Erythromycin Stada 1000 mg Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen

 

Was ist es und wofür wird es verwendet?

zur Behandlung der folgenden Infektionen, die durch Erythromycin-empfindliche Krankheitserreger verursacht werden und einer oralen Behandlung zugänglich sind:
Entzündungen der tiefen Atemwege

  • akute bakterielle Verschlechterung einer chronischen Entzündung der Bronchien (akute bakterielle Exazerbation der chronischen Bronchitis)
  • Entzündungen der Lunge (Pneumonie), insbesondere Legionellen-Pneumonie und Mykoplasmen-Pneumonie (spezielle Formen der Lungenentzündung; siehe auch Hinweis unter Punkt 2: Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Erythromycin STADA ist erforderlich)

Infektionen des Hals-, Nasen- und Ohrenbereichs: Akute bakterielle Entzündungen des Mittelohres (akute bakterielle Otitis media; adäquat diagnostiziert), akute bakterielle Entzündung der Nasennebenhöhlen (akute bakterielle Sinusitis; adäquat diagnostiziert), akute bakterielle Entzündung des Rachenraumes (Pharyngitis; als Alternative zu Penicillin bei einer Penicillinallergie), akute bakterielle Entzündung der Rachenmandeln (Tonsillitis; als Alternative zu Penicillin bei einer Penicillinallergie)
Schwere Formen der Akne vulgaris (Entzündung der Haut im Bereich der Talgdrüsen)
Erysipel (Wundrose), als Alternative zu Penicillin bei einer Penicillinallergie
Scharlach, als Alternative zu Penicillin bei einer Penicillinallergie
Bindehautentzündung (Einschlusskörperchen-Konjunktivitis) und Körnerkrankheit (Trachom) verursacht durch Chlamydia trachomatis.
Diphtherie (auch zur Sanierung von Diphtheriebakterienträgern oder
-ausscheidern)
Harnröhrenentzündung (Urethritis), verursacht durch Chlamydia trachomatis oder Ureaplasma urealyticum
Syphilis (Lues) im frühen Stadium, wenn andere, besser wirksame Antibiotika nicht gegeben werden können (z.B. Alternative bei Penicillinallergie).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Erythromycin STADA darf NICHT eingenommen werden
wenn Sie bereits früher mit Erythromycin oder mit anderen Makrolid-Antibiotika behandelt wurden und dabei Überempfindlichkeitsreaktionen auftraten bzw. bei Ihnen eine Überempfindlichkeit gegen Makrolide bekannt ist
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen einen der sonstigen Bestandteile von Erythromycin STADA sind
wenn Sie unter einer starken Beeinträchtigung der Leberfunktion leiden (siehe auch unter Punkt 2: Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Erythromycin STADA ist erforderlich)
bei gleichzeitiger Einnahme mit Ergotamin oder Dihydroergotamin (Mittel, die Blutgefäße verengen)
bei einer angeborenen oder erworbenen QT-Verlängerung (bestimmte Veränderung des Herzrhythmus, die im EKG feststellbar ist)
bei Störungen des Elektrolythaushaltes (Salzhaushalt des Körpers) und hier besonders bei Kaliummangel (Hypokaliämie) und Magnesiummangel (Hypomagnesiämie)
bei klinisch relevanten Herzrhythmusstörungen (z.B. ventrikuläre Arrhythmie) oder bei schwerer Herzinsuffizienz (Herzleistungsschwäche; NYHA IV)
bei gleichzeitiger Einnahme von Erythromycin STADA und bestimmten Arzneimitteln, da es zu QT-Intervallverlängerungen im EKG und unter Umständen zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen (ventrikuläre Arrhythmien; Torsade de pointes) kommen kann. Zu diesen Arzneimitteln zählen z.B.

  • Antihistaminika (Mittel zur Behandlung von Allergien) wie Terfenadin oder Astemizol
  • Wirkstoffen wie Cisaprid (Arzneimittel zur Anregung der Darmbewegung)
  • Pimozid (Arzneimittel zur Behandlung bestimmter psychiatrischer Erkrankungen)
  • bestimmte Neuroleptika (Arzneimittel zur Behandlung geistig-seelischer Erkrankungen)
  • Antiarrhythmika (Arzneimittel bei Herzrhythmusstörungen) der Klassen IA und III
  • Tri- und tetracyclische Antidepressiva (Arzneimittel gegen depressive Erkrankungen)
  • Antibiotika (einige Fluorchinolone, Imidazol-Antimykotika und Antimalariamittel)
  • einige Mittel gegen Krebserkrankungen (z.B. Arsentrioxid)
  • sonstige Arzneimittel (z.B. das Schmerzmittel Methadon und das Parkinson-Mittel Budipin)

bei gleichzeitiger Einnahme von Simvastatin, Lovastatin oder Atorvastatin (Arzneimittel zur Senkung der Blutfette). Die Behandlung mit diesen Arzneimitteln muss während der Einnahme von Erythromycin STADA unterbrochen werden.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Erythromycin STADA ist erforderlich
Entzündungen der Lunge (Pneumonie)
Bei der nicht im Krankenhaus erworbenen Pneumonie ist Erythromycin STADA wegen der häufigen Resistenz (Unempfindlichkeit) des Haupterregers nicht das Mittel der Wahl. Bei im Krankenhaus erworbenen Pneumonien sollte Erythromycin STADA nur in Kombination mit anderen Antibiotika verwendet werden. Fragen Sie hierzu bei Bedarf Ihren Arzt.
Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion/Leberschäden
Erythromycin STADA darf bei Erkrankungen der Leber nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Leberfunktionsstörungen vorliegen oder früher einmal vorlagen (siehe auch unter Punkt 2: Erythromycin STADA darf NICHT eingenommen werden).
Gelegentlich wurden erhöhte Leberenzymwerte beobachtet. Sehr selten wurden auch Hepatitis, Hepatomegalie und Leberversagen beschrieben (siehe Punkt 4: Welche Nebenwirkungen sind möglich?). Die Behandlung ist abzubrechen und ärztlicher Rat einzuholen, wenn sich Anzeichen und Symptome einer Lebererkrankung wie Appetitmangel, Gelbsucht, Dunkelfärbung des Urins, Juckreiz oder Druckempfindlichkeit des Bauches entwickeln. Die längerdauernde Behandlung (2 bis 3 Wochen) kann selten infolge einer Sensibilisierung (Antikörperbildung nach Kontakt mit dem Arzneistoff) zu einem Gallenstau in der Leber (intrahepatische Cholestase) bzw. zu einer Gelbsucht (cholestatischer Ikterus) mit zum Teil kolikartigen Leibschmerzen, besonders bei schon vorher bestehender Leberschädigung, bei Wiederholungsbehandlungen und bei Allergikern, führen. Begleitsymptome eines Gallenstaus (Cholestase) können unter anderem Brechreiz, Erbrechen, Hautreaktionen (Nesselsucht; Urtikaria), Erhöhung bestimmter weißer Blutzellen (Eosinophilie), Fieber und Bauchkrämpfe sein. Diese Reaktionen können schon bei Erstanwendung auftreten. Die Gefahr des Auftretens steigt durch eine wiederholte Anwendung bzw. bei einer länger als 10 Tage andauernden Therapie.
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Zur Anwendung und Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion siehe Punkt 3: Wie ist Erythromycin STADA einzunehmen?
Kinder
Erythromycin STADA 1000 mg Granulat ist für Kinder und Jugendliche bis zum 14. Lebensjahr aufgrund der zu hohen Wirkstärke nicht geeignet. Zur Behandlung dieser Patientengruppen stehen andere Arzneizubereitungen mit dem Wirkstoff Erythromycin zur Verfügung. Bitte sprechen Sie ggf. darüber mit Ihrem Arzt.
Die Anwendung von Erythromycin sollte bei Säuglingen und Kleinkindern generell aufgrund der Gefahr von Leberschäden durch Erythromycinethylsuccinat nur unter sorgfältiger Nutzen-/Risikoabschätzung und genauer Einhaltung des Dosisbereichs erfolgen.
Es liegen Hinweise auf ein mögliches Risiko für die Ausbildung einer Einengung des Magenausgangs (Pylorusstenose) bei Säuglingen vor, die in den ersten Lebenswochen mit Erythromycin, dem Wirkstoff von Erythromycin STADA, behandelt wurden.
Allergische Reaktionen
Überempfindlichkeit und allergische Reaktionen (z.B. Hautausschlag einschließlich schwerer Hautreaktionen) können schon nach der ersten Anwendung von Erythromycin STADA auftreten. Schwere allergische Sofortreaktionen mit Gesichts-, Gefäß- und Kehlkopfschwellungen (Ödeme) und Atemnot können sich sehr selten bis hin zum lebensbedrohlichen Schock (anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen) entwickeln. In diesen Fällen muss Erythromycin STADA sofort abgesetzt und eine ärztliche oder notärztliche Behandlung (z.B. Schocktherapie) begonnen werden.
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Sie überempfindlich (allergisch) sind gegen Substanzen, die mit Makroliden (bestimmte Gruppe von Antibiotika, zu denen auch Erythromycin gehört) verwandt sind. Hierzu zählen z.B. Ketolide (eine andere Gruppe von Antibiotika). In diesem Fall können auch Überempfindlichkeitsreaktionen bei Behandlung mit Erythromycin auftreten. Informieren Sie daher Ihren Arzt über eventuelle Allergien bzw. Unverträglichkeiten.
