Citalopram 20 mg Holsten

 

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Citalopram 20 mg Holsten gehört zu einer Gruppe von Antidepressiva, die selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) genannt wird.
Citalopram 20 mg Holsten wird angewendet zur Behandlung depressiver Erkrankungen (Episoden einer Major Depression).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Citalopram 20 mg Holsten darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Citalopram oder einen der sonstigen Bestandteile von Citalopram 20 mg Holsten sind.
- wenn Sie an einer starken Einschränkung der Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance unter 20 ml/min) leiden, da bisher keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.
- wenn Sie gleichzeitig mit Pimozid (Arzneimittel zur Behandlung psychischer Störungen) behandelt werden.
- wenn Sie gleichzeitig Antidepressiva aus der Gruppe der MAO (Monoaminoxidase)-Hemmer erhalten oder Selegilin (Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-Krankheit) in täglichen Dosen, die 10 mg überschreiten. Citalopram darf frühestens 14 Tage nach Absetzen eines irreversiblen MAOHemmers gegeben werden. Nach Absetzen eines reversiblen MAOHemmers (RIMA) muss die in der entsprechenden Gebrauchsinformation des RIMA vorgeschriebene Zeit eingehalten werden. Eine Therapie mit MAO-Hemmern darf frühestens 7 Tage nach Absetzen von Citalopram begonnen werden.
Es wurde über schwerwiegende und manchmal tödliche Nebenwirkungen berichtet bei Patienten, die Wirkstoffe wie Citalopram in Kombination mit einem MAOHemmer, einschließlich Selegilin und Moclobemid erhielten, und bei Patienten, die vor kurzem einen SSRI abgesetzt und eine Behandlung mit einem MAOHemmer begonnen haben.
Zu den Symptomen einer Wechselwirkung mit MAOHemmern zählen: Erhöhung der Körpertemperatur, erhöhter Muskeltonus (Rigidität), Muskelzucken, Instabilität des vegetativen Nervensystems mit möglichen raschen Schwankungen der Vitalzeichen, Veränderungen des Bewusstseinszustandes einschließlich Verwirrung, Reizbarkeit sowie extreme Unruhe und Erregbarkeit (Agitiertheit), die bis zu Delirium und Koma fortschreiten können („Serotonin-Syndrom").
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Citalopram 20 mg Holsten ist erforderlich,
- wenn bei Ihnen Gedanken an Selbstmord (Suizid) oder Selbstverletzung auftreten. Gelegentlich können solche Gedanken in den ersten Wochen der Behandlung einer Depression bis zum Eintreten der antidepressiven Wirkung auftreten oder sich verstärken. Bitte verständigen Sie unverzüglich Ihren Arzt, wenn Gedanken oder Zustände bei Ihnen auftreten, die Sie beunruhigen.
- wenn Sie gleichzeitig mit anderen serotonerg wirkenden Arzneimitteln wie Sumatriptan oder anderen Triptanen, Tramadol, Oxitriptan und Tryptophan behandelt werden.
- wenn Sie unter Diabetes leiden, da eine Behandlung mit Citalopram den Blutzucker beeinflussen kann. Es kann nötig sein, die Dosierung von Insulin oder oralen Antidiabetika entsprechend anzupassen.
- wenn bei Ihnen Krämpfe auftreten. Citalopram muss bei allen Patienten, bei denen Krämpfe auftreten, sofort abgesetzt werden und darf Patienten mit instabiler Epilepsie nicht gegeben werden. Bei kontrollierter Epilepsie wird Ihr Arzt Sie sorgfältig überwachen. Bei einem Anstieg der Krampfhäufigkeit muss Citalopram abgesetzt werden.
- bei gleichzeitiger Behandlung mit ElektroKrampfTherapie. Da momentan noch keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen, ist Vorsicht angezeigt.
- wenn Sie in der Vergangenheit an krankhaften Stimmungsveränderungen (Manie oder Hypomanie) gelitten haben. Die Behandlung muss abgebrochen werden, wenn bei Ihnen eine manische Phase auftritt.
