Was ist es und wofür wird es verwendet?
Ulcidin ist ein Arzneimittel gegen Krankheiten, welche durch eine übermässige Säureproduktion im Magen verursacht werden: z.B. Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre, Refluxkrankheit (Sodbrennen). Ulcidin wird ebenfalls zur Behandlung gewisser immer wiederkehrender Verdauungsstörungen eingesetzt, welche mit Schmerzen in der Oberbauchgegend oder hinter dem Brustbein auftreten.
Ulcidin soll nur auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin hin eingenommen werden.
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Bei Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem Hilfsstoff von Ulcidin darf dieses nicht eingenommen werden.
Bei eingeschränkter Nierenfunktion muss die Dosierung durch den Arzt bzw. die Ärztin angepasst werden.
Ulcidin kann die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen, z.B. gewisser Arzneimittel zur Behandlung von HIV-Infektionen.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden.
Aufgrund der bisherigen Erfahrungen ist bei bestimmungsmässiger Anwendung kein Risiko für das Kind bekannt.
Vorsichtshalber sollten Sie während der Schwangerschaft und der Stillzeit möglichst auf Arzneimittel verzichten oder den Arzt oder Apotheker bzw. die Ärztin oder Apothekerin um Rat fragen.
Wie wird es angewendet?
Die Dosierung von Ulcidin wird durch den Arzt bzw. die Ärztin in Abhängigkeit der Krankheit festgelegt. Das Arzneimittel muss während der ganzen vom Arzt bzw. der Ärztin empfohlenen Zeitdauer eingenommen werden; ein Abklingen der Beschwerden ist nicht unbedingt mit einer Abheilung der Krankheit gleichzusetzen.
Erwachsene: Die übliche Dosis beträgt 2× täglich 150
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Ulcidin auftreten:
Gelegentlich kann es zu leichten, meist vorübergehenden Störungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Durchfall oder Verstopfung, Übelkeit, Hautausschlag oder Veränderungen der Leberfunktionswerte kommen.
Selten wurden Überempfindlichkeitsreaktionen verschiedenster Art beschrieben.
Sehr selten können Bewegungsstörungen oder Zittern, verschwommenes Sehen, Gelenk- und Muskelschmerzen, Haarausfall, Impotenz, Gelbsucht, Niedergeschlagenheit, Verwirrtheitszustände, Blutbildveränderungen, Vergrösserung oder Spannungsgefühl in den Brüsten, Milchfluss sowie eine Verlangsamung oder Veränderungen des Herzschlages auftreten.
Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin sollte so rasch als möglich unterrichtet werden, falls eine Leberentzündung auftreten sollte. Diese könnte sich über eines oder mehrere folgender Symptome äussern: Übelkeit, Erbrechen, Appetitverlust, allgemeines Unwohlsein, Fieber, Juckreiz, Gelbfärbung der Haut und der Augen sowie dunkel gefärbter Urin.
Sollten Schwierigkeiten beim Atmen, Engegefühl in der Brust, ein Anschwellen der Lippen, der Augenlider oder des Gesichtes, Hautausschläge, Nesselfieber, schwere Magenschmerzen bzw. eine Veränderung der Art der zu behandelnden Schmerzen auftreten oder sollten Sie plötzlich verwirrt sein, müssen Sie ebenfalls unverzüglich den Arzt bzw. die Ärztin informieren und nur auf dessen/deren ausdrückliche Anweisung die Einnahme von Ulcidin fortsetzen.
Falls weitere Nebenwirkungen auftreten, bei denen Sie einen Zusammenhang mit der Einnahme von Ulcidin vermuten, sollten Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin konsultieren.
Wie soll es aufbewahrt werden?
Haltbarkeit
Bei Raumtemperatur (15–25 °C) und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Die Filmtabletten zu 300
Zusätzliche Informationen
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Ulcidin 150: Packungen zu 20 und 60
Name
Ulcidin®
Zusammensetzung
Wirkstoff: Ranitidinum (ut Ranitidini hydrochloridum).
Hilfsstoffe: Excip. pro compresso obducto.
Darreichungsform
Filmtabletten zu 150 mg (mit Bruchrille).
Filmtabletten zu 300 mg (mit Bruchrille; siehe aber Kapitel «Sonstige Hinweise»).


