Januvia 50 mg Filmtabletten

 

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Januvia gehört zu einer Substanzklasse von Arzneimitteln zum Einnehmen, den sog. DPP-4-Hemmern (Dipeptidyl-Peptidase-4-Inhibitoren), die bei zuckerkranken Patienten (Typ-2-Diabetikern) den Blutzuckerspiegel senken. Typ-2-Diabetes wird auch als nicht insulinabhängiger Diabetes mellitus Typ 2 bezeichnet.

Januvia trägt zur Verbesserung der Insulinspiegel nach einer Mahlzeit bei und senkt die vom Körper produzierte Zuckermenge. Es ist unwahrscheinlich, dass es zu einem erniedrigten Blutzuckerspiegel führt, da es bei niedrigem Blutzuckerspiegel nicht wirkt. Wenn Sie Januvia jedoch mit einem Sulfonylharnstoff-haltigen Arzneimittel oder mit Insulin kombinieren, kann es zu Unterzuckerungen (Hypoglykämien) kommen.

Ihr Arzt hat Ihnen Januvia zur Blutzuckersenkung verordnet, da aufgrund Ihres Typ-2-Diabetes Ihr Blutzuckerspiegel zu hoch ist. Januvia kann alleine oder in Kombination mit bestimmten anderen Arzneimitteln zur Blutzuckersenkung (Insulin, Metformin, Sulfonylharnstoffe oder Glitazone) angewendet werden, die Sie möglicherweise bereits zur Behandlung Ihrer Zuckerkrankheit erhalten, zusammen mit einem Ernährungs- und Bewegungsprogramm.

Was ist ein Typ-2-Diabetes?
Typ-2-Diabetes ist eine Erkrankung, bei der Ihr Körper nicht genug Insulin herstellt und das von Ihrem Körper hergestellte Insulin nicht ausreichend wirkt. Ihr Körper produziert evtl. auch zu viel Zucker. In diesen Fällen sammelt sich Zucker (Glukose) im Blut an. Dadurch kann es zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen wie Erkrankungen des Herzens und der Nieren, Erblindung und Amputationen kommen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Januvia darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Sitagliptin oder einen der sonstigen Bestandteile von Januvia sind.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Januvia ist erforderlich
Fälle von Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) wurden bei Patienten beobachtet, die Januvia einnahmen. Diese Erkrankung kann schwerwiegend, möglicherweise auch lebensbedrohlich sein. Wenn Sie starke und anhaltende Bauchschmerzen mit oder ohne Erbrechen spüren, nehmen Sie Januvia nicht weiter ein und wenden Sie sich an Ihren Arzt, denn Sie könnten eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse haben.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eine der folgenden Erkrankungen haben oder hatten:

  • eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis), Gallensteine, Alkoholabhängigkeit oder sehr hohe Triglyzeridwerte. Diese Bedingungen können Ihr Risiko für das Auftreten oder Wiederauftreten einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse erhöhen.
  • Typ-1-Diabetes mellitus
  • diabetische Ketoazidose (eine Komplikation der Zuckerkrankheit mit hohen Blutzuckerspiegeln, schnellem Gewichtsverlust, Übelkeit oder Erbrechen)
  • alle Arten von Nierenerkrankungen sowie alle gegenwärtigen und vergangenen gesundheitlichen Probleme in Ihrer Krankengeschichte. Falls Sie an einer Nierenerkrankung leiden, ist Januvia möglicherweise nicht das richtige Arzneimittel für Sie.
  • eine allergische Reaktion auf Januvia.

Wenn Sie ein Sulfonylharnstoff-haltiges Arzneimittel oder Insulin mit Januvia zusammen anwenden, kann Ihr Blutzucker abfallen (Hypoglykämie). Möglicherweise wird Ihr Arzt die Dosis Ihres Sulfonylharnstoff-haltigen Arzneimittels oder Insulins verringern.