- wenn Sie unter einer Erkrankung des Blutgerinnungssystems leiden oder gleichzeitig mit Arzneistoffen behandelt werden, die die Blutgerinnung beeinflussen oder das Blutungsrisiko erhöhen (siehe auch „Bei Einnahme von Citalopram 20 mg Holsten mit anderen Arzneimitteln“). Citalopram kann eine verlängerte Blutungszeit und/oder abnorme Blutungen der Haut und der Schleimhaut (z.B. Ekchymosen, gynäkologische Hämorrhagien, gastrointestinale Blutungen) hervorrufen (siehe auch „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).
- wenn bei Ihnen ein sogenanntes Serotonin-Syndrom auftritt. Symptome wie extreme Unruhe und Erregbarkeit (Agitiertheit), unwillkürliches Zittern, Muskelzucken und Erhöhung der Körpertemperatur können auf die Entwicklung eines solchen Syndroms hinweisen. In einem solchen Falle ist die Behandlung mit Citalopram sofort abzubrechen; Ihr Arzt wird Sie entsprechend behandeln.
- wenn Sie unter einer Psychose mit Episoden einer Depression leiden. Psychotische Symptome können möglicherweise verstärkt werden.
- wenn bei Ihnen Störungen der Leber- oder Nierenfunktion bestehen (siehe auch „Wie ist Citalopram 20 mg Holsten einzunehmen?“).
- bei gleichzeitiger Anwendung von Citalopram und Johanniskrauthaltigen Phytotherapeutika. Nebenwirkungen können möglicherweise häufiger auftreten. Die gleichzeitige Einnahme sollte vermieden werden.
- zu Beginn der Behandlung. Es können Schlaflosigkeit und extreme Unruhe und Erregbarkeit (Agitiertheit) auftreten. Eine Dosisanpassung kann sinnvoll sein.
- wenn Sie für eine spezielle Beeinträchtigung am Herzen empfindlich sind (Verlängerung des QT-Intervalls). Eine EKG-Überwachung im Fall einer Überdosierung oder bei Einschränkung der Leberfunktion kann ratsam sein.
Suizidgedanken und Verschlechterung Ihrer Depression
Wenn Sie depressiv sind, können Sie manchmal Gedanken daran haben, sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen. Solche Gedanken können bei der erstmaligen Anwendung von Antidepressiva verstärkt sein, denn alle diese Arzneimittel brauchen einige Zeit bis sie wirken, gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal auch länger.
Das Auftreten derartiger Gedanken ist wahrscheinlicher,
- wenn Sie bereits früher einmal Gedanken daran hatten, sich das Leben zu nehmen oder daran gedacht haben, sich selbst zu verletzen,
- wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Ergebnisse aus klinischen Studien haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Suizidverhalten bei jungen Erwachsenen im Alter bis 25 Jahre gezeigt, die unter einer psychiatrischen Erkrankung litten und mit einem Antidepressivum behandelt wurden.
Gehen Sie zu Ihrem Arzt oder suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus auf, wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt Gedanken daran entwickeln, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen.
Es kann hilfreich sein, wenn Sie einem Freund oder Verwandten erzählen, dass Sie depressiv sind. Bitten Sie diese Personen, diese Packungsbeilage zu lesen. Fordern Sie sie auf Ihnen mitzuteilen, wenn sie den Eindruck haben, dass sich Ihre Depression verschlimmert oder wenn sie sich Sorgen über Verhaltensänderungen bei Ihnen machen.
Akathisie/psychomotorische Unruhe
Die Anwendung von Citalopram 20 mg Holsten wurde mit der Entwicklung von Akathisien in Verbindung gebracht, die charakterisiert sind durch eine subjektiv unangenehme oder als quälend erlebte Ruhelosigkeit und Notwendigkeit sich zu bewegen, oft zusammen mit der Unfähigkeit still zu sitzen oder still zu stehen. Dies tritt am ehesten während der ersten Behandlungswochen auf. Für Patienten, bei denen solche Symptome auftreten, kann eine Dosiserhöhung schädlich sein.
