Was ist es und wofür wird es verwendet?
Was ist Ventavis?
Ventavis ist eine Lösung für einen Vernebler. Die Lösung wird durch ein spezielles, als Vernebler bezeichnetes Gerät, in einen Aerosolnebel überführt.
Wofür wird Ventavis angewendet?
Ventavis wird zur Behandlung von mittelschweren Fällen der primären pulmonalen Hypertonie (PPH) angewendet. Bei dieser Erkrankung ist der Blutdruck in den Blutgefäßen zwischen Herz und Lunge zu hoch.
Wie wirkt Ventavis?
Der Wirkstoff in Ventavis (Iloprost) imitiert eine natürlicherweise im Körper vorkommende Substanz namens Prostacyclin. Ventavis und Prostacyclin hemmen die unerwünschte Blockade oder Verengung der Blutgefäße und ermöglichen, dass mehr Blut durch die Gefäße fließt.
Durch Einatmen des Aerosolnebels gelangt Ventavis in die Lunge, wo es seine Wirkung hauptsächlich in der Arterie zwischen Herz und Lunge entfalten kann. Ein verbesserter Blutfluss führt zu einer verbesserten Sauerstoffversorgung des Körpers und verringert die Belastung des Herzens.
Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
Ventavis darf NICHT angewendet werden, wenn

Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Ventavis ist erforderlich,



Kontakt von Ventavis mit der Haut oder Verschlucken von Ventavis
Achten Sie darauf, dass Ihre Haut oder Ihre Augen NICHT mit Ventavis in Berührung kommen. Wenn es doch einmal vorkommt, spülen Sie Ihre Haut oder Ihre Augen sofort mit viel Wasser.
Sie dürfen Ventavis-Lösung WEDER trinken NOCH schlucken. Sollten Sie sie versehentlich verschlucken, trinken Sie reichlich Wasser und informieren Sie Ihren Arzt.
Bei Anwendung von Ventavis mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht
verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Ventavis und bestimmte andere Arzneimittel können sich in ihrer Wirkung in Ihrem Körper gegenseitig beeinträchtigen. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen bzw. anwenden:
Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck oder Herzerkrankungen (z. B. Betablocker, Nitrovasodilatatoren, ACE-Hemmer). Ihr Blutdruck könnte noch viel stärker sinken. Möglicherweise wird Ihnen Ihr Arzt eine andere Dosis verschreiben. Arzneimittel, die das Blut verdünnen oder die Blutgerinnung hemmen, dazu gehören Acetylsalicylsäure zur Fiebersenkung und Schmerzlinderung und Heparin, Antikoagulanzien vom Cumarintyp (z. B. Warfarin, Phenprocoumon) sowie weitere Arzneimittel.
Fragen Sie vor der Einnahme von jeglichen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Er/Sie kann Ihnen weitere Informationen über Arzneimittel geben, bei denen in der Anwendung zusammen mit Ventavis Vorsicht geboten ist.
Bei Anwendung von Ventavis zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Es wird nicht erwartet, dass Ventavis durch Nahrungsmittel oder Getränke beeinflusst wird. Trotzdem sollten Sie während des Inhalierens keine Nahrungsmittel oder Getränke zu sich nehmen.
Schwangerschaft:

Stillzeit:
Stillen Sie ab, wenn Sie mit der Behandlung beginnen. Ventavis darf bei stillenden Frauen nicht angewendet werden, da nicht bekannt ist, ob der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht. Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Neugeborene, Säuglinge, Kleinkinder und Schwangere sollten nicht Ventavis ausgesetzt sein, das sich in der Raumluft befindet.
Diese Personen sollten sich nicht im geschlossenen Raum aufhalten, in dem ein Patient Ventavis inhaliert.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Ventavis senkt den Blutdruck und kann bei einigen Menschen Schwindel oder Benommenheit hervorrufen.
Sie dürfen sich nicht an das Steuer eines Fahrzeugs setzen und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen, wenn Sie diese Anzeichen bei sich bemerken.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von Ventavis
Dieses Arzneimittel enthält einen geringen Alkoholanteil (weniger als 100 mg pro Einzelgabe).
Wie wird es angewendet?
Wie ist Ventavis anzuwenden?
