Wirkstoff(e) Sulfadiazin-Silber
Zulassungsland Schweiz
Hersteller Alliance Pharmaceuticals GmbH
Suchtgift Nein
ATC Code D06BA01
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Chemotherapeutika zur topischen Anwendung

Kurzinformationen

Zulassungsinhaber

Alliance Pharmaceuticals GmbH

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Die antibakterielle Aktivität des Wirkstoffs Sulfadiazin-Silber von Flammazine® hilft verschiedene Keime, welche bei infizierten Wunden vorkommen, zu bekämpfen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Wenn Sie allergisch gegene einen der Inhaltsstoffe oder im 3. Trimester schwanger sind, dürfen Sie dieses Arzneimittel nicht anwenden. Bei Neugeborenen unter 2 Monaten darf dieses Arzneimittel ebenfalls nicht angewandt werden.

Bevor Sie Flammazine zu sich nehmen sprechen Sie bitte mit einem Arzt oder Apotheker. Falls Sie an einer der hier aufgelisteten Beschwerden leiden, darf das Arzneimittel nicht eingenommen werden.

Wie wird es angewendet?

Flammazine® wird einmal täglich in einer 2–3 mm dicken Schicht direkt auf die Wunde aufgetragen; es kann mit einem sterilen, luftdurchlässigen Verband abgedeckt werden.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel ausserhalb der Sicht- und Reichweite von Kindern aufbewahren! Bei Raumtemperatur (15–25 °C) lagern.

Die Kurzinformation

Alle für die Kurzinformation herangezogenen Informationen stammen von der Gebrauchsinformation des jeweiligen Medikaments. Kurzinformationen sollen Ihnen dabei helfen einen schnellen Überblick über ein Medikament zu gewinnen. Diese Informationen sind aus Gründen der Lesbarkeit bewusst verkürzt und beinhalten nicht alle Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen und Nebenwirkungen. Bitte lesen Sie die gesamte Gebrauchsinformation - speziell bei Fragen zu Gegenanzeigen, Dosierungen und Nebenwirkungen.
Markus Falkenstätter, BSc

Markus Falkenstätter, BSc
Autor

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer

Mag. pharm. Stefanie Lehenauer
Lektor

Stefanie Lehenauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.

Gebrauchsinformation

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Die antibakterielle Aktivität des Wirkstoffs Sulfadiazin-Silber von Flammazine® hilft verschiedene Keime, welche bei infizierten Wunden vorkommen, zu bekämpfen.

Flammazine® kann verwendet werden zur Behandlung von

  • kleineren Verbrennungen;
  • kleineren Hautinfektionen;
  • und kleineren infizierten Wunden.

Ausschliesslich auf ärztliche Verschreibung kann Flammazine® zur Vorbeugung und Behandlung von Hautinfektionen und infizierten Wunden, Dekubituswunden (bei bettlägerigen Patienten), Unterschenkelgeschwüren und Verbrennungen verschiedenen Grades verwendet werden.

Flammazine® brennt nicht, schmerzt nicht, klebt nicht, verursacht keine Flecken und lässt sich leicht entfernen.

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Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Grossflächige und schwere Verbrennungen, grössere Hautinfektionen, Dekubituswunden sowie Unterschenkelgeschwüre gehören in ärztliche Behandlung.

Grossflächige, stark verschmutzte und tiefe Wunden, sowie Biss- und Stichwunden müssen von einem Arzt behandelt werden (Gefahr von Wundstarrkrampf). Bleibt der Umfang einer Wunde während einiger Zeit unverändert gross oder verheilt die Wunde nicht innerhalb von 10–14 Tagen, ist ebenfalls ein Arztbesuch erforderlich. Ebenso, wenn die Wundränder stark gerötet sind, die Wunde plötzlich anschwillt, stark schmerzhaft ist oder die Verletzung von Fieber begleitet wird (Gefahr einer Blutvergiftung).

Wann darf Flammazine nicht angewendet werden?

In folgenden Situationen dürfen Sie Flammazine® nicht anwenden:

  • wenn Sie allergisch gegen Silbersulfadiazin oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind;
  • bei Frühgeborenen und Neugeborenen während der ersten zwei Lebensmonate, da Sulfonamide eine Hirnschädigung (Kernikterus) verursachen können;
  • im 3. Trimenon in der Schwangerschaft (letzte 3 Monate der Schwangerschaft).

Wann ist bei der Anwendung von Flammazine Vorsicht geboten?