Absetzreaktionen bei Beendigung einer Behandlung mit einem Serotoninwiederaufnahmehemmer
Absetzreaktionen treten bei einer Beendigung der Behandlung häufig auf, besonders wenn die Behandlung plötzlich abgebrochen wird (siehe Abschnitt Nebenwirkungen). Das Risiko von Absetzsymptomen kann von verschiedenen Faktoren abhängig sein, einschließlich der Behandlungsdauer, der Dosis und der Geschwindigkeit der Dosisverringerung. Im Allgemeinen sind diese Symptome leicht bis mäßig schwer, bei einigen Patienten können sie jedoch schwerwiegend sein. Sie treten normalerweise innerhalb der ersten Tage nach Absetzen der Behandlung auf. Im Allgemeinen bilden sich diese Symptome von selbst zurück und klingen innerhalb von 2 Wochen ab. Bei einigen Personen können sie länger anhalten (2-3 Monate oder länger). Es wird daher empfohlen bei einer Beendigung der Behandlung mit Citalopram 20 mg Holsten die Dosis über einen Zeitraum von mehreren Wochen oder Monaten schrittweise zu reduzieren, entsprechend den Bedürfnissen des Patienten (siehe Abschnitt „Wie ist Citalopram 20 mg Holsten einzunehmen?“).
Kinder und Jugendliche
Citalopram 20 mg Holsten sollte normalerweise nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden. Zudem sollten Sie wissen, dass Patienten unter 18 Jahren bei Einnahme dieser Klasse von Arzneimitteln ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen wie Selbstmordversuch (Suizid) und suizidale Gedanken sowie Feindseligkeit (vorwiegend Aggressivität, oppositionelles Verhalten und Wut) aufweisen. Dennoch kann Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren Citalopram verschreiben, wenn er entscheidet, dass dieses Arzneimittel im bestmöglichen Interesse des Patienten ist. Wenn Ihr Arzt einem Patienten unter 18 Jahren Citalopram 20 mg Holsten verschrieben hat und Sie darüber sprechen möchten, wenden Sie sich bitte erneut an Ihren Arzt. Sie sollten Ihren Arzt benachrichtigen, wenn bei einem Patienten unter 18 Jahren, der Citalopram 20 mg Holsten einnimmt, eines der oben aufgeführten Symptome auftritt oder sich verschlimmert. Darüber hinaus sind die langfristigen sicherheitsrelevanten Auswirkungen von Citalopram in Bezug auf Wachstum, Reifung und kognitive Entwicklung sowie Verhaltensentwicklung in dieser Altersgruppe noch nicht nachgewiesen worden.
Ältere Menschen
Selten wurde, vorwiegend bei älteren Patienten, über eine Verminderung der Natriumkonzentration im Blut und das Syndrom der inadäquaten ADH (antidiuretisches Hormon)Sekretion (SIADH) berichtet, das im Allgemeinen nach Absetzen der Behandlung reversibel war.
In Abhängigkeit vom individuellen Ansprechen sind die Dosierungshinweise für ältere Patienten zu beachten (siehe „Wie ist Citalopram 20 mg Holsten einzunehmen?“).
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Es liegen nur wenige Erfahrungen mit der Anwendung von Citalopram während der Schwangerschaft vor. Sie dürfen Citalopram 20 mg Holsten nicht einnehmen wenn Sie schwanger sind oder planen schwanger zu werden, es sei denn Ihr Arzt sieht es als unumgänglich an.
Sie dürfen die Behandlung mit Citalopram nicht abrupt absetzen. Wenn Sie Citalopram in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft einnehmen, informieren Sie bitte Ihren Arzt darüber, da Ihr Kind nach der Geburt bestimmte
Entzugs- bzw. Absetzsymptome aufweisen kann. Diese Symptome beginnen üblicherweise während der ersten 24 Stunden nach der Geburt und äußern sich in Atemnot, bläulicher Verfärbung der Haut aufgrund von unzureichendem Sauerstoffgehalt des Blutes (Zyanose), Atemstillstand, Krampfanfällen, instabiler Körpertemperatur, Schwierigkeiten beim Trinken, Erbrechen, Unterzuckerung, erhöhtem oder vermindertem Muskeltonus, gesteigerten Reflexen, unwillkürlichem oder nervösem Zittern, Reizbarkeit, Schläfrigkeit, Benommenheit, Schlafstörungen und ständigem Schreien. Weist Ihr Kind nach der Geburt eines dieser Symptome auf, benachrichtigen Sie bitte umgehend den behandelnden Arzt.
