Dexafree® UD 0,1%

 

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Dexafree sind Augentropfen, die Dexamethason-Natriumphosphat (1 mg/ml) enthalten. Dieser Wirkstoff ist ein Kortikosteroid, das die Entzündungssymptome hemmt. Sie sind indiziert bei nicht infektiösen entzündlichen Reaktionen am vorderen Augenabschnitt, die eine Kortikosteroid-Behandlung erfordern.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Dieses Arzneimittel haben Sie von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin verschrieben bekommen, um die Augenbeschwerden zu behandeln, an denen Sie zurzeit leiden. Verwenden Sie es nicht von sich aus zur Behandlung anderer Krankheiten oder anderer Personen.

Hinweise für Kontaktlinsenträger

Das Tragen von Kontaktlinsen ist im Allgemeinen bei allergisch oder entzündlich bedingten Augenbeschwerden nicht indiziert. Sie können Ihre Kontaktlinsen wieder tragen, wenn die entzündlichen Manifestationen abgeklungen sind.

Wenn Sie indessen nicht auf Kontaktlinsen verzichten können, nehmen Sie sie heraus und setzten Sie sie erst wieder 15 Minuten nach dem Einträufeln der Augentropfen Dexafree ein.

Verwenden Sie die Augentropfen Dexafree nicht, wenn Sie

an Augeninfektionen, die nicht mit einem antiinfektiösen Mittel behandelt werden;

an oberflächlichen Keratitiden im Gefolge von Impfreaktionen, Herpes simplex-Virus, Herpes zoster, und an den meisten anderen Hornhautinfektionen;

an Tuberkulose;

an Erkrankungen wie Glaukom, äusserlichen Hornhautulzera oder -läsionen leiden.

Dieses Arzneimittel darf weder bei bekannter Allergie auf Dexamethason noch bei bekannter oder vermuteter Überempfindlichkeit (Allergie) auf einen der Inhaltsstoffe von Dexafree angewendet werden.


Wenn Sie einen zu hohen Augendruck oder Sehstörungen haben, kontrolliert Ihr Arzt oder Ihre Ärztin regelmässig Ihren Augendruck, insbesondere wenn Sie eine Langzeitbehandlung mit Dexafree erhalten müssen.

Über den Einfluss von Dexafree auf das Lenken von Fahrzeugen oder Bedienen von Maschinen liegen keine Untersuchungen vor. Eine direkte Wirkung ist allerdings wenig wahrscheinlich. Wenn Sie vorübergehend verschwommen sehen oder sonstige Sehstörungen haben, sollten Sie nicht Auto fahren, bis sich Ihr Sehvermögen wieder normalisiert hat.

Bei gleichzeitiger Behandlung mit anderen Augentropfen warten Sie 15 Minuten zwischen jeder Instillation.

Waschen Sie Ihre Hände gut, bevor Sie die Augentropfen einträufeln; achten Sie darauf, dass die Tropferspitze nicht mit dem Auge und den Augenlidern in Kontakt kommt.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel einnehmen oder innerlich oder äusserlich applizieren oder andere Augentropfen instillieren (auch Selbstgekaufte!).

Da das Auftreten von systemischen Reaktionen nicht ausgeschlossen werden kann, wird die Anwendung dieser Augentropfen bei Neugeborenen und Kindern unter 2

Wie wird es angewendet?

Die übliche Dosierung ist 4–6 mal täglich 1 Tropfen in das entzündete Auge. Bei schweren Fällen kann die Behandlung mit 1 Tropfen stündlich begonnen werden, mit einer schrittweisen Verlängerung der Abstände zwischen den einzelnen Instillationen, um einen Rückfall zu vermeiden.

Die Dauer der Behandlung variiert von einigen Tagen bis zu maximal 14 Tagen.

Halten Sie sich an die von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin verschriebene Dosierung.

Gebrauchsanweisung

Waschen Sie sich gut die Hände, bevor Sie die Augentropfen instillieren.

Neigen Sie den Kopf nach hinten und schauen Sie nach oben.

Ziehen Sie mit dem Zeigefinger Ihrer freien Hand das Unterlid leicht nach unten.

Träuffeln Sie vorsichtig einen Tropfen in den Bindehautsack.

Achten Sie darauf, dass die Tropferspitze des Eindosisbehälters nicht mit dem Auge und den Augenlidern in Kontakt kommt.

Wenn Sie unmittelbar nach dem Einträufeln kurz auf den Tränenkanal drücken oder die Augen während 3 Minuten schliessen, bleibt das Arzneimittel in dem zu behandelnden Auge, was das Risiko einer systemischen Reaktion verringert.

Der Eindosisbehälter muss nach der Anwendung weggeworfen werden.

Wenn Sie zu viele Tropfen eingeträufelt haben und eine länger anhaltende Reizung verspüren, waschen Sie Ihr Auge mit sterilem Wasser aus.

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, träufeln Sie bei der nächsten Instillation nicht die doppelte Dosis ein.

Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Die Anwendung von Dexafree kann die folgenden Nebenwirkungen verursachen:

Lokale

Häufige

Ein Anstieg des Augeninnendrucks, was ein Glaukom zur Folge haben könnte;

ein unangenehmes Gefühl der Reizung, des Brennens, des Kribbelns und/oder verschwommenes Sehen; diese sind leicht und vorübergehender Natur;

ein Sekundärinfekt im Auge;

eine Linsentrübung (grauer Star).

Seltene

Allergische und Überempfindlichkeitsreaktionen auf einen der Inhaltsstoffe der Augentropfen;

eine Entzündung der Iris, eine Pupillenerweiterung, ein Vorfall des unteren Augenlides, eine Hornhautverkalkung, eine Entzündung und/oder Verdickung der Hornhaut, ein Ödem im Gesicht, eine Bindehautentzündung, ein Hornhautödem oder ein Abszess;

eine Hornhautperforation.

Systemische

Die in Augenpräparaten enthaltenen Wirkstoffe können in die Blutzirkulation übertreten. Deshalb können die unerwünschten Manifestationen auch auf den ganzen restlichen Körper übergehen.

Wenn im Zusammenhang mit der Anwendung von Dexafree unerwünschte Manifestationen auftreten, konsultieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) aufbewahren. Die Eindosisbehälter in der Hülle aufbewahren, um sie vor Licht zu schützen.

Diese Augentropfen dürfen nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Für Kinder unerreichbar aufbewahren. Nicht einnehmen.

Den Eindosisbehälter nach der Anwendung wegwerfen.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Zusätzliche Informationen

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt.

Packungen zu 10 und 20 Eindosisbehältern.