet den Behandlungserfolg. Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Nahrungsaufnahme hat keinen Einfluss auf die Wirksamkeit von Ceftriaxon-Pharmore.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Wie ist Ceftriaxon-Pharmore aufzubewahren?
Arzneimittel fr Kinder unzugnglich aufbewahren.
Das Arzneimittel darf nach dem auf der Faltschachtel angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwendet werden.
Aufbewahrungsbedingungen
Ceftriaxon-Pharmore 2 g ist im Umkarton aufzubewahren, um den Inhalt vor Licht zu schtzen. Nicht ber 25 C lagern.
Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung
Nach Rekonstitution in einer nicht Calcium-haltigen Infusionslsung (Abschnitt 6: Informationen fr €rzte bzw. medizinisches Fachpersonal / Art der Anwendung):
- 24 Stunden nicht ber + 25 C
- 4 Tage bei 4 2 C
Die Lsungen sind unmittelbar nach der Zubereitung zu verwenden. Es drfen nur klare Lsungen verwendet werden. Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr bentigen. Diese Ma•nahme hilft, die Umwelt zu schtzen.

Zusätzliche Informationen

Gebrauchsinformation: Information fr den Anwender
Welche Nebenwirkungen sind mglich?
Wie alle Arzneimittel kann Ceftriaxon-Pharmore Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Patienten auftreten mssen. Bei Anwendung von Ceftriaxon wurden folgende Nebenwirkungen beobachtet, die meist leichter und vorbergehender Natur sind. Jedoch knnen auch schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten. Deshalb mssen Sie bei folgenden Erscheinungen sofort Ihren Arzt informieren:
- Pltzliches Auftreten von schwerem Hautausschlag oder Blasenbildung oder Ablsung der Haut mit Fieber und Gelenk-
schmerzen.
- Schwere allergische Reaktion (Anaphylaxie) verbunden mit pltzlich einsetzender und zunehmender Atemnot, Schwel-
lung im Bereich des Kopfes und Krpers, Hautausschlag, Kreislaufstrungen, Blutdruckabfall, Bewusstlosigkeit (siehe
Abschnitt 2: Wenn Sie Ceftriaxon-Pharmore bereits anwenden).
- Pltzliches Auftreten von schweren Schmerzen im Bauchraum oder Rcken oft auch verbunden mit belkeit und Erbre-
chen als Anzeichen fr eine Entzndung der Bauchspeicheldrse.
- Schwerer, anhaltender wssriger oder blutiger Durchfall mit Bauchschmerzen oder Fieber whrend oder nach einer
Antibiotikabehandlung als Anzeichen fr eine schwere Darmentzndung, die whrend und bis zu 10 Wochen nach einer
Behandlung mit Antibiotika auftreten kann (siehe Abschnitt 2: Wenn Sie Ceftriaxon-Pharmore bereits anwenden).
Bei den Hufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
Sehr hufig: mehr als 1 Behandelter von 10; Hufig: 1 bis 10 Behandelte von 100; Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000; Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000; Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000; Nicht bekannt: Hufigkeit auf Grundlage der verfgbaren Daten nicht abschtzbar.
Sehr hufig: Gallengrie

  • bei Kindern, selten verbunden mit Krankheitszeichen wie Schmerzen, verschwindet nach Beendigung der Behandlung.

Hufig: Allergische Reaktionen wie Hautausschlag (Nesselausschlag), Jucken der Haut, Schwellung der Haut und der Gelenke. Fieber und Schttelfrost, was auch noch Tage nach der Infusion beginnen kann. Dies kann durch das so genannte Arzneimittelfieber verursacht werden. Anstieg bestimmter Leberenzyme im Blut. Schmerzhafte Schwellung und Entzndung mit Blutgerinnselbildung (Thrombophlebitis) am Injektionsort. Hitzegefhl oder Brechreiz bei zu rascher intravenser Injektion.
Gelegentlich: Appetitlosigkeit. belkeit und Erbrechen. Bauchschmerzen. Weicher Stuhl oder Durchfall. Entzndung der Zunge. Entzndung der Mundschleimhaut. Diese Nebenwirkungen sind normalerweise milder Natur und verschwinden im Verlauf der Behandlung. Vernderungen in Bluttests zur berprfung der Nierenfunktion. Nierenfunktionsstrung mit Verringerung der Urinmenge. Kopfschmerzen und Schwindel. Infektion der Schleimhute oder des Genitaltraktes verursacht durch Pilze oder Bakterien, die nicht empfindlich sind gegenber dem Wirkstoff Ceftriaxon.
Informieren Sie hier bitte Ihren Arzt, der gegebenenfalls eine geeignete Behandlung einleiten wird.
Selten: Pltzliches Auftreten von schwerem Hautausschlag oder Blasenbildung oder Ablsen der Haut mit Fieber und Gelenkschmerzen (siehe Einleitung des Abschnitts Nebenwirkungen). Schwere berempfindlichkeitsreaktionen bis hin zum lebensbedrohlichen Schock (mit Krankheitszeichen wie Fieber, Lymphknotenschwellung, Hautrtung, Juckreiz, Schwellungen der Haut und der Schleimhute, Atemnot, Ohnmacht) (siehe auch Einleitung des Abschnitts Nebenwirkungen). Entzndung der Bauchspeicheldrse (siehe Einleitung des Abschnitts Nebenwirkungen). Gallengrie

  • bei Erwachsenen, ggf. mit Bauchschmerzen. Dies tritt gewhnlich nur bei hohen Dosen und gleichzeitig vorhandenem oder Neigung zu Gallensteinleiden auf. Ablagerungen von Ceftriaxon-Calciumsalzen in der Niere, meist bei Kindern lter als 3 Jahre und in Verbindung mit hohen Dosen, was zu Nierenproblemen fhren kann. Verminderung bestimmter Blutzellen (Leukozytopenie: Neutropenie, Granulozytopenie). Vermehrung bestimmter Blutzellen (Eosinophilie). Vernderte Blutgerinnungsfaktoren (sog. Prothrombinwerte).

Sehr selten: Gesteigerter Abbau roter Blutkrperchen (hmolytische Anmie). Starke Verminderung bestimmter wei•er Blutkrperchen (Agranulozytose) und bestimmter Blutzellen (Thrombozytopenie). Hierdurch ist die Wahrscheinlichkeit fr Blutungen und Blutergsse sowie fr Infektionen erhht. Entzndung des Darms (sog. Antibiotika-assoziierte Kolitis) mit schweren, lang anhaltenden, wssrigen und auch blutigen Durchfllen mit Bauchkrmpfen und Fieber, die whrend oder noch bis zu 10 Wochen nach Beendigung der Behandlung auftreten kann (siehe auch Einleitung des Abschnitts Nebenwirkungen).
Andere Nebenwirkungen, die auftreten knnen:
Wenn die Injektion in eine Vene zu schnell erfolgt, kann dies eine Reaktion mit Hautrtung und Hitzegefhl oder ein Gefhl der belkeit verursachen. Wenn die Injektion ber einen zentralen Venenkatheter zu schnell erfolgt, knnen Herzrhythmusstrungen auftreten. Patienten, die wegen einer Lyme-Borreliose behandelt werden, zeigen oft Krankheitszeichen wie Fieber und Schttelfrost. Dies wird als Herxheimer-artige Reaktion bezeichnet und zeigt die Wirksamkeit der Behandlung an.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie whrend der Anwendung von Ceftriaxon-Pharmore eine andere Infektion bekommen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt, Ihre Krankenschwester oder Ihren Apotheker, wenn eine der aufgefhrten Nebenwirkungen Sie erheblich beeintrchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.