Bei Einnahme von Januvia mit anderen Arzneimitteln
Januvia kann zusammen mit den meisten anderen Arzneimitteln eingenommen werden. Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben. Das gilt für verschreibungspflichtige und nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel sowie für pflanzliche Präparate.

Bei Einnahme von Januvia zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Sie können Januvia unabhängig von der Nahrungsaufnahme einnehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit
Frauen, die schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen, sollten vor der Einnahme von Januvia ihren Arzt um Rat fragen. Sie sollten Januvia während der Schwangerschaft nicht einnehmen.

Es ist nicht bekannt, ob Januvia in die Muttermilch übergeht. Daher sollten Sie Januvia nicht einnehmen, wenn Sie stillen bzw. stillen wollen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es ist nicht bekannt, ob Januvia Ihre Verkehrstüchtigkeit oder Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen kann. Jedoch sollte bei Fahrtätigkeit und beim Bedienen von Maschinen beachtet werden, dass über Schwindel und Schläfrigkeit berichtet wurde.

Bei Einnahme von Januvia in Kombination mit sog. Sulfonylharnstoffen oder mit Insulin kann es zu einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) kommen, die Ihre Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen sowie eine Tätigkeit ohne sicheren Stand beeinflussen kann.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Januvia immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Die übliche Dosis ist:

  • eine 100 mg Filmtablette
  • einmal täglich
  • zum Einnehmen.

Ihr Arzt kann Ihnen Januvia alleine oder mit bestimmten anderen Arzneimitteln zur Blutzuckersenkung verordnen.

Nehmen Sie Januvia so lange ein, wie vom Arzt verordnet, so dass Sie auch weiterhin zur Regulierung Ihres Blutzuckers beitragen.

Diät und körperliche Betätigung können Ihren Körper unterstützen, Blutzucker besser zu verwerten. Daher ist es wichtig, während der Einnahme von Januvia das vom Arzt empfohlene Programm für Diät, Bewegung und Gewichtsabnahme einzuhalten.

Wenn Sie eine größere Menge von Januvia eingenommen haben, als Sie sollten Wenn Sie mehr als die verordnete Dosierung eingenommen haben, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt.

Wenn Sie die Einnahme von Januvia vergessen haben
Wenn Sie eine Dosis vergessen haben, holen Sie diese nach, sobald Sie sich daran erinnern. Wenn Sie Ihr Versäumnis erst beim nächsten Einnahmezeitpunkt bemerken, lassen Sie die vergessene Dosis aus und setzen Sie dann die Einnahme wie verordnet fort. Nehmen Sie keine doppelte Dosis Januvia ein.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Januvia Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Sehr häufige Nebenwirkungen (treten bei mehr als 1 von 10 behandelten Patienten auf) Häufige Nebenwirkungen (treten bei weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 behandelten Patienten auf)
Gelegentliche Nebenwirkungen(treten bei weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 behandelten Patienten auf)

Bei einigen Patienten kam es zu folgenden Nebenwirkungen, wenn sie Sitagliptin zusätzlich zu einer laufenden Behandlung mit Metformin einnahmen:
Häufig: Übelkeit
Gelegentlich: Gewichtsabnahme, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, erniedrigter Blutzucker, Schläfrigkeit

Bei einigen Patienten kam es zu Magenbeschwerden, wenn die Behandlung mit Sitagliptin und Metformin gleichzeitig begonnen wurde.

Bei einigen Patienten kam es während der Einnahme von Januvia mit einem Sulfonylharnstoff zu folgenden Nebenwirkungen:
Häufig: niedriger Blutzucker

Bei einigen Patienten kam es während der Einnahme von Januvia mit einem Sulfonylharnstoff und Metformin zu folgenden Nebenwirkungen:
Sehr häufig: niedriger Blutzucker
Häufig: Verstopfung

Bei einigen Patienten kam es während der Einnahme von Januvia mit Pioglitazon zu folgenden Nebenwirkungen:
Häufig: erniedrigter Blutzucker und Blähungen. Zusätzlich berichteten einige Patienten während der Einnahme von Januvia mit Pioglitazon über Schwellungen an den Füßen. Diese Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Sitagliptin und jedem Glitazon (z. B. Rosiglitazon) auftreten.

