Udrik 0,5 mg

 

Was ist es und wofür wird es verwendet?

WAS IST UDRIK 0,5 MG UND WOFÜR WIRD ES ANGEWENDET?
Udrik 0,5 mg ist ein Arzneimittel aus der Gruppe der Angiotensin-Konversions-Enzym-Hemmer (ACE-Hemmer) zur Behandlung von Bluthochdruck sowie der eingeschränkten Pumpfunktion der linken Herzkammer nach Herzinfarkt.
Udrik 0,5 mg wird angewendet bei
nicht organbedingtem Bluthochdruck (essentielle Hypertonie),
eingeschränkter Pumpfunktion der linken Herzkammer (linksventrikuläre Dysfunktion) nach Herzinfarkt bei klinisch stabilen Patienten mit Auswurffraktion  35 %.
Wie und wann sollten Sie Udrik 0,5 mg einnehmen?
Udrik 0,5 mg sollte vor, während oder nach dem Frühstück mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. ein Glas Wasser) jeweils morgens zur gleichen Zeit eingenommen werden.
Wie wird der Blutdruck angegeben? Was ist ein Bluthochdruck?
Als Messgröße des Blutdrucks dienen ein oberer Wert, den man als systolischen Blutdruck bezeichnet, und ein unterer Wert, den man als diastolischen Blutdruck bezeichnet. Von Bluthochdruck spricht man, wenn die Blutdruckwerte in Ruhe nach wiederholten Messungen über 140 mmHg für den systolischen Blutdruck und/oder über 90 mmHg für den diastolischen Wert liegen.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Udrik 0,5 mg darf nicht eingenommen werden,
wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Trandolapril oder einen der sonstigen Bestandteile von Udrik 0,5 mg sind
wenn bei Ihnen eine Neigung zu Gewebeschwellung (angioneurotisches Ödem) besteht oder aus einer früheren Behandlung mit ACE-Hemmern bekannt ist
wenn bei Ihnen eine erblich bedingte Neigung zu Gewebeschwellung (angioneurotisches Ödem) bekannt ist oder eine Neigung zu einer Gewebeschwellung ohne erkennbare Ursache besteht
wenn bei Ihnen eine Nierenarterienverengung (beidseitig bzw. einseitig bei Einzelniere) vorliegt
wenn bei Ihnen ein Zustand nach Nierentransplantation vorliegt
wenn bei Ihnen eine bedeutsame Verengung der Herzklappen der linken Herzkammer (hämodynamisch relevante Aorten- oder Mitralklappenstenose) bzw. eine andere Ausflussbehinderung der linken Herzkammer (hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie) vorliegt
wenn bei Ihnen ein Schock mit systolischem Blutdruck < 100 mmHg vorliegt
wenn bei Ihnen eine erhöhte Konzentration eines bestimmten Nebennierenrindenhormons im Blut vorliegt (primärer Hyperaldosteronismus)
wenn Sie schwanger sind
wenn Sie stillen.
Da keine ausreichenden Therapieerfahrungen vorliegen, darf Udrik 0,5 mg nicht eingenommen werden,
- wenn Sie unter unvorhersehbaren, anfallsartig auftretenden Schmerzen in der Brustgegend (instabile Angina pectoris) leiden
- wenn Sie unter schwerer Leberfunktionsstörung und/oder Leberzirrhose mit Wasseransammlung im Bauchraum (Aszites) leiden
- wenn Sie unter schweren Nierenfunktionsstörungen (Kreatinin-Clearance kleiner als 30 ml/min) leiden
- wenn bei Ihnen eine Dialyse durchgeführt wird
- wenn bei Ihnen eine unbehandelte Herzleistungsschwäche mit Symptomen wie z. B. Wasseransammlungen in Geweben und/oder Körperhöhlen (unbehandelte dekompensierte Herzinsuffizienz) vorliegt, für deren Ursache kein akuter Herzinfarkt zugrunde liegt
- von Kindern.
Während der Behandlung mit Udrik 0,5 mg darf keine Blutwäsche (Dialyse oder Hämofiltration) mit Poly(acrylonitril, natrium-2-methallylsulfonat)-high-flux-Membranen (z. B. „AN 69“) erfolgen, da im Rahmen einer Dialyse oder Hämofiltration die Gefahr besteht, dass Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktoide Reaktionen) bis hin zum lebensbedrohlichen Schock auftreten können. Im Falle einer notfallmäßigen Dialyse oder Hämofiltration muss vorher auf ein anderes Arzneimittel - kein ACE-Hemmer - umgestellt oder eine andere Dialysemembran verwendet werden. Teilen Sie Ihren Ärzten mit, dass Sie mit Udrik 0,5 mg behandelt werden bzw. Dialysen benötigen, damit die Ärzte dies bei der Behandlung berücksichtigen können.
Während einer apparativen Behandlung von Fettstoffwechselstörungen (LDL-Apherese bei schwerer Hypercholesterinämie) mit Dextransulfat können unter der Anwendung eines ACE-Hemmers lebensbedrohliche Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten.
Während einer Therapie zur Schwächung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft (Desensibilisierungstherapie) gegen Insektengifte (z. B. Bienen-, Wespenstich) und gleichzeitiger Anwendung eines ACE-Hemmers können z. T. lebensbedrohliche Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Blutdruckabfall, Atemnot, Erbrechen, allergische Hautreaktionen) auftreten.
Falls eine LDL-Apherese bzw. eine Desensibilisierungstherapie gegen Insektengifte notwendig ist, ist der ACE-Hemmer vorübergehend durch andere Arzneimittel zu ersetzen.
Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Udrik 0,5 mg ist erforderlich,
- wenn bei Ihnen eine vermehrte Eiweißausscheidung im Urin (mehr als 1 g/Tag) vorliegt
- wenn bei Ihnen eine schwere Störung im Salz- und Wasserhaushalt des Körpers (schwere Elektrolytstörung) vorliegt
- wenn bei Ihnen eine gestörte Immunreaktion vorliegt, oder wenn Sie an einer Kollagenkrankheit (z. B. Lupus erythematodes, Sklerodermie) leiden
- wenn Sie mit Arzneimitteln behandelt werden, die die Abwehrreaktion unterdrücken (z. B. Kortikoide, Zytostatika, Antimetabolite), Allopurinol (Arzneimittel zur Behandlung von Gicht und/oder bei erhöhter Harnsäurekonzentration im Blut), Procainamid (Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen) oder Lithium (Arzneimittel gegen Depressionen).
Vor Anwendung von Udrik 0,5 mg muss die Nierenfunktion überprüft worden sein.
Udrik 0,5 mg sollte zu Therapiebeginn nur unter intensiver Überwachung von Blutdruck und/oder bestimmten Laborwerten angewendet werden:
- wenn bei Ihnen ein Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel vorliegt
- wenn Sie eine eingeschränkte Nierenfunktion haben
- wenn Sie unter schwerem Bluthochdruck leiden
- wenn Sie über 65 Jahre alt sind
- wenn bei Ihnen gleichzeitig eine Herzleistungsschwäche vorliegt.
Insbesondere zu Behandlungsbeginn und bei Risikopatienten (Patienten mit Nierenfunktionsstörungen, Kollagenerkrankungen), bei Behandlung mit Arzneimitteln, die die Abwehrreaktion unterdrücken oder mit Allopurinol, Procainamid, sind Kontrollen der Serum-Elektrolyt- und Serum-Kreatinin-Konzentrationen sowie des Blutbildes kurzfristig angezeigt.
Sollten im Verlauf der Behandlung mit Udrik 0,5 mg Symptome wie Fieber, Lymphknotenschwellungen und/oder Halsentzündung auftreten, muss umgehend durch den behandelnden Arzt das weiße Blutbild untersucht werden.
Udrik 0,5 mg nicht zusammen mit Poly(acrylonitril, natrium-2-methallylsulfonat)-high-flux-Membranen (z. B. „AN 69“), während einer LDL-Apherese mit Dextransulfat oder während einer Desensibilisierungsbehandlung mit Insektengiften anwenden (siehe unter „Udrik 0,5 mg darf nicht eingenommen werden“).
Bei Einnahme von Udrik 0,5 mg vor operativen Eingriffen ist der Narkosearzt zu befragen bzw. zu informieren (siehe unter „Bei Einnahme von Udrik 0,5 mg mit anderen Arzneimitteln“).
Warnhinweis
Wenn bei Ihnen während der Behandlung eine Gewebeschwellung (angioneurotisches Ödem) mit Schwellung des Gesichts, der Arme und Beine, der Zunge, der Stimmlippen und/oder des gesamten Kehlkopfes auftritt, muss Udrik 0,5 mg sofort abgesetzt und ein Arzt aufgesucht werden. Bei farbigen Patienten zeigte sich eine höhere Rate an Gewebeschwellungen als bei nicht farbigen Patienten. Während der Therapie mit ACE-Hemmern wurde auch über Gewebeschwellungen im Darmbereich (intestinales angioneurotisches Ödem) berichtet. Wenn bei Ihnen während der Behandlung Bauchschmerzen (mit oder ohne Übelkeit oder Erbrechen) auftreten, muss Udrik 0,5 mg sofort abgesetzt und ein Arzt aufgesucht werden.
Ältere Patienten
Die Therapie älterer Patienten (über 65 Jahre) sollte mit Vorsicht erfolgen (siehe Abschnitt 3).
Kinder
Da keine ausreichenden Therapieerfahrungen vorliegen, darf Udrik 0,5 mg bei Kindern nicht angewendet werden.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Udrik 0,5 mg
Dieses Arzneimittel enthält Lactose. Bitte nehmen Sie Udrik 0,5 mg daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden.
Schwangerschaft
Vor Anwendung von Udrik 0,5 mg ist bei Frauen im gebärfähigen Alter eine Schwangerschaft auszuschließen. Während einer Behandlung mit Udrik 0,5 mg müssen bei diesen Frauen geeignete Maßnahmen zur Schwangerschaftsverhütung getroffen werden.
Epidemiologische Hinweise für ein Anomalie-Risiko (Teratogenitäts-Risiko) nach Einnahme von ACE-Hemmern während des 1. Schwangerschaftsdrittels sind nicht eindeutig. Eine, wenn auch geringe, Risikoerhöhung kann nicht ausgeschlossen werden. Falls eine Dauertherapie mit einem ACE-Hemmer nicht als notwendig erachtet wird, und Patientinnen eine Schwangerschaft planen, so sollten diese auf eine alternative, blutdrucksenkende Behandlung, die ein fundiertes Sicherheitsprofil bei Einnahme in der Schwangerschaft aufweist, umgestellt werden. Wird eine Schwangerschaft festgestellt, sollte die Behandlung mit einem ACE-Hemmer sofort beendet und, falls angebracht, eine alternative Therapie begonnen werden.
Eine Behandlung mit ACE-Hemmern im 2. und 3. Schwangerschaftsdrittel verursacht Fehlbildungen (Fetotoxizität) beim Ungeborenen (verminderte Nierenfunktion, abnorme Verringerung der Fruchtwassermenge Oligohydramnie, Unterentwicklung Hypoplasie der Schädelknochen) und eine Toxizität beim Säugling (Nierenleistungsschwäche, erniedrigter Blutdruck, erhöhter Kaliumgehalt im Blut). Liegt eine Behandlung mit
Udrik 0,5 mg ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel vor, wird eine Ultraschalluntersuchung der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen. Säuglinge, deren Mütter ACE-Hemmer eingenommen haben, sollten engmaschig auf Anzeichen eines erniedrigten Blutdrucks überwacht werden.
Stillzeit
Da keine Erkenntnisse zur Anwendung von Udrik in der Stillzeit vorliegen, dürfen Sie Udrik 0,5 mg nicht einnehmen. Falls Ihr Arzt eine Behandlung in der Stillzeit für erforderlich hält, müssen Sie abstillen.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen:
Die Behandlung mit Udrik 0,5 mg bedarf der regelmäßigen ärztlichen Kontrolle. Durch individuell auftretende unterschiedliche Reaktionen kann das Reaktionsvermögen so weit verändert sein, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr, zum Bedienen von Maschinen oder zum Arbeiten ohne sicheren Halt beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße bei Behandlungsbeginn, Dosiserhöhung und Präparatewechsel sowie im Zusammenwirken mit Alkohol.

Wie wird es angewendet?

Wie ist Udrik 0,5 mg einzunehmen?
Nehmen Sie Udrik 0,5 mg immer genau nach der Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt Udrik 0,5 mg nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Einnahmevorschriften, da Udrik 0,5 mg sonst nicht richtig wirken kann!
Insbesondere bei Patienten mit Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel (z. B. Erbrechen/ Durchfall, Diuretikatherapie), gleichzeitig vorhandener Herzleistungsschwäche, linksventrikulärer Dysfunktion nach Myokardinfarkt, schwerem Bluthochdruck kann es zu Beginn der Therapie mit Udrik 0,5 mg zu einem übermäßigen Blutdruckabfall kommen.
Falls möglich, sollten Salz- und/oder Flüssigkeitsmängel vor Beginn der Therapie mit Udrik 0,5 mg ausgeglichen bzw. eine bestehende Therapie mit harntreibenden Arzneimitteln (Diuretika) reduziert oder gegebenenfalls abgesetzt werden. Bei diesen Patienten ist die Therapie mit der geringsten Einzeldosis von 1 Hartkapsel Udrik 0,5 mg (0,5 mg Trandolapril) morgens zu beginnen. Nach Gabe der ersten Dosis, aber auch bei Erhöhung der Dosierung von Udrik 0,5 mg oder/und stark harntreibenden Arzneimitteln (Schleifendiuretika), sind diese Patienten ca. 6 Stunden ärztlich zu überwachen, um eine unkontrolliert auftretende Blutdrucksenkung zu vermeiden.
Bei Patienten mit schwerwiegender Verlaufsform des Bluthochdrucks (maligner Hypertonie), linksventrikulärer Dysfunktion nach Myokardinfarkt oder bei gleichzeitigem Vorhandensein einer schweren Herzleistungsschwäche soll die Einstellung der Therapie mit Udrik 0,5 mg im Krankenhaus erfolgen.
Wie viel von Udrik 0,5 mg und wie oft sollten Sie Udrik 0,5 mg einnehmen?
Nicht organbedingter Bluthochdruck
Üblicherweise beträgt die Anfangsdosis 1-mal 2 Hartkapseln Udrik 0,5 mg (1 mg Trandolapril) täglich. Wird mit dieser Dosis keine Blutdrucknormalisierung erreicht, kann die Dosis auf 1-mal 4 Hartkapseln Udrik 0,5 mg (2 mg Trandolapril) täglich erhöht werden. Eine Dosiserhöhung sollte erst nach 3 Wochen erfolgen. Die Erhaltungsdosis beträgt in der Regel 1-mal 2 Hartkapseln Udrik 0,5 mg bis 1-mal 4 Hartkapseln Udrik 0,5 mg (1 - 2 mg Trandolapril), die Maximaldosis 1-mal 8 Hartkapseln Udrik 0,5 mg (4 mg Trandolapril) pro Tag.
Diese Dosierung gilt ebenso bei älteren Patienten mit normaler Nierenfunktion. Eine Dosisanpassung ist üblicherweise nicht erforderlich.
Eingeschränkte Pumpfunktion der linken Herzkammer nach Herzinfarkt
Die Behandlung sollte frühestens ab dem 3. Tag nach Herzinfarkt begonnen werden. Die Anfangsdosis beträgt 1-mal täglich 1 Hartkapsel Udrik 0,5 mg (0,5 mg Trandolapril). Wurde diese Einzeldosis gut vertragen, sollte die Dosis am Folgetag auf 1-mal 2 Hartkapseln Udrik 0,5 mg (1 mg Trandolapril) als Einzeldosis erhöht werden. In Abhängigkeit von der Verträglichkeit sollte die Dosis dann fortschreitend auf eine maximale Erhaltungsdosis von täglich 2 Hartkapseln Udrik 2 mg (4 mg Trandolapril) als Einzeldosis erhöht werden. Zur Dosisanpassung stehen zusätzlich die Darreichungsformen Udrik 1 mg und Udrik 2 mg zur Verfügung.
Bei Auftreten eines verstärkten Blutdruckabfalls (symptomatische Hypotonie) kann die Dosiserhöhung vorübergehend unterbrochen werden. Im Falle einer solchen Hypotonie müssen alle begleitenden blutdrucksenkenden Behandlungen (z. B. Nitrate, Diuretika) überprüft und deren Dosis gegebenenfalls reduziert werden. Die Dosis von Udrik 0,5 mg sollte nur vermindert werden, wenn die zuvor erwähnten Maßnahmen nicht wirksam oder nicht anwendbar sind.
Dosierung bei mäßig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance
30-60 ml/min bzw. Serum-Kreatinin-Konzentration >1,2 - <1,8 mg/dl):
Bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance größer als 30 ml/min ist üblicherweise keine Dosisreduktion zur Behandlung des Bluthochdrucks oder der eingeschränkten Pumpfunktion der linken Herzkammer erforderlich. Eine engmaschige Kontrolle der entsprechenden Laborparameter ist jedoch bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion angezeigt.
Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen (Kreatinin-Clearance kleiner als
30 ml/min) und/oder Dialyse sind von der Behandlung mit Udrik 0,5 mg ausgeschlossen.
Dosierung bei mäßiger Leberfunktionsstörung:
Die Anfangsdosis beträgt 1 Hartkapsel Udrik 0,5 mg (0,5 mg Trandolapril) morgens. Eine Erhöhung der Dosierung darf nur schrittweise, in Abhängigkeit vom individuellen Ansprechen des Patienten auf die Therapie, erfolgen. Die Maximaldosis von 4 Hartkapseln Udrik 0,5 mg (2 mg Trandolapril) pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Patienten mit einer schweren Leberfunktionsstörung/Leberzirrhose sind von der Behandlung mit Udrik 0,5 mg ausgeschlossen.
Wie lange sollten Sie Udrik 0,5 mg einnehmen?
Die Dauer der Anwendung bestimmt der behandelnde Arzt.
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Udrik 0,5 mg zu stark oder zu schwach ist.
Eingeschränkte Pumpfunktion der linken Herzkammer nach Herzinfarkt
Die Therapie mit Udrik 0,5 mg (Trandolapril) soll frühestens ab dem 3. Tag nach Myokardinfarkt, aber spätestens bis zum 7. Tag nach dem akuten Infarktereignis begonnen werden. Bei guter Verträglichkeit sollte die Trandolapril-Therapie mindestens bis zu 2 Jahre nach dem Infarktereignis fortgesetzt werden.
Eine Dosiserhöhung von Udrik 0,5 mg muss von der Verträglichkeit - insbesondere vom Auftreten eines verstärkten Blutdruckabfalls (Hypotonie) - abhängig gemacht werden. Udrik 0,5 mg kann zusammen mit anderen - üblicherweise nach Herzinfarkt angewendeten - Arzneimitteln (z. B. Betablocker, Acetylsalicylsäure) gegeben werden.
Wenn Sie eine größere Menge Udrik 0,5 mg eingenommen haben, als Sie sollten
In Abhängigkeit vom Ausmaß der Überdosierung sind folgende Symptome möglich: starker Blutdruckabfall (Hypotonie), Nichtansprechbarkeit (Stupor), verlangsamte Herzschlagfolge (Bradykardie), Kreislaufschock, Elektrolytstörungen, Nierenversagen.
Bei dringendem Verdacht einer Überdosierung mit Udrik 0,5 mg benötigen Sie ärztliche Hilfe!
Wenn Sie die Einnahme von Udrik 0,5 mg vergessen haben
Vermeiden Sie eine unregelmäßige Einnahme des Arzneimittels. Sollten Sie einmal eine Einzeldosis vergessen haben, nehmen Sie beim nächsten Mal nicht die doppelte Menge der verordneten Dosis ein, sondern setzen Sie die Einnahme von Udrik 0,5 mg wie verordnet fort.
Wenn Sie die Einnahme von Udrik 0,5 mg abbrechen:
Bei Patienten mit Bluthochdruck kann der Blutdruck erneut ansteigen. Ein unbehandelter Bluthochdruck kann - auch ohne auffallende Beschwerden - zu schwerwiegenden Schädigungen wichtiger Organe (z. B. Herz, Gehirn, Niere) führen.
Bei Patienten mit eingeschränkter Pumpfunktion der linken Herzkammer nach Herzinfarkt kann sich die Pumpleistung des Herzens verschlechtern und die Symptome der Herzleistungsschwäche können zunehmen.
Unterbrechen Sie Ihre Behandlung nicht, ohne Ihren Arzt zu informieren.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Bei Einnahme von Udrik 0,5 mg mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Folgende Wechselwirkungen zwischen Udrik 0,5 mg oder anderen ACE-Hemmern sind beschrieben worden bei gleichzeitiger Anwendung von
blutdrucksenkenden Arzneimitteln: Verstärkung des blutdrucksenkenden Effektes von Udrik 0,5 mg, insbesondere durch harntreibende Medikamente (Diuretika)
Arzneimitteln gegen Schmerzen und Entzündungen (z. B. Acetylsalicylsäure, Indometacin): mögliche Abschwächung des blutdrucksenkenden und Symptome der Herzleistungsschwäche verbessernden Effektes von Udrik 0,5 mg
Kalium, kaliumsparenden Diuretika (z. B. Spironolacton, Amilorid, Triamteren) sowie anderen Arzneimitteln, die ihrerseits zu einer verstärkten Zunahme der Serum-Kalium-Konzentration führen können (z. B. Heparin): verstärkte Zunahme der Serum-Kalium-Konzentration. Udrik 0,5 mg kann den Kalium-Verlust, der durch Diuretika vom Thiazid-Typ verursacht wird, hinauszögern.
magensäurebindenden Mitteln (Antazida): Verringerung der Bioverfügbarkeit von Udrik 0,5 mg; falls erforderlich, sollten die Medikamente in einem zeitlichen Abstand nacheinander eingenommen werden
Lithium: Erhöhung der Serum-Lithium-Konzentration (regelmäßige Kontrolle!)
Schlafmitteln, Betäubungsmitteln: verstärkter Blutdruckabfall (Information des Narkosearztes über die Therapie mit Udrik 0,5 mg)
Mitteln, die an bestimmten Stellen in die Erregungsüberleitung des Nervensystems eingreifen (Sympathomimetika): Beeinträchtigung der blutdrucksenkenden Wirkung von Udrik 0,5 mg. Um zu überprüfen, ob die gewünschte Wirkung erreicht wird, sollte eine sorgfältige Überwachung des Patienten erfolgen.
Allopurinol, Arzneimitteln, die die Abwehrreaktionen unterdrücken (Zytostatika, Immunsuppressiva, systemische Kortikoide), Procainamid: Abnahme der weißen Blutzellen (Leukopenie)
blutzuckersenkenden Arzneimitteln zum Einnehmen (Sulfonylharnstoffe, Biguanide), Insulin: in seltenen Fällen bei Patienten mit Diabetes mellitus, besonders zu Beginn der Therapie, Verstärkung des blutzuckersenkenden Effektes. In solchen Fällen kann eine Dosisanpassung der blutzuckersenkenden Arzneimittel oder von Udrik 0,5 mg erforderlich sein.
Wie bei allen blutdrucksenkenden Arzneimitteln kann die gleichzeitige Einnahme von Psychopharmaka (Neuroleptika oder trizyklische Antidepressiva) und
Udrik 0,5 mg das Risiko für eine orthostatische Hypotonie erhöhen.
Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.
Bei Einnahme von Udrik 0,5 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken:
Welche Genussmittel, Speisen und Getränke sollten Sie meiden?
Kochsalz: Abschwächung des blutdrucksenkenden und Symptome der Herzleistungsschwäche verbessernden Effektes von Udrik 0,5 mg
Alkohol: Erhöhung der blutdrucksenkenden Wirkung von Udrik 0,5 mg.
WELCHE NEBENWIRKUNGEN SIND MÖGLICH?
Wie alle Arzneimittel kann Udrik 0,5 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem Patienten auftreten müssen.
Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

Sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
Häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
Gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
Selten: weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
Sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle

Bedeutsame Nebenwirkungen oder Zeichen, auf die Sie achten sollten, und Maßnahmen, wenn Sie betroffen sind:
Bei durch Udrik 0,5 mg ausgelösten Gewebeschwellungen (angioneurotischen Ödemen) mit Beteiligung von Kehlkopf, Rachen und/oder Zunge sowie bei schweren Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktoiden Reaktionen, Schock) müssen sofort 0,3-0,5 mg Epinephrin subkutan bzw. 0,1 mg Epinephrin (Verdünnungsanweisung beachten!) langsam intravenös unter EKG-, Puls- und Blutdruckkontrolle gegeben werden, im Anschluss daran Glukokortikoidgabe (z. B. 250-1000 mg Methylprednisolon). Ferner wird die intravenöse Gabe von Antihistaminika und H2-Rezeptorantagonisten empfohlen. Zusätzlich zur Epinephrin-Anwendung kann bei bekanntem C1-Inaktivator-Mangel die Gabe von C1-Inaktivator erwogen werden.
Bei Auftreten von Gelbsucht (Ikterus) oder bei einem deutlichen Anstieg der Leberenzyme ist die Therapie mit Udrik 0,5 mg abzubrechen und die Patienten sind ärztlich zu überwachen.
Bei Verdacht auf eine schwerwiegende Hautreaktion muss sofort der behandelnde Arzt aufgesucht und gegebenenfalls die Therapie mit Udrik 0,5 mg abgebrochen werden.
Bei Auftreten eines starken Blutdruckabfalls (Hypotonie) ist der Patient in Rückenlage zu bringen und zunächst eine Kochsalz- und Flüssigkeitssubstitution durchzuführen. Bei Nichtansprechen sollten dann zusätzlich Katecholamine intravenös gegeben werden. Eine Behandlung mit Angiotensin II kann erwogen werden.
Nebenwirkungen in klinischen Studien an Patienten mit erhöhtem Blutdruck (Hypertonie):
In klinischen Studien mit Udrik an Patienten, die unter einer leichten oder mäßigen Hypertonie litten (n = 2.520), wurde über Nebenwirkungen in einer Häufigkeit von mehr als 1 % berichtet. Die Nebenwirkungen, die zumindest als möglich im Zusammenhang mit der Einnahme von Udrik bewertet wurden, sind unter dem entsprechenden Organsystem eingestuft und nach Häufigkeit aufgeführt:

Organsystem Nebenwirkungen Häufigkeit
Erkrankungen des Nervensystems Kopfschmerzen,
Schwindel
Häufig
Häufig
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des mittleren Brustraum-Gebietes (Mediastinum) Husten Häufig
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Abgeschlagenheit oder Schwäche (Asthenie) Häufig

In Langzeit-Studien mit Udrik an Patienten, die unter Bluthochdruck litten (n = 1.049), traten Nebenwirkungen mit einer Häufigkeit von mehr oder gleich 0,5 % auf. Die Nebenwirkungen sind unter dem entsprechenden Organsystem eingestuft und nach Häufigkeit aufgeführt:

Organsystem Nebenwirkungen Häufigkeit
Erkrankungen des Nervensystems Kopfschmerzen,
Schwindel
Häufig
Häufig
Herz- und Gefäßerkrankungen Herzklopfen (Palpitationen),
niedriger Blutdruck (Hypotonie)
Gelegentlich
Gelegentlich
Erkrankungen der Atemwege,
des Brustraums und des mittleren Brustraum-Gebietes (Mediastinum)
Husten Häufig
Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes Übelkeit Gelegentlich
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Hautjucken (Pruritus) Gelegentlich
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Abgeschlagenheit oder Schwäche (Asthenie),
Unwohlsein
Häufig
Gelegentlich

Nebenwirkungen in klinischen Studien an Patienten mit Zustand nach Herzinfarkt (Myokardinfarkt):
In der TRACE-Studie mit Udrik an Patienten, die unter einer Herzleistungsschwäche nach Herzinfarkt litten (linksventrikuläre Dysfunktion nach Myokardinfarkt, n = 876), wurden Nebenwirkungen mit einer Häufigkeit von mehr als 1 % berichtet. Die Nebenwirkungen sind unter dem entsprechenden Organsystem eingestuft und nach Häufigkeit aufgeführt:

Organsystem Nebenwirkungen Häufigkeit
Erkrankungen des Nervensystems Schwindel Häufig
Herz- und Gefäßerkrankungen Niedriger Blutdruck (Hypotonie) Häufig
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des mittleren Brustraum-Gebietes (Mediastinum) Husten Häufig

Nebenwirkungen in klinischen Studien mit geringerer Häufigkeit:
In klinischen Studien mit Udrik (an Patienten mit Bluthochdruck n = 2.520 und an Patienten mit Zustand nach Herzinfarkt n = 876 zusammen betrachtet) wurde über folgende Nebenwirkungen mit einer geringeren Häufigkeit berichtet. Die Nebenwirkungen sind unter dem entsprechenden Organsystem eingestuft und nach Häufigkeit aufgeführt:

Organsystem Nebenwirkungen Häufigkeit
Infektionen und parasitäre Erkrankungen Infektion der oberen Luftwege,
Harnwegsinfektion,
Bronchitis,
Entzündung der Rachenschleimhaut (Pharyngitis)
Gelegentlich
Selten
Selten
Selten
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie),
sog. Blutarmut (Anämie),
Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie),
Störungen in der Bildung weißer Blutkörperchen
Selten
Selten
Selten
Selten
Erkrankungen des Immunsystems Überempfindlichkeit Selten
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen Erhöhte Konzentration von Glukose im Blut (Hyperglykämie),
verminderte Natriumkonzentration im Blut (Hyponatriämie),
erhöhte Konzentration von Cholesterol im Serum (Hypercholesterinämie),
Fettstoffwechselstörungen mit erhöhter Konzentration von best. Lipoproteinen im Serum (Hyperlipidämie),
erhöhte Harnsäure-konzentration im Blut (Hyperurikämie),
Gicht,
Magersucht (Anorexie),
erhöhter Appetit,
Enzym-Veränderungen
Selten
Selten
Selten
Selten
Selten
Selten
Selten
Selten
Selten
Psychiatrische Erkrankungen Schlaflosigkeit,
verminderte Libido,
Halluzinationen,
Depressionen,
Schlafstörungen,
Angst,
Aufgeregtheit,
Gleichgültigkeit (Apathie)
Gelegentlich
Gelegentlich
Selten
Selten
Selten
Selten
Selten
Selten
Erkrankungen des Nervensystems Schläfrigkeit,
cerebrovaskuläres Ereignis,
kurzzeitige Bewusstlosigkeit (Synkope),
Zuckungen einzelner Muskeln (Myoklonus),
taubes Gefühl/Kribbeln (Parästhesie),
Migräne,
Migräne ohne Aura,
Geschmacksstörungen
Gelegentlich
Selten
Selten
Selten
Selten
Selten
Selten
Selten
Augenerkrankungen Entzündung der Lidränder,
Bindehaut-Ödem,
Sehstörungen,
Augenerkrankungen
Selten
Selten
Selten
Selten
Ohr- und Gleichgewichts-organ-Erkrankungen Schwindel,
Ohrengeräusche (Tinnitus)
Gelegentlich
Selten
Herz- und Gefäßerkrankungen Herzklopfen (Palpitationen),
Herzinfarkt,
verminderte Durchblutung des Herzens (myokardiale Ischämie),
Herz-/Brustenge (Angina pectoris),
Herzleistungsschwäche (Herzinsuffizienz),
erhöhte Herzschlagfolge der Herzkammern (ventrikuläre Tachykardie),
erhöhte Herzschlagfolge (Tachykardie),
verminderte Herzschlagfolge (Bradykardie),
Hitzewallungen,
erhöhter Blutdruck,
Gefäßerkrankungen allgemein (Angiopathie),
Blutdruckabfall beim Übergang vom Liegen zum Stehen (orthostatische Hypotonie),
periphere Gefäß-erkrankung,
Krampfaderleiden (venöse Varikose)
Gelegentlich
Selten
Selten
Selten
Selten
Selten
Selten
Selten
Gelegentlich
Selten
Selten
Selten
Selten
Selten
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des mittleren Brustraum-Gebietes (Mediastinum) Entzündung der oberen Luftwege,
Kongestion der oberen Luftwege,
Kurzatmigkeit/Atemnot (Dyspnoe),
Nasenbluten,
Entzündung der Rachenschleimhaut,
Rachen-Kehlkopf-Schmerzen,
produktiver Husten,
Atemwegserkrankungen allgemein
Gelegentlich
Gelegentlich
Selten
Selten
Selten
Selten
Selten
Selten
Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes Übelkeit,
Durchfall,
Magen-Darm-Beschwerden nicht spezifiziert,
Verstopfung,
Magen-Darm-Erkrankung allgemein,
Bluterbrechen,
Gastritis,
Bauchschmerzen,
Erbrechen,
Reizmagen (Dyspepsie),
Mundtrockenheit,
Blähungen (Flatulenz)
Gelegentlich
Gelegentlich
Gelegentlich
Gelegentlich
Gelegentlich
Selten
Selten
Selten
Selten
Selten
Selten
Selten
Leber- und Gallenerkrankungen Leberentzündung (Hepatitis),
erhöhter Gehalt von Bilirubin im Blut (Hyperbilirubinämie)
Selten
Selten
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Hautausschlag (Exanthem),
Gesichtsödem,
Schuppenflechte (Psoriasis),
vermehrtes Schwitzen (Hyperhidrose),
Entzündung der Haut verbunden mit Juckreiz (Ekzem),
Akne,
trockene Haut,
Hauterkrankung allgemein
Gelegentlich
Selten
Selten
Selten
Selten
Selten
Selten
Selten
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Rückenschmerzen,
Muskelspasmen,
Schmerzen in den Extremitäten,
Gelenkschmerzen (Arthralgie),
Schmerzen in den Knochen,
übergreifende Entzündung vom Knochen auf ein Gelenk (Osteoarthritis)
Gelegentlich
Gelegentlich
Gelegentlich
Selten
Selten
Selten
Erkrankungen der Niere und Harnwege Nierenleistungsschwäche (Niereninsuffizienz),
erhöhte Harnstoffproduktion (Azotämie),
erhöhtes Harnvolumen (Polyurie),
häufige Harnentleerung (Pollakisurie)
Selten
Selten
Selten
Selten
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse erektile Dysfunktion Gelegentlich
Angeborene, familiäre und genetische Erkrankungen angeborene, arterielle Fehlbildungen,
Fischschuppenkrankheit (Ichthyose)
Selten
Selten
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Brustschmerzen,
peripheres Ödem,
Unwohlsein,
abnormes Gefühl,
Ödem,
Müdigkeit
Gelegentlich
Gelegentlich
Gelegentlich
Gelegentlich
Selten
Selten
Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen Verletzung Selten

Nebenwirkungen aus Phase IV klinischen Studien oder Anwendungs-beobachtungen:
Hier sind zusätzliche, signifikante Nebenwirkungen, die unter einer Behandlung mit Udrik berichtet wurden, eingestuft und nach Organsystemen aufgeführt:

Organsystem Nebenwirkungen
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems hochgradige Verminderung der Granulozyten (Agranulozytose),
gleichzeitige Verminderung der Erythro-, Leuko- und Thrombozyten (Panzytopenie)
Endokrine Erkrankungen Erhöhte Konzentrationen von Kalium im Blut (Hyperkaliämie)
Erkrankungen des Nervensystems cerebrale Durchblutungsstörungen (transitorische ischämische Attacke),
cerebrale Blutung,
Gleichgewichtsstörungen
Herz- und Gefäßerkrankungen Störung der Reizweiterleitung vom Herzvorhof auf die Herzkammer (AV-Block II. und III. Grades),
Herzstillstand,
unregelmäßiger Herzschlag (Arrhythmie), Schock
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des mittleren Brustraum-Gebietes (Mediastinum) Krampf der Bronchialmuskulatur (Bronchospasmus)
Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes Störung der Darmpassage (Ileus),
Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)
Leber- und Gallenerkrankungen Gelbsucht
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Haarausfall,
Nesselsucht (Urtikaria),
schwere Hauterkrankung (Stevens-Johnson-Syndrom,
toxische epidermale Nekrolyse)
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen Muskelschmerzen (Myalgie)
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort Fieber
Untersuchungen Erhöhung von Kreatinin,
Erhöhung der alkalischen Phosphatase,
Erhöhung von Harnstoff,
Erhöhung der Laktatdehydrogenase,
abnormes Elektrokardiogramm (EKG),
Verminderung der Blutplättchen (Thrombozyten),
erhöhte Harnsäurekonzentration im Blut (Hyperurikämie),
abnorme Laboruntersuchungsergebnisse,
anormaler Leberfunktionstest,
Abnahme der Zahl der Blutplättchen,
Erhöhung spezifischer Leberenzyme (Transaminasen),
Verminderung des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin),
Verminderung zellulärer Bestandteile am gesamten Blutvolumen (Hämatokrit)

Die folgenden Nebenwirkungen wurden unter einer Therapie mit ACE-Hemmern berichtet und zwar als Wirkstoff-Klasse:

Organsystem Nebenwirkungen
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems Spezielle Form der Blutarmut (hämolytische Anämie)
Erkrankungen des Nervensystems Verwirrtheit,
Benommenheit,
Kribbeln,
Nervosität,
Schwitzen,
Hitzewallungen,
Gleichgewichtsstörungen
Augenerkrankungen Sehstörungen,
verschwommenes Sehen
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des mittleren Brustraum-Gebietes (Mediastinum) Entzündung der Nasennebenhöhlen (Sinusitis),
Schnupfen (Rhinitis),
Entzündung der Zunge (Glossitis),
Beteiligung von Kehlkopf, Rachen und/oder Zunge bei durch ACE-Hemmer ausgelösten Gewebeschwellungen (angioneurotisches Ödem).
Für ACE-Hemmer ist in Einzelfällen das Auftreten von Entzündungen der Lungenbläschen (allergische Alveolitis, eosinophile Pneumonie) beobachtet worden.
Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes im Darm liegendes Ödem (intestinales Ödem)
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes Akuter, entzündlicher Hautausschlag (Erythema multiforme),
Schuppenflechte-ähnliche Hautentzündung (Psoriasis-forme Dermatitis).
Hautveränderungen können mit Fieber, Muskelschmerzen/Gelenkschmerzen/
Gelenkentzündungen (Myalgien/Arthralgien/Arthritis), entzündlichen Reaktionen an den Blutgefäßen (Vaskulitiden), erhöhter Anzahl eosinophiler Granulozyten (Eosinophilie), erhöhter Anzahl der Leukozyten im Blut (Leukozytose) und/oder erhöhter Anzahl von Antikörpern gegen Zellkernbestandteile (erhöhter ANA-Titer) einhergehen.
Vereinzelt wurden Lichtempfindlichkeit (Photosensibilität), Haarausfall (Alopezie), Nagelablösung (Onycholyse) und Verstärkung einer Raynaud-Symptomatik (durch Gefäßkrämpfe bedingte, anfallsweise auftretende Minderdurchblutung meist an den Fingern) unter ACE-Hemmer-Therapie beobachtet.
Erkrankungen der Nieren und Harnwege Akutes Nierenversagen,
vermehrte Eiweißausscheidung im Urin (Proteinurie).
Für ACE-Hemmer ist in Einzelfällen das Auftreten von abakterieller, interstitieller Nephritis (Nierenentzündung) beobachtet worden.
Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes Appetitlosigkeit,
Oberbauchbeschwerden,
Verdauungsstörungen,
Verstopfung
Leber- und Gallenerkrankungen Leberfunktionsstörungen (Erhöhung von Leberenzymen, einschließlich SGOT und SGPT),
Leberentzündung (Hepatitis),
Gelbsucht (Ikterus),
Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis).
Beobachtung eines Syndroms unter ACE-Hemmer-Behandlung beginnend mit Gelbsucht durch Gallenstau (cholestatischer Ikterus), fortschreitend bis zum Absterben von Leberzellen (hepatische Nekrose, manchmal mit tödlichem letalem Ausgang). Der Zusammenhang ist unklar.
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse Für ACE-Hemmer ist in Einzelfällen das Auftreten einer Vergrößerung der männlichen Brustdrüse (Gynäkomastie) beobachtet worden.
Ohr- und Labyrintherkrankungen Ohrensausen
Untersuchungen Selten kann es, insbesondere bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, Kollagenkrankheit oder gleichzeitiger Therapie mit Allopurinol, Procainamid oder bestimmten Medikamenten, die die Abwehrreaktionen unterdrücken, zu einer krankhaften Verringerung oder sonstigen Veränderung der Blutzellen (Anämie, Thrombozytopenie, Neutropenie, Eosinophilie, in Einzelfällen zu Agranulozytose oder Panzytopenie) kommen.
In Einzelfällen wurden Hämolyse/hämolytische Anämie, auch im Zusammenhang mit G-6-PDH-Mangel, berichtet, ohne dass ein ursächlicher Zusammenhang mit einem ACE-Hemmer gesichert werden konnte. Selten, insbesondere bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen, können die Serumkonzentrationen von Harnsäure, Harnstoff, Kreatinin und Kalium ansteigen sowie die Natriumkonzentration im Serum abfallen.
Bei Patienten mit Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) wurde ein Serum-Kalium-Anstieg beobachtet. Im Urin kann eine vermehrte Eiweißausscheidung auftreten.
In Einzelfällen kann es zu einer Erhöhung der Bilirubin- und Leberenzymkonzentration kommen.

Bei Patienten mit manifester Zuckerkrankheit wurde ein Serum-Kalium-Anstieg beobachtet.
Im Urin kann eine vermehrte Eiweißausscheidung auftreten.
Hinweis:
Die oben genannten Laborwerte sollen vor und regelmäßig während der Behandlung mit
Udrik 0,5 mg kontrolliert werden.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „Verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.
Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Aufbewahrungsbedingungen
Nicht über 25 °C lagern.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder als Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.

Zusätzliche Informationen

Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Udrik® 0,5 mg, Hartkapseln
Wirkstoff: Trandolapril
Zur Anwendung bei Erwachsenen
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme/Anwendung dieses Arzneimittels beginnen.

  • Heben Sie die Packungsbeilage auf. Vielleicht möchten Sie diese später
    nochmals lesen.
    • Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.
    • Dieses Arzneimittel wurde Ihnen persönlich verschrieben. Geben Sie es nicht an Dritte weiter. Es kann anderen Menschen schaden, auch wenn diese dasselbe Krankheitsbild haben wie Sie.
    • Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Wann muss ein Bluthochdruck behandelt werden?
Bluthochdruck ist eine Erkrankung, die sich meist über Jahre hinweg entwickelt, ohne dabei subjektive Beschwerden zu verursachen. Aber gerade in dieser unerkannten Phase der Erkrankung kann ein Bluthochdruck wichtige Organe, wie z. B. das Herz, die Nieren und auch das Gehirn, schädigen.
Ein Bluthochdruck kann deshalb zur Entstehung weiterer schwerwiegender Erkrankungen beitragen, wie z. B. zur koronaren Herzkrankheit, zum Herzinfarkt, zum Schlaganfall oder zu Nierenfunktionsstörungen. Ein Bluthochdruck sollte daher frühzeitig erkannt und konsequent behandelt werden, um den Hochdruckkranken vor diesen Folgeschäden zu schützen.
Wie können Sie als Patient Ihre Behandlung unterstützen?
Vermeiden Sie Übergewicht bzw. reduzieren Sie Ihr Körpergewicht, wenn Sie bereits die Richtwerte überschreiten. Versuchen Sie deshalb wenn möglich durch kalorien- und fettarme Ernährung Ihr Normalgewicht (Körpergröße 100 in kg) zu erreichen. Achten Sie ferner darauf, bei der Zubereitung Ihrer Speisen sparsam mit Kochsalz umzugehen. Eine kochsalzarme Kost kann hilfreich dazu beitragen, den Blutdruck zu senken. Ein vernünftiges Maß an Alkohol pro Tag (nicht mehr als 0,5 l Bier oder 0,2 l Wein) sollte nicht überschritten werden.
Verzichten Sie auf den Genuss von Zigaretten, denn Rauchen erhöht das Risiko für HerzKreislauf-Erkrankungen. Weiterhin sollten Sie auf genug Bewegung achten. Spazieren gehen, Radfahren, Wandern und Gymnastik sind gute Beispiele, um Ihren Blutdruck günstig zu beeinflussen. Fragen Sie Ihren Arzt, welche Bewegungstherapie für Sie am besten geeignet ist.
Sie hatten einen Herzinfarkt: Wie geht es nun weiter?
Die Zeit nach dem Herzinfarkt ist für jeden Betroffenen ein neuer Lebensabschnitt. Nahezu alle Patienten erhalten nach dem Infarkt Medikamente. Es ist für Sie ganz wichtig, sich an die Dosis zu halten, die von Ihrem Arzt verordnet wurde. Zudem sollten Sie die Therapie nicht unterbrechen, ohne Ihren Arzt zu fragen. Überschreiten Sie auch nie die von Ihrem Arzt empfohlene Dosis! Wir empfehlen Ihnen auch, keine weiteren Medikamente rezeptfreie oder andere ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt einzunehmen.
Die Änderungen der Lebensgewohnheiten sind nach einem Infarkt genauso wichtig wie oben unter dem Kapitel Bluthochdruck beschrieben. Ganz besonders wichtig ist dabei für Sie der endgültige Verzicht auf das Rauchen.
Wie hilft Ihnen Udrik?
Udrik gehört zu einer Gruppe blutdrucksenkender Medikamente. Der darin enthaltene Wirkstoff hemmt blutdrucksteigernde Substanzen, die über die Niere in das Blut abgegeben werden.
Über diese allgemeine Blutdrucksenkung hinaus wird aber auch die Durchblutung des Herzens verbessert und Ihr Herz damit entlastet. Dies wirkt sich besonders in der Zeit nach einem Herzinfarkt günstig aus, denn Ihr Herz gewinnt seine ursprüngliche Form und Funktion damit leichter zurück. Udrik kann somit die Entstehung und das Fortschreiten einer Herzmuskelschwäche verhindern bzw. vermindern.
Wir hoffen, zum Verständnis Ihrer Erkrankung beigetragen zu haben.
Ihre Abbott GmbH & Co. KG

Name

Udrik 0,5 mg, Hartkapseln
Udrik 1 mg, Hartkapseln
Udrik 2 mg, Hartkapseln

Zusammensetzung

Wirkstoff: Trandolapril
Udrik 0,5 mg:
1 Hartkapsel enthält
0,5 mg Trandolapril
Udrik 1 mg:
1 Hartkapsel enthält
1,0 mg Trandolapril
Udrik 2 mg:
1 Hartkapsell enthält
2,0 mg Trandolapril
Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.

Darreichungsform

Hartkapseln
Udrik 0,5 mg, Kapseln, sind Hartgelatine-Kapseln Größe 4 mit gelb-opakem Kapsel-Oberteil und rot-opakem Kapsel-Unterteil.
Udrik 1 mg, Kapseln, sind Hartgelatine-Kapseln Größe 4 mit orange-opakem Kapsel-Oberteil und rot–opakem Kapsel-Unterteil.
Udrik 2 mg, Kapseln, sind Hartgelatine-Kapseln Größe 4 mit rot-opakem Kapsel-Oberteil und rot-opakem Kapsel-Unterteil.

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