Erbrechen und Durchfall
Dieses Arzneimittel kann zu Erbrechen und Durchfall führen (siehe Punkt 4: Welche Nebenwirkungen sind möglich?). In diesem Fall kann die Wirksamkeit von Erythromycin STADA und/oder anderen von Ihnen eingenommenen Arzneimitteln (wie z.B. der so genannten „Pille“ bzw. von oralen Kontrazeptiva) beeinträchtigt werden. Fragen Sie hierzu bei Bedarf Ihren Arzt oder Apotheker.
Schwere Durchfälle
Bei Auftreten von schweren, anhaltenden, manchmal blutig-schleimigen Durchfällen und krampfartigen Bauchschmerzen während oder bis zu 10 Wochen nach der Behandlung mit Erythromycin STADA suchen Sie bitte umgehend Ihren Arzt auf, weil sich dahinter eine ernstzunehmende schwere Schleimhautentzündung des Darmes (pseudomembranöse Enterokolitis) verbergen kann, die sofort behandelt werden muss. Diese, durch eine Antibiotika-Behandlung ausgelöste Darmerkrankung kann lebensbedrohlich sein. Präparate, die die Darmbewegung (Darmperistaltik) hemmen, dürfen nicht eingenommen werden.
Herzrhythmusstörungen
Treten unter der Einnahme von Erythromycin Symptome wie Herzklopfen oder Herzrasen, Schwindel oder kurze Bewusstlosigkeit auf, die Zeichen von Herzrhythmusstörungen sein können, suchen Sie bitte umgehend Ihren Arzt auf, der entsprechende Untersuchungen (z.B. EKG und Bestimmung des QT-Intervalls) durchführen wird.
Bei Risikofaktoren für Elektrolytstörungen (Störungen des Salzhaushalts) wie
Behandlung mit Diuretika (harntreibende Arzneimittel) oder Abführmitteln
Erbrechen
Durchfall
Anwendung von Insulin in Notfallsituationen
Nierenerkrankungen
anorektischen Zuständen (Mangelernährung; Untergewicht)
sind adäquate Laborkontrollen und gegebenenfalls ein entsprechender Elektrolytausgleich durchzuführen, da Elektrolytstörungen die Wahrscheinlichkeit von Herzrhythmusstörungen begünstigen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn solche Risikofaktoren bei Ihnen vorliegen.
Langzeitanwendung oder Verwendung hoher Dosen
Bei einer Behandlungsdauer länger als 3 Wochen wird eine regelmäßige Kontrolle des Blutbildes, der Leber- und Nierenfunktionswerte empfohlen.
Eine längerfristige und/oder wiederholte Anwendung von Erythromycin STADA kann zu einer Neu- oder Zweitinfektion mit Erythromycin-unempfindlichen (resistenten) Bakterien oder Sprosspilzen führen. Auf Zeichen einer möglichen Folgeinfektion mit solchen Erregern ist zu achten (Pilzbefall der Schleimhäute mit Rötung und weißlichen Belägen). Folgeinfektionen müssen entsprechend behandelt werden.
Muskulatur und Nervensystem
Informieren Sie Ihren Arzt
wenn Sie an Myasthenia gravis leiden, einer seltenen Erkrankung, die eine Muskelschwäche verursacht
wenn Sie unter der Behandlung mit Erythromycin STADA irgendeine Verstärkung der Krankheitszeichen Ihrer Myasthenia gravis bemerken, müssen Sie Erythromycin STADA sofort absetzen und sich in ärztliche Behandlung begeben
wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel zur Senkung Ihrer Blutfette einnehmen, da es bei gleichzeitiger Einnahme mit Erythromycin STADA möglicherweise zu einem verstärkten Muskelabbau (Rhabdomyolyse) kommt.
Verfälschung von Laborbestimmungen
Erythromycin kann den Nachweis von bestimmten Hormonen im Urin (Katecholamine) verfälschen. Bitte informieren Sie Ihren Arzt über die Einnahme von Erythromycin STADA, wenn bei Ihnen solche Laboruntersuchungen durchgeführt werden sollen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Schwangerschaft
In Tierversuchen rief Erythromycin keine Missbildungen hervor. Es gibt keine entsprechenden kontrollierten Studien an Schwangeren. Nach Beobachtungsstudien am Menschen wurde jedoch über Fehlbildungen des Herz-Kreislauf-Systems berichtet, wenn die Schwangeren während der Frühschwangerschaft Erythromycin-haltige Arzneimittel eingenommen hatten. Bei Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit müssen Nutzen und Risiko sorgfältig gegeneinander abgewogen werden.