Bei einigen Patienten kam es während der Einnahme von Januvia mit Rosiglitazon und Metformin zu folgenden Nebenwirkungen:

Häufig: Kopfschmerzen, Husten, Durchfall, Erbrechen, niedriger Blutzucker, Pilzinfektion der Haut, Infektion der oberen Atemwege, Schwellungen an Händen oder Beinen

Bei einigen Patienten kam es während der Einnahme von Januvia in Kombination mit der Anwendung von Insulin (mit oder ohne Metformin) zu folgenden Nebenwirkungen:
Häufig: Kopfschmerzen, niedriger Blutzucker, grippeähnliche Symptome
Gelegentlich: trockener Mund, Verstopfung

Bei einigen Patienten kam es während der Einnahme von Januvia als einziges blutzuckersenkendes Arzneimittel zu folgenden Nebenwirkungen:
Häufig: erniedrigter Blutzucker, Kopfschmerzen
Gelegentlich: Schwindel, Verstopfung

Darüber hinaus berichteten einige Patienten während der Einnahme von Januvia über folgende Nebenwirkungen:
Häufig: Infektionen der oberen Atemwege, verstopfte oder laufende Nase und Halsschmerzen, Osteoarthrose (degenerative Gelenkerkrankung), Schmerzen in den Armen oder Beinen

Nach Zulassung wurden bei der Anwendung von Januvia allein und/oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln gegen die Zuckerkrankheit weitere Nebenwirkungen berichtet (Häufigkeit unbekannt): Überempfindlichkeitsreaktionen, die schwerwiegend sein können einschließlich Hautausschlag, Nesselsucht und Schwellungen von Gesicht, Lippen, Zunge und Rachen, die zu Atem- oder Schluckbeschwerden führen können.
Wenn Sie eine Überempfindlichkeitsreaktion haben, unterbrechen Sie die Einnahme von Januvia und wenden sich umgehend an Ihren Arzt. Ihr Arzt kann Ihnen Medikamente gegen die Überempfindlichkeitsreaktion und andere Medikamente gegen Diabetes verordnen. Zu den weiterhin berichteten Nebenwirkungen zählen: eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis), eine Nierenfunktionsstörung (in manchen Fällen wurde eine Blutwäsche [Dialyse] erforderlich); Erbrechen.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser
Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen Januvia nach dem auf der Blisterpackung und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Was ist es?

Januvia ist ein Arzneimittel, das den Wirkstoff Sitagliptin enthält. Es ist als runde Tabletten erhältlich (rosa: 25 mg; beige: 50 mg und 100 mg).

Wofür wird es angewendet?

Janumet wird zur Behandlung von Patienten mit Typ-2-Diabetes zur Verbesserung der Kontrolle der Blutglukose (des Blutzuckers) angewendet. Es wird zusätzlich zu einer Diät und zu körperlicher Bewegung wie folgt angewendet:

  • als Alleingabe bei Patienten, die mit einer Diät und körperlicher Bewegung allein nicht zufriedenstellend eingestellt werden können und für die Metformin (ein Arzneimittel gegen Diabetes) nicht geeignet ist;
  • in Kombination mit Metformin oder einem PPAR-Gamma-Agonisten (einer Art Arzneimittel gegen Diabetes), wie beispielsweise einem Thiazolidindion, bei Patienten, die mit Metformin oder demPPAR-Gamma-Agonisten allein nicht zufriedenstellend eingestellt werden können;
  • in Kombination mit einem Sulfonylharnstoff (einem anderen Arzneimittel gegen Diabetes) bei Patienten, die mit einem Sulfonylharnstoff allein nicht zufriedenstellend eingestellt werden können und für die Metformin nicht geeignet ist;
  • in Kombination sowohl mit Metformin als auch einem Sulfonylharnstoff oder PPAR-Gamma-Agonisten bei Patienten, die mit beiden Arzneimitteln nicht zufriedenstellend eingestellt werden können;
  • in Kombination mit Insulin mit oder ohne Metformin bei Patienten, die mit einer stabilen Dosis Insulin nicht zufriedenstellend eingestellt werden können. Das Arzneimittel ist nur auf ärztliche Verschreibung erhältlich.

