Furostad 40 mg Tabletten

 

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Der in Furostad 40 mg Tabletten enthaltene Wirkstoff Furosemid wirkt harntreibend. Furosemid fördert daher die Flüssigkeitsausscheidung aus dem Körper und senkt außerdem den Blutdruck. Furostad 40 mg Tabletten werden angewendet bei:

  • Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe infolge von Herz- oder Lebererkrankungen
  • Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe infolge Erkrankungen oder Funktionsstörungen der Nieren
  • Bluthochdruck leichten bis mittleren Schweregrades.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Furostad darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Furosemid, verwandte Wirkstoffe (Sulfonamide) odereinen der sonstigen Bestandteile von Furostad 40 mg Tabletten sind
  • bei Nierenversagen mit stark eingeschränkter oder fehlender Harnproduktion
  • bei Leberversagen mit Bewusstseinsstörungen (Coma und Präcoma hepaticum)
  • bei schwerem Kaliummangel
  • bei schwerem Natriummangel
  • bei verminderter Blutmenge oder Mangel an Körperwasser
  • wenn Sie stillen.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Furostad ist erforderlich,

  • wenn Sie einen sehr niedrigen Blutdruck haben,
  • bei Zuckerkrankheit; hier ist eine regelmäßige Kontrolle des Blutzuckers erforderlich,
  • wenn Sie an Gicht leiden; dann ist eine regelmäßige Kontrolle der Harnsäure im Bluterforderlich,
  • wenn bei Ihnen eine Harnabflussbehinderung besteht (z.B. bei Prostatavergrößerung,Harnstauungsniere, Harnleiterverengung). Furostad darf in diesem Fall nur angewendet werden,

wenn für freien Harnfluss gesorgt ist, da eine vermehrte Harnbildung zu einer Überdehnung der Blase führen kann,

  • bei einem verminderten Eiweißgehalt im Blut (z. B. bei bestimmten Nierenerkrankungen mit Eiweißverlust, Fettstoffwechselstörung und Wassereinlagerung). Eine vorsichtige Dosierung ist dann erforderlich,
  • wenn Sie an Leberzirrhose und gleichzeitiger Einschränkung der Nierenfunktion leiden,
  • wenn Sie Durchblutungsstörungen der Hirngefäße oder der Herzkranzgefäße haben; ein unerwünscht starker Blutdruckabfall muss in diesem Fall vermieden werden.

Während einer Behandlung mit Furostad wird Ihr Arzt in regelmäßigen Abständen die Kontrolle bestimmter Blutwerte anordnen, z.B. Kalium, Natrium, Kalzium, Bikarbonat, Kreatinin, Harnstoff, Harnsäure, Blutbild sowie den Blutzucker. Bitte halten Sie die Kontrollen ein.

