Was ist es und wofür wird es verwendet?
LevoCar retard gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die zur Behandlung der Parkinsonschen Erkrankung angewendet werden. Die Beschwerden im Zu-sammenhang mit dieser Erkrankung werden wahrscheinlich durch einen Do-pamin-Mangel ausgelöst. Diese Substanz wird normalerweise vom Gehirn ge-bildet. Da Dopamin an der Kontrolle der Muskelbewegung beteiligt ist, führt ein Mangel an Dopamin zu Beschwerden im Zusammenhang mit der Muskelbewe-gung. Levodopa gleicht den Dopamin-Mangel aus, während Carbidopa dafür sorgt, dass genügend Levodopa in das Gehirn gelangt.
LevoCar retard wird angewendet
- zur Behandlung der Parkinsonschen Krankheit. Es vermindert die „off“ Zeit (ein plötzliches Einsetzen von Muskelsteifheit, die sich über Minuten oder sogar Stunden erstrecken kann), wenn Sie bisher nur mit Levodopa oder mit einer Kombination von Levodopa und einem Decarboxylase-Hemmer (z.B. Carbidopa) in einer Arzneizubereitung (z.B. Tabletten) mit schnellem Wirkungseintritt behandelt wurden und Sie während dieser Behandlung un-ter plötzlichen unkontrollierten Bewegungen litten.
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
LevoCar retard darf NICHT eingenommen werden
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Levodopa, Carbidopa oder ei-
nen der sonstigen Bestandteile von LevoCar retard sind
- wenn Sie unter erhöhtem Augeninnendruck (Engwinkelglaukom) leiden
- wenn Sie unter schwerer Herzinsuffizienz leiden
- bei schweren Herzrhythmusstörungen
- bei akutem Schlaganfall
- wenn Sie keine Arzneimittel nehmen dürfen, die auf das zentrale Nerven-system wirken (Sympathomimetika)
- wenn Sie mit nicht-selektiven Monoaminoxidase (MAO)-Hemmern und se-lektiven MAO-A-Hemmern (Arzneimittel zur Behandlung depressiver Er-krankungen) behandelt werden. Diese Arzneimittel müssen mindestens 2 Wochen vor dem Beginn der Behandlung mit LevoCar retard abgesetzt werden. LevoCar retard kann gleichzeitig mit der empfohlenen Dosis eines selektiven MAO-B-Hemmers (z.B. Selegilin) eingenommen werden
- wenn Sie jemals unter einem malignen Melanom (Hautkrebs) gelitten haben
- wenn Sie unter einer noch nicht von Ihrem Arzt diagnostizierten Hautverän-derungen leiden.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von LevoCar retard ist erforderlich,
- wenn Sie derzeit oder bisher nur mit Levodopa behandelt werden oder wur-den, müssen Sie mindestens 12 Stunden warten, bevor Sie LevoCar retard einnehmen dürfen
- wenn Sie unter Bewegungsstörungen wie Muskelzuckungen im Gesicht, Muskelstarre und -steifheit, Schwierigkeiten beim Bewegungsbeginn, Zittern der Finger oder der Hände leiden, kann es notwendig sein, die Dosis zu ver-ringern
- falls Sie früher unter unwillkürlichen Bewegungen gelitten haben
- wenn Sie einmal eine psychotische Episode oder eine Psychose hatten. Ei-ne Psychose ist eine schwere Geisteskrankheit mit beeinträchtigter Kontrol-le über das eigene Verhalten. Selten wurde berichtet, dass bei Patienten ei-ne Depression auftrat und sich später Selbsttötungsgedanken entwickelten. Wenn Sie meinen, dass dies auch auf Sie zutrifft, wenden Sie sich bitte un-verzüglich an Ihren Arzt.
- wenn Sie ständig müde sind und/oder dazu neigen, plötzlich einzuschlafen, dürfen Sie sich nicht ans Steuer eines Fahrzeugs setzen oder Maschinen bedienen. Ihr Arzt wird Ihre Dosis gegebenenfalls anpassen oder die Be-handlung ganz beenden.