Bitte stellen Sie sicher, dass Ihre Hebamme und/oder Ihr Arzt/ Ihre Ärztin darüber informiert sind, dass Sie mit Citalopram 20 mg Holsten behandelt werden. Arzneimittel wie Citalopram 20 mg Holsten können, wenn sie während der Schwangerschaft, insbesondere in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft, eingenommen werden, zu einer ernsthaften Gesundheitsbeeinträchtigung des Neugeborenen führen, die primäre oder persistierende pulmonale Hypertonie des Neugeborenen (PPHN) genannt wird und die sich darin zeigt, dass das Neugeborene schneller atmet und eine Blaufärbung der Haut aufweist. Diese Symptome beginnen normalerweise während der ersten 24 Stunden nach der Geburt. Bitte informieren Sie in einem solchen Fall sofort Ihre Hebamme und/oder Ihren Arzt.
Stillzeit
Citalopram geht in geringen Mengen in die Muttermilch über.
Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt, bevor Sie stillen, wenn Sie Citalopram 20 mg Holsten einnehmen.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Citalopram 20 mg Holsten kann Ihre Fähigkeit ein Fahrzeug zu führen oder Maschinen zu bedienen geringfügig beeinträchtigen. Sie dürfen sich daher nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen, bevor Sie nicht wissen, wie Citalopram bei Ihnen wirkt. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie sich über irgendetwas unschlüssig sind.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Citalopram 20 mg Holsten
Dieses Arzneimittel enthält Lactose.
Bitte nehmen Sie daher Citalopram 20 mg Holsten erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Citalopram 20 mg Holsten einzunehmen?
Nehmen Sie Citalopram 20 mg Holsten immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Erwachsene
Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 1 Filmtablette Citalopram 20 mg Holsten pro Tag. Wenn erforderlich, kann die Dosis in Abhängigkeit von Ihrem individuellen Ansprechen bis auf 2 Filmtabletten Citalopram 20 mg Holsten pro Tag erhöht werden. Die Maximaldosis beträgt 3 Filmtabletten Citalopram 20 mg Holsten pro Tag.
Ältere Patienten (über 65 Jahre)
Für ältere Patienten sollte die Dosis auf die Hälfte der empfohlenen Dosis reduziert werden, z. B. ½-1 Filmtablette Citalopram 20 mg Holsten pro Tag. In Abhängigkeit von Ihrem individuellen Ansprechen kann die Dosis erhöht werden.
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
Citalopram 20 mg Holsten sollte nicht zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden (siehe auch „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Citalopram 20 mg Holsten ist erforderlich“).
Niereninsuffizienz
Eine Dosisanpassung ist bei leichter bis mittelschwerer Einschränkung der Nierenfunktion nicht erforderlich. Daten zur Behandlung von Patienten mit schwerer Einschränkung der Nierenfunktion (KreatininClearance kleiner als 20 ml/min) stehen nicht zur Verfügung.
Leberinsuffizienz
Patienten mit Einschränkung der Leberfunktion sollten eine Anfangsdosis von ½ Filmtablette Citalopram 20 mg Holsten pro Tag erhalten. Die Dosis darf 1½ Filmtabletten Citalopram 20 mg Holsten pro Tag nicht überschreiten. Ihr Arzt wird Sie besonders überwachen.
Art der Anwendung
Nehmen Sie die Filmtabletten einmal täglich entweder morgens oder abends mit ausreichend Flüssigkeit ein. Die Einnahme kann zu oder unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen.
Dauer der Anwendung
Beachten Sie bitte, dass die Wirkung nicht sofort, sondern frühestens zwei Wochen nach Behandlungsbeginn eintritt. Die Behandlung sollte so lange weitergeführt werden, bis Sie 46 Monate beschwerdefrei sind.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Citalopram 20 mg Holsten zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Citalopram 20 mg Holsten eingenommen haben als Sie sollten
Wenn Sie mehr Citalopram 20 mg Holsten eingenommen haben als Sie sollten, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt oder Apotheker.
Symptome, die im Falle einer Überdosierung auftreten können, sind Schläfrigkeit, ein Zustand nahe der Bewusstlosigkeit, mit scheinbar geistiger Inaktivität und verringerter Fähigkeit auf Reize zu reagieren (Koma, Stupor), Krampfanfälle, Veränderungen des Herzrhythmus (z.B. Sinustachykardie), Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen, bläuliche Verfärbung der Haut aufgrund von unzureichendem Sauerstoffgehalt des Blutes (Zyanose), beschleunigte Atmung (Hyperventilation) und selten EKG-Veränderungen.