Wenn Sie schwanger sind, sollten Sie Erythromycin STADA nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt anwenden.
Stillzeit
Der Wirkstoff geht in die Muttermilch über und kann beim Säugling Magen-Darm-Störungen, wie z.B. Durchfälle, aber möglicherweise auch die Ausbildung einer Einengung des Magenausgangs (Pylorusstenose) verursachen.
Beim gestillten Säugling ist die Möglichkeit einer Antikörperbildung nach Kontakt mit dem Arzneistoff (Sensibilisierung) oder einer Sprosspilzbesiedlung (Hefen und hefeähnliche Pilze) nicht auszuschließen.
Sie sollten daher Erythromycin STADA in der Stillzeit nur einnehmen, wenn Ihr Arzt eine Behandlung für unbedingt notwendig erachtet.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Nach den bisherigen Erfahrungen hat Erythromycin STADA einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit. Jedoch kann das Auftreten von Nebenwirkungen die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen negativ beeinflussen.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Erythromycin STADA
1 Beutel enthält 6,384 g Xylitol entsprechend ca. 0,53 Broteinheiten (BE). Der Kalorienwert beträgt 2,4 kcal/g Xylitol.
Xylitol kann eine abführende Wirkung haben.
1 Beutel enthält 7930 mmol (182,20 mg) Natrium. Wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Erythromycin STADA einzunehmen?
Nehmen Sie Erythromycin STADA immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Erythromycin STADA nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da Erythromycin STADA sonst nicht richtig wirken kann.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Jugendliche ab dem 14. Lebensjahr und Erwachsene mit einem Körpergewicht über 50 kg
Bei Jugendlichen über 14 Jahren und bei Erwachsenen (über 50 kg Körpergewicht) beträgt die Dosis 2-mal täglich 1 Beutel Erythromycin STADA (entsprechend 2 g Erythromycin pro Tag).
Bei schweren Erkrankungen oder mäßig empfindlichen Keimen kann die Tagesdosis für Jugendliche über 14 Jahren und Erwachsene auf ärztliche Anweisung bis auf das Doppelte erhöht werden.
Die maximale Tagesdosis für Jugendliche über 14 Jahren und Erwachsene (über 50 kg Körpergewicht) beträgt 4 g Erythromycin, entsprechend 4 Beutel Erythromycin STADA pro Tag, aufgeteilt in 2 bis 3 (oder 4) Einzelgaben.
Spezielle Dosierungsempfehlungen
Syphilis (Lues) im frühen (primären) Stadium
Die Tagesdosis beträgt mindestens 3 g Erythromycin, entsprechend 3 Beutel Erythromycin STADA pro Tag, aufgeteilt in 3 Einzelgaben, über einen Zeitraum von 15 Tagen. Die Gesamtdosis sollte 45 g, entsprechend 3 g Erythromycin pro Tag, nicht unterschreiten. Sie kann bis auf 60 g, entsprechend 4 g Erythromycin pro Tag, erhöht werden.
Urethritis (Harnröhrenentzündung), verursacht durch Chlamydia trachomatis oder Ureaplasma urealyticum
Die Tagesdosis beträgt 3 Beutel Erythromycin STADA (entsprechend 3 g Erythromycin pro Tag), aufgeteilt in 3 Einzelgaben, über einen Zeitraum von 7 Tagen.
Kinder und Jugendliche bis zum 14. Lebensjahr und Erwachsene mit einem Körpergewicht bis 50 kg
Erythromycin STADA 1000 mg Granulat ist für Kinder und Jugendliche bis zum 14. Lebensjahr und Erwachsene mit einem Körpergewicht bis 50 kg aufgrund der zu hohen Wirkstärke nicht geeignet. Zur Behandlung dieser Patientengruppen stehen andere Arzneizubereitungen mit dem Wirkstoff Erythromycin zur Verfügung.
Hinweise zur Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion
Bei Patienten mit mäßiger Einschränkung der Nierenfunktion (ab einem Kreatininwert von 2 mg/dl) bis zum Nierenversagen mit völlig gehemmter Harnproduktion (Anurie) sollte eine Tagesmaximaldosis von 2 g Erythromycin, entsprechend 2 Beutel Erythromycin STADA pro Tag, für Jugendliche über 14 Jahren und Erwachsene (mit einem Körpergewicht von über 50 kg), nicht überschritten werden.
Erythromycin lässt sich nicht durch Blutwäsche aus dem Körper entfernen. Falls Sie Dialysepatient sind, müssen Sie daher keine zusätzliche Dosis vor oder nach der Dialyse erhalten.
