Was ist es und wofür wird es verwendet?
Combivent - Inhalationslösung enthält zwei Substanzen (Salbutamolsulfat und Ipratropiumbromid), welche eine ausgeprägte krampflösende Wirkung auf die Bronchialmuskulatur haben. Dadurch werden die Atemwege wieder geweitet und die Atmung erleichtert. Die Wirkung von Combivent - Inhalationslösung tritt innerhalb weniger Minuten ein und hält im Durchschnitt 4-5 Stunden an. Bei einzelnen Personen kann eine Wirkungsdauer von 8 Stunden erreicht werden.
Combivent - Inhalationslösung wird angewendet zur Behandlung der Atemnot bei vorübergehender Verengung der Atemwege, z. B. bei Asthma bronchiale und chronisch obstruktiver Lungenkrankheit (COPD). Combivent - Inhalationslösung wird bei Patienten angewendet, bei denen die Behandlung mit Ipratropiumbromid oder Salbutamolsulfat allein nicht ausreichend ist.
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Combivent darf nicht angewendet werden,
– wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Salbutamolsulfat und Ipratropiumbromid oder einen der sonstigen Bestandteile von Combivent - Inhalationslösung sind;
– wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Atropin oder den Wirkstoffen ähnliche Substanzen (andere Anticholinergika bzw. andere β-Sympathomimetika) sind;
– wenn Sie an einer bestimmten Herzmuskelerkrankung (hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie) oder unter Herzrhythmusstörungen mit beschleunigter Herzschlagfolge leiden.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Combivent ist erforderlich,
– wenn Sie vor kurzem einen Herzinfarkt hatten;
– wenn Sie an Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) leiden, insbesondere bei unausgeglichener Stoffwechsellage;
In den vorstehend beschriebenen Fällen sollten Sie Combivent - Inhalationslösung nur unter strenger ärztlicher Kontrolle anwenden, wobei Ihr Arzt möglicherweise die Dosierung herabsetzen wird.
Sie müssen darauf achten, dass die Lösung nicht in die Augen gelangt, da es dadurch zur Erhöhung des Augeninnendrucks kommen kann. Bei Auftreten von Augenbeschwerden ist unverzüglich der Arzt aufzusuchen. Aus diesem Grund sollten Sie Combivent - Inhalationslösung stets über ein Mundstück inhalieren. Wenn Sie eine Atemmaske verwenden, achten Sie unbedingt darauf, dass diese fest sitzt.
Unmittelbar nach Verabreichung von Combivent - Inhalationslösung können
Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten. So wurden in seltenen Fällen Nesselsucht, Haut- und Schleimhautschwellungen (Angioödeme), Hautausschlag, Krampf der Atemwege (Bronchospasmus) sowie Schwellungen im Mund- und Rachenbereich (oropharyngeale Ödeme) beobachtet.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie bereits eine Herzerkrankung hatten oder an Engegefühl in der Herzgegend (Angina pectoris) leiden, bevor Sie dieses Arzneimittel anwenden.
Die Anwendung des Arzneimittels Combivent - Inhalationslösung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
Bei Anwendung von Combivent mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht
verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Die gleichzeitige Anwendung von anderen Asthmamitteln (sogenannte β-Sympathomimetika und Anticholinergika), bestimmten Arzneimitteln gegen Depressionen (sogenannte MAO-Hemmer oder trizyklische Antidepressiva) sowie von Narkosegasen kann die Wirkungen und Nebenwirkungen von
Combivent - Inhalationslösung verstärken. Besonders die zusätzlichen Wirkungen auf Herz und Kreislauf sind dabei zu berücksichtigen.
Wenn Sie gleichzeitig Xanthinderivate (z. B. Theophyllin), entzündungshemmende Arzneimittel (Kortikosteroide) oder kaliumausscheidende Entwässerungsmittel einnehmen, kann es zu einer weiteren Verminderung des Kaliumgehalts im Blut kommen. Ein verminderter Kaliumgehalt im Blut kann zu einer erhöhten Anfälligkeit für Herzrhythmusstörungen führen, wenn Sie gleichzeitig Digitalispräparate einnehmen oder wenn bei Ihnen ein Sauerstoffmangel des Blutes besteht.
Anticholinerge Effekte anderer Arzneimittel (wie Mundtrockenheit, Störung der
Schweißdrüsentätigkeit, beschleunigter Herzschlag und möglicherweise Harnverhaltung) können verstärkt werden.
Unerwünschte Wechselwirkungen mit auswurffördernden Mitteln (Expektoranzien) und Dinatriumcromoglicat (DNCG; gegen allergische Erkrankungen) sind nicht bekannt.
