Pulmotec Graphittiegel zur Bereitung von Technegas zur Inhalation

 

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Dieses Arzneimittel ist ein Diagnostikum.
PULMOTECerzeugt in Gegenwart von Natrium[99mTc]pertechnetat und bei Erhitzung auf 2550°C unter einer höchstreinen Argon-Atmosphäre ein Aerosol aus Kohlenstoff-Mikropartikeln, das mit [99mTc]Technetium markiert ist und Technegas genannt wird.
Nach dem Einatmen von Technegas kann die Tomographie der Lunge aufgezeichnet werden. Diese Bilder helfen Ihrem Arzt oder Spezialisten der Nuklearmedizin dabei, festzustellen, ob Ihre Lunge anormal beatmet wird. Die Verwendung von Technegas wird im Allgemeinen mit der Injektion eines anderen radiopharmazeutischen Mittels in Ihre Venen kombiniert, um jede Anormalität des Blutflusses zu den Lungen festzustellen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

PULMOTEC darf nicht angewendet werden:
Bis zu diesem Zeitpunkt ist keine Gegenanzeige bekannt.

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von PULMOTEC ist erforderlich:

  • Technegas wird von speziell geschultem, qualifiziertem Personal verabreicht. Gesetze bezüglich derVerwendung, dem Besitz und der Handhabung von radioaktiven Substanzen schreiben vor, dass dieses Arzneimittel ausschließlich in Krankenhäusern oder ähnlichen Einrichtungen verwendet werden. Ihr Arzt oder Spezialist in Nuklearmedizin, der die Untersuchung durchführt, wird Sie über eventuelle Vorsichtsmaßnahmen nach der Einnahme dieses Arzenimittels informieren. Im Zweifelsfall sollzen Sie Ihren Arzt oder Spezialisten der Nuklearmedizin, der die Untersuchung durchführt, um Rat fragen.
  • Die Verwendung von Technegas beinhaltet die Verabreichung einer winzigen Menge anRadioaktivität.

Das aus der Verwendung entstehende Risiko ist sehr gering. Ihr Arzt oder Spezialist für Nuklearmedizin wird dieses Anwendung nur dann verschreiben, falls er oder sie erachten, dass das Risiko in hohem Maßé von den potenziellen Vorteilen überwogen wird.

Bei Anwendung von PULMOTEC mit anderen Arzneimitteln
Bis zum heutigen Datum ist keine Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln bekannt. Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Spezialisten für Nuklearmedizin, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen / anwenden bzw. vor kurzem eingenommen / angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Schwangerschaft und Stillzeit
Ihr Artz oder Spezialist in Nukklearmedizin sollte unbedingt über die Möglichkeit einer Schwangerschaft oder des Stillens informiert sein.

  • Die Anwendung eines Radiopharmazeutikums während der Schwangerschaft erfordert besondere Vorsichtsmaßnahmen. Ihr Arzt oder Spezialist für Nuklearmedizin wird dieses Anwendung nur dann verschreiben, falls er oder sie erachten, dass das Risiko in hohem Maßé von den potenziellen Vorteilen überwogen wird.
  • Falls die Anwendung von Technegas während des Stillens unerlässlich ist, wird Ihr Arzt oder Spezialist für Nuklearmedizin Sie bitten, nach der Anwendung 12 Stunden lang nicht zu stillen und die während dieses Zeitraums produzierte Milch zu entsorgen. Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt und / oder Spezialisten für Nuklearmedizin um Rat.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Es wurden keine Studien bezüglich der Auswirkung dieses Arzneimittels auf die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.

Wie wird es angewendet?

  • Ihr Arzt oder Spezialist für Nuklearmedizin wird wissen, wie viel Technegas für ein Bild zuinhalieren ist, das die erforderlichen medizinischen Informationen liefert. Die normalerweise von Erwachsenen inhalierte Dosis beträgt 40 Mbq. Becquerel (Bq) ist die Einheit der Radioaktivität. MBq bedeutet Megabecquerel. Bei Kindern werden niedrigere Dosen angewendet.
  • Technegas wird inhaliert. Da die erste Inhalation keinen Sauerstoff enthält, müssen Sie eventuelleinen Moment vor dem Inhalieren des Technegas Sauerstoff aufnehmen. Dieses Arzneimittel kann auf verschiedene Arten angewendet werden: um die für Sie beste Art der Anwendung festzustellen, werden Sie zunächst gebeten, ohne Technegas durch das Mundstück einzuatmen und wiederholen dann diesen Vorgang unter Anschluss des Technegas-Generators.
  • Falls Sie bei der Inhalation des Arzneimittels Unwohlsein empfinden, können Sie das Mundstückzwischen zwei Inhalationen von Technegas aus dem Mund nehmen.
  • Um eine gleichmäßige Verteilung des Arzneimittels in Ihrer Lunge zu erreichen, muss dasTechnegas eventuell im Liegen inhaliert werden.
  • Mit einer Reihe von 4 bis 6 Bildern kann der Arzt oder Spezialist für Nuklearmedizin normalerweisedie erforderlichen Informationen erhalten.

Wenn Sie eine größere Menge von PULMOTEC angewendet haben, als Sie sollten:

  • Eine Überdosis ist praktisch unmöglich. Die Dosen sind sorgfältig zubereitet und überprüft.
  • Im Falle der Gefahr einer Überdosis wird Ihr Arzt oder Spezialist für Nuklearmedizin Sieauffordern, sehr viel zu trinken und häufig zu urinieren.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder den Spezialisten der Nuklearmedizin.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann PULMOTEC Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

folgendermaßen festgelegt:
Sehr häufig
Häufig
Gelegentlich
Selten
Sehr selten
Nicht bekannt Die Häufigkeit des Auftretens von
unerwünschten Nebenwirkungen ist
betrifft mehr als 1 Behandelten
von 10
betrifft 1 bis 10 Behandelte von
100
betrifft 1 bis 10 Behandelte von
1.000
betrifft 1 bis 10 Behandelte von
10.000
betrifft weniger als 1
Behandelten von 10.000
Häufigkeit auf Grundlage der
verfügbaren Daten nicht
abschätzbar

  • Seltene Fälle von Schwindel oder Übelkeit wurden berichtet. Diese wurden wahrscheinlich durch einen zeitweiligen Sauerstoffmangel im Blut verursacht, der während der ersten Inhalation von Technegas, das keinen Sauerstoff enthält, auftreten kann. Dieses Risiko wird minimiert durch Verabreichung von Sauerstoff vor der Technegas-Inhalation.
  • Im Falle dieser Erscheinung wird der Arzt oder Spezialist für Nuklearmedizin Sie normaleLuft einatmen lassen oder Sauerstoff verabreichen.
  • Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Spezialisten der Nuklearmedizin, wenn eine deraufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Sie werden dieses Diagnostikum weder selbst beschaffen noch lagern müssen. Das ausgebildete Personal des Zentrums für Nuklearmedizin, in dem diese Untersuchung durchgeführt wird, wird sich darum kümmern.

Das auf dem Arzneimittel angebrachte Etikett enthält die angemessenen Lagerbedingungen sowie das Ablaufdatum. Das Krankenhauspersonal stellt sicher, dass das Arzneimittel unter angemessenen Bedingungen aufbewahrt und nach dem Ablaufdatum nicht mehr verwendet wird.

Name

PULMOTEC
Graphittiegel zur Bereitung von Technegas zur Inhalation

Zusammensetzung

Ein Tiegel (hochreines Graphit)..................................................................................1,340 g, der bei Erwärmung auf 2550 °C unter ultrareinem Argon in Gegenwart von

Natrium[99mTc]pertechnetat ein Aerosol aus [99mTc]Technetium-markierten Kohlenstoff-Mikropartikeln bildet, das Technegas genannt wird.
Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

Darreichungsform

Kit für ein radioaktives Arzneimittel.
Feststoff für ein Pulver zur Inhalation.

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