Eine enge Überwachung ist besonders wichtig, wenn diese Werte bei Ihnen nicht im Normbereich liegen, oder wenn es zu stärkeren Flüssigkeitsverlusten kommt (z.B. durch Erbrechen, Durchfall oder intensives Schwitzen).
Unter Umständen muss die Furostad- Behandlung solange unterbrochen werden, bis die entsprechenden Blut- und Elektrolytwerte oder Iihr Säure-Basen-Haushalt wieder korrigiert sind. Der durch verstärkte Urinausscheidung hervorgerufene Gewichtsverlust sollte 1 kg/Tag nicht überschreiten. Bei zu starker Entwässerung dürfen Sie während der Behandlung mit Furostad bestimmte Arzneimittel gegen Schmerzen, Schwellungen oder Entzündungen (sogenannte „nichtsteroidale Antirheumatika“) nicht anwenden, da sie ein akutes Nierenversagen auslösen können. Um einem zu starken Verlust von Kalium vorzubeugen, wird eine kaliumreiche Kost empfohlen, z.B. mageres Fleisch, Kartoffeln, Bananen, Tomaten, Karfiol, Spinat, getrocknete Früchte. Wenn Sie Furostad über längere Zeit anwenden, empfiehlt es sich, zusätzlich Vitamin B1 (Thiamin) einzunehmen, um seinen Verlust auszugleichen. Vitamin B1 unterstützt die Herzleistung.
Die Anwendung von Furostad kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
Hinweis für den Arzt:
Ein freier Harnfluss muss sichergestellt sein.
Die hochdosierte Anwendung von Furostad bei Nierenschäden, die durch nierenschädigende bzw.
leberschädigende Stoffe verursacht wurde, sowie bei schwerem Leberschaden, darf nur nach strenger
Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen.
Liegt beim Patienten ein ausgeprägter Natriummangel vor, kann die Filtrationsrate der Niere
vermindert und die harntreibende Wirkung bestimmter Arzneimittel (sog. Saluretika) beeinträchtigt
werden. Durch Ausgleich des Natriummangels, kann die Wirkung der Furostad-Behandlung gefördert
werden.
Gemeinsame Anwendung mit Risperidon:
In plazebo-kontrollierten Studien mit Risperidon an älteren Patienten mit Demenz, wurde eine höhere
Mortalitätsinzidenz bei Patienten beobachtet die mit Furosemid und Risperidon behandelt wurden
(7,3%: mittleres Alter 89 Jahre; range: 75-97 Jahre), im Vergleich zu Patienten die ausschließlich
Risperidon (3,1%: mittleres Alter 84 Jahre; range: 70-96 Jahre) oder Furosemid (4,1%: mittleres Alter

Jahre; range: 67-90 Jahre) erhielten. Eine Anwendung von Risperdon zusammen mit anderen

Diuretika (v.a. Thiaziddiuretika in niedriger Dosierung) war nicht mit vergleichbaren Ergebnissen
assoziiert. Ein pathophysiologischer Mechanismus zur Erklärung dieser Befunde wurde nicht
identifiziert.
Vor der Anwendung soll eine Nutzen-Risiko-Abwägung für diese Kombination oder eine gemeinsame
Behandlung mit anderen stark wirksamen Diuretika erfolgen. Eine erhöhte Mortalitätsinzidenz bei
Patienten die andere Diuretika in Kombination mit Risperidon anwendeten wurde nicht festgestellt.
Unabhängig von der Behandlung war Dehydratation ein allgemeiner Risikofaktor für Mortalität und
muss daher bei älteren dementen Patienten vermieden werden.
Bei Einnahme von Furostad mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Furostad und andere Arzneimittel können einander in ihrer Wirkung beeinflussen. Die Wirkung von Furostad wird abgeschwächt durch:

  • Nnichtsteroidale Antiphlogistika (NSAR)(bestimmte Arzneimittel gegen Schmerzen, Schwellungen und Entzündungen): Sie können die blutdrucksenkende Wirkung abschwächen. Bei Patienten mit verminderter Wasser- und Blutmenge können NSAR ein plötzliches Nierenversagen
    auslösen.
  • Phenytoin (Mittel gegen Krampfanfälle).
  • Sucralfat (Magenmittel): es vermindert die Aufnahme von Furostad aus dem Darm. Bei gleichzeitiger Anwendung sollten die beiden Arzneimittel in einem zeitlichen Abstand von mindestens 2 Stunden eingenommen werden.

Furostad verstärkt die Wirkung von:

  • Anderen blutdrucksenkenden oder harntreibenden Arzneimitteln: Es kann zu einem stärkeren Blutdruckabfall kommen (unter Umständen bis hin zum Schock oder einem akuten Nierenversagen). Wenn möglich sollte daher die Furostad-Behandlung vorübergehend eingestellt oder wenigstens die Dosis für drei Tage reduziert werden, bevor die Behandlung insbesondere mit einem „ACE-Hemmer“ oder „Angiotensin-II-Rezeptor- Antagonist“ begonnen wird, oder seine Dosis erhöht wird.
  • Bestimmten Narkosemitteln (sog. „Anästhetika“), deren Wirkung durch Furostad verstärkt wird.Bitte informieren Sie den Narkosearzt über die Einnahme von Furostad.
  • Bestimmten blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (= „Blutverdünnungsmittel“, oraleAntikoagulantien): Eine Dosisanpassung dieser Arzneimittelkann dadurch erforderlich werden.
  • Probenecid (Gichtmittel), Methotrexat (Rheumamittel und Mittel zur Unterdrückung derImmunabwehr) und anderen Arzneimitteln, die wie Furosemid über die Niere ausgeschieden werden: Deren Wirkungen und Nebenwirkungen können durch Furostad verstärkt werden. Zugleich kann die Wirkung von Furosemid durch derartige Arzneimittel verringert werden.
  • Theophyllin (Asthmamittel).

Elektrolytstörungen:

  • Abführmittel, sowie Arzneimittel, die als Wirkstoffe Glukokortikoide („Cortison"), Carbenoxolon,ACTH, Salicylate, Amphotericin B, oder Penicillin G enthalten: Die gleichzeitige Anwendung mit Furosemid kann zu verstärkten Kaliumverlusten führen.
  • Wenn sich durch die Behandlung mit Furostad ein Kalium- oder Magnesiummangelzustandentwickelt, ist die Empfindlichkeit des Herzmuskels gegenüber bestimmten Herzmitteln (Herzglykoside) erhöht. Es besteht auch ein erhöhtes Risiko für Herzrhythmusstörungen (inklusive Torsades de pointes) bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die eine bestimmte EKG-Veränderung (verlängertes QT-Intervall) verursachen können. Dazu zählt z. B. Terfenadin (gegen Allergien) und bestimmte Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika der Klassen I und III).

Nierenschädigung (Nephrotoxozität), Gehörschädigung (Ototoxizität):

  • Die gehörschädigende Wirkung bestimmter Antibiotika, sog. „Aminoglykosiden“ (z. B. Kanamycin, Gentamicin, Tobramycin) und anderen ototoxischen Arzneimitteln kann bei gleichzeitiger Gabe von Furosemid verstärkt werden. Auftretende Hörstörungen können dauerhaft sein. Die gleichzeitige Anwendung von Aminoglykosiden sollte daher vermieden werden.
  • Arzneimittel mit nierenschädigender Nebenwirkung (z. B. Antibiotika wie Aminoglykoside, Cephalosporine, Polymyxine): Furosemid kann die schädlichen Effekte verstärken, und zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion führen.
  • Cisplatin (Mittel gegen bösartige Erkrankungen): Bei gleichzeitiger Anwendung mit Furosemid ist mit der Möglichkeit eines Hörschadens zu rechnen. Wird bei einer Cisplatinbehandlung eine forcierte Diurese mit Furosemid angestrebt, so darf Furosemid nur in niedriger Dosis (z. B. 40 mg bei normaler Nierenfunktion) und bei positiver Flüssigkeitsbilanz eingesetzt werden. Andernfalls kann es zu einer Verstärkung der nierenschädigenden Wirkung von Cisplatin kommen.

Sonstige Wechselwirkungen:

  • Mittel mit entzündungshemmender Wirkung (nichtsteroidale Antiphlogistika, z. B. Indometacin und Acetylsalicylsäure): Wenn sich unter der Behandlung mit Furostad die zirkulierende Blutmenge vermindert (Hypovolämie) oder bei Mangel an Körperwasser (Dehydratation), kann die gleichzeitige Gabe von nichtsteroidalen Antiphlogistika ein akutes Nierenversagen auslösen.
  • Blutzuckersenkende und blutdrucksteigernde Arzneimittel (pressorische Amine wie z. B. Epinephrin, Norepinephrin): Ihre Wirkung kann bei gleichzeitiger Anwendung von Furostad abgeschwächt werden.
  • Cyclosporin A: die gleichzeitige Verwendung mit Furostad ist mit einem erhöhten Risiko von Gelenkentzündung (Arthritis urica) durch Gicht (Arthritis urica)verbunden.
  • Lithium (gegen bestimmte Depressionen): Die gleichzeitige Verwendung mit Furostad kann zu einer Verstärkung der herz- und nervenschädigenden Nebenwirkungen von Lithium führen. Der Lithiumspiegel im Blut sollte kontrolliert werden.
  • Hochdosierte Salizylate (Schmerzmittel): die Nebenwirkungen dieser Arzneimittel amZentralnervensystem können durch gleichzeitige Anwendung von Furostad verstärkt werden.
  • Risperidon (gegen Schizophrenie): Vorsicht ist erforderlich; vor der Behandlung soll eine Nutzen-Risiko-Abwägung für die Kombination mit Furosemid oder die gemeinsame Behandlung mit anderen
    stark harntreibenden Arzneimitteln durchgeführt werden.

Hinweis für den Arzt:
Manche Elektrolytstörungen (z.B. Hypokaliämie, Hypomagnesiämie) können die Toxizität bestimmter

Wirkstoffe (z.B. Digitalispräparate und Substanzen, die eine Verlängerung des QT-Intervalls
hervorrufen können) verstärken.
Bei der Einnahme von Furostad zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Um einem zu starken Verlust von Kalium vorzubeugen, wird eine kaliumreiche Kost empfohlen, z.B. mageres Fleisch, Kartoffeln, Bananen, Tomaten, Karfiol, Spinat, getrocknete Früchte. Große Mengen Lakritze können in Kombination mit Furostad zu verstärkten Kaliumverlusten führen. Schwangerschaft und Stillzeit
Da Furosemid über den Mutterkuchen in den Kreislauf des ungeborenen Kindes übergeht, dürfen Sie Furostad in der Schwangerschaft nur dann kurzfristiganwenden, wenn es Ihr Arzt für zwingend erforderlich hält. Teilen Sie Ihrem Arzt mit, falls Sie schwanger sind, stillen oder eine Schwangerschaft planen.
Falls Furosemid bei Herz- oder Nierenfunktionsstörung der Schwangeren angewendet werden muss, wird ihr Arzt das Blutbild (Elektrolyte und Hämatokrit) sowie das Wachstum des ungeborenen Kindes genau überwachen.
Furosemid wird in die Muttermilch ausgeschieden und hemmt die Produktion der Muttermilch. Sie dürfen daher Furostad nicht einnehmen, wenn Sie stillen. Gegebenenfalls müssen Sie abstillen. Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

!
Achtung: dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen. Furostad kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung sowie im Zusammenwirken mit Alkohol. Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Furostad
Furostad 40 mg Tabletten enthalten 63,10 mg Milchzucker (Lactose -Monohydrat). Wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie einzelne Zuckerarten nicht vertragen, sprechen Sie bitte mit ihrem Arzt bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Furostad immer genau nach der Anweisung des Arztes ein.
Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Ändern Sie auf keinen Fall von sich aus die verschriebene Dosierung.
Falls von Ihrem Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis für Erwachsene und ältere Patienten:

Zur Behandlung von Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe infolge von Herz-, Leber-, oder
Nierenerkrankungen:
1 Furostad 40 mg-Tablette täglich.
Falls erforderlich, kann Ihr Arzt diese Dosis entsprechend steigern. Zur schonenden Entwässerung können Furostad 40 mg Tabletten auch jeden 2. Tag oder jede Woche an 2 – 4 aufeinander folgenden Tagen eingenommen werden. Ihr Arzt wird die für Sie geeignete Dosierung festlegen.
Zur Behandlung von Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe nach Verbrennungen: 1 bis 2½ Furostad 40 mg Tabletten täglich, in Ausnahmefällen bis zu 6 Furostad 40 mg Tabletten täglich. Ihr Arzt wird die für Sie geeignete Dosierung festlegen.
Zur Behandlung von Bluthochdruck leichten bis mittleren Schweregrades:
1 Furostad 40 mg-Tablette täglich, allein oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln. Sollte zusätzlich die Einnahme eines sogenannten „ACE-Hemmers“ erforderlich sein, sollte Furostad 2-3 Tage vor der Gabe dieses ACE-Hemmers vom Arzt abgesetzt werden. Sollte dies nicht möglich sein, sollte Ihr Arzt die Dosis von Furostad zumindest reduzieren.
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren:
Kinder erhalten eine Körpergewichts-bezogene Dosierung. (1-2 mg pro Kilo Körpergewicht), maximal 1 Furostad 40 mg-Tablette täglich. Gegebenenfalls muss auf andere Verabreichungsarten zurückgegriffen werden (über die Vene). Art der Anwendung:
Die Tabletten werden morgens vor dem Frühstück, bzw. vor den Mahlzeiten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) eingenommen. Wenn Sie eine größere Menge von Furostad eingenommen haben, als Sie sollten Bei Überdosierung ist sofort ein Arzt zu benachrichtigen. Dieser kann entsprechend der Schwere der Überdosierung über die gegebenenfalls erforderlichen Maßnahmen entscheiden. Die Anzeichen einer akuten oder chronischen Überdosierung sind vom Ausmaß des Salz- und Flüssigkeitsverlustes abhängig.
Eine Überdosierung kann zu vermindertem Blutdruck und Kreislaufstörungen, Elektrolytstörungen (erniedrigte Kalium-, Natrium- und Chloridspiegel) oder Anstieg des pH –Wertes im Blut führen. Bei stärkeren Flüssigkeitsverlusten kann es zur „Entwässerung" und als Folge einer verminderten zirkulierenden Blutmenge zum Kreislaufkollaps und zur Bluteindickung mit Thromboseneigung kommen.
Bei raschen Wasser- und Elektrolytverlusten können Verwirrtheitszustände auftreten. Hinweis für den Arzt:
Bei Überdosierung oder Anzeichen einer Hypovolämie (Hypotonie, orthostatische Regulationsstörungen) muss die Behandlung mit Furostad sofort abgesetzt werden. Bei nur kurzer Zeit zurückliegender oraler Aufnahme empfehlen sich Maßnahmen der primären Giftelimination (induziertes Erbrechen, Magenspülung) und resorptionsmindernde Maßnahmen (medizinische Kohle).
In schwereren Fällen müssen die vitalen Parameter überwacht sowie wiederholt Kontrollen des Wasser- und Elektrolyt-Haushalts, des Säure-Basen-Haushalts, des Blutzuckers und der harnpflichtigen Substanzen durchgeführt und Abweichungen gegebenenfalls korrigiert werden. Wenn Sie die Einnahme von Furostad vergessen haben
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie stattdessen die Behandlung wie gewohnt fort. Wenn Sie die Einnahme von Furostad abbrechen
Hören Sie auch bei scheinbarer Besserung Ihres Zustandes nicht vorzeitig mit der Anwendung des Medikaments auf, da es ansonsten wieder zu einer Verschlechterung Ihrer Krankheit kommen kann. Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Furostad Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig Häufig Gelegentlich Selten Sehr selten Nicht bekannt betrifft mehr als 1 Behandelten von 10 betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100
Blut:
Gelegentlich: Verringerung der Blutplättchen.
Selten: Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen (Eosinophilie), Verringerung aller weißen Blutkörperchen.
Sehr selten: Blutarmut; hochgradige Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen mit Infektneigung und schweren Allgemeinsymptomen (Agranulozytose).
Immunsystem / Überempfindlichkeitsreaktionen:
Gelegentlich: Juckreiz, Haut- und Schleimhautreaktionen (siehe auch im Abschnitt „Haut“). Selten: Fieber, Entzündungen der Blutgefäße, Nierenentzündung, schwere Überempfindlichkeitsreaktionen wie ein Kreislaufkollaps (bis hin zum anaphylaktischenr Schock). Erste Anzeichen für einen solchenSchock sind u. a. Hautreaktionen wie heftige Hautrötung oder Nesselsucht, Schweißausbruch und bläuliche Verfärbung der Haut, weiters Unruhe, Übelkeit, Kopfschmerz, Atemnot.
Hormonsystem:
Der Blutzuckerspiegel kann unter Behandlung mit Furosemid ansteigen. Das kann bei Patienten mit bereits bestehender Zuckerkrankheit zu einer Verschlechterung der Stoffwechsellage führen. Eine bisher nicht bekannte Zuckerkrankheit kann in Erscheinung treten.
Stoffwechsel und Ernährung:
Häufig: Erhöhter Harnsäurespiegel im Blut. (Das kann bei entsprechend veranlagten Patienten zu Gichtanfällen führen.)
Störungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt durch die vermehrte Flüssigkeits- und Elektrolytausscheidung. Daher sind regelmäßige Kontrollen bestimmter Blutwerte (insbesondere Kalium, Natrium und Kalzium) notwendig.
Die mögliche Entwicklung von Elektrolytstörungen wird durch bereits bestehende Erkrankungen (z. B. Leberzirrhose, Herzmuskelschwäche), andere Medikamente und die Ernährung beeinflusst.