Wenn Sie die Einnahme von Citalopram 20 mg Holsten vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn Sie die Einnahme von Citalopram 20 mg Holsten abbrechen
Unterbrechen Sie die Einnahme von Citalopram 20 mg Holsten nicht, ohne dass es Ihnen Ihr Arzt geraten hat, auch wenn Sie sich besser zu fühlen beginnen. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wie lange die Behandlung mit Citalopram 20 mg Holsten noch dauern wird.
Absetzreaktionen bei Beendigung einer Behandlung mit Citalopram 20 mg Holsten
Ein plötzliches Absetzen der Behandlung sollte vermieden werden. Bei Beendigung einer Behandlung mit Citalopram 20 mg Holsten sollte die Dosis schrittweise über einen Zeitraum von mindestens ein bis zwei Wochen reduziert werden, um das Risiko von Absetzerscheinungen zu verringern. Wenn nach einer Dosisverringerung oder Absetzen des Arzneimittels stark beeinträchtigende Absetzerscheinungen auftreten, sollte erwogen werden, die zuletzt eingenommene Dosis erneut einzunehmen, um diese dann nach Anweisung des Arztes in nunmehr kleineren Schritten zu reduzieren.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Citalopram 20 mg Holsten mit anderen Arzneimitteln
Die gleichzeitige Anwendung bestimmter Arzneimittel mit Citalopram kann zu Problemen führen (siehe auch „Citalopram 20 mg Holsten darf nicht eingenommen / angewendet werden“ bzw. „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Citalopram 20 mg Holsten ist erforderlich“). Zu solchen Arzneimitteln gehören:
- Antidepressiva aus der Gruppe der so genannten Monoaminoxidase (MAO)-Hemmer
- Arzneimittel zur Behandlung psychischer Störungen, wie Pimozid
- Arzneimittel zur Behandlung von Migräne, wie z. B. Sumatriptan und andere Triptane
- Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung bzw. Arzneimittel, die die Blutgerinnung beeinflussen (z.B. nichtsteroidale Antirheumatika, Acetylsalicylsäure, Dipyridamol und Ticlopidin) oder andere Arzneimittel, die das Risiko einer Blutung erhöhen (z. B. atypische Antipsychotika, Phenothiazine, trizyklische Antidepressiva)
- Arzneimittel zur Behandlung bestimmter psychiatrischer Erkrankungen, wie Neuroleptika
- Arzneimittel, die die Krampfschwelle herabsetzen, wie z.B. Antidepressiva (Trizyclika, SSRIs), Neuroleptika (Phenothiazine, Thioxanthone und Butyrophenone), Mefloquin, Bupropion und Tramadol
- Arzneimittel zur Behandlung der Herzleistungsschwäche, wie Metoprolol
- Arzneimittel zur Behandlung von Geschwüren im Magen-Darmbereich, wie Cimetidin
- andere Arzneimittel mit serotonergen Wirkungen wie Lithium oder Tryptophan
- andere Antidepressiva, wie z.B. Desipramin oder Johanniskrautpräparate (Hypericum perforatum).
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Bei Einnahme von Citalopram 20 mg Holsten zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Citalopram 20 mg Holsten kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.
Bitte nehmen Sie keinen Alkohol zu sich, während Sie Citalopram 20 mg Holsten einnehmen.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Citalopram 20 mg Holsten Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Die unter der Therapie mit Citalopram beobachteten Nebenwirkungen sind in der Regel leicht und vorübergehend. Sie sind besonders in den ersten Behandlungswochen zu beobachten und klingen mit Besserung der Depression gewöhnlich ab.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10 000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Mögliche Nebenwirkungen:
Wenn Sie von einer der nachfolgend genannten Nebenwirkungen betroffen sind, nehmen Sie Citalopram 20 mg Holsten nicht weiter ein und suchen Sie Ihren Arzt möglichst umgehend auf.