Art der Anwendung
Zum Einnehmen.
Zur Einnahme wird das Granulat in 1 Glas Wasser gegeben und eingerührt.
Die Einnahme während der Mahlzeiten beeinträchtigt die Aufnahme von Erythromycin ins Blut. Deshalb sollte Erythromycin STADA möglichst 1 bis 2 Stunden vor oder nach den Mahlzeiten eingenommen werden.
Dauer der Anwendung
Die Dauer der Behandlung wird von Ihrem Arzt festgelegt.
Bei bakteriellen Infektionskrankheiten richtet sich die Behandlungsdauer nach dem Verlauf und der Schwere der Erkrankung. Normalerweise ist eine Behandlungsdauer von 7 bis 8 Tagen ausreichend. Im Interesse eines nachhaltigen Behandlungserfolges sollte Erythromycin STADA auch nach Abklingen der Krankheitserscheinungen unbedingt noch 2 bis 3 Tage länger eingenommen werden.
Bei der Behandlung von Infektionen mit Streptococcus pyogenes (z.B. Mandel- und Rachenentzündung, Wundrose, Scharlach) ist aus Vorsorglichkeit eine Mindestbehandlungsdauer von 10 Tagen angezeigt, um Spätkomplikationen (z.B. rheumatisches Fieber; rheumatische Herzentzündung; Glomerulonephritis [Nierenerkrankung]) vorzubeugen.
Eine länger dauernde Behandlung mit Erythromycin oder Wiederholungsbehandlungen (siehe auch unter Punkt 2: Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Erythromycin STADA ist erforderlich) sollten nur nach strenger Indikationsstellung (genaue Prüfung des Grundes für die Arzneimittelanwendung) und unter fortlaufender Überwachung durch Ihren Arzt erfolgen.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Erythromycin STADA zu stark oder zu schwach ist.
Wenn Sie eine größere Menge Erythromycin STADA eingenommen haben, als Sie sollten
Bei einer geringen Überdosierung von Erythromycin STADA ist kaum mit Vergiftungserscheinungen zu rechnen (siehe Punkt 4: Welche Nebenwirkungen sind möglich?). Es können Magen-Darm-Störungen in Form von Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Blähungen, weichen Stühlen oder Durchfall sowie Hörverluste und Tinnitus auftreten.
Berichte über Vergiftungsfälle mit Erythromycin liegen bisher nicht vor.
Verständigen Sie bei Verdacht auf eine Überdosierung dennoch einen Arzt, damit dieser über das weitere Vorgehen entscheiden kann. Er wird sich bei der Behandlung einer Überdosierung am Krankheitsbild orientieren und entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen.
Wenn Sie die Einnahme von Erythromycin STADA vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn Sie Ihr Versehen noch am gleichen Tag bemerken, nehmen Sie die zuwenig eingenommene Arzneimenge noch am selben Tag nachträglich ein.
Bemerken Sie Ihr Versehen erst am nächsten Tag, so nehmen Sie nicht mehr Erythromycin STADA ein, sondern setzen Sie die Einnahme der gleichen Menge von Erythromycin STADA wie verordnet fort. Es kann erforderlich sein, die Behandlung dann um einen Tag zu verlängern. Sprechen Sie in solch einem Fall bitte mit Ihrem Arzt. Ein Gespräch mit Ihrem Arzt sollten Sie auch führen, wenn Sie mehrfach die Einnahme vergessen oder zuwenig eingenommen haben.
Wenn Sie die Einnahme von Erythromycin STADA abbrechen
Wenn Sie die Behandlung vorzeitig beenden oder zeitweise unterbrechen, gefährden Sie den Behandlungserfolg.
Selbst bei einer spürbaren Besserung Ihres Befindens ist die Behandlung mit Erythromycin STADA unbedingt zu Ende zu führen, da nur so eine vollständige Beseitigung der Krankheitserreger gewährleistet ist. Sprechen Sie daher auf jeden Fall mit Ihrem Arzt, bevor Sie eigenmächtig die Behandlung mit Erythromycin STADA unterbrechen oder vorzeitig beenden.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Erythromycin STADA mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden bzw. vor kurzem angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Die Wirkungen mancher Arzneimittel können durch gleichzeitige Anwendung anderer Arzneimittel beeinflusst werden. Fragen Sie daher Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel ständig anwenden, bis vor kurzem angewendet haben oder gleichzeitig mit dem hier vorliegenden Arzneimittel anwenden wollen. Ihr Arzt kann Ihnen sagen, ob unter diesen Umständen mit Unverträglichkeit zu rechnen ist, oder ob besondere Maßnahmen erforderlich sind, wenn Sie dieses Arzneimittel anwenden.
