Fluconazol-GRY 150 mg Hartkapseln

 

Was ist es und wofür wird es verwendet?

1.1 FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Pilzerkrankungen (Antimykotikum).

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln darf nicht eingenommen werden
- von Patienten, die überempfindlich (allergisch) gegenüber dem Wirkstoff Fluconazol, anderen Azol-Derivaten oder einem der sonstigen Bestandteile von FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln sind.
- während der Schwangerschaft (mit Ausnahme von lebensbedrohlichen ällen) und Stillzeit (siehe auch 2.2 c,d: Schwangerschaft und Stillzeit).
- von Patienten mit erblicher oder belegter erworbener QT-Verlängerung (EKG-Veränderung).
- zusammen mit anderen Arzneimitteln , die das QT-Intervall verlängern wie Antiarrhythmika der Klasse IA und III (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen).
- von Patienten mit Elektrolytstörungen, besonders bei Hypokaliämie (Kaliummangel) und Hypomagnesiämie (Magnesiummangel).
- von Patienten mit klinisch relevanter Bradykardie (Verlangsamung der Herzschlagfolge), Herzrhythmusstörungen oder schwerer Herzinsuffizienz.
- zusammen mit Astemizol, Terfenadin oder Cisaprid (siehe 2.3 "Welche Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln").
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln ist erforderlich
Fragen Sie in den folgenden ällen vor Behandlungsbeginn den Arzt. Dies gilt auch, wenn diese Angaben bei Ihnen früher einmal zutrafen.
Patienten die gleichzeitig mit nicht kontraindizierten Arzneimitteln behandelt werden, die möglicherweise eine Verlängerung des QT-Intervalls bewirken, sollten durch EKG-Kontrollen engmaschig überwacht werden (siehe 2.1 "FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln darf nicht eingenommen werden bei" und 2.3 "Welche Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln").
Bei einigen Patienten, besonders solchen mit schweren Grunderkrankungen wie AIDS und malignen (bösartigen) Erkrankungen, wurden während der Behandlung mit Fluconazol Veränderungen in den Ergebnissen der Funktionstests von
Blut, Leber, Niere und anderen biochemischen Funktionen beobachtet, wobei aber die klinische Bedeutsamkeit und der Zusammenhang mit der Behandlung unklar ist.
Sehr selten wurden bei Patienten, die mit schweren Grunderkrankungen starben und Mehrfachdosen von Fluconazol erhalten hatten, älle von schwerer Leberschädigung (Leberzellnekrose) beschrieben. Diese Patienten erhielten gleichzeitig mehrere Arzneimittel, von denen einige ein bekanntes leberschädigendes Potential besitzen und/oder litten an Grunderkrankungen, welche die Leberzellnekrose verursacht haben könnten.
In ällen von schwerer Leberunverträglichkeit (Lebertoxizität) konnte kein eindeutiger Zusammenhang mit der Gesamttagesdosis Fluconazol, der Therapiedauer, dem Geschlecht oder dem Alter des Patienten hergestellt werden; die Veränderungen waren nach Absetzen der Fluconazol-Therapie in der Regel reversibel.
Da ein ursächlicher Zusammenhang nicht ausgeschlossen werden kann, wird empfohlen, Patienten, bei denen es während der Therapie mit FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln zu abnormen Leberfunktionstests kommt, im Hinblick auf die Entwicklung eines schwereren Leberschadens zu überwachen. FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln sollte abgesetzt werden, sobald klinische Symptome auftreten, die auf eine Lebererkrankung hinweisen.
Selten traten bei Patienten unter der Behandlung mit Fluconazol exfoliative Hautreaktionen (Abschälung der Haut), wie das Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse (Ablösung der Haut) auf. AIDS-Patienten neigen bei vielen Arzneimitteln verstärkt zur Entwicklung von schweren Hautreaktionen.
Kommt es bei einem Patienten, der wegen einer oberflächlichen Pilzinfektion behandelt wird, zu einem Hautausschlag, der auf Fluconazol zurückgeführt werden kann, ist FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln abzusetzen.
In seltenen ällen wurden das Auftreten von anaphylaktischen Reaktionen (schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen) beobachtet.
Die Behandlung von Partnern von Patienten mit Vaginalcandidose, bei denen eine symptomatische Genitalcandidose auftritt, sollte in Erwägung gezogen werden.
a) Kinder
FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln sollte bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren nicht angewendet werden, da Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der Anwendung nicht ausreichend belegt sind. Falls es keine therapeutische
Alternative gibt, sollten die unten genannten Dosierungen (siehe unter 3.2 "Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis: ") eingesetzt werden.
b) Ältere Menschen
Liegen keine Hinweise auf eine eingeschränkte Nierenfunktion vor, sollten die üblichen Dosierungsempfehlungen beachtet werden. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance  50 ml/Minute) sollte die Dosierung angepasst werden (siehe unter 3.2 " Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:").
c) Schwangerschaft
Fluconazol darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden (siehe 2.1 "FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln darf nicht eingenommen werden bei").