- wenn Sie unter einer schweren Herz-Kreislauf-Erkrankung leiden
- wenn Sie unter einer schweren Lungenerkrankung leiden oder falls bei Ih-nen akute Schübe von Atemnot auftreten, die von Muskelkrämpfen und An-schwellen der Schleimhäute in den Atemwegen verursacht werden und häu-fig von Husten und der Produktion von zähem Schleim begleitet sind (Bron-chialasthma)
- wenn sie unter Nieren- oder Lebererkrankungen oder an einer endokrinen Erkrankung leiden (Erkrankung, die die Drüsen betrifft, die im Körper Hor-mone bilden und in das Blut abgeben)
- wenn Sie früher einmal an Magen- oder Darmgeschwüren gelitten haben, da dies die Gefahr von Magenblutungen erhöht
- wenn Sie Blut erbrechen
- wenn Sie schon einmal Krampfanfälle/Konvulsionen hatten
- wenn Sie kürzlich einen Herzanfall hatten und immer noch unter Herz-rhythmusstörungen leiden
- wenn Sie ein chronisches Glaukom haben (erhöhter Augeninnendruck)
- wenn Ihre Levodopa/Carbidopa-Dosis plötzlich gesenkt oder die Behand-lung beendet wird, insbesondere wenn Sie Arzneimittel zur Behandlung ei-ner Psychose erhalten, da dies eine Änderung ihres Geisteszustands aus-lösen könnte
- wenn Sie eine erbliche Krankheit haben, bei der unwillkürliche, aber koordi-nierte Bewegungen auftreten (Chorea Huntington). In diesem Fall wird die Einnahme von LevoCar retard nicht empfohlen.
- Da die Sicherheit und Wirksamkeit von LevoCar retard bei Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht geprüft wurden, wird die Anwendung von LevoCar retard bei Patienten unter 18 Jahren nicht emp-fohlen.
- Bei Parkinson-Patienten, die mit Arzneimitteln, die zur Gruppe der Dopami-nagonisten gehören, einschließlich LevoCar retard, behandelt wurden, wur-den krankhaftes triebhaftes Spielen (Spielsucht) und zwanghaft gesteigertes sexuelles Verlangen beobachtet.
Bitte teilen Sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie meinen, dass irgendeine der oben ge-nannten Bedingungen auf Sie zutrifft oder früher einmal auf Sie zutraf.
Bei Einnahme von LevoCar retard mit anderen Arzneimitteln LevoCar retard kann die Wirkung/Nebenwirkungen von anderen Arzneimitteln beeinflussen oder selbst von diesen beeinflusst werden. Dies gilt besonders für
- Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck. In diesem Fall muss Ihr Arzt die Dosierung anpassen.
- Arzneimittel zur Behandlung von depressiven Erkrankungen (siehe auch un-ter Abschnitt 2. LevoCar retard darf NICHT eingenommen werden)
- Arzneimittel, die auf das zentrale Nervensystem wirken
- Anticholinergika; Bronchodilatatoren die bei Asthma verwendet werden, wie z.B. Ipratropium und Tiotropium. Die Wirkung von Levodopa kann abgeschwächt sein. Falls nötig wird Ihr Arzt die Dosierung anpassen.
- Sympathomimetika; Bronchodilatatoren die bei Asthma verwendet wer-den, wie z.B. Apraclonidin, Dipivefrin und Brimonidin. Das Risiko von das Herz-Kreislauf-System betreffenden Nebenwirkungen kann erhöht sein.
- Arzneimittel zur Behandlung von Psychosen
- Isoniazid (Arzneimittel zur Behandlung der Tuberkulose)
- Benzodiazepine (bestimmte Schlaf- und Beruhigungsmittel) wie Diazepam, Oxazepam und Lormetazepam können die Wirkung von LevoCar retard ab-schwächen
- Phenytoin (Arzneimittel zur Behandlung der Epilepsie) kann die Wirkung von LevoCar retard abschwächen
- Papaverin (Arzneimittel zur Behandlung von Krämpfen im Magen-Darm-Trakt) kann die Wirkung von LevoCar retard abschwächen
- Selegilin (zur Behandlung der Parkinson-Krankheit). Bei gleichzeitiger An-wendung von LevoCar retard kann es zu einem starken Blutdruckabfall kommen.