Die Wechselwirkungen von Erythromycin mit anderen Arzneistoffen basieren hauptsächlich auf einer Beeinflussung des Stoffwechsels in der Leber. Häufiger Mechanismus ist hierbei die Blockierung des Multienzymsystems P-450 (spezielles Stoffwechselsystem) durch die Bildung einer stabilen chemischen Verbindung von Erythromycin mit diesem Enzymsystem.
Folgende Wechselwirkungen von Erythromycin STADA mit anderen Mitteln sind zu beachten
Arzneimittel, die Sie NICHT gleichzeitig mit Erythromycin STADA

Anderes Medikament Folge der Wechselwirkung
einnehmen dürfen
bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika der Klasse Ia und III)
Neuroleptika (Mittel zur Behandlung geistig-seelischer Erkrankungen)
bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von depressiven Erkrankungen (tri- und tetracyclische Antidepressiva)
Antibiotika (bestimmte Fluorchinolone, Imidazol-Antimykotika und Antimalariamittel)
einige Mittel gegen Krebserkrankungen (z.B. Arsentrioxid)
einige nichtsedierende Antihistaminika (Mittel zur Behandlung von Allergien) z.B. Astemizol, Terfenadin, Ebastin
sonstige Arzneimittel z.B. Methadon (Schmerzmittel), Budipin (Parkinson-Mittel), Cisaprid (Mittel, das die Darmbewegung anregt), Pimozid (Arzneimittel zur Behandlung bestimmter psychiatrischer Erkrankungen)
Pentamidin (i.v. = intravenös) (Arzneimittel z.B. gegen eine spezielle Form der Lungenentzündung)/Erythromycin (i.v.).
Erregungsleitungsstörungen im Herzen (kardiale Reizleitungsstörungen) und bestimmte Formen von lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen (unregelmäßiger Herzschlag: Torsade de pointes und andere ventrikuläre Arrhythmien), Herzstillstand, Tod.
Daher dürfen Medikamente mit diesen Wirkstoffen während einer Behandlung mit Erythromycin STADA nicht angewendet werden (siehe auch unter Punkt 2: Erythromycin STADA darf NICHT eingenommen werden).
Ergotamin-Präparate (Mittel, die Blutgefäße verengen) Verstärktes Risiko eines Gefäßkrampfes und von Durchblutungsstörungen in den Gliedmaßen (gefäßverengende Wirkung mit Durchblutungsstörungen, besonders an Fingern und Zehen) und anderen Geweben einschließlich des Zentralnervensystems.
Daher dürfen Medikamente mit diesen Wirkstoffen während einer Behandlung mit Erythromycin STADA nicht angewendet werden (siehe auch unter Punkt 2: Erythromycin STADA darf NICHT eingenommen werden).
Simvastatin, Lovastatin, Atorvastatin Erhöhte Gefahr von Nebenwirkungen dieser Arzneimittel insbesondere erhöhte Gefahr der Auflösung quergestreifter Muskelfasern (Rhabdomyolyse; siehe auch unter Punkt 2: Erythromycin STADA darf NICHT eingenommen werden).
Arzneimittel, deren Dosis gegebenenfalls angepasst werden muss
Alfentanil (Narkosemittel)
Alprazolam, Midazolam, Triazolam (Beruhigungs-/Schlafmittel)
Bromocriptin (Mittel zur Behandlung der Parkinsonschen Erkrankung)
Carbamazepin (Mittel zur Behandlung von epileptischen Krampfleiden)
Chinidin und Disopyramid (Arzneistoffe zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen)
Ciclosporin A, Sirolimus und Tacrolimus (Arzneistoffe zur Unterdrückung der körpereigenen Immunabwehr)
Cilostazol (Mittel zur Behandlung der Schaufensterkrankheit/peripheren arteriellen Verschlusskrankheit)
Clozapin (Arzneimittel zur Behandlung bestimmter psychiatrischer Erkrankungen)
Colchicin (Mittel zur Behandlung des akuten Gichtanfalls und zur Vorbeugung von den wiederkehrenden Attacken des Mittelmeerfiebers)
Digoxin (Arzneistoff zur Behandlung der Herzschwäche)
gerinnungshemmende Arzneistoffe vom Cumarintyp (z.B. Warfarin)
Felodipin und Verapamil (Calciumantagonisten [Mittel zur Behandlung von Bluthochdruck])
Methylprednisolon (entzündungshemmender Wirkstoff)
Phenytoin und Valproinsäure (Mittel zur Behandlung von epileptischen Krampfleiden)
Sildenafil, Tardanafil, Vardenafil (Mittel zur Behandlung von Erektionsstörungen)
Vinblastin (Mittel zur Tumorbehandlung)
Zopiclon (Schlafmittel)
Verstärkung der Wirkung und der Nebenwirkungen dieser Medikamente. Auftreten von toxischen Nebenwirkungen (z.B. nierenschädigende Wirkung von Ciclosporin A - vor allem bei Nierenfunktionsschwäche).
