Sibelium 10 mg - Tabletten

 

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Flunarizin wirkt gegen Gefäßverengungen und verbessert die Fließeigenschaften des Blutes.

Anwendungsgebiete

Zur Vorbeugung von Schmerzattacken im Rahmen einer bereits vom Arzt festgestellten Migräne, wenn andere Medikamente nicht wirksam waren oder nicht vertragen wurden.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Sibelium darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Flunarizin, Cinnarizin oder einen der sonstigen Bestandteile von Sibelium sind.
  • wenn Sie an einer Depression leiden, oder gelitten haben.
  • wenn Sie an einem akuten Schlaganfall leiden.
  • bei bestehender Parkinsonscher Krankheit oder ähnlichen Erscheinungen mit Bewegungsstörungen (extrapyramidalen Symptomen).

Im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Sibelium ist erforderlich,

  • wenn während der Behandlung Bewegungsverlangsamung, Steifigkeit oder depressive Symptome auftreten, bzw. es zu Ruhelosigkeit, Zittern oder unkontrollierten Bewegungen von Gesicht oder Armen und Beinen kommt. In diesem Fall setzen Sie sich mit Ihrem Arzt in Verbindung.
  • wenn Sie Sibelium einige Monate lang einnehmen. Ihr Arzt wird regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchführen. Halten Sie diese Termine bitte genau ein.
  • wenn mit Fortlauf der Behandlung zunehmend Ermüdungserscheinungen auftreten. In diesem Fall informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt.

Sibelium eignet sich nicht zur Behandlung eines Migräneanfalles; es hat keine schmerzstillende Wirkung.

Bei Einnahme von Sibelium mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Die müdemachende Wirkung von Schlaf- oder Beruhigungsmitteln sowie von Alkohol kann durch gleichzeitige Einnahme von Sibelium verstärkt werden. Daher sollten Sie Alkohol vermeiden und Schlaf- und Beruhigungsmittel nur einnehmen, wenn sie Ihr Arzt für die Behandlungszeit verschrieben hat.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Über die Anwendung während der Schwangerschaft und der Stillperiode entscheidet der Arzt.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Achtung: dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Sibelium kann, vor allem am Behandlungsbeginn, Müdigkeit hervorrufen. Aus diesem Grund kann auch das Reaktionsvermögen soweit verändert werden, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt ist.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Sibelium

Bitte nehmen Sie Sibelium erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Sibelium immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Behandlungsbeginn:

  • Wenn Sie unter 65 Jahre alt sind, nehmen Sie 1mal pro Tag 1 Tablette vor dem Zubettgehen ein.
  • Wenn Sie über 65 Jahre alt sind, nehmen Sie pro Tag 1/2 Tablette vor dem Zubettgehen ein.

Weiterbehandlung:

Nach 2 Monaten wird Ihnen Ihr Arzt sagen, ob und wie Sie die Behandlung fortsetzen sollen. Ihr Arzt sollte eine Reduzierung der Dosis berücksichtigen.

Sibelium sollte bei Kindern und Jugendlichen nicht angewendet werden.

Sibelium sollte bei Patienten mit Nieren- oder Leberproblemen nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden.

Nehmen Sie Sibelium Tabletten am besten nach dem Abendessen mit etwas Flüssigkeit ein.

Die Behandlung dauert höchstens 6 Monate. Wenn nach Behandlungsende Ihre Beschwerden wieder auftreten, setzen Sie sich mit Ihrem Arzt in Verbindung. Er wird entscheiden, ob Sie nochmals mit Sibelium beginnen sollen.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sibelium zu stark oder zu schwach wirkt, ändern Sie die Dosierung nicht von sich aus, sondern fragen Sie Ihren Arzt.

Wenn Sie eine größere Menge von SIBELIUM eingenommen haben, als Sie sollten können Schläfrigkeit, Müdigkeit oder, bei sehr großen Mengen, körperliche Unruhe und starkes Herzklopfen auftreten. Informieren Sie sofort einen Arzt.

Hinweis für den Arzt

Informationen zur Überdosierung finden Sie am Ende der Gebrauchsinformation.

Wenn Sie die Einnahme von Sibelium vergessen haben

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt und Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann Sibelium Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Sehr häufige Nebenwirkungen (betrifft mehr als 1 Behandelten von 10):

  • Gewichtszunahme

Häufige Nebenwirkungen (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 100):

  • Verstopfte oder rinnende Nase, Appetitzunahme, Depression, Schlaflosigkeit, Schläfrigkeit,, Verstopfung, Magenbeschwerden, Übelkeit, Muskelschmerzen, unregelmäßige Monatsblutungen, Brustschmerz, Müdigkeit

Gelegentliche Nebenwirkungen (betrifft 1 bis 10 Behandelte von 1.000):

  • Depressive Symptome, Schlafstörung, Teilnahmslosigkeit, Angstzustände
  • Koordinationsstörungen, Orientierungslosigkeit, Teilnahmslosigkeit, Fehlempfindungen, Ruhelosigkeit, Trägheit, Ohrensausen, Schiefhals
  • Herzklopfen
  • Darmverstopfung, trockener Mund, Magen-Darm-Beschwerden
  • Übermäßiges Schwitzen
  • Muskelkrampf, Muskelzucken
  • Verlängerter Menstruationszyklus, verstärkte Monatsblutungen, Brustvergrößerung, Menstruationsstörungen, vermindertes sexuelles Verlangen
  • Schwellungen in Armen, Beinen oder in anderen Körperbereichen, Schwächegefühl
  • Ungewöhnlich niedriger Blutdruck

Nicht bekannt:

  • Unvermögen, ruhig zu sitzen, verlangsamte Bewegungen, ruckartige Bewegungen der Gliedmaßen mit Steifheit und ungewöhnlicher Körperhaltung ("Zahnradphänomen"), Bewegungsarmut, extrapyramidale Symptome (Ruhelosigkeit, Zittern oder unkontrollierte Bewegungen von Gesicht oder Armen und Beinen), Parkinson-Krankheit, Schläfrigkeit, Zittern (auch ohne erkennbare Ursache)
  • Hautrötung
  • Muskelsteifheit
  • spontane milchige Absonderungen aus der Brustdrüse (Galaktorrhoe)

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind oder wenn Sie Erfahrungen gemacht haben mit einer der aufgeführten Nebenwirkungen, die schwerwiegend sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Zwischen 15° und 30°C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen.

Diese Massnahme hilft die Umwelt zu schützen.