- COMT-Hemmer (zur Behandlung der Parkinson-Krankheit) wie z.B. Tolca-pon, Entacapon; bei gleichzeitiger Anwendung von COMT-Hemmern und LevoCar retard kann es zu einem Anstieg der Levodopa-Spiegel im Gehirn kommen. Gegebenenfalls wird Ihr Arzt die Levodopa/Carbidopa-Dosis an-passen.
- Amantadin (zur Behandlung der Parkinson-Krankheit). Die Gefahr von Ne-benwirkungen durch Levodopa kann zunehmen. Ihr Arzt wird gegebenen-falls die Levodopa/Carbidopa-Dosis anpassen.
- Metoclopramid (Arzneimittel zur Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden)
- Eisensulfat. Die Aufnahme von Levodopa aus dem Darm ins Blut kann ver-mindert sein.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden bzw. vor kurzem angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Bei Einnahme von LevoCar retard zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Die Wirkung von Levodopa kann bei Patienten mit eiweißreicher Ernährung manchmal abgeschwächt sein.
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apothe-ker um Rat.
Schwangerschaft Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung mit LevoCar re-tard wirksame Maßnahmen zur Empfängnisverhütung ergreifen.Zur Anwendung von LevoCar retard in der Schwangerschaft ist nicht genügend bekannt. In Tierversuchen traten schädliche Wirkungen auf.
Sie dürfen LevoCar retard nicht einnehmen, wenn Sie schwanger sind oder schwanger werden möchten.
Stillzeit Levodopa tritt in die Muttermilch über. Sie dürfen während der Behandlung mit LevoCar retard daher nicht stillen, ohne mit Ihrem Arzt Rücksprache zu halten.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
! Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrs-tüchtigkeit beeinträchtigen.
Bei der Behandlung mit LevoCar retard können u.a. folgende Nebenwirkungen auftreten
- Schwindel
- Benommenheit
- Doppelsehen. Diese Nebenwirkungen können Ihr Reaktionsvermögen beeinträchtigen (siehe unter Abschnitt 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?).
Bitte beachten Sie dies, bevor Sie sich ans Steuer eines Fahrzeugs setzen oder Maschinen bedienen. Patienten, die zu Benommenheit und plötzlichem Ein-schlafen ohne Vorwarnung neigen, dürfen sich nicht ans Steuer eines Fahr-zeugs setzen oder Maschinen bedienen.
Wie wird es angewendet?
Dosierung:
Erwachsene und ältere Patienten:
Ihr Arzt hat Ihnen mitgeteilt, wie viele Tabletten LevoCar retard Sie einnehmen sollen. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Wenn Sie bisher kein Levodopa erhalten haben
- Anfangsdosis: 2-mal täglich 1 Tablette LevoCar retard.
- Maximale Anfangsdosis: täglich 3 Tabletten LevoCar retard (entspricht 600 mg Levodopa pro Tag).
Die einzelnen Dosen sind in Abständen von mindestens 6 Stunden einzuneh-men.
Wenn Ihre Behandlung von Levodopa/Carbidopa in schnell freisetzenden Arz-neizubereitungen auf LevoCar retard Tabletten umgestellt wird
- Eine solche Umstellung muss schrittweise und unter ärztlicher Überwa-chung erfolgen.
Wenn Sie bisher mit Levodopa allein behandelt wurden
- Die Behandlung mit Levodopa muss mindestens 12 Stunden vor der Ein-nahme von LevoCar retard beendet werden.
- Anfangsdosis bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Ausprägung der Parkinson-Erkrankung: 2-mal täglich 1 Tablette LevoCar retard.
Erhaltungsdosis
- Ihr Arzt wird Sie regelmäßig untersuchen und, wenn nötig, die Dosis anpas-sen. Zwischen jeder Dosisanpassung sollte ein Abstand von mindestens 3 Tagen liegen.
Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut mit 1 Glas Wasser und unabhängig von den Mahlzeiten ein. Die Tabletten dürfen nicht zerbrochen werden.
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
Die Anwendung von LevoCar retard bei Patienten unter 18 Jahren wird nicht empfohlen (siehe auch unter Abschnitt 2. Besondere Vorsicht bei der Einnahme von LevoCar retard ist erforderlich).
Dauer der Anwendung
Über die Dauer der Anwendung von LevoCar retard entscheidet Ihr Arzt. Bitte unterbrechen Sie die Behandlung nicht eigenmächtig, sonst können Ihre Krankheitsbeschwerden erneut auftreten.
Wenn Sie eine größere Menge LevoCar retard eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie zuviele LevoCar retard Tabletten eingenommen haben, verständigen Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.
Als Zeichen einer Überdosierung können unter anderem Lidkrämpfe auftreten (siehe auch unter Abschnitt 4. Welche Nebenwirkungen sind möglich?).
Wenn Sie die Einnahme von LevoCar retard vergessen haben Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Sie können die vergessene Dosis nachholen, falls der nächs-te Einnahmezeitpunkt nicht unmittelbar bevorsteht. Wenn dies jedoch der Fall ist, setzen Sie die Behandlung wie verordnet fort.
Wenn Sie die Einnahme von LevoCar retard abbrechen
Ihr Arzt wird Sie regelmäßig überwachen, wenn Ihre Dosierung plötzlich ge-senkt oder Ihre Behandlung beendet wird. Bitte lesen Sie dazu den Abschnitt 2. Besondere Vorsicht bei der Einnahme von LevoCar retard ist erforderlich, ins-besondere wenn Sie Arzneimittel zur Behandlung einer Psychose (Neurolepti-ka) einnehmen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt und Apotheker.
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Wie alle Arzneimittel kann LevoCar retard Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Selten: Eine Bluterkrankung (Verringerung der Zahl der weißen Blutkörperchen) begleitet von erhöhter Infektionsanfälligkeit (Leukopenie), Verringerung der Zahl der roten Blutkörperchen (hämolytische und nicht-hämolytische Anämie), eine Bluterkrankung (Verringerung der Blutplättchen) mit Neigung zu Blutergüssen und Blutungen (Thrombozytopenie).
Sehr selten: Eine sehr schwerwiegende Bluterkrankung (Fehlen der weißen Blutkörperchen), die von plötzlich auftretendem hohen Fieber, schweren Hals-schmerzen und Geschwüren im Mund begleitet ist (Agranulozytose).
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen Häufig: Appetitlosigkeit (Anorexie).
Gelegentlich: Gewichtsverlust, Gewichtszunahme.
Psychiatrische Erkrankungen Häufig: Wahrnehmung nicht vorhandener Dinge (Halluzinationen), Verwirrtheit, Schwindel, Alpträume, Schläfrigkeit, Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Depression, sel-ten mit Gedanken, sich das Leben zu nehmen, Hochstimmung (Euphorie), De-menz, Episoden einer ernsten Geisteskrankheit mit beeinträchtigter Kontrolle über das eigene Verhalten (psychotische Episoden), Antriebssteigerung. Selten: Erregtheit (Agitation), Angst, Denkstörungen, Desorientiertheit, Kopf-schmerzen, gesteigertes sexuelles Verlangen, Benommenheit, Krampfanfälle. Nicht bekannt: Es wurde berichtet, dass Patienten, die Arzneimittel der Wirk-stoffgruppe Dopamin-Agonisten, einschließlich LevoCar retard, zur Behandlung der Parkinson-Erkrankung angewendet haben, krankhaftes triebhaftes Spielen oder zwanghaft gesteigertes sexuelles Verlangen, besonders bei hohen Dosen, zeigten. Diese Nebenwirkungen gingen allgemein bei Verringerung der Dosis oder mit Beendigung der Behandlung zurück.
Schläfrigkeit und sehr selten übermäßige Tagesmüdigkeit und plötzliche Schlafattacken.
Erkrankungen des Nervensystems Häufig: Bewegungsstörungen (Dyskinesie), Störungen, die durch plötzliche un-willkürliche Bewegungen gekennzeichnet sind (Chorea), Störungen der Muskel-spannung (Dystonie), Bewegungsstörungen, die außerhalb des Nervensystems verursacht werden (extrapyramidal), plötzlicher Wechsel der Parkinson-Beschwerden („On-off“-Symptome), Verlangsamung der Bewegungsabläufe während „On-off“-Phasen (Bradykinesie).
Gelegentlich: Störungen der Bewegungskoordination (Ataxie), verstärktes Zit-tern der Hände.
Selten: Ein ernster, durch Neuroleptika ausgelöster Zustand, der durch Muskel-steifheit, die Unfähigkeit still zu sitzen, hohes Fieber, Schwitzen, verstärkten Speichelfluss und Bewusstseinsstörungen gekennzeichnet ist (malignes neuro-leptisches Syndrom), scheinbar grundlose Missempfindungen wie Stechen, Kribbeln und Juckreiz (Parästhesien), Gangstörungen, Kiefersperre (Krampf der Kaumuskulatur des Unterkiefers).
Augenerkrankungen Selten: Verschwommensehen, Lidkrämpfe (dies kann ein Hinweis auf eine Ü-berdosierung sein), Aktivierung eines vorbestehenden Horner-Syndroms (eine Augenkrankheit), Doppeltsehen, Pupillenerweiterung, Verschlechterung der Augenbewegung.
Herzerkrankungen Häufig: Herzklopfen, unregelmäßiger Herzschlag.
Gefäßerkrankungen Häufig: Blutdruckabfall z. B. durch zu schnelles Aufstehen vom Sitzen oder Lie-gen, manchmal begleitet von Schwindel (orthostatische Hypotonie), Neigung zu Ohnmachtsanfällen, plötzliche Bewusstlosigkeit.
Gelegentlich: Blutdruckanstieg.
Selten: Venenentzündung (Phlebitis).
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums Gelegentlich: Heiserkeit, Brustschmerzen.
Selten: Atemnot, gestörte Atmung.
Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts Häufig: Übelkeit, Erbrechen, Mundtrockenheit, bitterer Geschmack. Gelegentlich: Verstopfung, Durchfall, erhöhter Speichelfluss, Schluckbeschwer-den (Dysphagie), Blähungen.
Selten: Verdauungsstörungen mit Beschwerden wie Völlegefühl im Oberbauch, Oberbauchschmerzen, Aufstoßen, Übelkeit, Erbrechen und Sodbrennen (Dys-pepsie), Schmerzen im Magen-Darm-Trakt, dunkel verfärbter Speichel, Bruxis-mus (Zähneknirschen), Schluckauf, Magen-Darm-Blutungen, Zungenbrennen, Zwölffingerdarmgeschwüre.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Gelegentlich: Flüssigkeitsansammlung (Ödem).
Selten: Plötzliches Anschwellen der Haut und der Schleimhäute (z.B. des Hal-ses und der Zunge), Atemstörungen und/oder Juckreiz und Ausschlag, häufig in Form einer allergischen Reaktion (Angioödem), Hautausschlag mit starkem Juckreiz und Quaddelbildung (Urtikaria), Juckreiz, Gesichtsröte, Haarausfall, Hautausschlag, vermehrtes Schwitzen, dunkel verfärbter Schweiß, Aktivierung eines malignen Melanoms (siehe Abschnitt LevoCar retard darf NICHT einge-nommen werden), allergisch-bedingte Blutung in der Haut und in den Wänden des Magen-Darm-Trakts (Purpura Schönlein-Henoch).
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Gelegentlich: Muskelkrämpfe.
Erkrankungen der Nieren und Harnwege Gelegentlich: Dunkel verfärbter Urin.
Selten: Harnverhalt, unwillkürlicher Harnabgang, Dauererektion (Priapismus).
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Gelegentlich: Schwächegefühl, Unwohlsein, plötzlich auftretende Hautrötung.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemer-ken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.
Wie soll es aufbewahrt werden?
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und der Durch-drückpackung nach „Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwen-den.
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforder-lich.
Arzneimittel sollten nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.
Name
LevoCar retard 200 mg/50 mg Tabletten
Zusammensetzung
Eine Retardtablette enthält 200 mg Levodopa und 50 mg Carbidopa (als Carbi-dopa-Monohydrat).
Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe unter Abschnitt 6.1
Darreichungsform
Retardtablette
Orange-braune, runde, bikonvexe Tablette.