Gegebenenfalls sollte die Menge im Blut kontrolliert und eine Dosisanpassung vorgenommen werden; dies gilt insbesondere für Carbamazepin, Clozapin, Phenytoin oder Valproinsäure.
Theophyllin (Asthmamittel) Wirkungsverstärkung bzw. Auftreten toxischer Nebenwirkungen durch Theophyllin (gegebenenfalls sollte die Theophyllin-Konzentration im Blut kontrolliert und eine Dosisanpassung vorgenommen werden); Verringerung der Erythromycinwirkung.
Statine (Arzneistoffe zur Senkung des Cholesterinspiegels; Lovastatin, Atorvastatin und Simvastatin dürfen nicht gleichzeitig mit Erythromycin STADA eingenommen werden) Erhöhte Gefahr von Nebenwirkungen dieser Arzneimittel insbesondere erhöhte Gefahr der Auflösung quergestreifter Muskelfasern (Rhabdomyolyse), siehe unter Punkt 2: Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Erythromycin STADA ist erforderlich).
Andere Wechselwirkungen
Protease-Inhibitoren (Wirkstoffe gegen das AIDS-Virus), wie z.B. Ritonavir
Cimetidin (Arzneistoff zur Senkung der Magensäureproduktion)
Hemmung des Abbaus von Erythromycin. Hierdurch erhöht sich die Gefahr von schweren Nebenwirkungen.
Omeprazol (Arzneistoff zur Senkung der Magensäureproduktion) Deutliche Erhöhung der Menge an Erythromycin und Omeprazol im Körper. Hierdurch erhöht sich die Gefahr von schweren Nebenwirkungen.
Orale Kontrazeptiva ("Pille") Die Sicherheit der empfängnisverhütenden Wirkung kann in Frage gestellt sein.
Chloramphenicol, Clindamycin oder Lincomycin, Streptomycin, Tetracycline sowie Colistin (Antibiotika) Eine Kombination sollte nicht erfolgen, da eine Wirkungsabschwächung (antagonistischer Effekt) möglich ist. Zwischen Erythromycin und Lincomycin bzw. Erythromycin und Clindamycin besteht eine partielle Kreuzresistenz (Unempfindlichkeit) der Erreger.

Bei Einnahme von Erythromycin STADA zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Die Einnahme während der Mahlzeiten beeinträchtigt die Aufnahme von Erythromycin ins Blut. Deshalb sollte Erythromycin STADA möglichst 1 bis 2 Stunden vor oder nach den Mahlzeiten eingenommen werden.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Wie alle Arzneimittel kann Erythromycin STADA Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10 Behandelten
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100 Behandelten
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1000 Behandelten
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10 000 Behandelten
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10 000 Behandelten
Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Mögliche Nebenwirkungen:
Gallenstau in der Leber (intrahepatische Cholestase) und Gelbsucht (cholestatischer Ikterus) mit z.T. kolikartigen Leibschmerzen, insbesondere bei

Häufig Gelegentlich Selten Sehr selten Häufigkeit nicht bekannt
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Infektionen der Schleimhäute durch resistente Bakterien oder Pilze (z.B. orale und vaginale Candidose).
Erkrankungen des Immunsystems
Allergische Reaktionen. Schwellung als Folge einer allergischen Reaktion (allergisches Ödem/Angioödem), z.B. Gesichts-, Zungen- und Kehlkopfschwellungen mit Einengung der Atemwege (siehe unter Punkt 2: Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Erythromycin STADA ist erforderlich). Schwere akute Überempfindlich-keitsreaktion (anaphylaktische Reaktion) bis hin zum lebensbedrohlichen Schock (anaphylaktischer Schock; siehe unter Punkt 2: Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Erythromycin STADA ist erforderlich).
Psychiatrische Erkrankungen und Erkrankungen des Nervensystems
Demaskierung bzw. Verschlimmerung einer Myasthenia gravis, einer seltenen Erkrankung, die eine Muskelschwäche verursacht (siehe unter Punkt 2: Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Erythromycin STADA ist erforderlich). Vorübergehende zentralnervöse Störungen wie Verwirrtheitszustände, Schüttelkrämpfe (Konvulsionen), Halluzinationen, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit und Schwindelgefühl.
Augenerkrankungen
Sehstörungen inklusive Doppeltsehen und verschwommenes Sehen.
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
Ohrensausen (Tinnitus) und meist vorübergehende Hörverluste bzw. Taubheit*.