Sehr häufig
Verstärkte Schweißneigung, Kopfschmerzen, unwillkürliches Zittern, Schläfrigkeit, Schlaflosigkeit, trockener Mund, Übelkeit, Verstopfung, Schwäche
Häufig
Hautausschlag, Juckreiz, Muskelschmerzen, Schwindel, Missempfindungen, Störungen des Zentralen Nervensystems (extrapyramidale Störungen), Geschmacksstörungen, Sehstörungen, Nervosität, Angst, extreme Unruhe und Erregbarkeit (Agitiertheit), verändertes Träumen, Abnahme des Lustempfindens, Teilnahmslosigkeit, Appetitlosigkeit, Verwirrtheit, Gähnen, Konzentrationsstörungen, Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen, vermehrter Speichelfluss, Blähungen, Gewichtszunahme, Gewichtsabnahme, lageabhängige Blutdruckabnahme, Herzklopfen, beschleunigter Herzschlag, Schnupfen, Störungen beim Wasserlassen, Ejakulationsstörungen, Impotenz, Menstruationsstörungen, gestörtes Allgemeinbefinden, Erschöpfung
Gelegentlich
Lichtempfindlichkeit, Krampfanfälle, Ohrgeräusche (Tinnitus), Euphorie, aggressive Reaktion, erhöhte Leberenzymwerte, verlangsamter Herzschlag, Husten, Atemnot, weibliche Orgasmusstörungen, allergische Reaktion, Ohnmacht
Selten
Psychomotorische Unruhe/Akathisie (Unfähigkeit zum ruhigen Sitzenbleiben) (s. Abschnitt „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Citalopram 20 mg Holsten ist erforderlich“).
Fälle von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten während der Therapie mit Citalopram oder kurze Zeit nach Beendigung der Behandlung sind berichtet worden (siehe Abschnitt „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Citalopram 20 mg Holsten ist erforderlich").
Während der Behandlung mit Citalopram 20 mg Holsten wurden selten Fälle von vermindertem Natriumgehalt im Blut berichtet, möglicherweise verursacht durch eine inadäquate Sekretion des Antidiuretischen Hormons (SIADH) (siehe auch „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Citalopram 20 mg Holsten ist erforderlich“).
Ebenso sind selten Fälle eines „Serotonin-Syndroms" aufgetreten. Eine Kombination verschiedener Symptome, die möglicherweise extreme Unruhe und Erregbarkeit (Agitiertheit), Verwirrtheit, unwillkürliches Zittern, Muskelzucken und Erhöhung der Körpertemperatur beinhalten, kann auf die Entwicklung dieses Krankheitsbildes hinweisen.
Ferner sind Hautblutungen (z. B. Ekchymosen, Purpura) aufgetreten.
Sehr selten
Erhöhung des Prolaktinspiegels, Grand mal Krampfanfall.
Fälle von Entzündungen der Bauchspeicheldrüse und der Leber in zeitlichem Zusammenhang mit der Einnahme von Citalopram wurden berichtet. Ein ursächlicher Zusammenhang ist nicht gesichert.
Ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Knochenbrüchen wurde bei Patienten, die mit dieser Gruppe von Arzneimitteln behandelt wurden, beobachtet
Absetzreaktionen bei Beendiqunq einer Behandlung mit Citalopram 20 mg Holsten
Absetzreaktionen treten bei einer Beendigung der Behandlung häufig auf. Schwindelgefühl, Empfindungsstörungen (einschließlich Parästhesien), Schlafstörungen (einschließlich Schlaflosigkeit und intensiver Träume), Erregtheit oder Angst, Übelkeit und/oder Erbrechen, Zittern und Kopfschmerzen sind die am häufigsten berichteten Reaktionen. Im Allgemeinen sind diese Symptome leicht bis mäßig schwer und gehen von selbst zurück, bei einigen Patienten können sie jedoch schwerwiegend sein und länger bestehen bleiben. Es wird daher geraten, wenn eine Behandlung mit Citalopram 20 mg Holsten nicht mehr erforderlich ist, die Dosis schrittweise zu reduzieren (siehe Abschnitte 2 und 3).
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach "Verwendbar bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Zusätzliche Informationen

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Citalopram 20 mg Holsten
Filmtabletten
Zur Anwendung bei Erwachsenen
Wirkstoff: Citalopramhydrobromid
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.

  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
  • Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
  • Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dieselben Symptome haben wie Sie.
  • Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.