Die einzige Ausnahme zu dieser Kontraindikation ist eine akute Lebensgefahr für die Patientin. Falls die Behandlung in der Phase der Organbildung des Foetus stattgefunden hat, wird eine Ultraschall-Feinuntersuchung empfohlen.
Vor Beginn einer Behandlung mit FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln ist eine Schwangerschaft auszuschließen (Schwangerschaftstest durch den behandelnden Arzt). Bei Frauen im gebärfähigen Alter muss eine Schwangerschaft durch geeignete empfängnisverhütende Maßnahmen bis zu 7 Tagen nach Behandlungsende verhindert werden.
d) Stillzeit
FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln darf bei stillenden Frauen nicht angewendet werden (siehe 2.1 "FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln darf nicht eingenommen werden bei"), da es in der Muttermilch die gleiche Konzentration wie im Plasma erreicht. Vor der Einnahme von FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln ist abzustillen.
e) Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln hat keinen oder vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen. Das mögliche Auftreten von Benommenheit und Krämpfen sollte jedoch in Betracht gezogen werden.
f) Wichtiger Warnhinweis zu bestimmten sonstigen Bestandteilen von FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln:
FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln darf nicht eingenommen werden, wenn Sie an der seltenen ererbten Galactose-Unverträglichkeit, einem Lactase-Mangel oder an einer Glucose-Galactose-Malabsorption leiden.
2.3 Welche Arzneimittel beeinflussen die Wirkung von FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln und was müssen Sie beachten, wenn Sie zusätzlich andere Arzneimittel einnehmen?
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden bzw. vor kurzem angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Die nachfolgenden Wechselwirkungen mit Arzneimitteln beziehen sich auf die mehrmalige Anwendung von Fluconazol. Es wurde bisher nicht nachgewiesen, inwieweit dies für die Anwendung einer Einzeldosis von 150 mg Fluconazol Bedeutung hat.
FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln darf nicht gleichzeitig mit folgenden Arzneimitteln angewendet werden (siehe 2.1 "FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln darf nicht eingenommen werden"):
Cisaprid
Es liegen Berichte über kardiale Nebenwirkungen einschließlich Torsade de pointes (Form von Herzrhythmusstörungen) bei Patienten vor, die gleichzeitig Fluconazol und Cisaprid (Arzneimittel zur Behandlung von Magengeschwüren) erhalten hatten.
In den meisten dieser älle scheinen die Patienten entweder für Arrhythmien (Herzrhythmusstörungen) prädisponiert oder an einem schweren Grundleiden erkrankt gewesen zu sein. Der Zusammenhang zwischen den gemeldeten Nebenwirkungen und einer möglichen Fluconazol-Cisaprid-Wechselwirkung ist unklar. Aufgrund des möglichen Schweregrades einer solchen Wechselwirkung, ist die gleichzeitige Gabe von Cisaprid bei Patienten, die FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln erhalten, kontraindiziert (siehe 2.1 "FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln darf nicht eingenommen werden").
Terfenadin
Aufgrund des Auftretens schwerer Herzrhythmusstörungen in Folge einer Verlängerung des QTC-Intervalls bei Patienten, die andere Azol-Antimykotika in Kombination mit Terfenadin erhalten haben, wurden Studien durchgeführt. Diese Studien ergaben, dass eine gleichzeitige Gabe von niedrigen Dosen von Fluconazol und Terfenadin (Arzneimittel zur Behandlung von Allergien) das QTC-Intervalls nicht beeinflusst, höhere Dosen von Fluconazol aber den Plasmaspiegel von Terfenadin
deutlich erhöhten. Es liegen Spontanmeldungen über Herzklopfen, Tachykardie, Benommenheit und Brustschmerzen bei Patienten vor, die gleichzeitig Fluconazol und Terfenadin eingenommen haben. Der Zusammenhang zwischen den gemeldeten unerwünschten Wirkungen und der Arzneimitteltherapie oder einer vorhandenen Grunderkrankung war jedoch unklar. Wegen des möglichen Schweregrades einer solchen Wechselwirkung wird empfohlen, Terfenadin nicht in Kombination mit FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln einzunehmen.
Astemizol
Astemizol-Überdosierungen haben zu einem verlängerten
QT-Intervall und schweren ventrikulären Arrhythmien, Torsade de pointes und Herzstillstand geführt. Die gleichzeitige Einnahme von Astemizol (Arzneimittel zur Behandlung von Allergien) und FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln ist aufgrund der Möglichkeit schwerwiegender, potentiell tödlicher kardialer Effekte kontraindiziert.
Arzneimittel mit Auswirkung auf den Metabolismus (Stoffwechsel) von Fluconazol
Hydrochlorothiazid
In einer pharmakokinetischen Interaktionsstudie führte die gleichzeitige, mehrmalige Gabe von Hydrochlorothiazid (Arzneimittel zur Steigerung des Harnflusses) bei gesunden Freiwilligen, die Fluconazol einnahmen, zu einer Steigerung der Plasmakonzentrationen von Fluconazol um 40 %. Dies kann eine Anpassung der Dosierung von FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln durch den Arzt notwendig machen.
Rifampicin
