Was ist es und wofür wird es verwendet?

Mogadon® gehört zur Medikamentengruppe der Benzodiazepine und hat eine besonders ausgeprägte schlafauslösende Wirkung. Mogadon® bewirkt einen tiefen 6- bis 8-stündigen Schlaf. Mogadon® wird angewendet bei:
Schlafstörungen bei Erwachsenen, die durch Reizbarkeit, Überbeanspruchung, Ärger, Angst, Sorge, Spannung oder Bedrückung oder durch körperliche Erkrankungen verursacht werden.
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Bei der gleichzeitigen Anwendung von Mogadon® mit anderen auf das zentrale Nervensystem dämpfend wirkenden Stoffen kann es zu erheblicher gegenseitiger Wirkungsverstärkung kommen. Dazu gehören: Alkohol, Beruhigungs- und Schlafmittel, Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen und zur Behandlung von Krampfanfällen, bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Allergien oder Schnupfen, bestimmte Schmerz- und Narkosemittel. Es sind keine Wechselwirkungen mit blutzuckersenkenden Arzneimitteln und Medikamenten, die die Blutgerinnung beeinflussen, bekannt.
Die Kombination mit Narkoanalgetika (z.B. Opiaten) kann zu einer Vestärkung der euphorisierenden Wirkung und damit zu beschleunigter Abhängigkeitsentwicklung führen. Bei gleichzeitiger Gabe von Muskelrelaxantien wird die relaxierende Wirkung verstärkt. Substanzen, die bestimmte Leberenzyme (Cytochrom P 450) hemmen, können die Wirkung von Benzodiazepinen und Benzodiazepin ähnlichen Wirkstoffen verstärken. Hierzu zählen z.B. H2-Blocker wie Cimetidin, Protonenpumpenhemmer wie Omeprazol, Antikonzeptiva ("Pille"), Makrolidantibiotika wie Erythromycin. 
Schwangerschaft und Stillzeit
Fragen Sie vor der Einnahme / Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Über die Anwendung von Mogadon® während Schwangerschaft und Stillperiode muss Ihr Arzt entscheiden.
In einzelnen klinischen Studien sind Vertreter der Benzodiazepin-Tranquillantien, zu denen Mogadon® zählt, mit der Auslösung von Missbildungen in Zusammenhang gebracht worden, eine Gefährdung des Ungeborenen kann daher nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Die Verabreichung von Nitrazepam während des ersten Drittels der Schwangerschaft soll in jedem Fall unterbleiben. Die Verabreichung an stillende Mütter kann aufgrund des Übertritts des Medikaments in die Muttermilch zu einer Beeinträchtigung der Wachheit (Sedierung), Saugschwäche und Gewichtsverlust beim Säugling führen. Bei unbedingt notwendiger einmaliger oder nur kurzfristiger Einnahme während der Stillperiode soll die Muttermilch für diese Zeit verworfen werden, wobei zu bedenken ist, dass die Halbwertszeit für Nitrazepam 30 bis 40 Stunden beträgt.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Achtung, dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen. Nach der abendlichen Einnahme von Mogadon® kann es noch am nächsten Tag – vor allem zu Beginn der Behandlung – zu einer Beeinträchtigung der geistigen Aufmerksamkeit und des Reaktionsvermögens kommen. Dies wirkt sich besonders gefährlich beim Lenken von Kraftfahrzeugen oder beim Bedienen von Maschinen aus. Es empfiehlt sich daher, die ersten Einnahmen von Mogadon® an einem Wochenende und in gewohnter Umgebung vorzunehmen.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Mogadon
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: Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Mogadon® daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Zuckern leiden.
Wie wird es angewendet?
Nehmen Sie Mogadon® immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Die Behandlung sollte mit der niedrigsten, empfohlenen Dosis begonnen werden. Die maximale Dosis sollte nicht überschritten werden. Falls vom Arzt nicht anders verordnet ist die übliche Dosis wie folgt:
Erwachsene erhalten in der Regel 1/2 bis 1 Tablette Mogadon
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(entsprechend 2,5 bis 5 mg Nitrazepam). Als Höchstdosis kann die Gabe bis auf 2 Tabletten Mogadon
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(entsprechend 10 mg Nitrazepam) im Krankenhaus auch bis auf 4 Tabletten (entsprechend 20 mg Nitrazepam) gesteigert werden.
Ältere oder körperlich geschwächte Patienten sowie Patienten mit Leber- und/oder Nierenschädigung erhalten 1/2 Tablette Mogadon
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(entsprechend 2,5 mg Nitrazepam), als Höchstdosis 1 Tablette Mogadon
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(entsprechend 5 mg Nitrazepam). Die Tabletten werden 20 bis 30 Minuten vor dem Schlafengehen eingenommen. Sie können zerkaut oder ganz mit etwas Wasser (z. B. ½ Glas) oder in Flüssigkeit gelöst geschluckt werden. Die Dauer der Behandlung von Schlafstörungen mit Benzodiazepinen sollte so kurz wie möglich sein. Sie sollte einschließlich der schrittweisen Absetzphase 4 Wochen nicht übersteigen. Eine Verlängerung der Behandlung über diesen Zeitraum hinaus sollte nicht ohne erneute kritische Beurteilung des Zustandsbildes durch Ihren Arzt erfolgen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Mogadon® zu stark oder zu schwach ist
Wenn Sie eine größere Menge von Mogadon
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eingenommen haben, als Sie sollten: Sie sollten unverzüglich einen Arzt konsultieren, um durch eine mögliche Überdosierung verursachte Nebenwirkungen zu vermeiden (z. B. Störung der Bewegungsabläufe, Gedächtnisverlust, oder Beeinträchtigung der Atmung).
Wenn Sie die Einnahme von Mogadon
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vergessen haben:
Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn Sie die Einnahme von Mogadon
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abbrechen:
Es besteht je nach Dauer der vorherigen Anwendung das Risiko des Auftretens von Entzugserscheinungen. Daher sollten Sie den Abbruch der Therapie mit Mogadon® stets mit Ihrem Arzt besprechen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Wie alle Arzneimittel kann Mogadon® Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Sehr selten
: Störungen des Blutbildes (Leukopenie, Agranulozytose).
Erkrankungen des Immunsystems
Sehr selten: Allergische Erscheinungen wie Hautausschläge und Hautjucken.
Psychiatrische Erkrankungen
Gelegentlich: Änderungen der Libido, unerwünscht starke Müdigkeit und Abgeschlagenheit Nicht gekannt: Gedanken/Versuche, sich das Leben zu nehmen, Abhängigkeitsentwicklung
Erkrankungen des Nervensystems
Gelegentlich: Ataxie, Bewegungsunsicherheit, anterograde Amnesie, Benommenheit, Behinderung des Erinnerungs- und Merkvermögens, Verwirrtheit, Hangover -insbesondere bei älteren und körperlich geschwächten Patienten.
Nicht bekannt: die Wirkung von Benzodiazepinen (inkl. Nitrazepam) auf das zentrale Nervensystem ist dosisabhängig, eine starke Dämpfung ist nur bei hohen Dosen beobachtet worden, abnormale unwillkürliche Bewegungen, Zittern, Schwindel, Sprech- und Stimmstörungen/undeutliches Sprechen, Kopfschmerz, Krampfanfälle, Gedächtnisstörungen, Koma. Bei plötzlichem Absetzen können Absetzerscheinungen bzw. Entzugsymptome auftreten. Diese können sich in Schlafstörungen, vermehrtem Träumen, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Angst, Ruhelosigkeit, Schwitzen, Zittern, Spannungszuständen, Depression, unwillkürlichen Bewegungen, Übelkeit, Erbrechen. Durchfall, Appetitverlust, gesteigertes Hörempfinden, Bauchkrämpfe, Unruhe, Herzklopfen, schnelle Herztätigkeit, Verwirrtheit, Verstimmung, verfremdete Wahrnehmung, Veränderung des
Persönlichkeitsgefühls, Schwindel, gesteigerte Reflexbereitschaft, Verlust des Kurzzeitgedächtnisses, Wahrnehmungsstörungen, Überwärmung des Körpers, Taubheit/Kribbeln in Armen und Beinen, Überempfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen und körperlichem Kontakt, Reizbarkeit, Panikattacken, Wahnvorstellungen, Entzugsdelir oder Krampfanfälle (besonders bei Patienten mit epileptischen Erkrankungen oder bei Patienten, die Arzneimittel einnehmen, die die Reizschwelle für Krämpfe senken, z.B. Antidepressiva)
Augenerkrankungen
Gelegentlich:Sehstörungen
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
Gelegentlich: Atemdepression
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Gelegentlich:Störungen des Magen-Darm-Traktes.
Leber und Gallenerkrankungen
Sehr selten: Erhöhungen der Leberenzyme und des Bilirubins.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Gelegentlich: Hautreaktionen
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Gelegentlich:Muskelschwäche (Sturzgefahr!)
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Gelegentlich: , Kopfschmerzen, Schwindelgefühl - insbesondere während der Nacht. Selten: Paradoxe Reaktionen wie Aggression, Verwirrtheitszustände mit Halluzinationen, Nervosität, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Hyperaktivität – insbesondere bei alten oder achwer kranken Patienten. Treten solche auf, ist Mogadon® umgehend abzusetzen. Die gelegentlich auftretenden Nebenwirkungen (unerwünscht starke Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Mattigkeit, Muskelentspannung und – insbesondere Behinderung des Erinnerungs- und Merkvermögens, Störung der Bewegungsabläufe oder Verwirrtheit) entsprechen dem beruhigenden und muskelentspannenden Effekt des Wirkstoffes und sind dosisabhängig. Bei entsprechender Dosisverminderung bilden sie sich von selbst zurück. Für Wachphasen innerhalb der Wirkungsdauer von 6 bis 8 Stunden können in Einzelfällen zeitlich umgrenzte Erinnerungslücken auftreten. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.
Wie soll es aufbewahrt werden?
5. WIE IST MOGADON AUFZUBEWAHREN
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Nicht über 30° C aufbewahren. Im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Behältnis aufgedruckten Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
WEITERE ANGABEN
Was Mogadon
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enthält:
Der Wirkstoff ist Nitrazepam: 5 mg/Tablette.
Die sonstigen Bestandteile sind:
Lactose-Monohydrat (301,0 mg/Tablette)
Maisstärke
Magnesiumstearat
Wie Mogadon
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aussieht und Inhalt der Packung:
Mogadon®-Tabletten sind weiss, rund, haben einen Bruchspalt. Die Tablette kann in zwei gleiche Hälften geteilt werden.
Die Tabletten sind in Polyvinylchlorid/Aluminium-Blister verpackt.
Eine Packung Mogadon® enthält 10 bzw. 50 Tabletten.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller:
Meda Pharma GmbH., Wien
Name
Mogadon®-Tabletten
Zusammensetzung
1 Tablette Mogadon® enthält 5 mg Nitrazepam.
Sonstige Bestandteile: Lactose (301,0 mg pro Tablette)
Die vollständige Auflistung siehe Abschnitt 6.1
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Darreichungsform
Tabletten
Mogadon®-Tabletten sind weiss, rund, und haben einen Bruchspalt. Die Tablette kann in gleiche Hälften geteilt werden.