Herzerkrankungen
QT-Intervall-Verlängerung, gefährliche Herzrhythmus-störungen (unregelmäßiger Herzschlag, ventrikuläre Arrhythmien [Torsade de pointes]) und Herzjagen (ventrikuläre Tachykardien), insbesondere bei Patienten, die ein verlängertes QT-Intervall im EKG haben oder bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die zu unregelmäßigem Herzschlag führen können, oder das QT-Intervall beeinflussenden Substanzen (siehe unter Punkt 2: Bei Einnahme von Erythromycin STADA mit anderen Arzneimitteln).
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Atemnot (inklusive asthmatischer Zustände).
Erkrankungen des Magen-Darm Traktes
Magen-Darm-Störungen meist leichter Natur in Form von Appetitlosigkeit, Brechreiz, Erbrechen, Bauchschmerzen, Blähungen, Übelkeit, Krämpfen, weichen Stühle oder Durchfall. Bei empfindlichen Patienten können besonders nach höheren Einzelgaben Übelkeit und Erbrechen auftreten. Spastisch-hypertrophische Pylorusstenose bei Kindern (Einengung des Magenausganges),
Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis).
Schwere Schleimhautentzündung des Darmes (pseudomembranöse Enterokolitis; siehe unter Punkt 2: Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Erythromycin STADA ist erforderlich).
Leber- und Gallenerkrankungen
Anstieg bestimmter Leberenzyme (Eiweißstoffe, die Stoffwechsel-vorgänge beschleunigen) als Ausdruck einer leichten Leberzell-schädigung. längerdauernder Behandlung (2 bis 3 Wochen) und besonders bei schon vorher bestehender Leberschädigung sowie bei Wiederholungsbehandlungen und bei Allergikern (siehe unter Punkt 2: Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Erythromycin STADA ist erforderlich) Leberentzündung (Hepatitis), Lebervergrößerung (Hepatomegalie) und Leberversagen (siehe unter Punkt 2: Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Erythromycin STADA ist erforderlich).
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Hautrötung, Juckreiz und Nesselausschlag mit Bläschen- und Quaddelbildung (urtikarielles Exanthem), Juckreiz (Pruritus). Schwere allergische Hauterscheinungen mit Blasenbildung (Erythema exsudativum multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom) oder toxische epidermale Nekrolyse (schwere allergische Reaktion mit entzündlichen Veränderungen der Haut sowie Bläschenbildung der Schleimhäute des Mundes und der Geschlechtsorgane [vor allem bei Kindern aller Altersstufen]).
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Gelenkschwellungen.
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Nierenentzündung (interstitielle Nephritis).
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Arzneimittelfieber.

* Diese Störungen sind konzentrationsabhängig und treten eher bei Patienten mit stark eingeschränkter Nieren- und/oder Leberfunktion oder bei hoher Dosierung oder bei Überdosierung auf.
Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind
Sollten Sie Anzeichen einer der oben geschilderten Nebenwirkungen bei sich oder Ihrem Kind beobachten, rufen Sie den nächst erreichbaren Arzt zu Hilfe. Bei anderen unerwünschten Wirkungen sprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt. Er wird mit Ihnen besprechen, welche Gegenmaßnahmen es hierfür gibt und ob andere Arzneimittel für Sie in Frage kommen.
Folgende Nebenwirkungen (nähere Erläuterungen zu diesen Nebenwirkungen siehe oben und unter Punkt 2: Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Erythromycin STADA ist erforderlich) können unter Umständen akut lebensbedrohlich sein. Darum ist sofort ein Arzt oder Notarzt zu informieren, falls ein derartiges Ereignis plötzlich auftritt oder sich unerwartet stark entwickelt:
Schwere anhaltende Durchfälle (dies kann auf eine unter Umständen lebensbedrohliche Schleimhautentzündung des Darmes [pseudomembranöse Kolitis] hindeuten)
Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Gesichts-, Zungen- und Kehlkopfschwellungen mit Einengung der Atemwege)
Schwere allergische Hauterscheinungen mit Blasenbildung
Unerklärliche Muskelschmerzen oder Schwäche oder dunkel gefärbter Urin wenn Sie gleichzeitig ein Mittel zur Senkung der Blutfette einnehmen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und dem Beutel angegebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden.
Nicht über + 25°C lagern.
Arzneimittel sollten nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Zusätzliche Informationen

GEBRAUCHSINFORMATION: Information für den Anwender
Erythromycin STADA® 1000 mg Granulat
zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen
Wirkstoff: Erythromycin

Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.
Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese die gleichen Beschwerden haben wie Sie.
Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Diese Packungsbeilage beinhaltet:
Erythromycin STADA ist ein Makrolid-Antibiotikum.