β-Rezeptorenblocker (bestimmte Arzneimittel gegen Bluthochdruck und Angina pectoris) heben die Wirkungen von Salbutamolsulfat auf. Dadurch können sich bei Patienten mit Asthma die Krankheitszeichen erheblich verschlechtern.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, dürfen Sie Combivent - Inhalationslösung nur auf ausdrückliche ärztliche Anordnung anwenden. Dies gilt insbesondere in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft sowie kurz vor und während der Entbindung (der Wirkstoff Salbutamolsulfat hat eine wehenhemmende Wirkung).
Über die sichere Anwendung während der Stillzeit liegen keine Erfahrungen vor. Sie sollten daher bei kurzzeitiger Anwendung die Muttermilch abpumpen und verwerfen und bei einer Dauerbehandlung abstillen.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Combivent - Inhalationslösung hat keinen oder vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Beim Auftreten von bestimmten Nebenwirkungen wie z. B. Sehstörungen sollten jedoch Tätigkeiten, die erhöhte Aufmerksamkeit erfordern (Teilnahme am Straßenverkehr, das Bedienen von Maschinen), unterlassen werden.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Combivent Keine speziellen Informationen.
Wie wird es angewendet?
Wenden Sie Combivent - Inhalationslösung immer genau nach Anweisung des Arztes an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Ihr Arzt wird vor Behandlungsbeginn eine für Sie persönlich geeignete Dosierung festsetzen. Üblicherweise werden folgende Dosierungen empfohlen:
Erwachsene und Jugendliche Bei einem Anfall wird der Inhalt eines Einzeldosisbehälters inhaliert. Wenn damit keine Atmungserleichterung erzielt wird und die Gabe weiterer Einzeldosisbehälter erforderlich wäre, müssen Sie so rasch wie möglich den nächsten Arzt oder das nächste Spital aufsuchen.
Für die Dauerbehandlung wird 3-4 x täglich der Inhalt eines Einzeldosisbehälters inhaliert.
Eine Wiederholung der Anwendung sollte frühestens nach 6 Stunden erfolgen.
Für den Dauergebrauch sollte die Tagesdosis von 4 Einzeldosisbehältern nicht überschritten werden.
Kinder Es gibt keine Erfahrungen über die Anwendung von Combivent - Inhalationslösung bei Kindern unter 12 Jahren.
Art der Anwendung Combivent - Inhalationslösung ist ausschließlich zur Inhalation mit Hilfe eines Respirators, eines Düsen- oder Ultraschallverneblers, bestimmt und darf nicht eingenommen werden. Bitte beachten Sie auch die Gebrauchsinformation Ihres Verneblungsgerätes.
Combivent - Inhalationslösung ist gebrauchsfertig. Da Combivent - Inhalationslösung keine Konservierungsstoffe enthält, müssen Sie den Inhalt eines Einzeldosisbehälters unmittelbar nach dem Öffnen verwenden. Benützen Sie für jede Anwendung den Inhalt eines neuen Einzeldosisbehälters. Wurde nicht die gesamte Lösung vernebelt, so ist das im Reservoir des Verneblers verbliebene Arzneimittel zu verwerfen.
Hinweis für die Handhabung
1. Bereiten Sie Ihr Verneblungsgerät vor. Beachten Sie dabei bitte die Gebrauchsinformation Ihres Verneblungsgerätes.
2. Trennen Sie einen Einzeldosisbehälter ab.
3. Öffnen Sie den Einzeldosisbehälter durch Drehen der Spitze.
4. Drücken Sie den Inhalt des Einzeldosisbehälters in das dafür vorgesehene Behältnis Ihres Verneblungsgerätes.
5. Schließen Sie Ihr Verneblungsgerät entsprechend der Gebrauchsinformation und inhalieren Sie die Arzneimittellösung durch ruhiges, tiefes Einatmen.
6. Nach erfolgter Inhalation entfernen Sie bitte allfällige Lösungsreste aus dem Behältnis Ihres Verneblungsgerätes. Reinigen Sie Ihr Verneblungsgerät entsprechend den Vorschriften der Gebrauchsinformation.
Wenn Sie eine größere Menge von Combivent angewendet haben, als Sie sollten Wenn Sie versehentlich mehr als die vorgeschriebene Dosis angewendet haben, verständigen Sie bitte Ihren Arzt. Er wird über eventuell notwendige Maßnahmen entscheiden.