  • Durch vermehrte Natriumausscheidung kann es - insbesondere bei eingeschränkter Zufuhr von Salz zu Mangelzuständen kommen. Symptome eines Natriummangels sind: Teilnahmslosigkeit, Wadenkrämpfe, Appetitlosigkeit, Schwächegefühl, Schläfrigkeit, Erbrechen und Verwirrtheitszustände.
  • Durch erhöhten Kaliumverlust (z. B. bei Erbrechen oder chronischem Durchfall) und als Folge erhöhter Kaliumausscheidung über die Niere kann ein Kaliummangel auftreten. Symptome eines Kaliummangels sind: Muskelschwäche, Missempfindungen in den Gliedmaßen, Lähmungen, Erbrechen, Verstopfung, übermäßige Gasansammlung im Darm, übermäßige Harnausscheidung, krankhaft gesteigertes Durstgefühl mit übermäßigem Trinken und Pulsunregelmäßigkeiten. Schwere Kaliumverluste können zu einer Darmlähmung oder zu Bewusstseinsstörungen bis zum Koma führen.
  • Durch vermehrte Kalziumausscheidung kann es zu einem Kalziummangel kommen. Dieser kann inseltenen Fällen zu einer Übererregbarkeit der Muskeln (Tetanie) führen.
  • Durch vermehrte Magnesiumausscheidung kann ein Magnesiummangel auftreten. In seltenenFällen wurde eine Tetanie oder das Auftreten von Herzrhythmusstörungen beobachtet. Als Folge der Elektrolyt- und Flüssigkeitsverluste kann der pH-Wert im Blut steigen (metabolische
    Alkalose). Es kann zu einem Anstieg der Blutfette (Cholesterin, Triglyzeride) kommen. Nicht bekannt: Der Blutzuckerspiegel kann unter Behandlung mit Furosemid ansteigen. Das kann bei
    Patienten mit bereits bestehender Zuckerkrankheit zu einer Verschlechterung der Stoffwechsellage
    führen. Eine bisher nicht bekannte Zuckerkrankheit kann in Erscheinung treten.
    Nervensystem: Selten: Kribbeln oder taubes Gefühl in den Gliedmaßen. Nach sehr hoher Dosierung wurden Verwirrtheit und Teilnahmslosigkeit beobachtet. Nicht bekannt:Durch chronische Lebererkrankungen kann es zu neurologischen Beschwerden kommen (z.B. Unruhe, Vergesslichkeit, Zittern, Lethargie, Desorientiertheit, Schläfrigkeit (hepatische
    Encephalopathie). Sinnesorgane: Gelegentlich: Sehstörungen, zum Teil auch Verstärkung einer bestehenden Kurzsichtigkeit. Selten: Meist vorübergehende Hörstörungen und/oder Ohrgeräusche (Tinnitus). Eine besondere Empfindlichkeit scheint dafür bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
    vorhanden zu sein.
    Blutgefäße:
    Selten: Entzündungen der Blutgefäße.
    Verdauungstrakt: Selten: Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall). Sehr selten: Entzündung der Bauchspeicheldrüse,