Die gleichzeitige Gabe von Fluconazol und Rifampicin (Arzneimittel zur Behandlung der Tuberkulose) führte zu einer 25%igen Abnahme der AUC und zu einer 20 % kürzeren Halbwertszeit von Fluconazol. Bei Patienten, die gleichzeitig Rifampicin erhalten, sollte eine Dosiserhöhung von FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln in Erwägung gezogen werden.
Auswirkungen von Fluconazol auf den Metabolismus (Stoffwechsel) anderer Arzneimittel
Fluconazol ist ein Hemmer eines Enzymsystems in der Leber, über das viele Arzneimittel verstoffwechselt werden [starke Hemmung des Cytochrom (CYP) Isoenzyms 2C9 und mäßiger Hemmer von CYP3A4]. Neben den unten beschriebenen beobachteten/dokumentierten Wechselwirkungen besteht bei der gleichzeitigen Einnahme mit Fluconazol bei anderen Arzneistoffen, die durch CYP2C9 oder CYP3A4 (z.B. Ergotalkaloide, Chinidin) abgebaut werden, das Risiko erhöhter Plasmakonzentrationen.
Deswegen sollten diese Kombinationen immer mit Vorsicht eingesetzt und die Patienten sorgsam überwacht werden. Der enzymhemmende Effekt von Fluconazol kann aufgrund der langen Halbwertszeit von Fluconazol noch Tage nach Ende der Fluconazol-Behandlung andauern.
Rifabutin
Es liegen Berichte vor, wonach es bei gleichzeitiger Anwendung von Fluconazol und Rifabutin (Arzneimittel zur Behandlung der Tuberkulose) zu einer Wechselwirkung kommt, die zu erhöhten Rifabutin-Serumspiegeln führt. Es liegen Berichte über die Entstehung einer Uveitis (Entzündung der mittleren Augenhaut) bei Patienten vor, die gleichzeitig Fluconazol und Rifabutin erhielten. Patienten, die gleichzeitig Rifabutin und Fluconazol erhalten, sollten engmaschig überwacht werden.
Antikoagulantien
In einer Wechselwirkungsstudie verlängerte Fluconazol nach Warfarin-Gabe (Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung) bei gesunden männlichen Probanden die Prothrombinzeit (12 %). Bei Patienten, die gleichzeitig Warfarin und Fluconazol erhielten wurden vermehrt Blutungen (Blutergüsse, Nasenbluten, gastrointestinale Blutungen, Hämaturie und Blutstuhl) in Verbindung mit Erhöhungen der Prothrombinzeit berichtet. Die Prothrombinzeit sollte bei Patienten, die Antikoagulantien (Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung) vom Cumarin-Typ erhalten, engmaschig überwacht werden.
Phenytoin
Bei gleichzeitiger Anwendung von Fluconazol und Phenytoin (Arzneimittel zur Behandlung epileptischer Anfälle) kann der Phenytoin-Serumspiegel in einem klinisch bedeutsamen Ausmaß erhöht werden. Daher sollten, wenn es erforderlich ist beide Arzneimittel gleichzeitig anzuwenden, die Phenytoin-Serumspiegel engmaschig überwacht werden und die Phenytoin-Dosis so eingestellt werden, dass der therapeutische Spiegel aufrechterhalten wird.
Alfentanil (CYP3A4 Substrat)
Gleichzeitige Einnahme von 400 mg Fluconazol und Alfentanil 20 Mikrogramm/kg intravenös bei gesunden Freiwilligen erhöhte die Alfentanil AUC10 um ungefähr das Doppelte und verringerte die Clearance um 55%, wahrscheinlich durch Hemmung von CYP3A4. Bei Einsatz dieser Kombination kann eine Dosisanpassung erforderlich sein.
Benzodiazepine (kurzwirksame)
Nach Einnahme von Midazolam (Beruhigungsmittel) führte die Gabe von Fluconazol zu deutlichen Anstiegen der Midazolam-Konzentrationen und der psychomotorischen Wirkungen. Diese Wirkung auf Midazolam scheint nach oraler Anwendung von Fluconazol ausgeprägter als nach intravenöser Anwendung zu sein. Falls die Anwendung von Benzodiazepinen bei Patienten
unter Fluconazol-Therapie erforderlich ist, sollte eine Dosisreduktion der Benzodiazepine erwogen und die Patienten entsprechend überwacht werden.
HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren
Das Risiko einer Myopathie oder Rhabdomyolyse (Erkrankungen, die die Muskulatur betreffen) ist erhöht, wenn Azol-Antimykotika gleichzeitig mit HMG-CoA Reduktase-Inhibitoren (Arzneimittel zur Senkung erhöhter Cholesterinwerte) wie Atorvastatin gegeben werden. Falls eine gleichzeitige Therapie erforderlich ist, sollten Patienten auf Anzeichen und Symptome einer Myopathie oder Rhabdomyolyse (Muskelschmerzen, Empfindlichkeit oder Schwäche) und der Kreatininkinase-Spiegel (CK) überwacht werden. Die Behandlung mit HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren sollte abgebrochen werden falls der CK-Spiegel einen deutlichen Anstieg aufweist, oder falls Myopathie oder Rhabdomyolyse diagnostiziert oder vermutet wird.
Trimetrexat
Die gleichzeitige Anwendung von Fluconazol kann zu einer Erhöhung der Plasmakonzentration von Trimetrexat (Zytostatikum) führen. Falls eine gleichzeitige Anwendung von Trimetrexat und Fluconazol nicht vermieden werden kann, müssen die Trimetrexat-Serumspiegel und die Trimetrexat-Toxizität (Knochenmarksuppression, Leber- und Nierenfunktionsstörungen, und gastrointestinale Ulzerationen) sorgfältig überwacht werden.
Zidovudin
Zwei pharmakokinetische Studien zeigten, dass die gleichzeitige Gabe von Zidovudin (Arzneimittel zur Behandlung von Virusinfektionen) und Fluconazol zu erhöhten Zidovudin-Serumspiegeln führt. Patienten, die diese Kombination erhalten, sind auf die Entwicklung unerwünschter, mit Zidovudin zusammenhängender Reaktionen zu überwachen.
Ciclosporin
Bei Patienten, die gleichzeitig Ciclosporin (Immunsuppressivum) und Fluconazol erhalten, wird die Überwachung der Cyclosporin-Plasmakonzentration empfohlen.
Prednison
