Was ist es und wofür wird es verwendet?
Doxapress senkt den Blutdruck durch Erweiterung der arteriellen Blutgefäße. Doxapress verbessert den Harnfluss bei Patienten mit gutartiger Vergrößerung der Prostata durch Entspannung der Muskulatur in Prostata und Harnblase.
Doxapress wird angewendet zur Behandlung von
- Bluthochdruck (zur alleinigen Behandlung oder in Kombination mit anderen Präpara-ten)
- Beschwerden bei gutartiger Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostatahyperplasie), wenn keine Operation erforderlich ist.
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Doxapress darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Doxazosin oder ähnliche Wirkstoffe (Chinazoline wie z.B. Prazosin und Terazosin) oder einen der sonstigen Bestandteile von Doxapress sind.
- wenn Sie eine orthostatische Hypotonie haben. Eine orthostatische Hypotonie ist ein Blutdruckabfall, der auftreten kann, wenn Sie schnell aus sitzender oder liegender Po-sition aufstehen. Dabei kann es auch zu Schwindel kommen.
- wenn Sie an einer gutartigen Vergrößerung der Prostata erkrankt sind und gleichzeitig eine Einengung der oberen Harnwege, chronische Harnweginfektionen oder Blasen-steine haben.
- wenn Sie zu niedrigen Blutdruck haben (Hypotonie).
- während der Stillzeit.
Wenn Sie an einer Überlaufblase oder Harnverhaltung (Anurie) leiden (mit oder ohne eine sich verschlechternde ungenügende Funktion der Nieren) dürfen Sie Doxapress nicht als ein-ziges Arzneimittel zur Behandlung Ihrer Beschwerden einnehmen.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Doxapress ist erforderlich,
- wenn Sie unter schweren Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße leiden (Angina pectoris)
- wenn Sie eine Flüssigkeitsansammlung in der Lunge (Lungenödem) haben aufgrund von bestimmten schweren Herzklappenfehlern (Aorten- oder Mitralstenose)
- wenn Sie an Herzmuskelschwäche leiden
- wenn Sie unter eingeschränkter Leberfunktion leiden
- wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel gegen Impotenz (PDE-5-Hemmer) oder andere blutdrucksenkende Mittel einnehmen
Teilen Sie Ihrem Arzt frühere und bestehende Erkrankungen mit.
Besonders zu Behandlungsbeginn oder bei Dosiserhöhung kann ein übermäßiger Blutdruck-abfall im Stehen, verbunden mit Schwäche, Schwindel und eventuell Bewusstseinsverlust auf-treten. Besonders nach Einnahme der ersten Dosis oder bei Dosiserhöhung sollten daher ab-rupte Lagewechsel oder Tätigkeiten, die durch Schwindel und Schwäche beeinträchtigt wer-den, vermieden werden.
Bei Auftreten von Schwäche oder Schwindel setzen Sie sich oder legen Sie sich hin und la-gern Sie die Beine hoch. Holen Sie ärztlichen Rat ein.
Zu Beginn der Behandlung mit Doxapress werden strenge Blutdruckkontrollen empfohlen, vor allem bei Patienten, die bereits andere Medikamente mit blutdrucksenkender Wirkung einnehmen.
Patienten mit Bluthochdruck und einem oder mehreren zusätzlichen Risikofaktoren für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung sollen Doxapress nicht als alleiniges Mittel zur Anfangsbehand-lung einnehmen.
Bei gutartiger Vergrößerung der Vorsteherdrüse darf Doxapressnur bei regelmäßiger urologi-scher Kontrolle angewendet werden.
Wenn sie eine Behandlung mit Doxapress über einen längeren Zeitraum erhalten, ist eine Kontrolle ihrer Leber- und Nierenwerte sowie ihres Blutbildes zu empfehlen.
Wenn Sie sich einer Augenoperation aufgrund einer Linsentrübung unterziehen müssen, informieren Sie bitte den Augenarzt vor der Operation, dass Sie Doxapress anwenden oder angewendet haben, da es zu Komplikationen während der Operation kommen kann. Der operierende Arzt kann dadurch entsprechende Vorbereitungen treffen um diese Komplikationen zu beherrschen.
Bei Einnahme von Doxapress mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einneh-men/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um
nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Wenn Sie zwei oder mehrere Arzneimittel einnehmen, können sich die Wirkstoffe dieser Arzneimittel gegenseitig beeinflussen. Die Wirkung jedes einzelnen Arzneimittels kann ver-stärkt oder abgeschwächt werden, selbst dann, wenn Sie diese Arzneimittel zu unterschiedli-chen Zeiten einnehmen.