Die Auswirkungen einer Überdosierung sind vor allem durch den Wirkstoff Salbutamolsulfat bestimmt. Die wahrscheinlichen Anzeichen einer Überdosierung sind daher insbesondere beschleunigter Herzschlag, Herzklopfen, Muskelzittern, Blutdruckveränderungen, Angina-pectoris-ähnliche Brustschmerzen, Herzrhythmusstörungen und Gesichtsrötung.
Die möglichen Anzeichen einer Überdosierung mit dem Wirkstoff Ipratropiumbromid sind Trockenheit des Mundes oder Störungen der Anpassungsfähigkeit des Auges an unterschiedliche Entfernungen.
Wenn Sie die Anwendung von Combivent vergessen haben
Wenn Ihnen Combivent - Inhalationslösung als Dauerbehandlung verordnet wurde, sollten Sie die Anwendung ehestmöglich fortsetzen. Beachten Sie dabei aber unbedingt den erforderlichen 6-Stunden-Abstand zwischen zwei Anwendungen und wenden Sie nicht die doppelte Dosis an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.
Wenn Sie die Anwendung von Combivent abbrechen
Wenn Ihnen Combivent - Inhalationslösung als Dauerbehandlung verordnet wurde, kann es nach Absetzen der Behandlung zu einer Verschlechterung Ihrer Krankheit und zu möglicherweise schwerwiegenden Atembeschwerden kommen. Setzen Sie bitte deshalb das Arzneimittel nicht plötzlich und ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Wie alle Arzneimittel kann Combivent - Inhalationslösung Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Herzerkrankungen Gelegentlich: beschleunigter Herzschlag, Herzklopfen, Anstieg des systolischen Blutdrucks unregelmäßiger Herzschlag (einschließlich Vorhofflimmern, supraventrikulären Tachykardien und Extrasystolen), myokardiale Ischämien
Sehr selten: Durchblutungsstörungen des Herzens - manche Patienten verspüren Brustschmerzen infolge von Herzerkrankungen, wie z. B. Engegefühl in der Herzgegend (Angina Pectoris). Bitte kontaktieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, brechen Sie jedoch die Anwendung von Combivent - Inhalationslösung nicht ab, solange es Ihnen Ihr Arzt nicht anordnet.
Nicht bekannt: Senkung des diastolischen Blutdrucks
Erkrankungen des Nervensystems Gelegentlich: Kopfschmerzen feines Fingerzittern, Schwindelgefühl
Augenerkrankungen
Nicht bekannt: Engwinkelglaukom (grüner Star), erhöhter Augeninnendruck, Augenschmerzen, Pupillenerweiterung, verschwommenes Sehen
Wenn vernebeltes Combivent in die Augen gelangt, kann dies zu Augenbeschwerden führen.
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums Gelegentlich: Husten, Stimmstörung
Selten: Krampf der Atemwege unmittelbar nach der Anwendung von Combivent (inhalationsbedingter Bronchospasmus), Reizungen im Rachenbereich, Stimmritzenkrampf (Laryngospasmus), Schwellungen im Rachenbereich
Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes Häufig: Mundtrockenheit
Gelegentlich: Übelkeit
Nicht bekannt: Erbrechen, Störungen der Magen-Darm-Bewegung, Schwellungen im Mundbereich
Erkrankungen der Nieren und Harnwege Gelegentlich: Harnverhaltung
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Nicht bekannt: Haut- und Schleimhautschwellungen, die auch Atemnot auslösen können (Angioödem), Hautreaktionen, Hautausschlag, Nesselsucht, vermehrtes Schwitzen
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Nicht bekannt: Muskelschmerzen, Muskelkrämpfe, Muskelschwäche
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen Nicht bekannt: Verminderung des Kaliumgehalts im Blut (siehe „Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Combivent ist erforderlich“)
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Gelegentlich: Schwäche
Erkrankungen des Immunsystems Nicht bekannt: Überempfindlichkeitsreaktionen, die auch mit Störungen des Herz-Kreislauf-Systems einhergehen können (anaphylaktische Reaktionen)
Psychiatrische Erkrankungen Gelegentlich: Nervosität
Nicht bekannt: psychische Veränderungen
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser
Gebrauchsinformation angegeben sind.
Wie soll es aufbewahrt werden?
Nicht über 25 ºC lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.
Name
Combivent® - Inhalationslösung in Einzeldosisbehältern
Zusammensetzung
1 Einzeldosisbehälter (= 2,5 ml) enthält 3,0 mg Salbutamolsulfat (entsprechend 2,5 mg Salbutamol) und 0,52 mg Ipratropiumbromid Monohydrat (entsprechend 0,5 mg Ipratropiumbromid).
Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.
Darreichungsform
Lösung zur Inhalation
Klare, farblose Lösung