In folgenden Situationen ist Vorsicht geboten, wenden Sie Flammazine® nur auf ärztliche Verschreibung an:

  • wenn Sie allergisch gegen Sulfonamide sind;
  • wenn Sie an einer schweren Nierenfunktionsstörung leiden;
  • wenn Sie an einer schweren Leberfunktionsstörung oder an einer akuten Leberentzündung leiden;
  • wenn Sie an einem Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel (seltene erblich bedingte Stoffwechselstörung, die zur Schädigung der roten Blutkörperchen durch verschieden Arzneimittel führen kann) leiden;
  • wenn Sie an Hämoglobin-Anomalien (z.B. Hb Köln oder Hb Zürich) oder akuter Porphyrie (Störung der Bildung des roten Blutfarbstoffes) leiden.
  • Wenn Sie an einer entzündlichen Hauterkrankung mit Blasenbildung (Erythema multiforme) leiden oder einmal gelitten haben
  • Wenn bei Ihnen eine krankhafte Blutbildveränderung mit Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie) festgestellt wurde

Unter dem Einfluss von Sonnenlicht kann bedingt durch die Einlagerung von Silber (= Argyrose) eine Graufärbung der Haut auftreten. Die mit Flammazine® behandelten Körperpartien sind deshalb vor Sonnenbestrahlung und sonstigem UV Licht (Sonnenbaden, Sonnenstudio) zu schützen. Die mit Flammazine® behandelten Körperstellen sollten zum Beispiel durch Abdecken mit einem sterilen, luftdurchlässigen Verband oder geeigneter Kleidung geschützt werden.

Schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), Toxisch epidermale Nekrolyse (TEN), die möglicherweise lebensbedrohlich sind, wurden in Zusammenhang mit der Anwendung von Flammazine® berichtet. Diese zeigen sich anfänglich als rötliche, schießscheibenartige oder kreisförmige Flecken (oft mit einer Blase in der Mitte) am Körperstamm. Der Hautausschlag kann zu einer großflächigen Blasenbildung oder Ablösung der Haut führen.

Zusätzliche Symptome, auf die geachtet werden sollte, sind offene, schmerzende Stellen (Geschwüre) in Mund, Hals, Nase und im Genitalbereich sowie gerötete und geschwollene Augen (Konjunktivitis). Diese möglicherweise lebensbedrohlichen Hautreaktionen werden oft von grippeähnlichen Symptomen (Kopfschmerzen, Fieber und Gliederschmerzen) begleitet.

Das höchste Risiko für das Auftreten von SJS oder TEN besteht in den ersten Behandlungswochen. Wenn bei Ihnen ein Stevens-Johnson-Syndrom oder eine Toxisch epidermale Nekrolyse in Zusammenhang mit der Anwendung von Flammazine® aufgetreten ist, dürfen Sie nie wieder mit Flammazine® behandelt werden.

Wenn bei Ihnen ein Hautausschlag oder die anderen genannten Symptome an der Haut auftreten, setzen Sie die Anwendung von Flammazine® ab und suchen Sie sofort einen Arzt oder eine Ärztin auf. Teilen Sie ihm mit, dass Sie dieses Arzneimittel anwenden.

Eine langandauernde oder großflächige Anwendung von Flammazine® kann die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen erhöhen.

Anwendung von Flammazine® mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin oder Ihren Apotheker bzw. Ihre Apothekerin wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Da ein geringer Teil des in Flammazine® Creme enthaltenen Wirkstoffes vom Körper aufgenommen werden kann, sind Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln möglich, z.B. mit Medikamenten zur Hemmung der Blutgerinnung oder zur Behandlung der Zuckerkrankheit und der Epilepsie.

Die Anwendung von Flammazine® sollte drei Tage vor und drei Tage nach einer Typhusimpfung vermieden werden.

Beim gleichzeitigen Auftragen anderer Cremen, die eiweissspaltende Enzyme enthalten, kann die Silberkomponente von Flammazine® die Wirkung der Enzyme vermindern.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Flammazine® hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen.

Flammazine® enthält Cetylalkohol und Propylenglykol.

Diese Bestandteile können lokale Hautreizungen und Hautreaktionen (z.B. Kontaktdermatitis) verursachen.

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Flammazine während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Wenden Sie Flammazine® nicht während des 3. Trimenons Ihrer Schwangerschaft (letzte 3 Schwangerschaftsmonate) an. Während der anderen Schwangerschaftsphasen sollten Sie Flammazine® nur auf Verschreibung Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin anwenden.

Wenden Sie Flammazine® nicht während der Stillzeit an, ausser auf Verschreibung Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin. Frühgeborene sowie Neugeborene mit Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut oder der normalerweise weißen Lederhaut des Auges) oder Neugeborene mit einem vermuteten oder bekannten Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel (einer Stoffwechselstörung der roten Blutkörperchen) sollten während der Anwendung von Flammazine® nicht gestillt werden.

