Floxacin 400 mg Filmtabletten

 

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Floxacin enthält den Wirkstoff Norfloxacin. Norfloxacin ist ein Bakterien-abtötender Wirkstoff (Antibiotikum) aus der Gruppe der sogenannten Fluorchi-nolone. Norfloxacin ist ein Antibiotikum mit breitem Wirkungsspektrum, das ge-gen einen großen Bereich (bakterieller) Infektionen wirkt.

Floxacin wird angewendet zur Behandlung von

  • komplizierten als auch unkomplizierten, akuten oder chronischen Infektio-nen der oberen und unteren Harnwege (außer komplizierte Entzündung des Nierenbeckens und der Niere: komplizierte Pyelonephritis)
  • Harnwegsinfektionen im Zusammenhang mit chirurgischen Eingriffen an den Harnwegen
  • Harnwegsinfektionen aufgrund von Nierensteinen (Nephrolithiasis).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Floxacin darf NICHT eingenommen werden

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Norfloxacin sind
  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen andere Arzneimittel aus der gleichen Wirkstoffklasse wie Norfloxacin sind (Chinolonderivate; Ihr Arzt kann Ihnen sagen, um welche Arzneimittel es sich dabei handelt)
  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen den Farbstoff Gelborange S (E 110) sind
  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen einen der sonstigen Be-standteile von Floxacin sind (siehe Abschnitt 6: Weitere Informationen; am Ende dieser Packungsbeilage)
  • wenn bei Ihnen bereits früher Sehnenentzündungen und/oder -risse im Zusammenhang mit der Anwendung von Wirkstoffen wie Norfloxacin (Fluor-chinolone) aufgetreten sind
  • von Kindern und im Wachstum befindlichen Jugendlichen unter 18 Jah-ren
  • in der Schwangerschaft und Stillzeit
  • wenn Sie Arzneimittel mit dem Wirkstoff Tizanidin anwenden (siehe unter Abschnitt 2: Bei Einnahme von Floxacin mit anderen Arzneimitteln).

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Floxacin ist erforderlich Informieren Sie Ihren Arzt über derzeit bestehende oder frühere Erkrankungen oder Beschwerden. Sie müssen ihn insbesondere über die folgenden Erkran-kungen oder Beschwerden informieren:

Überempfindlichkeitsreaktionen Es gibt Berichte über schwerwiegende und fallweise lebensbedrohliche Über-empfindlichkeitsreaktionen bei Patienten, die mit Chinolon-Antibiotika behandelt wurden. Eine Überempfindlichkeitsreaktion kann sich beispielsweise in folgen-den Beschwerden äußern: Schwellung der Haut des Gesichts, der Gliedmaßen, der Zunge oder des Rachens und Atembeschwerden.

Wenn Sie eine Überempfindlichkeitsreaktion haben, müssen Sie die Behand-lung mit Floxacin sofort abbrechen und umgehend einen Arzt verständigen, der entsprechende Notfallmaßnahmen einleiten wird.

Lebererkrankungen Unter der Anwendung von Norfloxacin wurde über Fälle von Leberversagen (schwere und mögliche lebensbedrohliche Unfähigkeit der Leber ihre normalen Stoffwechsel-Funktionen auszuführen) berichtet. (siehe Abschnitt 4: Welche Nebenwirkungen sind möglich?). Wenn Sie Symptome wie Appetitlosigkeit, Gelbfärbung der Haut (Gelbsucht), dunkler Urin, Juckreiz oder schmerzemp-findlicher Bauch bemerken, müssen Sie die Behandlung mit Floxacin sofort ab-brechen und umgehend einen Arzt informieren.

Sehnenentzündungen und/oder Sehnenrisse Wie bei anderen Arzneimitteln aus der Gruppe der Chinolone, wurden auch nach der Anwendung von Norfloxacin in einigen seltenen Fällen Sehnenent-zündungen und/oder Sehnenrisse beobachtet (insbesondere der Achillesseh-ne). Das Risiko ist erhöht:

  • wenn Sie älter sind
  • wenn Sie entzündungshemmende Arzneimittel (Kortikosteroide) einnehmen. Ihr Arzt kann Ihnen sagen, ob Sie zurzeit solche Arzneimittel anwenden. Beim ersten Anzeichen von Schmerzen oder Entzündungen in Ihren Sehnen müssen Sie die Behandlung mit Floxacin sofort abbrechen und umgehend ei-nen Arzt informieren.

Epilepsie und andere Störungen des zentralen Nervensystems Informieren Sie Ihren Arzt über bestehende:

  • Epilepsie/Krampfanfälle: diese können sich unter der Behandlung mit Flo-xacin verschlechtern
  • geistig-seelische Erkrankungen wie Halluzinationen und/oder Verwirrtheit: solche Erkrankungen können sich unter der Behandlung mit Floxacin ver-schlechtern
  • Neurologische Erkrankungen wie verminderte Hirndurchblutung oder Schlaganfall
  • Beschwerden einer Nervenschädigung (Neuropathie) wie Schmerzen, Brennen, Kribbeln, Taubheitsgefühl und/oder Schwäche. Wenn sich Ihre Beschwerden verschlechtern, müssen Sie die Behandlung mit Floxacin sofort abbrechen und umgehend einen Arzt informieren.

Pseudomembranöse Kolitis (eine ernst zu nehmende Darmerkrankung)Die pseudomembranöse Kolitis ist eine Schleimhautentzündung des Dickdarms und kann zu schweren und anhaltenden Durchfällen während oder nach der Behandlung mit Floxacin führen. Wenn Sie solche Beschwerden feststellen, müssen Sie die Behandlung mit Floxacin sofort abbrechen und umgehend ei-nen Arzt informieren. Nehmen Sie keine Arzneimittel ein, die die normale Pas-sage der Nahrung durch den Magen und Darm verlangsamen.
Ihr Arzt wird Ihnen dann ein anderes Arzneimittel zur Behandlung Ihrer Infektion verordnen.

Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenasemangel Bei Patienten, bei denen ein bestimmtes Enzym (sogenannte Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase) nicht ausreichend gebildet wird, kann es zu einer Störung der roten Blutkörperchen kommen.

Myasthenia gravis (eine Erkrankung, die zu Muskelschwäche führt)Bei der Behandlung mit Norfloxacin kann es zum Ausbruch einer Myasthenia gravis oder zu einer Verschlechterung einer bestehenden Myasthenia gravis kommen. Dies kann eine lebensbedrohende Schwäche der Atemmuskulatur zur Folge haben.
Bei Verschlimmerung der Symptome sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.

Lichtempfindlichkeit Bei der Einnahme von Floxacin oder anderen Arzneimitteln aus der Gruppe der Chinolone kann es zu einer erhöhten Lichtempfindlichkeit kommen. Sie sollten daher während der Behandlung längere oder stärkere Sonnenbestrahlung ver-

meiden. Ebenso sollten Sie in dieser Zeit auf die Benutzung von Solarien ver-zichten.

Eingeschränkte Nierenfunktion Wenn Sie eine eingeschränkte Nierenfunktion haben, kann es sein, dass Floxa-cin bei Ihnen nicht richtig wirken kann.

Kristalle im Urin (Kristallurie) Bei langfristiger Behandlung kann es zur Bildung von Kristallen im Urin (Harn) kommen. Um dies zu vermeiden, sollten Sie:

  • die empfohlene Tagesdosis nicht überschreiten
  • darauf achten, dass Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen (z.B. Was-ser, aber keinen Alkohol).

Herzprobleme
Bei der Einnahme dieser Art von Arzneimittel ist Vorsicht geboten, wenn Sie an einer angeborenen Verlängerung des QT-Intervalls leiden (sichtbar in einem EKG, einer elektri-schen Aufnahme des Herzens) oder wenn es in Ihrer Familie derartige Fälle gibt, wenn Sie an einer Störung des Salzhaushaltes im Blut leiden (vor allem niedrige Spiegel von Kalium oder Magnesium im Blut), wenn Sie einen sehr langsamen Herzrhythmus (genannt "Brady-kardie"), ein schwaches Herz (" Herzinsuffizienz") oder einen Herzinfakt ("Myokardinfarkt") erlitten haben. Auch wenn Sie weiblich oder älter sind, oder wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die eine Veränderung des EKG bewirken (siehe Abschnitt "Bei Einnah-me/Anwendung" von mit anderen Arzneimitteln"), sollten Sie besonders vorsich-tig sein.

Bei Einnahme von Floxacin mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden bzw. vor kurzem angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel sowie pflanzliche Mittel, Nahrungsergän-zungsmittel oder Reformkost handelt.

Wenden Sie Floxacin und Tizanidin (Arzneimittel zur Muskelentspannung z.B. bei Multipler Sklerose) NICHT zusammen an.

Floxacin kann folgende Arzneimittel beeinflussen oder von diesen beeinflusst werden:

  • Nitrofurantoin (Antibiotikum)
  • Probenecid (Gichtmittel)
  • Theophyllin (Arzneimittel bei Asthma oder anderen Lungenerkrankungen). Bei gleichzeitiger Anwendung von Floxacin und Theophyllin können die Ne-benwirkungen von Theophyllin verstärkt werden
  • Coffein (z.B. in einigen Schmerzmitteln). Die Anwendung Coffein-haltiger Arzneimittel sollte während der Behandlung mit Floxacin unterbleiben. Bitte fragen Sie ggf. Ihren Arzt, ob Coffein in Ihren Arzneimitteln enthalten ist
  • Ciclosporin (Mittel zur Verhinderung der Abstoßung nach Organtransplan-tation)
  • Warfarin (Arzneimittel zur Blutverdünnung)
  • bestimmte Schmerzmittel (nichtsteroidale entzündungshemmende Arznei-mittel, NSAR)
  • Fenbufen (ein nichtsteroidales Arzneimittel bei Entzündungen und Schmer-zen).

Berichten Sie unbedingt Ihrem Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einehmen, die den Herz-rhythmus verändern können: Arzneimittel, die zur Gruppe der Anti-Arrhythmika gehören (z.B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid, Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid), Trizykli-sche Antidepressiva, manche antimikrobiellen Arzneimittel (die zur Gruppe der Makrolide gehören), manche Antipsychotika.

Orale Kontrazeptiva (Verhütungsmittel zum Einnehmen):
Bitte beachten Sie, dass die Wirkung oraler Kontrazeptiva („Pille“) bei gleichzei-tiger Anwendung von Floxacin beeinträchtigt sein kann.

Präparate, die Eisen, Magnesium, Aluminium oder Zink enthalten, sowie magensäurebindende Arzneistoffe (Antazida):
Präparate, die eine dieser Substanzen enthalten (z.B. Multivitamin-Präparate oder Sucralfat), können die Menge von Norfloxacin in Ihrem Blut oder Harn ver-ringern. Floxacin sollte deshalb entweder 2 Stunden vor oder mindestens 4 Stunden nach der Aufnahme solcher Präparate eingenommen werden.

Calciumpräparate Auch bei Einnahme Calcium-haltiger Präparate (z.B. flüssige Nährlösungen und Molkerei-/Milchprodukte (Milch oder flüssige Milchprodukte, wie z.B. Joghurt) kann die Menge von Norfloxacin im Blut und Urin stark verringert sein. Floxacin sollte deshalb entweder 1 Stunde vor oder mindestens 2 Stunden nach der Ein-nahme solcher Präparate eingenommen werden.

Bei Einnahme von Floxacin zusammen mit Nahrungsmitteln und Geträn-ken
Sie sollten Floxacin auf nüchternen Magen mindestens 1 Stunde vor oder frü-hestens 2 Stunden nach einer Mahlzeit oder der Aufnahme von Milch oder Milchprodukten einnehmen.

Sie sollten während der Behandlung mit Floxacin keinen Alkohol trinken.

Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apothe-ker um Rat.

Schwangerschaft Dieses Arzneimittel kann Ihr ungeborenes Kind schädigen. Daher dürfen Sie Floxacin nicht einnehmen:

  • wenn Sie schwanger sind
  • wenn Sie eine Schwangerschaft vermuten
  • wenn Sie eine Schwangerschaft planen.

Wenn Sie während der Behandlung mit Floxacin schwanger werden, müssen Sie Ihren Arzt umgehend informieren.

Während der Behandlung mit Floxacin müssen Sie eine wirksame Verhütungs-methode anwenden. Bitte sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Stillzeit Während der Behandlung mit Floxacin dürfen Sie nicht stillen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

!

Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrs-

tüchtigkeit beeinträchtigen!

Floxacin kann das Reaktionsvermögen verändern insbesondere:

  • bei Behandlungsbeginn
  • bei Dosiserhöhung
  • bei einem Präparatewechsel
  • wenn Sie zusätzlich Alkohol zu sich nehmen

Sie müssen daher beim Lenken von Fahrzeugen oder Bedienen von Maschinen immer vorsichtig sein. Wenn Ihr Reaktionsvermögen eingeschränkt ist, dürfen Sie sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen oder Maschinen bedienen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Floxa-cin
Floxacin enthält den Farbstoff Gelborange S (E 110), der überempfindliche (al-lergische) Reaktionen hervorrufen kann.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Floxacin immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Ihr Arzt wird Sie möglicherweise anweisen, Ihre Tagesdosis auf zwei Einzelga-ben zu verteilen. In diesem Fall sollten Sie eine Dosis morgens und die andere Dosis dann am Abend einnehmen.

Wenn Ihr Arzt Ihnen nur eine Dosis pro Tag verordnet hat, sollten Sie diese stets zur gleichen Tageszeit einnehmen.

Wenn Sie magensäurehemmende Mittel (Antazida), Multivitaminpräparate oder Nährlösungen einnehmen, sollte Floxacin entweder 2 Stunden vor oder frühes-tens 4 Stunden nach der Aufnahme solcher Produkte eingenommen werden.

Die Filmtabletten sind im Ganzen, ohne sie zu brechen, zu zerstoßen oder zu zerkauen, mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) einzunehmen. Nehmen Sie die Tabletten mindestens 1 Stunde vor oder frühestens 2 Stunden nach einer Mahlzeit oder dem Genuss eines milchhaltigen Produkts ein.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Harnwegsinfektionen
1 Tablette (entsprechend 400 mg Norfloxacin) 2-mal täglich. Die Behandlungs-dauer hängt von der Art Ihrer Infektion ab:

  • Unkomplizierte akute Harnblasenentzündung (Cystitis) bei Frauen: die Behandlungsdauer beträgt normalerweise 3 Tage.
  • Harnwegsinfektionen: die Behandlungsdauer beträgt normalerweise 7 bis 10 Tage. Ihre Beschwerden können sich rasch bessern. Trotzdem müssen Sie die Einnahme der Tabletten solange fortsetzen, wie es Ihnen Ihr Arzt verordnet hat.
  • Komplizierte Harnwegsinfektionen: die Behandlungsdauer beträgt nor-malerweise 2 bis 3 Wochen. Ihr Arzt kann auch eine längere Behandlungs-dauer wählen in Abhängigkeit von der Schwere und dem Ort Ihrer Infektion.
  • Harnwegsinfektionen im Zusammenhang mit chirurgischen urologi-schen Eingriffen oder Nierensteinleiden: die übliche Dosis liegt bei 1 Tablette (entsprechend 400 mg Norfloxacin) 2- bis 3-mal täglich. Die Dosis und Behandlungsdauer hängen ab von der Schwere Ihrer Infektion sowie der Gefahr eines Rückfalls.

Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Ihr Arzt wird Ihre Nierenfunktion durch Messung der sogenannten Kreatinin-Clearance bewerten. Wenn bei Ihnen eine schwere Nierenfunktionseinschrän-kung vorliegt (Kreatinin-Clearance ≤ 30 ml/min x 1,73 m), wird Ihr Arzt Ihre Do-sis möglicherweise auf 1-mal täglich 1 Tablette (entsprechend 400 mg Norflo-xacin) herabsetzen.

Ältere Menschen
Sofern Sie älter sind, aber bei Ihnen keine Einschränkung der Nierenfunktion vorliegt, können Sie mit den oben genannten üblichen Dosen behandelt wer-den.

Kinder und Jugendliche

Floxacin darf bei Kindern und im Wachstum befindlichen Jugendlichen (<18 Jahre) nicht angewendet werden.</p>

Wenn Sie eine größere Menge Floxacin eingenommen haben, als Sie soll-ten
Verständigen Sie bei Verdacht auf eine Überdosierung umgehend einen Arzt oder die nächstliegende Notaufnahme. Möglicherweise werden Sie angewie-sen, eine Calcium-haltige Lösung zu trinken. Dies verhindert eine weitere Auf-nahme von Norfloxacin ins Blut.

Wenn Sie die Einnahme von Floxacin vergessen haben
Machen Sie sich keine Sorgen. Nehmen Sie einfach die nächste Dosis zur übli-chen Zeit ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, um die vergessene Do-sis nachzuholen.

Wenn Sie die Einnahme von Floxacin abbrechen
Beenden Sie die Einnahme nicht vorzeitig, auch wenn sich Ihre Beschwerden bereits gebessert haben. Sie müssen die Einnahme der Tabletten so lange fort-setzen, wie es Ihr Arzt Ihnen verordnet hat, da Ihre Infektion sonst wieder zu-rückkommen kann.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt und Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Floxacin Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden fol-gende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Folgende Nebenwirkungen wurden berichtet:

Beenden Sie die Einnahme der Tabletten und informieren Sie umgehend einen

Arzt, wenn bei Ihnen folgende Beschwerden auftreten:

  • Anzeichen eines Angioödems (eine lebensbedrohliche allergische Reaktion) wie

– Schwellung des Gesichts, der Zunge oder des Rachens

– Schluckbeschwerden

– Nesselausschlag und Atembeschwerden

  • eine schwere Hautreaktion
  • eine gelbe Färbung der Haut oder der Bindehaut im Auge, die auf eine Le-berentzündung (Hepatitis) oder Leberversagen hindeuten kann.

Andere mögliche Nebenwirkungen:

Häufig:

  • Leukopenie (verminderte Anzahl weißer Blutzellen)
  • Neutropenie (verminderte Anzahl weißer Blutzellen, die als Neutrophile be-zeichnet werden)
  • Eosinophilie (verminderte Anzahl weißer Blutzellen, die als Eosinophile be-zeichnet werden)
  • Erhöhung bestimmter Leberwerte (der SGOT, SGPT, alkalischen Phospha-tase). Dies sind Blutwerte, die mögliche Veränderungen Ihrer Leberfunktion anzeigen
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Benommenheit
  • Schläfrigkeit
  • Bauchschmerzen und -krämpfe • Übelkeit
  • Hautausschlag.

Gelegentlich:

  • Thrombozytopenie (verminderte Anzahl der Blutplättchen)
  • verminderter Hämatokrit (verminderte Anzahl an roten Blutzellen)
  • Kristallurie (Auftreten von Kristallen im Urin)
  • Verlängerte Prothrombinzeit (Ihr Blut benötigt dann mehr Zeit zum Gerin-nen)
  • hämolytische Anämie (verminderte Anzahl an roten Blutzellen durch ver-stärkten Abbau der Blutzellen, was zu einer blassen Hautfarbe und Schwä-chegefühl oder Kurzatmigkeit führen kann). Dies tritt gelegentlich in Verbin-dung mit einem Mangel des Enzyms Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase auf • Überempfindlichkeits- (allergische) Reaktionen, wie z.B.:
  • Anaphylaxie (eine schwere allergische Reaktion; siehe Abschnitt 2: Be-sondere Vorsicht bei der Einnahme von Floxacin ist erforderlich)
  • Angioödem (ernsthafte allergische Reaktion, die mit Schwellungen des Gesichts, der Zunge oder des Rachens einhergeht und lebensbedroh-lich sein kann)
  • Nesselausschlag (Urtikaria)
  • Nierenentzündung (interstitielle Nephritis)
  • kleine rote oder violette Abschnitte auf der Haut (Petechien)
  • blutgefüllte Blasen (hämorrhagische Bullae)
  • Knötchen auf der Haut in Verbindung mit einer Gefäßentzündung (Vaskulitis)
  • Müdigkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Fehlempfindungen wie Kribbeln, Pelzigsein (Parästhesie)
  • Schlaflosigkeit
  • Schlafstörungen
  • Depression
  • Angstgefühl
  • Nervosität
  • Reizbarkeit
  • Gesteigertes Glücksgefühl (Euphorie)
  • Orientierungslosigkeit
  • Wahrnehmungsstörungen (Halluzinationen, Dinge hören oder sehen, die nicht da sind)
  • Verwirrtheit
  • Nervenerkrankung in Beinen und Armen (Polyneuropathie) einschließlich Guillain-Barré Syndrom (gekennzeichnet durch Schwäche der Gliedmaßen. Dies kann zu Taubheitsgefühl und Lähmungserscheinungen führen.) (siehe Abschnitt 2: Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Floxacin ist erforder-lich)
  • Krampfanfälle
  • psychische Störungen, Erkrankungen einschließlich psychotischer Reaktio-nen (schwere psychische Störungen)
  • mögliche Auslösung oder Verschlechterung einer Myasthenia gravis (Mus-kelerkrankung, die zu Muskelschwäche führt) (siehe Abschnitt 2: Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Floxacin ist erforderlich)
  • Sehstörungen
  • verstärkter Tränenfluss
  • Ohrgeräusche (Tinnitus)
  • Herzklopfen (Palpitationen)
  • Sodbrennen
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)
  • Entzündung der Leber (Hepatitis)
  • erhöhter Bilirubin-Wert (Blutwert)
  • Schwere Hautreaktionen:
  • Entzündung und Abschälen der Haut (exfoliative Dermatitis)
  • schwere Hauterkrankung mit fieberhafter Rötung, Blasenbildung und Ablösung der Haut (Lyell-Syndrom)
  • schwere Erkrankung mit Blasenbildung der Haut, im Mund, im Auge und

10an den Geschlechtsorganen (Erythema exsudativum multiforme bzw. Stevens-Johnson-Syndrom)

  • Lichtüberempfindlichkeit
  • Juckreiz
  • Gelenkentzündung
  • Muskelschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Sehnenentzündung
  • Sehnenscheidenentzündung
  • Erhöhung von Harnstoff und Kreatinin im Blut (Blutwerte, die auf eine Ver-schlechterung der Nierenfunktion hindeuten können)
  • Vaginale Candidiasis (Scheidenpilze).

Selten:

  • Darmentzündung, die mit Fieber, Bauchschmerzen oder Durchfall einher-geht (pseudomembranöse Kolitis; siehe Abschnitt 2: Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Floxacin ist erforderlich)
  • Entzündung der Achillessehne bis hin zum Achillessehnenriss (siehe auch Abschnitt 2: Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Floxacin ist erforder-lich).

Sehr selten:

  • Herzrhythmusstörungen (Verlängerung des QT-Intervalls im EKG)
  • Leberentzündung mit Gallestauung (cholestatische Hepatitis)
  • Zerfall von Leberzellen (Lebernekrose)
  • Zerfall von Muskelgewebe, wodurch Nierenprobleme auftreten können (Rhabdomyolyse).

Nicht bekannt:

  • Verminderte Reizempfindlichkeit (Hypästhesie)
  • Leberversagen einschließlich tödlicher Fälle (siehe Abschnitt 2: Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Floxacin ist erforderlich)
  • der enthaltene Farbstoff Gelborange S (E 110) kann allergische Reaktionen hervorrufen.

Herzprobleme
Unbekannt: Abnormal schneller Herzrhythmus, Lebensbedrohlicher unregelmäßiger Herz-rhythmus, Veränderungen des Herzrhythmus (genannt "Verlängerung des QT-Intervalls", sichtbar im EKG, in der elektrischen Aktivität des Herzens).

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemer-ken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Durch-drückpackung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden. Das Verfalls-datum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

In der Originalverpackung aufbewahren.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Name

Floxacin 400 mg Filmtabletten

Zusammensetzung

1 Filmtablette enthält 400 mg Norfloxacin.
Sonstiger Bestandteil: 1 Filmtablette enthält 0,5 mg Gelborange S (E110).

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe unter Abschnitt 6.1.

Darreichungsform

Filmtablette
Runde, orange Filmtablette mit einseitiger Bruchkerbe.

Die Bruchkerbe dient nur zum Teilen der Filmtablette für ein erleichtertes Schlucken und nicht zum Aufteilen in gleiche Dosen.

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