Patienten unter Langzeitbehandlung mit Fluconazol und Prednison sollten bei Absetzen des Fluconazols auf Anzeichen einer Nebennierenrindeninsuffizienz engmaschig überwacht werden.
Tacrolimus und Sirolimus (CYP3A4 Substrate)
Die gleichzeitige Einnahme von Fluconazol und Tacrolimus (Immunsuppressivum) erhöhte die Plasmaspiegel von Tacrolimus. Es gibt Berichte über Nierentoxizität bei Patienten, die gleichzeitig Fluconazol und Tacrolimus erhielten. Obwohl keine Interaktionsstudien mit Fluconazol und Sirolimus (Immunsuppressivum) durchgeführt worden sind,
wird empfohlen, die Sirolimus-Spiegel zu überwachen, da eine Dosisanpassung erforderlich sein kann. Patienten, die Tacrolimus oder Sirolimus und Fluconazol gleichzeitig erhalten, müssen engmaschig auf Anzeichen gesteigerter Sirolimus-Toxizität (Blutbildveränderungen wie Anaemie, Leukopenie, Thrombozytopenie und Hypokaliämie, Durchfall) überwacht werden.
Sulfonylharnstoffe
Es wurde nachgewiesen, dass Fluconazol bei gesunden Freiwilligen die Serumhalbwertszeit von gleichzeitig angewendeten oralen Sulfonylharnstoffen (Arzneimittel zur Behandlung erhöhter Blutzuckerwerte wie Chlorpropamid, Glibenclamid, Glipizid und Tolbutamid) verlängert. Fluconazol und orale Sulfonylharnstoffe können bei Diabetikern gleichzeitig angewendet werden, wobei aber ein mögliches Absinken des Blutzuckerspiegels berücksichtigt werden sollte.
Orale Kontrazeptiva
Es wurden zwei pharmakokinetische Interaktionsstudien mit kombinierten oralen Kontrazeptiva ("Pille") und mehrfacher Gabe von Fluconazol durchgeführt. Bei der Studie mit 50 mg Fluconazol ergaben sich keine Auswirkungen auf die verschiedenen Hormonspiegel, während bei der Anwendung von 200 mg Fluconazol täglich die Blutspiegel (AUC) von Ethinylestradiol und Levonorgestrel um 40 % bzw. 24 % erhöht waren. Somit hat die mehrfache Gabe von Fluconazol in diesen Dosierungen wahrscheinlich keinen Effekt auf die Wirksamkeit kombinierter oraler Kontrazeptiva.
Amitriptylin
Mehrere Fallberichte beschreiben die Ausbildung erhöhter Amitriptylinkonzentrationen und Anzeichen der für tricyclische Verbindungen (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen) charakteristischen Toxizität beim kombinierten Einsatz von Amitriptylin (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen) und Fluconazol. Aufgrund des Risikos einer Amitriptylin-Toxizität sollte in Erwägung gezogen werden, die Amitriptylin-Spiegel zu überwachen und falls erforderlich Dosisanpassungen vorzunehmen.
Celecoxib
Eine klinische Studie mit Celecoxib ergab eine Verdoppelung der Celecoxib-Plasmakonzentrationen bei gleichzeitiger Gabe von 200 mg Fluconazol.
Bei Patienten, die auch Fluconazol erhalten, sollte die Behandlung mit Celecoxib mit der niedrigsten empfohlenen Dosierung begonnen werden.
Losartan
Die gleichzeitige Gabe von Losartan (Arzneimittel zur Behandlung des Bluthochdruckes) mit Fluconazol kann zu einer eingeschränkten blutdrucksenkenden Wirkung von Losartan führen. Der Patient sollte daher in Hinblick auf andauernde Kontrolle des Bluthochdrucks überwacht werden.
Theophyllin
Patienten mit hohen Theophyllin-Dosierungen die gleichzeitig mit Fluconazol behandelt werden oder mit einem anderweitig erhöhten Risiko einer Theophyllin-Toxizität sollten während der Therapie mit Fluconazol auf Zeichen einer Theophyllin-Toxizität überwacht werden. Sobald sich Zeichen einer Toxizität entwickeln, ist die Therapie entsprechend zu verändern.
Calciumkanalblocker
Einige Dihydropyridin Calciumkanalblocker, einschließlich Nifedipin, Isradipin, Nicardipin, Amlodipin und Felodipin, werden über CYP3A4 metabolisiert. In Literaturberichten sind ausgeprägte periphere Ödeme (Wasseransammlungen) und/oder erhöhte Serumkonzentrationen des Calciumantagonisten während der gleichzeitigen Einnahme von Itraconazol (Antimykotikum aus derselben Gruppe wie Fluconazol) und Felodipin, Isradipin oder Nifedipin dokumentiert. Eine Wechselwirkung ist daher auch mit Fluconazol möglich.
Didanosin
Die gleichzeitige Gabe von Didanosin (Arzneimittel zur Behandlung von Virusinfektionen) und Fluconazol scheint sicher zu sein und wenig Auswirkung auf die Pharmakokinetik oder Wirksamkeit von Didanosin zu haben. Es ist jedoch wichtig, das Ansprechen auf Fluconazol zu überwachen. Es kann von Vorteil sein, Fluconazol zeitversetzt vor der Gabe von Didanosin zu dosieren.
Andere Wechselwirkungen
Amphotericin B
In vitro und in vivo Tierstudien belegen einen Antagonismus (gegenseitige Beeinflussung der Wirksamkeit) zwischen Amphotericin B (Arzneimittel zur Behandlung von Pilzerkrankungen) und Azolverbindungen (z.B. Fluconazol). Klinische Auswirkungen dieses Antagonismus sind bisher nicht bekannt. Ein ähnlicher Effekt kann bei dem Amphotericin B-Cholesterolsulfat-Komplex auftreten.
Interaktionsstudien haben gezeigt, dass Nahrung, Cimetidin, Antacida (Arzneimittel zur Bindung von Magensäure) oder Ganzkörperbestrahlung im Rahmen einer Knochenmarktransplantation die Aufnahme von oral gegebenem Fluconazol ins Blut nicht klinisch signifikant beeinflussen.
Den behandelnden Ärzten sollte bewusst sein, dass mit anderen Arzneimitteln zwar keine Studien über die Arzneistoff-Wechselwirkung durchgeführt wurden, dass derartige Wechselwirkungen aber durchaus bestehen können.