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Wie wird es angewendet?

Erwachsene

Flammazine® wird einmal täglich in einer 2–3 mm dicken Schicht direkt auf die Wunde aufgetragen; es kann mit einem sterilen, luftdurchlässigen Verband abgedeckt werden. Alte Reste der Creme vorher mit Wasser oder einer physiologischen Lösung (z.B. 0,9%iger Kochsalzlösung) abwaschen.

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach der zu Grunde liegenden Erkrankung. Meist liegt die Anwendungsdauer bei 10 bis 14 Tagen.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

Die Anwendung und Sicherheit von Flammazine® bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht geprüft worden.

Die Tube ist versiegelt und besitzt einen Sicherheitsverschluss. Die Tube öffnen und Verschlusskappe umdrehen und auf das Gewinde stellen; nach rechts drehen, um die Versiegelung zu öffnen.

Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin.

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Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen.

  • Hautausschlag
  • Graufärbung der Haut (aufgrund einer langandauernden Anwendung oder unter dem Einfluss von Sonnenlicht)
  • Brennen und Schmerzen am Ort der Anwendung
  • unspezifische Symptome wie Fieber, schwerer Schüttelfrost, Rachenentzündung oder Mundgeschwüre könnten ein Anzeichen einer Bluterkrankung namens Leukopenie sein

Sehr selten: kann bis zu 1 von 10.000 Behandelten betreffen.

  • schwere und möglicherweise lebensbedrohliche Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom und Toxisch epidermale Nekrolyse) wurden berichtet (siehe Kapitel «Wann ist bei der Anwendung von Flammazine® Vorsicht geboten?»)

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar.

  • eine seltene Bluterkrankung (sog. Methämoglobinämie) mit Symptomen wie z.B. blass, grau oder blau gefärbter Haut, Lippen und Nagelbetten, Kurzatmigkeit, Müdigkeit, Verwirrtheit, Kopfschmerzen und Benommenheit
  • Hautreaktionen wie trockene und juckende Haut (Pruritus), Ekzem und Dermatitis

Bei grossflächiger Anwendung, insbesondere bei starker Hautentzündung oder bei schweren Verbrennungen, sind die nach oraler Einnahme von Sulfadiazin bekannten Nebenwirkungen wie Blutbildveränderungen, z.B. Blutarmut (Anämie), Leber- und Nierenschädigungen, Arzneimittelfieber, quaddelartige (urtikarielle) Hautausschläge und Abfall des Blutzuckerspiegels (Hypoglykämie) nicht völlig auszuschliessen.

Sollte während der Anwendung von Flammazine® unerwartet Fieber auftreten, ist der Arzt oder die Ärztin zu konsultieren.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

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Wie soll es aufbewahrt werden?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP:» bezeichneten Datum verwendet werden.

Bei Raumtemperatur (15–25 °C) lagern.

Die Haltbarkeit nach Anbruch beträgt 2 Wochen unter Verbrauchsbedingungen. Flammazine® sollte auch vor Ablauf des Verfallsdatums nicht mehr verwendet werden, wenn das Aussehen nicht mehr gleichmässig ist oder wenn Farbveränderungen (zu rosa, schwarz oder silber) auftreten.

Arzneimittel ausserhalb der Sicht- und Reichweite von Kindern aufbewahren!

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

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Weitere Informationen

Was ist in Flammazine enthalten?

Wirkstoff: 1 g Creme enthält 10 mg Silbersulfadiazin.

Hilfsstoffe: Cetylalkohol, Propylenglykol (E1520), Monostearin, Polysorbat 60 (E435), Polysorbat 80 (E433), dickflüssiges Paraffin, destilliertes Wasser.

Zulassungsnummer

38607 (Swissmedic).

Wo erhalten Sie Flammazine? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung:

Tube zu 50 g.

In Apotheken ohne ärztliche Verschreibung:

Tube zu 20 g.

Zulassungsinhaberin

Alliance Pharmaceuticals GmbH, Düsseldorf, Zweigniederlassung Uster, 8610 Uster.

Diese Packungsbeilage wurde im Juni 2018 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

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Wirkstoff(e) Sulfadiazin-Silber
Zulassungsland Schweiz
Hersteller Alliance Pharmaceuticals GmbH
Suchtgift Nein
ATC Code D06BA01
Verschreibungsstatus Arzneimittel zur Abgabe ohne aerztliche Verschreibung
Pharmakologische Gruppe Chemotherapeutika zur topischen Anwendung

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können für die Korrektheit der Daten keine Haftung übernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. Für Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden