Was ist es und wofür wird es verwendet?
Lorella ist eine empfängnisverhütende Pille und wird zur Schwangerschaftsverhütung angewendet. Jede Tablette enthält geringe Mengen von zwei verschiedenen weiblichen Hormonen, nämlich Le-vonorgestrel und Ethinylestradiol.
Empfängnisverhütende Pillen, die 2 Hormone enthalten, werden „kombinierte“ Pillen genannt.
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Allgemeine Hinweise
Bevor Sie mit der Einnahme von Lorella beginnen, wird Ihnen Ihr Arzt einige Fragen zu Ihrer per-sönlichen Krankengeschichte und der Ihrer unmittelbaren Familienangehörigen stellen. Der Arzt wird Ihren Blutdruck messen und je nach Ihrer individuellen Situation möglicherweise andere Tests durchführen.
In dieser Gebrauchsinformation werden verschiedene Situationen beschrieben, in denen Sie die Ein-nahme von Lorella abbrechen müssen oder die schwangerschaftsverhütende Wirkung beeinträchtigt werden kann. In diesen Fällen sollen Sie entweder keinen Geschlechtsverkehr haben oder zusätzlich eine nichthormonale Verhütungsmethode wie z.B. ein Kondom oder eine andere so genannte Barrie-remethode, anwenden. Verwenden Sie aber nicht die Kalendermethode oder die Temperaturmethode. Diese Methoden können unzuverlässig sein, da Lorella die monatlichen Veränderungen der Körper-temperatur und die Zusammensetzung des Gebärmutterschleims beeinflusst.
Wie alle oralen Kontrazeptiva schützt Lorella nicht vor HIV-Infektionen (AIDS) bzw. anderen sexuell übertragbaren Krankheiten.
Lorella darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie an bestehenden oder vorausgegangenen Blutgerinnseln (Thrombose) in einem Blutgefäß im Bein, in der Lunge (Embolie) oder anderen Organen leiden bzw. gelitten haben
- wenn Sie einen Herzinfarkt oder Schlaganfall haben oder gehabt haben
- wenn Sie an bestehenden oder vorausgegangenen Erkrankungen leiden bzw. gelitten haben, die Vor-boten eines Herzinfarktes (wie z.B. Angina pectoris, die starke Schmerzen in der Brust verursacht) oder eines Schlaganfalles (wie z.B. ein vorübergehender leichter Schlaganfall ohne bleibende Aus-wirkungen) sind
- wenn Sie an einer Krankheit leiden, die ein erhöhtes Risiko für die Entstehung einer Thrombose in den Arterien mit sich bringt. Dies betrifft folgende Krankheiten:
- Diabetes Mellitus (Zuckerkrankheit) mit geschädigten Blutgefäßen
- sehr hoher Blutdruck
- sehr hohe Blutfettwerte (Cholesterin oder Triglyceride)
- wenn Sie an einer Blutgerinnungsstörung leiden (z.B. Protein-C-Mangel)
- wenn Sie an einer bestimmten Form der Migräne (mit sogenannten fokalen neurologischen Sympto-men) leiden bzw. gelitten haben
- wenn Sie an bestehender oder vorausgegangener Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) leiden oder gelitten haben
- wenn Sie an bestehender oder vorausgegangener Lebererkrankung leiden bzw. gelitten haben, solan-ge sich die Leberfunktion noch nicht normalisiert hat
- wenn Sie an einem bestehenden oder vorausgegangenen Lebertumor leiden bzw. gelitten haben
- wenn Sie an bestehendem, vorausgegangenem oder vermutetem Brustkrebs oder Krebs der Ge-schlechtsorgane leiden bzw. gelitten haben
- wenn Sie Blutungen aus der Scheide unklarer Ursache haben
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Ethinylestradiol oder Levonorgestrel oder einen der sonstigen Bestandteile von Lorella sind. Dies kann sich durch Juckreiz, Ausschlag oder Schwellun-gen äußern.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Lorella ist erforderlich
In bestimmten Situationen müssen Sie während der Einnahme von Lorella oder eines anderen kombi-nierten hormonalen Verhütungsmittels besondere Vorsicht walten lassen und es kann notwendig sein, dass Sie regelmäßig von Ihrem Arzt untersucht werden. Wenn einer der folgenden Umstände auf Sie zutrifft, müssen Sie dies Ihrem Arzt vor Beginn der Einnahme von Lorella mitteilen. Suchen Sie Ihren Arzt auch dann auf, wenn einer der folgenden Zustände unter der Einnahme von Lorella das erste Mal auftritt oder sich verschlechtert.
- wenn ein naher Verwandter Brustkrebs hat oder hatte
- wenn Sie eine Leber- oder Gallenblasenerkrankung haben
- wenn Sie an Zuckerkrankheit leiden (Diabetes mellitus)
- wenn Sie an Depression leiden
- wenn Sie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa (entzündliche Darmerkrankungen) haben
- wenn Sie HUS (hämolytisch-urämisches Syndrom; eine Blutkrankheit, die die Nieren schädigt) haben
- wenn Sie Sichelzellenanämie (eine Erbkrankheit der roten Blutzellen) haben
- wenn Sie Epilepsie haben (siehe Abschnitt "Bei Einnahme von Lorella mit anderen Arzneimit-teln")
- wenn Sie SLE (systemischen Lupus erythematodes; eine Erkrankung des Immunsystems) haben
- wenn Sie an einer Krankheit leiden, die erstmals während einer Schwangerschaft oder früheren Anwendung von Sexualhormonen aufgetreten ist (z.B. Gehörverlust, Porphyrie (eine Blutkrank-heit), Herpes gestationis (Bläschenausschlag während der Schwangerschaft), Sydenham Chorea (eine Nervenkrankheit mit unwillkürlichen Körperbewegungen))
- wenn Sie Chloasma (fleckenförmige, goldbraune Verfärbungen der Haut, sogenannte Schwanger-
schaftsflecken, besonders im Gesicht) haben oder hatten. In diesem Fall ist stärkere Sonnen- oder UV-Bestrahlung zu meiden
- wenn Sie ein angeborenes Angioödem haben, können Arzneimittel, die Estrogene enthalten, die Beschwerden eines Angioödems hervorrufen oder verschlechtern. Suchen Sie sofort Ihren Arzt auf, wenn Anzeichen eines Angioödems, wie geschwollenes Gesicht, Zunge und/oder Rachen und/oder Beschwerden beim Schlucken oder Nesselsucht mit Beschwerden beim Atmen auftre-ten.
Lorella und Thrombose
Venöse Thrombose
Die Anwendung jeder kombinierten Pille einschließlich Lorella erhöht das Risiko einer Frau, eine ve-nöse Thrombose (Bildung eines Blutgerinnsels in Gefäßen) zu entwickeln im Vergleich zu einer Frau, die keine Pille (zur Verhütung) einnimmt.
Das Risiko für eine venöse Thrombose bei Anwenderinnen von kombinierten Pillen steigt:
- mit zunehmendem Alter
- wenn Sie Übergewicht haben
- wenn ein naher Verwandter in jungen Jahren ein Blutgerinnsel (Thrombose) im Bein, Lunge oder einem anderen Organ hatte
- wenn Ihnen eine Operation (chirurgischer Eingriff) oder eine längerfristige Bettlägrigkeit bevor-steht oder nach einem schweren Unfall. Es ist wichtig, dass Sie Ihrem Arzt vorher mitteilen, dass Sie Lorella einnehmen, da die Behandlung möglicherweise beendet werden muss. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, ab wann Sie die Lorella wieder einnehmen können. Dies ist normalerweise 2 Wo-chen, nachdem Sie wieder voll bewegungsfähig sind, der Fall.
Arterielle Thrombose
Die Anwendung von kombinierten Pillen wurde in einen Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für arterielle Thrombose (Verstopfung einer Arterie), z.B. in den Blutgefäßen des Herzens (Herzin-farkt) oder des Gehirns (Schlaganfall) gebracht.
Das Risiko für eine arterielle Thrombose bei Anwenderinnen von kombinierten Pillen steigt:
- wenn Sie rauchen. Es wird Ihnen dringend geraten, mit dem Rauchen aufzuhören, wenn Sie Lorella einnehmen, vor allem, wenn Sie älter als 35 Jahre sind
- wenn Sie erhöhte Blutfettwerte haben (Cholesterin oder Triglyceride)
- wenn Sie hohen Blutdruck haben
- wenn Sie unter Migräne leiden
- wenn Sie Probleme mit dem Herzen haben (Herzklappenerkrankung, eine Störung des Herz-rhythmus)
Unterbrechen Sie die Einnahme von Lorella und suchen Sie sofort Ihren Arzt auf, wenn Sie mögliche Anzeichen einer Thrombose bemerken, wie:
- starke Schmerzen und/oder Schwellung in einem Bein
- plötzlich auftretender starker Schmerz im Brustraum; möglicherweise in den linken Arm aus-strahlend
- plötzlich auftretende Atemnot
- plötzlich auftretender Husten unklarer Ursache
- ungewöhnliche, starke oder lang andauernde Kopfschmerzen oder Verschlechterung einer Migrä-ne
- teilweiser oder völliger Sehverlust oder Sehen von Doppelbildern
- Probleme oder Unvermögen zu sprechen
- Schwindel oder Ohnmacht
- Schwäche, eigenartiges Gefühl oder Taubheit in einem Körperteil
Lorella und Krebs
Brustkrebs wurde bei Anwenderinnen kombinierter Pillen geringfügig öfter festgestellt, es ist aber nicht bekannt, ob dies auf die Anwendung zurückzuführen ist. Beispielsweise ist es möglich, dass mehr Tumore bei Anwenderinnen kombinierter Pillen entdeckt werden, weil diese vom Arzt öfter un-tersucht werden. Das Auftreten von Brustkrebs nimmt allmählich nach Absetzen kombinierter hormo-naler Verhütungsmittel ab. Es ist wichtig, dass Sie regelmäßig Ihre Brüste untersuchen und Sie sollten Ihren Arzt aufsuchen, wenn Sie einen Knoten spüren.
In seltenen Fällen traten gutartige, noch seltener bösartige Lebertumore bei Pillenanwenderinnen auf. Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn Sie ungewöhnliche starke Schmerzen im Oberbauch haben.
Zwischenblutungen
In den ersten Monaten der Einnahme von Lorella können Sie unerwartete Blutungen (Blutungen au-ßerhalb der Einnahmepause) haben. Treten diese Blutungen über Monate immer wieder oder erstmals nach einigen Monaten auf, muss Ihr Arzt die Ursache ermitteln.
Was ist zu tun, wenn Ihre Monatsblutung während der Einnahmepause ausbleibt?
Wenn Sie die Tabletten korrekt eingenommen, kein Erbrechen oder starken Durchfall gehabt haben sowie keine anderen Arzneimittel eingenommen haben, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie schwanger sind, äußerst gering.
Bleibt die Blutung zweimal hintereinander aus, besteht die Möglichkeit einer Schwangerschaft. Su-chen Sie sofort Ihren Arzt auf. Beginnen Sie nicht mit dem nächsten Blisterstreifen, solange eine Schwangerschaft nicht ausgeschlossen ist.
Bei Einnahme von Lorella mit anderen Arzneimitteln:
Informieren Sie immer den Arzt, der Lorella verschreibt, welche Arzneimittel oder pflanzlichen Präpa-rate Sie bereits einnehmen. Teilen Sie auch jedem anderen Arzt oder Zahnarzt, der andere Arzneimit-tel verschreibt (oder dem Apotheker, der sie abgibt), mit, dass Sie Lorella einnehmen. Sie können Ih-nen sagen, ob Sie zusätzliche Verhütungsmaßnahmen (z.B. Kondome) anwenden müssen und falls ja, für wie lange.
Einige Arzneimittel können die schwangerschaftsverhütende Wirkung von Lorella beeinträchtigen oder unerwartete Blutungen verursachen.
Dazu gehören Arzneimittel zur Behandlung von:
- Epilepsie (z.B. Primidon, Phenytoin, Barbiturate, Carbamazepin, Oxcarbamazepin)
- Tuberkulose (z.B. Rifampicin)
- HIV-Infektionen (Ritonavir, Nevirapin) oder anderer Infektionskrankheiten (Antibiotika wie Gri-seofulvin, Ampicillin und Tetracycline)
- hohem Blutdruck in den Blutgefäßen der Lunge (Bosentan)
- und das pflanzliche Heilmittel Johanniskraut
Lorella kann die Wirkung anderer Arzneimittel beeinträchtigen, wie z.B.:
- Arzneimittel, die Cyclosporin enthalten
- Lamotrigin zur Behandlung der Epilepsie (dies könnte zu erhöhter Häufigkeit von Anfällen füh-ren)
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Laboruntersuchungen
Teilen Sie bei Bluttests Ihrem Arzt oder den Mitarbeitern des Labors mit, dass Sie die Pille nehmen, da orale Verhütungsmittel die Ergebnisse mancher Tests beeinflussen können.
Schwangerschaft
Wenn Sie schwanger sind, dürfen Sie Lorella nicht einnehmen. Falls Sie während der Einnahme von Lorella schwanger werden, müssen Sie Lorella sofort absetzen und Ihren Arzt aufsuchen.
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Stillzeit
Während der Stillzeit ist die Anwendung von Lorella nicht empfehlenswert. Wenn Sie die Pille wäh-rend der Stillzeit einnehmen wollen, fragen Sie Ihren Arzt um Rat.
Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Anwendung von Lorella Auswirkungen auf die Verkehrstüch-tigkeit und das Bedienen von Maschinen hat.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Lorella
Lorella enthält Lactose. Bitte nehmen Sie dieses Arzneimittel erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.
Wie wird es angewendet?
Nehmen Sie täglich eine Tablette Lorella, wenn nötig mit etwas Wasser ein. Sie können die Tabletten ohne oder zusammen mit einer Mahlzeit einnehmen, vorzugsweise jedoch zur gleichen Tageszeit. Ein Blisterstreifen enthält 21 Tabletten. Nehmen Sie alle 21 Tabletten ein. Während der nächsten 7 Tage nehmen Sie keine Tabletten ein. In diesen 7 tablettenfreien Tagen (Einnahmepause genannt) soll-te die Monatsblutung beginnen. Diese so genannte Entzugsblutung beginnt normalerweise am 2. oder
3. Tag der Einnahmepause. Beginnen Sie den nächsten Blisterstreifen am 8. Tag nach der letzten Lorella Tablette (das heißt nach der 7-tägigen Einnahmepause), auch wenn die Blutung noch anhält. Das bedeutet, dass Sie mit dem nächsten Blisterstreifen am gleichen Wochentag beginnen sollten, und die Entzugsblutung jeden Mo-nat am gleichen Tag einsetzen sollte.
Wenn Sie Lorella wie beschrieben anwenden, sind Sie gegen eine Schwangerschaft auch während der 7-tägigen Einnahmepause geschützt.
Ein Blisterstreifen enthält 21 Tabletten. Die Wochentage, an denen die Tabletten jeweils einzunehmen sind, sind neben jeder Tablette auf dem Streifen aufgedruckt. Wenn Sie mit der Einnahme z.B. an ei-nem Mittwoch beginnen, drücken Sie die erste Tablette an der Stelle der Packung heraus, die mit “Mi” (für Mittwoch) gekennzeichnet ist. Folgen Sie der Pfeilrichtung auf dem Blisterstreifen bis alle 21 Tabletten eingenommen sind.
Wann können Sie mit dem 1. Blisterstreifen beginnen
Wenn Sie während des vergangenen Monats keine hormonalen Verhütungsmittel eingenommen haben:Beginnen Sie mit Lorella am 1.Tag Ihres Zyklus (das heißt am 1.Tag Ihrer Monatsblutung). Wenn Sie mit Lorella am 1. Tag Ihrer Monatsblutung beginnen, sind Sie sofort gegen Schwangerschaft ge-schützt. Sie können mit der Einnahme auch am 2. – 5. Tag Ihres Zyklus beginnen, aber dann müssen Sie zusätzliche empfängnisverhütende Mittel (z.B. ein Kondom) an den ersten 7 Tagen anwenden.
Wechsel von einer anderen kombinierten Pille oder einem anderen kombinierten Verhütungsmittel wieLorella oder Pflaster): Sie können mit der Einnahme von Lorella vorzugsweise am Tag nach der letzten wirkstoffhaltigen Tablette Ihrer vorherigen Pille beginnen, aber spätestens am Tag nach der Einnahmepause der bisher verwendeten Pille (oder nach der letzten wirkstofffreien Tablette der bisher verwendeten Pille) begin-nen. Wenn Sie von kombinierten Verhütungsmitteln wie Vaginalring oder Pflaster wechseln, fragen Sie Ihren Arzt um Rat.
Wechsel von einem reinen Gestagenpräparat (Minipille, Injektion, Implantat oder von einem Gesta-gen-freisetzenden Intrauterinsystem (Spirale)): Die Umstellung von einer Minipille kann an jedem beliebigen Tag erfolgen (die Umstellung von ei-nem Implantat oder der Spirale am Tag der Entfernung und von einem Injektionspräparat zum Zeit-punkt, an dem die nächste Injektion fällig wäre). In all diesen Fällen müssen Sie an den ersten 7 Tagen der Tabletteneinnahme zusätzlich empfängnisverhütende Mittel (z.B. ein Kondom) anwenden.
Nach einer Fehlgeburt: Ziehen Sie Ihren Arzt zu Rate.
Nach einer Geburt: Nach einer Geburt können Sie mit Lorella nach 21 – 28 Tagen beginnen. Wird später als am 28. Tag begonnen, muss an den ersten 7 Tagen zusätzlich eine so genannte Barrieremethode (z.B. ein Kon-dom) angewendet werden. Hat nach einer Geburt jedoch bereits Geschlechtsverkehr vor der (Wieder)- Einnahme von Lorella stattgefunden, muss eine Schwangerschaft ausgeschlossen oder die nächste Monatsblutung abgewartet werden.
Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, wenn Sie nicht sicher sind, wann Sie beginnen können.
Wenn Sie stillen und Lorella nach der Geburt (erneut) einnehmen wollen: Lesen Sie den Abschnitt "Stillzeit".
Wenn Sie eine größere Menge von Lorella eingenommen haben, als Sie sollten
Es liegen keine Berichte über schwerwiegende Auswirkungen einer Überdosierung von Lorella vor. Wenn Sie mehrere Tabletten gleichzeitig eingenommen haben, kann es zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Bei jungen Mädchen können leichte Blutungen aus der Scheide auftreten. Wenn Sie zu viele Tabletten Lorella eingenommen haben oder feststellen, dass ein Kind versehentlich welche verschluckt hat, suchen Sie Rat bei Ihrem Arzt oder Apotheker.
Wenn Sie die Einnahme von Lorella vergessen haben
Wenn Sie die Tablette weniger als 12 Stunden zu spät einnehmen, ist der Schutz vor Schwanger-schaft nicht vermindert. Nehmen Sie die Tablette ein, sobald Sie sich daran erinnern, und nehmen Sie die weiteren Tabletten wieder zur gewohnten Zeit ein.
Wenn Sie die Tablette mehr als 12 Stunden zu spät einnehmen, ist der Schutz vor Schwangerschaft möglicherweise verringert. Je mehr Tabletten Sie vergessen haben, desto höher ist das Risiko, dass der Schutz vor Schwangerschaft vermindert ist.
Das Risiko eines verminderten Schutzes vor Schwangerschaft ist am größten, wenn Sie Tabletten am
Anfang oder Ende des Blisterstreifens vergessen. Deshalb sollten Sie nachfolgende Regeln beachten (siehe auch nachfolgendes Schema):
Sie haben mehr als 1 Tablette von einem Blisterstreifen vergessen
Wenden Sie sich an Ihren Arzt.
Sie haben in der 1. Einnahmewoche 1 Tablette vergessen
Nehmen Sie die vergessene Tablette sofort ein, sobald Sie sich daran erinnern, auch wenn dadurch gleichzeitig 2 Tabletten einzunehmen sind. Nehmen Sie die darauf folgenden Tabletten zur gewohnten Zeit ein und wenden Sie während der nächsten 7 Tage zusätzliche Verhütungsmittel(z.B. ein Kon-dom) an. Hat in der Woche, bevor Sie die Einnahme vergessen haben, bereits ein Geschlechtsverkehr stattgefunden oder haben Sie vergessen, nach der Einnahmepause einen neuen Blisterstreifen zu be-ginnen, besteht die Möglichkeit einer Schwangerschaft. Informieren Sie in diesem Fall Ihren Arzt.
Sie haben in der 2. Einnahmewoche 1 Tablette vergessen
Nehmen Sie die vergessene Tablette sofort ein, sobald Sie sich daran erinnern, auch wenn dadurch gleichzeitig 2 Tabletten einzunehmen sind. Nehmen Sie die darauf folgenden Tabletten zur gewohnten Zeit ein. Der Schutz vor Schwangerschaft ist nicht verringert und Sie müssen keine zusätzlichen Ver-hütungsmaßnahmen anwenden.
Sie haben in der 3. Einnahmewoche 1 Tablette vergessen
Sie können zwischen 2 Möglichkeiten wählen:
- Nehmen Sie die vergessene Tablette sofort ein, sobald Sie sich daran erinnern, auch wenn dadurch gleichzeitig 2 Tabletten einzunehmen sind. Nehmen Sie die darauf folgenden Tabletten zur ge-wohnten Zeit ein. Beginnen Sie mit der Einnahme aus dem nächsten Blisterstreifen unmittelbar nach dem Ende des letzten Blisterstreifens, das heißt ohne Einhaltung der Einnahmepause. Höchstwahrscheinlich wird es dabei zu einer Entzugsblutung am Ende des 2. Blisterstreifens kommen; während des zweiten Blisterstreifens können aber auch Schmier- oder Durchbruchblu-tungen auftreten.
- Sie können auch die Einnahme abbrechen und direkt eine Einnahmepause von 7 Tagen einlegen (zählen Sie auch den Tag mit, an dem Sie Ihre Tablette vergessen haben). Wenn Sie mit dem neuen Blisterstreifen am gewohnten Tag beginnen möchten, machen Sie eine Einnahmepause von weniger als 7 Tagen.
Wenn Sie eine dieser 2 Empfehlungen befolgen, bleiben Sie vor einer Schwangerschaft geschützt.
Wenn Sie Tabletten vergessen haben und keine Monatsblutung während der ersten Einnahmepause eintritt, besteht die Möglichkeit einer Schwangerschaft. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, ehe Sie mit der Pilleneinnahme aus dem nächsten Blisterstreifen beginnen.
ja
Was ist zu tun, wenn Sie erbrechen oder starken Durchfall haben
Wenn Sie innerhalb von 3 bis 4 Stunden nach Einnahme einer Tablette erbrechen oder starken Durch-fall haben, sind die Wirkstoffe der Tablette möglicherweise nicht vollständig vom Körper aufgenom-men worden. Die Situation ist ähnlich wie beim Vergessen einer Tablette. Nach dem Erbrechen oder Durchfall müssen Sie so rasch wie möglich eine neue Tablette aus einem Reserveblister einnehmen. Nehmen Sie sie möglichst innerhalb von 12 Stundennach dem üblichen Einnahmezeitpunkt ein. Ist dies nicht möglich oder sind mehr als 12 Stunden vergangen, befolgen Sie die Ratschläge unter „Wenn Sie die Einnahme von Lorella vergessen haben“.
Verschieben der Monatsblutung: Was Sie wissen müssen
Obwohl nicht empfohlen, ist ein Verschieben Ihrer Monatsblutung (Entzugsblutung) möglich, indem anstelle einer Einnahmepause mit der Einnahme aus dem nächsten Blisterstreifen von Lorella bis zum
Ende des zweiten Blisterstreifens begonnen wird. Während der Einnahme aus dem zweiten Blister kann es zu einer Schmierblutung (Bluttropfen oder -flecken) oder Durchbruchblutung kommen. Nach der üblichen 7-tägigen Einnahmepause kann die Einnahme wie üblich mit dem nächsten Blisterstreifen fortgesetzt werden.
Sie können Ihren Arzt um Rat fragen, bevor Sie sich entschließen, Ihre Monatsblutung zu ver-schieben.
Änderung des ersten Tags Ihrer Monatsblutung: Was Sie wissen müssen
Wenn Sie die Tabletten nach Anleitung einnehmen, wird Ihre Monatsblutung (Entzugsblutung) in der tablettenfreien Woche einsetzen. Wenn Sie diesen Tag ändern müssen, verkürzen (niemals verlän-gern!) Sie die Einnahmepause. Wenn beispielsweise die Einnahmepause am Freitag beginnt und Sie in Zukunft den Dienstag wünschen (3 Tage früher), dann nehmen Sie die erste Tablette aus dem neuen Blisterstreifen 3 Tage früher als gewöhnlich. Wenn Sie die Einnahmepause stark verkürzen (z.B. 3 Tage oder weniger), besteht die Möglichkeit, dass es in dieser verkürzten Einnahmepause zu keiner Entzugsblutung kommt. Eine Schmierblutung (Bluttropfen oder -flecken) oder Durchbruchblutung ist jedoch möglich.
Wenn Sie sich über das Vorgehen nicht sicher sind, fragen Sie Ihren Arzt um Rat.
Wenn Sie die Einnahme von Lorella abbrechen
Sie können Lorella zu jedem beliebigen Zeitpunkt absetzen. Wenn Sie nicht schwanger werden wol-len, fragen Sie Ihren Arzt über andere Methoden der Empfängnisverhütung um Rat.
Bei weiteren Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apothe-ker.
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Wie alle Arzneimittel kann Lorella Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:
Nebenwirkungen
Sehr häufig auftretende Nebenwirkungen (>10%) bei der Einnahme der „Pille“ mit den Wirkstoffen Ethinylestradiol und Levonorgestrel sind Kopfschmerzen (einschließlich Migräne), Schmier- und Zwi-schenblutungen.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinfor-mation angegeben sind.
Wie soll es aufbewahrt werden?
Nicht über 25ºC lagern.
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Das Verfalldatum ist auf der Verpackung aufgedruckt. Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und Blisterstreifen nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Name
Die Einnahme der letzten vergessenen Tablette soll so schnell wie möglich nachgeholt werden, auch wenn dadurch 2 Tabletten zur gleichen Zeit eingenommen werden müssen. Die weitere Tab-letteneinnahme erfolgt dann zur gewohnten Zeit. Zusätzlich soll
Zusammensetzung
Die Einnahme der letzten vergessenen Tablette soll so schnell wie möglich nachgeholt werden, auch wenn dadurch 2 Tabletten zur gleichen Zeit eingenommen werden müssen. Die weitere Tab-letteneinnahme erfolgt dann zur gewohnten Zeit. Wenn die Tabletten an den vorangegangenen 7 Tagen korrekt eingenommen wurden, sind keine zusätzlichen empfängnisverhütenden Maßnahmen
erforderlich. Wurde mehr als 1 Tablette vergessen, sollte während der nächsten 7 Tage eine nicht-hormonale Verhütungsmethode (z.B. Kondome) angewendet werden.
Darreichungsform
Das Risiko einer herabgesetzten Zuverlässigkeit der Empfängnisverhütung ist auf Grund der bevor-stehenden 7-tägigen Einnahmepause erhöht. Trotzdem kann durch exakte Einnahme nach Vorgabe eine eingeschränkte kontrazeptive Wirkung verhindert werden. Bei strikter Einhaltung einer der folgenden 2 Methoden und unter der Vorraussetzung das während der vorangegangenen 7 Tage die Einnahme korrekt erfolgt ist, müssen keine zusätzlichen empfängnisverhütenden Maßnahmen an-gewendet werden. Ist dies nicht der Fall, sollte der 1. der unten genannten 2 Methoden Folge ge-leistet werden und es muss während der nächsten 7 Tage eine nicht-hormonale Verhütungsmethode (z.B. Kondome) angewendet werden.
1. Die Einnahme der letzten vergessenen Tablette soll so schnell wie möglich nachgeholt wer-den, auch wenn dadurch 2 Tabletten zur gleichen Zeit eingenommen werden müssen. Die wei-tere Tabletteneinnahme erfolgt dann zur gewohnten Zeit. Nach Einnahme der letzten Tablette der aktuellen Blisterpackung muss sofort mit der Einnahme aus der nächsten Blisterpackung begonnen werden (keine Einnahmepause). Es wird dabei wahrscheinlich nicht zur üblichen Entzugsblutung bis zum Aufbrauchen dieser zweiten Blisterpackung kommen. Es können aber gehäuft Durchbruch- bzw. Schmierblutungen auftreten
2. Alternativ kann die Einnahme weiterer Tabletten aus der aktuellen Blisterpackung abgebro-chen werden und die Einnahmepause vorgezogen werden. Nach einer Einnahmepause von bis zu 7 Tagen, einschließlich jener Tage, an denen die Einnahme vergessen wurde, wird die Ein-nahme der Tabletten aus der nächsten Blisterpackung fortgesetzt.
Wenn jedoch keine Abbruchblutung während der ersten normalen Einnahmepause stattfindet, sollte eine mögliche Schwangerschaft berücksichtigt werden.
Verhalten bei gastrointestinalen Störungen:
Im Fall von schweren gastrointestinalen Störungen (z.B. Erbrechen oder Durchfall) werden die Wirkstoffe möglicherweise nicht vollständig aufgenommen und eine zusätzliche nicht-hormonale Verhütungsmethode sollte angewendet werden. Bei Erbrechen in den ersten 3-4 Stunden nach der Einnahme der Tablette sollte eine weitere Tablette (Ersatztablette) so schnell wie möglich einge-nommen werden. Diese sollte möglichst innerhalb von 12 Stunden der üblichen Einnahmezeit ge-nommen werden.
Wenn mehr als 12 Stunden seit der Einnahme vergangen sind, empfiehlt sich die unter 4.2. Vorge-hen bei vergessener Einnahme beschriebene Vorgehensweise für vergessene Tabletten. Wenn die betroffene Anwenderin nicht von ihrem normalen Einnahmerhythmus abweichen möchte, muss sie die Ersatztablette(n) aus einer anderen Blisterpackung einnehmen.
Verschieben der Abbruchblutung:
Um die Menstruation hinauszuschieben, soll nach Aufbrauchen einer Monatspackung direkt ohne einnahmefreies Intervall mit der Einnahme aus der nächsten Packung begonnen werden. Die Ein-nahme kann so lange fortgesetzt werden wie gewünscht, maximal bis zum Ende der zweiten Pa-ckung. Während der Einnahme aus der zweiten Packung kann es zu Durchbruch- oder Schmierblu-tungen kommen. Nach der regulären 7-tägigen Einnahmepause kann die Einnahme wie üblich fort-gesetzt werden. Zur Verschiebung der Menstruation auf einen anderen Wochentag als nach dem bisherigen Einnahmeschema üblich, kann das bevorstehende einnahmefreie Intervall um die ge-wünschte Zahl von Tagen verkürzt werden. Je kürzer das einnahmefreie Intervall, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer ausbleibenden Abbruchblutung und während der Einnahme aus der folgenden Packung einsetzender Durchbruch- bzw. Schmierblutungen (wie beim Hinauszögern der Menstruation).