Wie wird es angewendet?

Wenn Sie die Einnahme von FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis, sondern setzen Sie die Einnahme von FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln, wie von Ihrem Arzt verordnet, fort.
Wenn Sie zu wenig FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln eingenommen haben, können Sie die fehlende Menge ohne weiteres noch am gleichen Tag einnehmen.
Bei längerer Unterbrechung der Therapie informieren Sie bitte Ihren Arzt.
Auswirkungen, wenn die Behandlung mit FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln abgebrochen wird
Um das Fortbestehen bzw. erneute Auftreten der Pilzinfektion zu vermeiden, sollten Sie FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln regelmäßig und in der von Ihrem Arzt verschriebenen Dosierung einnehmen.
PC4 4. WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln Nebenwirkungen haben.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als
Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als
Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als

Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
1 von 100 Behandelten
1 von 1000 Behandelten
1 von 10 000 Behandelten
Sehr selten: 1 oder weniger von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle

PM 4.1 Die folgenden behandlungsbezogenen klinischen Nebenwirkungen sind bei 4.048 Patienten, die Fluconazol über 7 oder mehr Tage im Rahmen klinischer Studien erhielten, aufgetreten:

Organsysteme Sehr häufig Häufig Gelegentlich Selten Sehr selten
Allgemein Müdigkeit, Unwohlsein, Asthenie, Fieber
Zentrales und peripheres Nervensystem Kopfschmerzen Krämpfe, Benommen-heit, Parästhesie
(Empfindungs-störung), Tremor (Zittern), Schwindel
Haut und Hautanhangs-gebilde Hautaus-schläge Pruritus (Juckreiz) Exfoliative Hauterkran-kungen (Stevens-Johnson-Syndrom)
Magen-Darm-Trakt Übelkeit und Erbrechen Oberbauch-schmerzen Durchfall Anorexie (Appetit-losigkeit), Verstopfung, Dyspepsie (Verdauungs-beschwerden), Flatulenz
(Blähungen)
Bewegungs-apparat Myalgie
(Muskel-schmerzen)
Autonomes Nerven-system Mundtrocken-heit, verstärktes Schwitzen
Psychische Störungen Schlaflosig-keit, Somnolenz (Schläfrig-keit)
Leber- und Gallensystem Klinisch signifikanter Anstieg von AST, ALT und alkalischer Phosphatase Cholestase (Stauung der Gallen-flüssigkeit), hepatozellu-läre Schäden, Gelbsucht. Klinisch signifikanter Anstieg des Gesamt-bilirubins Leberzell-nekrose
Sinnesorgane Geschmacks-störungen
Blutbilden-des und Lymphsystem Anaemie (Blutarmut)
Immunsystem Anaphylak-tische Reaktionen (Schwere allergische Reaktion)

Klinische Nebenwirkungen wurden bei HIV-infizierten Patienten häufiger (21%) berichtet als bei nicht HIV-infizierten Patienten (13%). Das Nebenwirkungsmuster war jedoch bei HIV-infizierten und nicht HIV-infizierten Patienten ähnlich.
Zusätzlich sind die folgenden Nebenwirkungen unter Bedingungen aufgetreten, bei denen ein Kausalzusammenhang ungesichert ist (z.B. offene Studien, Post-Marketing-Beobachtungen):

Organsysteme Sehr häufig Häufig Gelegentlich Selten Sehr selten
Zentrales und Peripheres Nervensystem Anfälle
Hautanhangs-gebilde Alopezie (Haaraus-fall) Schwere Hauterkran-kung mit Abschälung (Exfolia-tion) der Haut (Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse)
Leber- und Gallensystem Leber-versagen,
Hepatitis (Leberent-zündung),
Leberzell-nekrose
Immunsystem Anaphylak-tische Reaktionen
Angioödem, Gesichts-ödem und Pruritus (Juckreiz)
Blutbilden-des und Lymphsystem Störungen des Blut-bildes wie:
Leukopenie, einschließ-lich Neutropenie und Agra-nulozytose, Thrombo-zytopenie
Stoffwechsel Erhöhung des Chole-steringe-halts des Blutes (Hyper-choleste-rolämie),
erhöhter Gehalt des Blutes an Trigly-ceriden (Hypertri-glycerid-ämie), Verminde-rung des Kaliumge-haltes im Blut (Hypo-kaliämie)

4.2 Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.
PC5 5. WIE IST FLUCONAZOL-TEVA 150 MG HARTKAPSELN AUFZUBEWAHREN?
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
PZ Das Verfalldatum dieser Packung ist auf der Blisterpackung und der Faltschachtel aufgedruckt. Verwenden Sie diese Packung nicht mehr nach diesem Datum!
P2 Nicht über 30°C lagern.
P6 Stand der Information:

PC6 6. Weitere Angaben
Dieses Arzneimittel ist verschreibungspflichtig

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln Nebenwirkungen haben.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als
Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als
Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als

Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
1 von 100 Behandelten
1 von 1000 Behandelten
1 von 10 000 Behandelten
Sehr selten: 1 oder weniger von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle

4.1 Die folgenden behandlungsbezogenen klinischen Nebenwirkungen sind bei 4.048 Patienten, die Fluconazol über 7 oder mehr Tage im Rahmen klinischer Studien erhielten, aufgetreten:

Organsysteme Sehr häufig Häufig Gelegentlich Selten Sehr selten
Allgemein Müdigkeit, Unwohlsein, Asthenie, Fieber
Zentrales und peripheres Nervensystem Kopfschmerzen Krämpfe, Benommen-heit, Parästhesie
(Empfindungs-störung), Tremor (Zittern), Schwindel
Haut und Hautanhangs-gebilde Hautaus-schläge Pruritus (Juckreiz) Exfoliative Hauterkran-kungen (Stevens-Johnson-Syndrom)
Magen-Darm-Trakt Übelkeit und Erbrechen Oberbauch-schmerzen Durchfall Anorexie (Appetit-losigkeit), Verstopfung, Dyspepsie (Verdauungs-beschwerden), Flatulenz
(Blähungen)
Bewegungs-apparat Myalgie
(Muskel-schmerzen)
Autonomes Nerven-system Mundtrocken-heit, verstärktes Schwitzen
Psychische Störungen Schlaflosig-keit, Somnolenz (Schläfrig-keit)
Leber- und Gallensystem Klinisch signifikanter Anstieg von AST, ALT und alkalischer Phosphatase Cholestase (Stauung der Gallen-flüssigkeit), hepatozellu-läre Schäden, Gelbsucht. Klinisch signifikanter Anstieg des Gesamt-bilirubins Leberzell-nekrose
Sinnesorgane Geschmacks-störungen
Blutbilden-des und Lymphsystem Anaemie (Blutarmut)
Immunsystem Anaphylak-tische Reaktionen (Schwere allergische Reaktion)

Klinische Nebenwirkungen wurden bei HIV-infizierten Patienten häufiger (21%) berichtet als bei nicht HIV-infizierten Patienten (13%). Das Nebenwirkungsmuster war jedoch bei HIV-infizierten und nicht HIV-infizierten Patienten ähnlich.
Zusätzlich sind die folgenden Nebenwirkungen unter Bedingungen aufgetreten, bei denen ein Kausalzusammenhang ungesichert ist (z.B. offene Studien, Post-Marketing-Beobachtungen):

Organsysteme Sehr häufig Häufig Gelegentlich Selten Sehr selten
Zentrales und Peripheres Nervensystem Anfälle
Hautanhangs-gebilde Alopezie (Haaraus-fall) Schwere Hauterkran-kung mit Abschälung (Exfolia-tion) der Haut (Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse)
Leber- und Gallensystem Leber-versagen,
Hepatitis (Leberent-zündung),
Leberzell-nekrose
Immunsystem Anaphylak-tische Reaktionen
Angioödem, Gesichts-ödem und Pruritus (Juckreiz)
Blutbilden-des und Lymphsystem Störungen des Blut-bildes wie:
Leukopenie, einschließ-lich Neutropenie und Agra-nulozytose, Thrombo-zytopenie
Stoffwechsel Erhöhung des Chole-steringe-halts des Blutes (Hyper-choleste-rolämie),
erhöhter Gehalt des Blutes an Trigly-ceriden (Hypertri-glycerid-ämie), Verminde-rung des Kaliumge-haltes im Blut (Hypo-kaliämie)

4.2 Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Das Verfalldatum dieser Packung ist auf der Blisterpackung und der Faltschachtel aufgedruckt. Verwenden Sie diese Packung nicht mehr nach diesem Datum!
Nicht über 30°C lagern.
Stand der Information:

6. Weitere Angaben
Dieses Arzneimittel ist verschreibungspflichtig

Zusätzliche Informationen

PA Anlage
zum Zulassungsbescheid Zul.-Nr. 56728.02.00
PB Wortlaut der für die Packungsbeilage vorgesehenen Angaben
PCX Gebrauchsinformation
Bitte lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.
- Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später nochmals lesen.
- Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
- Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben und darf nicht an Dritte weitergegeben werden. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dasselbe Krankheitsbild haben wie Sie.
Diese Packungsbeilage beinhaltet:
PE FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln
PF Wirkstoff: Fluconazol
PG Der arzneilich wirksame Bestandteil ist Fluconazol.
1 Hartkapsel enthält 150 mg Fluconazol.
PH Die sonstigen Bestandteile sind:
Kapselinhalt:
Lactose-Monohydrat, Maisstärke, hochdisperses Siliciumdioxid, Natriumdodecylsulfat, Magnesiumstearat
Kapselhülle:
Titandioxid (E 171), Brillantblau FCF (E 133), Gelatine
P4 FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln ist in Packungen mit 1 Hartkapsel erhältlich.
PC1 1. WAS IST FLUCONAZOL-TEVA 150 MG HARTKAPSELN UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?
PI 1.1 FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Pilzerkrankungen (Antimykotikum).
PD 1.2 von:
TEVA Generics GmbH
Kandelstraße 10
D-79199 Kirchzarten
Telefon 0 76 61 / 98 45 – 04
Telefax 0 76 61 / 98 45 – 69
FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln sind zum Einnehmen.
Die Einnahme von FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen.
Fluconazol kann sowohl oral als auch als intravenöse Infusion angewendet werden. Bei einem Wechsel von der intravenösen zur oralen Anwendung oder umgekehrt ist eine Änderung der täglichen Dosierung nicht erforderlich.
PT 3.2 Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Die tägliche Dosis von FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln sollte anhand der Art und der Schwere der Pilzinfektion festgelegt werden.
Bei Infektionsarten, deren Therapie eine Mehrfachdosierung erfordert, ist diese so lange fortzusetzen, bis die klinischen Parameter oder Laboruntersuchungen belegen, dass die aktive Pilzinfektion abgeklungen ist.
Eine unzureichende Behandlungsdauer kann zu einem Rezidiv (Wiederauftreten) der aktiven Infektion führen. Bei Patienten mit AIDS und Kryptokokken-Meningitis ist gewöhnlich eine Erhaltungstherapie erforderlich, um einem Rezidiv vorzubeugen (Rezidivprophylaxe).
Diese Dosisstärke ist nicht für alle aufgeführten Anwendungsgebiete geeignet. Es stehen andere Dosisstärken (50 mg, 100 mg und 200 mg Fluconazol) zur Verfügung.
Anwendung bei Erwachsenen:
Candida-Vaginitis (durch Hefepilze der Gattung Candida hervorgerufene Pilzinfektion mit Befall des Genitalbereiches):
1-mal 150 mg Fluconazol (entsprechend 1 Hartkapsel FLUCONAZOL-TEVA 150 mg) als Einzeldosis eingenommen.
Candidose der Schleimhaut (durch Hefepilze der Gattung Candida hervorgerufene Pilzinfektionen der Schleimhaut):
Oropharyngeale Candidose (Pilzinfektion der Mund-Rachen-Schleimhaut):
Die übliche Dosis beträgt 1-mal täglich 50 mg Fluconazol über eine Dauer von 7 – 14 Tagen.
Die Behandlung sollte, außer bei stark immunsupprimierten Patienten, normalerweise 14 Tage nicht überschreiten.
Atrophische orale Candidose durch Zahnprothesen (Mundhöhlenerkrankungen bei Zahnprothesenträgern):
Die übliche Dosierung beträgt 1-mal täglich 50 mg Fluconazol über eine Dauer von 14 Tagen.
Zusätzlich sollten örtlich desinfizierende Maßnahmen an der Prothese durchgeführt werden.
Bei anderen Candida-Infektionen der Schleimhaut (mit Ausnahme der Genitalcandidose, siehe oben), z. B. Pilzinfektionen der Speiseröhre (Oesophagitis), nicht-invasiven bronchopulmonalen Infektionen, Candida-Erregern im Urin (Candidurie), mukokutaner Candidose usw., beträgt die übliche wirksame Dosis 1-mal täglich 50 mg Fluconazol, die über 14 – 30 Tage angewendet wird.
In schweren und besonders in wiederkehrenden Fällen kann die Tagesdosis auf 100 mg Fluconazol erhöht werden.
Bei Tinea pedis, Tinea corporis, Tinea cruris, Tinea (pityriasis) versicolor und dermalen Candida-Infektionen beträgt die empfohlene Dosierung 1-mal täglich 50 mg Fluconazol. Die Behandlung dauert normalerweise 2 bis 4 Wochen.
Tinea pedis kann jedoch eine Behandlungsdauer von bis zu 6 Wochen erfordern. Die Behandlungsdauer sollte 6 Wochen nicht überschreiten.
Bei Tinea unguium-Infektionen sollten 1-mal wöchentlich 150 mg Fluconazol (entsprechend 1 Hartkapsel FLUCONAZOL-TEVA 150 mg) angewendet werden. Die Behandlung muss so lange fortgeführt werden, bis der infizierte Nagel ersetzt ist. Dies kann bei Fingernägeln 3-6 Monate, bei Fußnägeln 6-12 Monate dauern.
Bei Candidämie (Nachweis der Hefepilze im Blut), disseminierter (über ein oder mehrere Organe verbreitete) Candidose und anderen invasiven (in den Körper dringenden) Candida-Infektionen beträgt die übliche Dosis 400 mg Fluconazol am 1. Behandlungstag, anschließend wird die Therapie mit 200 mg Fluconazol
1-mal täglich fortgeführt. Die Dosis kann in Abhängigkeit vom klinischen Ansprechen auf 400 mg Fluconazol täglich gesteigert werden. Die Behandlungsdauer hängt vom klinischen Ansprechen ab.
5a. Bei Kryptokokken-Meningitis (Befall der Hirnhäute durch den Hefepilz Cryptococcus neoformans) beträgt die übliche Dosis 400 mg Fluconazol am 1. Behandlungstag, anschließend wird die Therapie mit 200 mg – 400 mg Fluconazol 1-mal täglich fortgeführt. Die Behandlungsdauer bei Kryptokokken-Infektionen hängt vom klinischen und mykologischen Ansprechen ab, beträgt aber bei Kryptokokken-Meningitis normalerweise mindestens 6 – 8 Wochen.
5b. Zur Vorbeugung eines Rezidivs der Kryptokokken-Meningitis bei Patienten mit AIDS kann Fluconazol auf unbestimmte Dauer mit einer Tagesdosis von 200 mg Fluconazol angewendet werden, nachdem der Patient eine vollständige Primärtherapie erhalten hat. In einigen Fällen können auch 100 mg Fluconazol täglich wirksam sein.
Zur Vorbeugung von Pilzinfektionen bei Patienten mit herabgesetzter Immunabwehr, die aufgrund einer Neutropenie (Veränderung des Blutbildes) nach zytotoxischer Chemotherapie oder Strahlentherapie (Krebsbehandlung) als gefährdet gelten, sollte die Dosis 1-mal täglich 50 bis 400 mg Fluconazol betragen. Die Dosierung hängt von dem Risiko des Patienten für die Entwicklung einer Pilzinfektion ab. Bei Patienten mit hohem Risiko einer systemischen Infektion, z. B. Patienten, bei denen mit schwerer oder lang anhaltender Neutropenie gerechnet wird, wie im Falle einer Knochenmarktransplantation, beträgt die empfohlene Dosis 1-mal täglich 400 mg Fluconazol.
Bei Patienten mit AIDS oder Patienten mit Neutropenie nach zytotoxischer Chemotherapie oder Strahlentherapie beträgt die Tagesdosis 50 mg Fluconazol. Bei Patienten mit dem Risiko schwerer wiederkehrender Infektionen kann eine höhere Dosis von 100 mg Fluconazol täglich eingesetzt werden.
Die Gabe von Fluconazol sollte mehrere Tage vor der zu erwartenden Neutropenie begonnen und noch weitere 7 Tage lang nach Anstieg der Neutrophilenzahl auf über 1000 Zellen pro mm3 fortgeführt werden.
FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln sollte bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren nicht angewendet werden, da Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der Anwendung nicht ausreichend belegt sind. Falls es keine therapeutische Alternative gibt, sollten die unten genannten Dosierungen eingesetzt werden:
Bei Kindern und Jugendlichen ab 6 Jahren
Hinweis:
Bei Kindern unter 6 Jahren, für die Kapseln ungeeignet sind, können andere geeignete Darreichungsformen gewählt werden.
Die Behandlungsdauer hängt ebenso wie bei ähnlichen Infektionen Erwachsener vom klinischen und mykologischen Ansprechen ab und wird von dem behandelnden Arzt bestimmt. Fluconazol wird 1-mal täglich als Einzeldosis angewendet.
Bei Kindern mit eingeschränkter Nierenfunktion wird auf die Dosierung unter "Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion" verwiesen.
Bei Schleimhautcandidosen beträgt die empfohlene Tagesdosis 3 mg Fluconazol/kg Körpergewicht. Eine Startdosis von 6 mg Fluconazol/kg Körpergewicht kann am 1. Behandlungstag angewendet werden, um schneller therapeutisch ausreichende Plasmakonzentrationen zu erreichen.
Zur Behandlung von systemischen Candidosen und Kryptokokken-Infektionen beträgt die empfohlene Dosierung je nach Schweregrad der Erkrankung 6 – 12 mg Fluconazol/kg Körpergewicht pro Tag.
Zur Vorbeugung von Pilzinfektionen bei immungeschwächten Patienten, die aufgrund von Neutropenie (bestimmte Störung des Blutbildes) nach zytotoxischer Chemotherapie oder Strahlentherapie (Krebstherapie) als gefährdet gelten, sollte die Dosis je nach Ausmaß und Dauer der induzierten Neutropenie 3 – 12 mg Fluconazol/kg Körpergewicht pro Tag betragen (siehe Dosierung für Erwachsene).
Bei Kindern darf eine maximale Dosis von 400 mg Fluconazol pro Tag nicht überschritten werden.
Trotz umfassenden Datenmaterials über die Anwendung von Fluconazol bei Kindern, liegen nur geringe Erfahrungen zur Behandlung von Genitalcandidosen mit Fluconazol bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren vor. Die Anwendung wird derzeit nicht empfohlen, solange sich nicht eine Behandlung gegen den Pilzbefall als zwingend notwendig erweist und keine therapeutische Alternative zur Verfügung steht.
Anwendung bei älteren Patienten
Liegen keine Hinweise auf eine eingeschränkte Nierenfunktion vor, sollten die üblichen Dosierungsempfehlungen beachtet werden. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance  50 ml/Minute) sollte die Dosierung entsprechend dem nachfolgendem Schema angepasst werden.
Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Fluconazol wird überwiegend unverändert als aktive Substanz mit dem Urin ausgeschieden. Bei einer Einzeldosis-Therapie sind keine Dosisanpassungen erforderlich. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, die Fluconazol als Mehrfachdosen erhalten, ist am 1. Behandlungstag die empfohlene normale Dosis (gemäß jeweiliger Indikation) anzuwenden. Danach erfolgt die Anwendung einer Tagesdosis auf der Basis folgender Tabelle:

Kreatinin-Clearance (ml/Minute) Prozentsatz der empfohlenen Dosis
> 50 100 %
< 50 50 %
Regelmäßige Dialyse 100 % nach jeder Dialyse

PW 3.3 Was ist zu tun, wenn Sie eine größere Menge FLUCONAZOL-TEVA 150 mg Hartkapseln eingenommen haben, als Sie sollten?
Bitte benachrichtigen Sie im Falle einer Überdosierung stets umgehend einen Arzt, damit dieser über die notwendigen Maßnahmen entscheiden kann.
Bei Überdosierung sollten unterstützende Maßnahmen und eine symptomatische Behandlung durchgeführt werden, erforderlichenfalls mit Magenspülung.
Da Fluconazol überwiegend über den Urin ausgeschieden wird, würde forcierte Diurese wahrscheinlich die Ausscheidungsgeschwindigkeit erhöhen. Eine dreistündige Hämodialyse vermindert die Plasmaspiegel um ca. 50 %.