Wie wird es angewendet?

Januvia wird unabhängig von der Nahrungsaufnahme einmal täglich in einer Dosis von 100 mg eingenommen. Wird Januvia mit einem Sulfonylharnstoff oder Insulin angewendet, muss die Dosis des Sulfonylharnstoffes oder Insulins möglicherweise herabgesetzt werden, um das Risiko einer Hypoglykämie (niedriger Blutglukosespiegel) zu senken.

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Wie wirkt es?

Typ-2-Diabetes ist eine Krankheit, bei der die Bauchspeicheldrüse nicht genügend Insulin zur Kontrolle des Blutglukosespiegels produziert oder der Körper Insulin nicht wirksam nutzen kann. Der Wirkstoff in Januvia, Sitagliptin, ist ein Dipeptidylpeptidase-4-(DPP-4)-Hemmer. Er blockiert den Abbau von „Inkretin“-Hormonen im Körper. Diese Hormone werden nach einer Mahlzeit freigesetzt und regen die Bauchspeicheldrüse an, Insulin zu produzieren. Durch Erhöhung der Inkretinhormonspiegel im Blut regt Sitagliptin die Bauchspeicheldrüse an, bei einem hohen Blutglukosespiegel mehr Insulin zu produzieren. Sitagliptin wirkt nicht, wenn der Blutglukosespiegel niedrig ist. Sitagliptin senkt außerdem die von der Leber gebildete Glukosemenge, indem es die Insulinspiegel erhöht und den Spiegel des Hormons Glucagon senkt. Zusammen führen diese Prozesse zu einer Senkung des Blutglukosespiegels und tragen zur Kontrolle des Typ-2-Diabetes bei.

Wie wurde es erforscht?

Januvia wurde in neun Studien an nahezu 6 000 Patienten mit Typ-2-Diabetes untersucht, deren Blutzuckerwerte nicht angemessen kontrolliert werden konnten:

  • In vier dieser Studien wurde Januvia mit Placebo (einer Scheinbehandlung) verglichen. Januvia bzw. Placebo wurden in zwei Studien mit 1 262 Patienten jeweils allein, in einer Studie mit 701 Patienten zusätzlich zu Metformin und in einer Studie mit 353 Patienten zusätzlich zu Pioglitazon (einem PPAR-Gamma-Agonisten) verabreicht.
  • In zwei Studien wurde Januvia mit anderen Arzneimitteln gegen Diabetes verglichen. In einer Studie wurde Januvia bei 1 172 Patienten mit Glipizid (einem Sulfonylharnstoff) als Zusatzarzneimittel zu Metformin verglichen. In der anderen Studie wurde Januvia mit Metformin als Alleingabe bei 1 058 Patienten verglichen.
  • In drei zusätzlichen Studien wurde Januvia mit Placebo als Zusatz zu anderen Arzneimitteln gegen Diabetes verglichen: Glimepirid (ein anderer Sulfonylharnstoff) mit oder ohne Metformin bei 441 Patienten, die Kombination von Metformin und Rosiglitazon (einem PPAR-Gamma-Agonisten) bei 278 Patienten, und eine stabile Dosis Insulin mit oder ohne Metformin bei 641 Patienten. In allen Studien war der Hauptindikator für die Wirksamkeit die Änderung der Konzentration des im Blut vorhandenen sogenannten glykosylierten Hämoglobins (HbA1c), das Aufschluss darüber gibt, wie gut der Blutzucker eingestellt ist.