Wechselwirkungen sind möglich bei gleichzeitiger Einnahme von
- Arzneimitteln gegen Impotenz (PDE-5-Hemmer)
- blutdrucksenkenden Mitteln
- gefäßerweiternden Mitteln (einschließlich Nitrate)
- Mitteln, die den Leberstoffwechsel beeinflussen (z.B. Cimetidin-hältigen Mitteln)
- entzündungs- und schmerzhemmenden Mitteln
- Sympathomimetika östrogenhaltigen Mitteln
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Bitte teilen Sie Ihrem Arzt umgehend mit, wenn Sie schwanger sind, glauben, schwanger zu sein oder eine Schwangerschaft planen.
Über die Anwendung von Doxapress während der Schwangerschaft entscheidet der Arzt.
Während der Stillperiode darf Doxapress nicht eingenommen werden, da Doxazosin in die Muttermilch übergeht (siehe „Doxapress darf nicht eingenommen werden“).
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Besonders zu Beginn der Behandlung, bei Dosisanpassung, Präparatewechsel oder durch Al-koholgenuss kann es zu Benommenheit, Schwindelgefühl und Müdigkeit kommen. Wenn Sie derartige Nebenwirkungen bei sich feststellen, dürfen Sie kein Kraftfahrzeug lenken und / oder keine Maschinen bedienen.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Doxapress. Bitte nehmen Sie Doxapress erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.
Wie wird es angewendet?
Nehmen Sie Doxapress immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ih-rem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Doxapress soll einmal täglich eingenommen werden.
Die Tabletten können vor, während oder nach den Mahlzeiten mit Flüssigkeit (z.B. ein Glas Wasser) eingenommen werden.
Bitte halten Sie sich genau an die Dosierungsempfehlung Ihres Arztes.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Bluthochdruck:
Anfangs 1 mg/Tag. In Abhängigkeit von der Wirksamkeit kann die Dosis vom Arzt bei Be-darf in jeweils 1-2 wöchigen Intervallen verdoppelt werden.
Die durchschnittliche Dosis für die Erhaltungstherapie beträgt 2-4 mg einmal täglich. Eine Tagesdosis von 16 mg darf nicht überschritten werden
Bei Kombination mit anderen blutdrucksenkenden Substanzen wird der Arzt die Dosierung gegebenenfalls anpassen.
Gutartige Vergrößerung der Prostata:
Anfangs 1 mg/Tag. In Abhängigkeit von der Wirksamkeit kann die Dosis vom Arzt bei Be-darf in jeweils 1-2 wöchigen Intervallen verdoppelt werden.
Die durchschnittliche Dosis für die Erhaltungstherapie beträgt 2-4 mg einmal täglich. Eine Tagesdosis von 8 mg darf nicht überschritten werden.
Patienten mit eingeschränkter LeberfunktionBei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion wird der Arzt die Behandlung besonders ü-berwachen.
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und ältere PatientenBei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und bei älteren Patienten gelten die übli-chen Dosisempfehlungen. Der Arzt wird üblicherweise die Dosis so niedrig wie möglich hal-ten und Dosiserhöhungen entsprechend überwachen.
Kinder und JugendlicheDie Wirksamkeit und Sicherheit von Doxazosin bei Kindern und Jugendlichen wurde nicht ausreichend untersucht und daher wird eine Anwendung nicht empfohlen.
Nach mehrtägiger Unterbrechung der Behandlung sollte die Dosierung nach Rücksprache mit dem Arzt mit 1 mg einmal täglich beginnend neu eingestellt werden.
Zur besseren Dosierung stehen auch andere Stärken von Doxapress zur Verfügung.
Wenn Sie eine größere Menge von Doxapress eingenommen haben, als Sie sollten Informieren Sie unverzüglich einen Arzt oder das nächstgelegene Krankenhaus. Nehmen Sie die Verpackung und alle restlichen Tabletten mit!
Es können vor allem niedriger Blutdruck, Blutdruckabfall, Schwindel, Benommenheit und in schweren Fällen Ohnmacht auftreten.
Hinweis für den Arzt: Am Ende dieser Gebrauchsinformation finden Sie Informationen zu Symptomen und Therapie bei Überdosierung.
Wenn Sie die Einnahme von Doxapress vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Nehmen Sie stattdessen einfach die folgende Dosis zur gewohnten Zeit ein.
Wenn Sie die Einnahme von Doxapress abbrechen
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung und hören Sie nicht plötzlich mit der Einnahme von Doxapress ohne Einverständnis Ihres Arztes auf. Dies kann zu schwerwie-genden Veränderungen Ihres Blutdruckes führen bzw. zu einer Verschlechterung der Be-schwerden bei gutartiger Vergrößerung der Vorsteherdrüse.
Wenn Sie weitere Fragen zu Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Wie alle Arzneimittel kann DoxapressNebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde ge-legt:
Infektionen und Erkrankungen durch Parasiten: Häufig: Atemweginfektionen, Harnweginfektionen
Erkrankungen des Blutes und Lymphsystems Sehr selten: Mangel an weißen Blutkörperchen, Mangel an Blutplättchen
Erkrankungen des Immunsystems Gelegentlich: allergische Reaktionen
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen Häufig: AppetitlosigkeitGelegentlich: Durst, Gicht, gesteigerter Appetit
Psychiatrische Erkrankungen Häufig: Angstzustände, Schlaflosigkeit, Nervosität
Gelegentlich: Unruhe, Depression, Schlafstörungen, Gedächtnisverlust, Stimmungs-schwankungen
Erkrankungen des Nervensystems Sehr häufig:Schwindel, Kopfschmerzen
Häufig: Benommenheit,Missempfindung von Sinnesreizen (z.B. Kribbeln oder Taubheit in Händen und Füßen), Schwindel beim Aufstehen oder bei länge-rem Stehen (orthostatischer Schwindel), Schläfrigkeit
Erkrankungen des Ohres und Gleichgewichtsorganes Häufig: Schwindel
Gelegentlich: Ohrensausen (Tinnitus)
Herzerkrankungen Häufig: Herzklopfen, Beschleunigung des Herzschlages (Tachykardie) Gelegentlich: belastungsabhängige Brustschmerzen (Angina pectoris), Herzrhythmusstö-rungen, Herzinfarkt
Sehr selten: verlangsamter Herzschlag
Gefäßerkrankungen Häufig: niedriger Blutdruck, niedriger Blutdruck beim Aufstehen oder nach längerem Stehen
Gelegentlich: Hitzewallungen, plötzliche Hautrötung (mit Hitzegefühl), Durchblutungsstö-rungen in den Gliedmaßen, Blässe
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraumes und des Mittelfells Häufig: Bronchitis, Husten, Atemnot, Schnupfen, Schwellungen der Nasenschleimhaut
Gelegentlich: Nasenbluten, Entzündungen im Bereich der oberen Luftwege, Rachenent-zündung
Sehr selten: Verstärkung von Bronchialkrämpfen, Kehlkopfschwellung
Erkrankungen des Magen-Darmtraktes Häufig: Bauchschmerzen, Durchfall, Verdauungsstörungen, Mundtrockenheit, Übel- keit
Gelegentlich: Verstopfung, Blähungen, Erbrechen, Geschmackstörungen, Magen- und Darmentzündung
Leber- und Gallenerkrankungen Gelegentlich: abnormale Leberwerte
Sehr selten: Gallestau, Leberentzündung, Gelbsucht
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Häufig: Juckreiz, verstärktes Schwitzen
Gelegentlich: Haarausfall, Hautblutungen, Hautausschlag
Sehr selten: Nesselsucht
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Häufig: Rückenschmerzen, Muskelschmerzen
Erkrankungen der Niere und Harnwege Häufig: Blasenentzündung, unwillkürlicher Harnverlust (Harninkontinenz) Gelegentlich: schmerzhafter Harndrang, häufiger Harndrang, Blut im Harn, erhöhte Harn-ausscheidung
Sehr selten: Störungen beim Harnlassen, Erhöhung der Harnmenge in der Nacht, ver-mehrte Harnproduktion
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und Brustdrüse Gelegentlich: Impotenz
Sehr selten: Brustdrüsenvergrößerung bei Männern, schmerzhafte Dauererektion (Pria-pismus)
Nicht bekannt: fehlgeleiteter Samenerguss (retrograde Ejakulation)
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Häufig: Schwächegefühl, Brustschmerzen, grippeartige Symptome, Schwellung von Knöcheln, Füßen oder Fingern (periphere Ödeme), Müdigkeit, Unwohlsein Gelegentlich: Schmerzen, Schwellungen im Gesicht, Fieber/Schüttelfrost Selten: verminderte Körpertemperatur bei älteren Patienten
Untersuchungen Selten: Erhöhungen von Leber- und Nierenwerten (Transaminasen, BUN, Kreati-nin), verringerter Kaliumspiegel im Blut, Verringerung der roten und weißen Blutkörperchen und Blutplättchen, Erhöhung der Plasmareninaktivität, Ge-wichtszunahme
Wie soll es aufbewahrt werden?
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Blister nach „Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letz-ten Tag des Monats.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.
Name
Doxapress 4 mg-Tabletten
Zusammensetzung
1 Tablette enthält 4,85 mg Doxazosinmesilat, entsprechend 4 mg Doxazosin
Sonstiger Bestandteil: Lactose-Monohydrat 177,55 mg
Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1
Darreichungsform
Tabletten
Weiße, oblonge Tabletten mit Bruchkerbe an der Oberseite und Prägung „D4“ an der Unterseite.
Die Tablette kann in gleiche Hälften geteilt werden.