Leber / BauchspeicheldrüseGallenblase:
Sehr selten: Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Stau der Gallenflüssigkeit und Erhöhung bestimmter Leberwerte (Transaminasen).
Haut:
Gelegentlich: Juckreiz, Haut- und Schleimhautreaktionen mit Rötung, Blasen- oder Schuppenbildung (z. B. bullöses Pemphigoid bzw. Exanthem, Urtikaria, Purpura, Erythema multiforme, Dermatitis exfoliativa); erhöhte Lichtempfindlichkeit.
Selten: Entzündungen der Blutgefäße.
Nicht bekannt: Schwere Hauterkrankung mit Störung des Allgemeinbefindens, schmerzhafte

Blasenbildung der Haut besonders im Mund-, Augen- und Genitalbereich; schwere Erkrankung der
Haut und Schleimhaut mit ausgedehnter Blasenbildung und Rötung.
Nieren:
Selten: Nierenentzündung .
Nicht bekannt:Vorübergehender: Anstieg von Kreatinin und Harnstoff im Blut; eine Harnabflussbehinderung (z. B. bei Prostatavergrößerung, Harnstauungsniere, Harnleiterverengung) kann auftreten bzw. verschlechtert werden. Es kann zur Harnsperre (Harnverhaltung) mit darauf folgenden Komplikationen kommen.
Selten: Nierenentzündung.
Neugeborene, insbesondere Frühgeborene:
Nicht bekannt: Bei Frühgeborenen kann es zu einer Verkalkung des Nierengewebes und
Nierensteinbildung kommen.
Bei Frühgeborenen mit Atemnotsyndrom kann eine Behandlung mit Furosemid in den ersten
Lebenswochen das Risiko für einen bestimmten Herzfehler erhöhen (Eine offene Verbindung
zwischen der Aorta und der Lungenarterie bleibt länger bestehen als unter normalen Bedingungen;
ein sog. persistierender Ductus arteriosus Botalli).
Bei Neugeborenen kann es unter Furostad zu Knochenschädigungen kommen.
Allgemeinbefinden:
Selten: fieberhafte Zustände.
Nicht bekannt:Bei übermäßiger Harnausscheidung können Kreislaufbeschwerden, insbesondere bei älteren Patienten und Kindern, auftreten, die sich vor allem als Kopfschmerz, Schwindel, Sehstörungen, Mundtrockenheit und Durst, vermindertemr Blutdruck und Kreislaufstörungen äußern. Bei sehr starker Harnausscheidung kann es zur „Entwässerung" und als Folge zum Kreislaufkollaps und zur Bluteindickung kommen. Bluteindickung kann - insbesondere bei älteren Patienten - eine erhöhte Neigung zu Blutgerinnsel (Thrombosen)-zur Folge haben. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Nicht über 25°C lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Name

Furostad 40 mg Tabletten

Zusammensetzung

1 Tablette enthält 40 mg Furosemid.
Sonstiger Bestandteil: enthält 63,10 mg Lactose-Monohydrat.
Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

Darreichungsform

Tablette.
Furostad 40 mg Tabletten sind weiß, rund, mit einer Kreuzbruchrille auf einer Seite. Die Tablette kann in gleiche Hälften geteilt werden.

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