Welche Vorteile hat es in den Studien gezeigt?

Allein oder in Kombination mit anderen Arzneimitteln gegen Diabetes war Januvia wirksamer als das Placebo. Bei Patienten, die Januvia allein nahmen, fielen die HbA1c-Werte von etwa 8 % zu Beginn der Studien nach 18 Wochen um 0,48 % und nach 24 Wochen um 0,61 %. Bei den Patienten unter Placebo stiegen die Werte hingegen um 0,12 % bzw. 0,18 %. Die zusätzliche Gabe von Januvia zu Metformin senkte die HbA1c-Werte nach 24 Wochen um 0,67 %, verglichen mit 0,02 % bei den Patienten, die zusätzlich Placebo erhielten. Zusätzlich zu Pioglitazon senkte Januvia den HbA1c-Wert nach 24 Wochen um 0,85 %, gegenüber 0,15 % bei den Patienten, die zusätzlich Placebo einnahmen. In den Studien, in denen Januvia mit anderen Arzneimitteln verglichen wurde, war die Wirksamkeit der Gabe von Januvia zusätzlich zu Metformin ähnlich wie bei der zusätzlichen Gabe von Glipizid. Bei alleiniger Gabe senkten Januvia und Metformin die HbA1c-Werte ähnlich stark, wobei jedoch die Wirksamkeit von Januvia etwas geringer schien als die von Metformin.
In den zusätzlichen Studien sank bei Gabe von Januvia zusätzlich zu Glimepirid (mit oder ohne Metformin) der HbA1c-Wert nach 24 Wochen um 0,45 %, während er bei Patienten, die zusätzlich Placebo erhielten, um 0,28 % stieg. Bei den Patienten, die Januvia zusätzlich zu Metformin und Rosiglitazon erhielten, sank der HbA1c-Wert nach 18 Wochen um 1,03 %, gegenüber 0,31 % bei den Patienten, die zusätzlich Placebo einnahmen. Bei den Patienten, die zusätzlich zu Insulin Januvia (mit oder ohne Metformin) nahmen, sank der Wert um 0,59 % gegenüber 0,03 % bei den Patienten, die zusätzlich das Placebo nahmen.

Verbundene Risiken?

Die häufigsten Nebenwirkungen von Januvia (im Allgemeinen beobachtet bei mehr als 5 % der Patienten) sind Entzündungen der oberen Atemwege (Erkältungen) und Nasopharyngitis (Entzündung von Nase und Rachen). Die vollständige Auflistung der im Zusammenhang mit Januvia berichteten Nebenwirkungen ist der Packungsbeilage zu entnehmen.

Januvia darf nicht bei Patienten angewendet werden, die möglicherweise überempfindlich (allergisch) gegen Sitagliptin oder einen der sonstigen Bestandteile sind.

Warum es zugelassen wurde?

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) gelangte zu dem Schluss, dass die Vorteile von Januvia gegenüber den Risiken überwiegen, und empfahl, die Genehmigung für das Inverkehrbringen von Januvia zu erteilen.

Weitere Informationen

Am 21. März 2007 erteilte die Europäische Kommission dem Unternehmen Merck Sharp & Dohme Ltd eine Genehmigung für das Inverkehrbringen von Januvia in der gesamten Europäischen Union. Die Genehmigung gilt fünf Jahre und kann anschließend verlängert werden.

Name

Januvia 50 mg Filmtabletten

Zusammensetzung

Jede Tablette enthält Sitagliptinphosphat 1 H2O entsprechend 50 mg Sitagliptin.

Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

Darreichungsform

Filmtablette (Tablette)

Runde, hellbeige Filmtablette mit der Aufschrift „112“ auf einer Seite.

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