Wenden Sie Ventavis immer genau nach Anweisung des Arztes an.
- Ventavis Lösung für einen Vernebler wird inhaliert unter Einsatz der Vernebler, die Ihnen Ihr Arzt verschrieben hat (entweder das HaloLite-, das ProDose-, das Venta-Neb- oder das I-Neb-AAD-System).
- Der Vernebler wandelt die Ventavis-Lösung in einen feinen Nebel um, der über den Mund eingeatmet wird.
- Beim Inhalieren sollten Sie ein Mundstück verwenden, um zu verhindern, dass Ihre Haut mit Ventavis in Berührung kommt. Benutzen Sie keine Gesichtsmaske.
- Gehen Sie genauso vor, wie in der Gebrauchsanleitung des jeweils verwendeten Verneblers beschrieben. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
- Entsorgen Sie jegliche Ventavis-Lösung, die Sie bei einer Inhalation nicht vollständig verbraucht haben (siehe Abschnitt 5).
Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
Ventavis wird nicht für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen empfohlen.
Vorsicht:
Achten Sie darauf, dass Ihre Haut oder Ihre Augen nicht mit Ventavis in Berührung kommen. Sollte dies dennoch vorkommen, spülen Sie die Haut oder Ihre Augen sofort mit Wasser ab bzw. aus. Sie dürfen Ventavis-Lösung nicht trinken. Sollten Sie sie versehentlich schlucken, trinken Sie reichlich Wasser und informieren Sie Ihren Arzt (siehe auch Abschnitt „Wenn Sie eine größere Menge von Ventavis angewendet haben als Sie sollten“).
Wieviel Ventavis müssen Sie inhalieren und wie lange?
- Die für Sie richtige Dosis Ventavis und die Dauer der Behandlung hängen von Ihrem persönlichen Krankheitszustand ab. Ihr Arzt wird Sie beraten.
- Die meisten Patienten inhalieren 6- bis 9-mal über den Tag verteilt. Eine Einzelinhalation dauert in der Regel etwa 4 bis 10 Minuten, je nach verordneter Dosis.
- Wenn Sie Probleme mit der Leber oder sehr schwere Probleme mit der Niere haben, wird Ihr Arzt die Behandlung mit Ventavis langsam einschleichen und möglicherweise auch weniger Inhalationen pro Tag verordnen. 33
- Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Ventavis zu stark oder zu schwach ist, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
- Bitten Sie Ihren Arzt darum, dass Ihnen jemand hilft, sich mit dem Gebrauch des Verneblers durch und durch vertraut zu machen. Wechseln Sie nicht auf einen anderen Vernebler, ohne vorher mit Ihrem behandelnden Arzt gesprochen zu haben.
Raumlüftung
Stellen Sie sicher, dass der Raum, in dem Sie Ventavis angewendet haben, gut durchlüftet wird. Andere Personen könnten unbeabsichtigt über die Raumluft mit Ventavis in Kontakt kommen. Insbesondere Neugeborene, Säuglinge, Kleinkinder und schwangere Frauen sollten Ventavis nicht ausgesetzt sein.
Für HaloLite- und ProDose-Systeme:
1. Öffnen Sie erst kurz vor dem Inhalieren die Glasampulle mit 2 ml Lösung, die mit zwei farbigen Ringen (weiß – pink) gekennzeichnet ist, und geben den gesamten Inhalt in die Verneblerkammer.
2. Wenn Sie die höhere Dosis (5 Mikrogramm) anwenden sollen, müssen Sie pro Einzelinhalation zwei Inhalationszyklen durchlaufen, bei der niedrigeren Dosis (2,5 Mikrogramm) einen Inhalationszyklus. Unabhängig von der Dosis umfasst das Füllvolumen immer den Inhalt einer Glasampulle.
3. Die Inhalationszeit hängt von Ihrem Atemmuster ab.

Für das Venta-Neb-System:
1. Öffnen Sie erst kurz vor dem Inhalieren die Glasampulle und geben Sie den gesamten Inhalt in die Verneblerkammer.
2. Es können zwei Programme verwendet werden:
3. Ihr Arzt stellt Venta-Neb auf das für die Verabreichung der verschriebenen Dosis geeignete Programm ein.
- P1 Programm 1: 5,0 Mikrogramm arzneilich wirksamer Bestandteil am Mundstück, 25 Inhalationszyklen.
- P2 Programm 2: 2,5 Mikrogramm arzneilich wirksamer Bestandteil am Mundstück, 10 Inhalationszyklen.
4. Verwenden Sie die grüne Ablenkplatte, um die optimale Tröpfchengröße für die Verabreichung von Ventavis zu erhalten.

Für das I-Neb-AAD-System:
1. Öffnen Sie erst kurz vor dem Inhalieren die Glasampulle mit 1 ml Lösung, die mit zwei farbigen Ringen (weiß - gelb) gekennzeichnet ist, und geben Sie den gesamten Inhalt in die Verneblerkammer.
2. Die voreingestellte Dosis des I-Neb-AAD-Systems wird gemeinsam durch die Verneblerkammer und einen Programmchip gesteuert. Es gibt zwei verschiedene, farbkodierte Verneblerkammern. Für jede Verneblerkammer gibt es einen entsprechenden farbkodierten Programmchip:
- Für die 2,5-Mikrogramm-Dosis wird die Verneblerkammer (350 Mikroliter) mit dem roten Verschluss zusammen mit dem roten Programmchip verwendet.
- Für die 5-Mikrogramm-Dosis wird die Verneblerkammer (650 Mikroliter) mit dem lilafarbenen Verschluss zusammen mit dem lilafarbenen Programmchip verwendet.
3. Um sicherzustellen, dass Sie die verschriebene Dosis erhalten, überprüfen Sie die Farbe der Medikamentenkammer und die Farbe der Kontrollscheibe. Beide sollten dieselbe Farbe haben, entweder rot für die 2,5 Mikrogramm-Dosis oder lila für die 5 Mikrogramm-Dosis.

Zu Einzelheiten lesen Sie bitte die Gebrauchsanleitung des Verneblers, oder fragen Sie Ihren Arzt.
Wenn Sie eine größere Menge von Ventavis angewendet haben, als Sie sollten
Wenn Sie eine größere Menge von Ventavis angewendet haben, als Sie sollten, könnte dies zu einem Blutdruckabfall mit Symptomen wie Schwindel oder Ohnmacht führen.
Sie könnten außerdem Kopfschmerzen, Gesichtsrötung ( Flush), Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall bekommen. Auch ein Anstieg des Blutdrucks, eine verringerte oder erhöhte Herzfrequenz und Schmerzen in den Gliedmaßen oder im Rücken könnten auftreten. Sollte es dazu kommen: beenden Sie die Inhalation
sprechen Sie mit Ihrem Arzt
Wenn Sie die Anwendung von Ventavis vergessen haben
Inhalieren Sie nicht die doppelte Dosis, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben. Fragen Sie bitte Ihren Arzt, was zu tun ist.
Wenn Sie die Anwendung von Ventavis abbrechen
Wenn Sie die Behandlung beenden bzw. beenden möchten, besprechen Sie dies zunächst mit Ihrem Arzt.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Was sind mögliche Nebenwirkungen?
Wie alle Arzneimittel kann Ventavis Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Folgende Nebenwirkungen können auftreten. Fragen Sie in diesem Fall Ihren Arzt.
Ohnmachtsanfall ( Synkope) ist ein häufiges Symptom der Krankheit selbst, kann jedoch auch unter der Behandlung mit Ventavis auftreten ( siehe dazu auch Abschnitt 2 „Besondere Vorsicht bei der Anwendung von Ventavis“, um zu erfahren, was Sie dagegen tun können) Häufig: niedriger Blutdruck ( Hypotonie)
Blutungen können sehr häufig auftreten, besonders, wenn Sie auch blutverdünnende Arzneimittel einnehmen ( Antikoagulanzien)
Häufigkeit nicht bekannt: Bronchospasmus (plötzliche Verengung der oberen Atemwegsmuskeln) und pfeifende Atmung (siehe Abschnitt 2 „Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Ventavis ist erforderlich“)
Im Folgenden führen wir andere mögliche Nebenwirkungen nach der Wahrscheinlichkeit ihres Auftretens auf:
Sehr häufige Nebenwirkungen
- Weitstellung der Blutgefäße ( Vasodilatation). Symptome können u. a. Flush oder Gesichtsrötung sein
- Beschwerden/Schmerzen in der Brust
- Vermehrter Husten
- Kopfschmerzen Übelkeit
- Schmerzen im Kiefer/Krampf der Kiefermuskulatur ( Trismus)
Häufige Nebenwirkungen
- Atembeschwerden ( Dyspnoe)
- Schwindel
- Erbrechen
- Durchfall
- Schmerzen beim Schlucken ( pharyngolaryngeale Schmerzen und Reizungen im Hals)
- Reizungen von Mund und Zunge
- Hautausschlag
Nebenwirkungen mit nicht bekannter Häufigkeit
Überempfindlichkeit (z. B. Allergie)
- Geschmacksveränderungen ( Dysgeusie)
Andere mögliche Nebenwirkungen
Durch Flüssigkeitsansammlungen verursachte Schwellungen ( periphere Ödeme), vor allem an Fußknöcheln und Beinen, sind ein sehr häufig vorkommendes Symptom der Erkrankung selbst, sie können aber auch unter der Therapie mit Ventavis auftreten.
Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser
Gebrauchsinformation angegeben sind.
Wie soll es aufbewahrt werden?
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden.
Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Verwerfen Sie jegliche Ventavis-Lösung, die Sie bei einer Inhalation nicht aufgebraucht haben.
Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.
Was ist es?
Ventavis ist eine Lösung zur Inhalation mit einem Vernebler. Es enthält den Wirkstoff Iloprost.
Wofür wird es angewendet?
Ventavis wird zur Behandlung von Patienten mit primärer pulmonaler Hypertonie in der funktionellen Klasse III zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit (Fähigkeit zur Ausübung körperlicher Aktivitäten) und der Symptomatik angewendet. Pulmonale Hypertonie ist starker Bluthochdruck in den Lungenarterien. „Primär“ bedeutet, dass keine anderen Erkrankungen des Herzens oder der Lunge vorliegen, die den hohen Blutdruck verursachen. „Klasse“ bezieht sich auf die Schwere der von der Erkrankung hervorgerufenen Symptome. „Klasse III“ bedeutet eine deutliche Einschränkung der körperlichen Aktivität.
Da es nur wenige Patienten mit primärer pulmonaler Hypertonie gibt, gilt die Krankheit als „selten“, und Ventavis wurde am 29. Dezember 2000 als Arzneimittel für seltene Leiden („Orphan-Arzneimittel“) ausgewiesen.
Das Arzneimittel ist nur auf ärztliche Verschreibung erhältlich.
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Wie wird es angewendet?
Die Behandlung mit Ventavis sollte von einem Arzt eingeleitet und überwacht werden, der Erfahrung in der Behandlung der pulmonalen Hypertonie besitzt. Ventavis wird durch Inhalation mittels eines Verneblers (eines speziellen Geräts, das aus der Lösung ein Aerosol macht, das der Patient einatmen kann) verabreicht.
Die empfohlene Dosis beträgt 2,5 Mikrogramm oder 5,0 Mikrogramm. Die Patienten sollten mit der niedrigeren Dosis von 2,5 Mikrogramm bei der ersten Inhalation beginnen und bei der zweiten Inhalation 5,0 Mikrogramm erhalten. Diese Dosis kann anschließend wieder auf 2,5 Mikrogramm reduziert werden, wenn der Patient die höhere Dosis nicht verträgt. Das Arzneimittel ist mittels eines Verneblertyps mit Dosierfunktion zu verabreichen, bei dem die Wirkstofffreisetzung automatisch unterbunden wird, sobald die korrekte Dosis freigesetzt wurde. Das Arzneimittel wird sechs- bis neunmal täglich verabreicht. Bei Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion sollte der Zeitraum zwischen den Dosen mindestens drei Stunden betragen.
Wie wirkt es?
Pulmonale Hypertonie ist eine entkräftende Krankheit mit schwerer Konstriktion (Verengung) der Blutgefäße in der Lunge. Dadurch kommt es zu erhöhtem Bluthochdruck in den Gefäßen, die das Blut der rechten Herzseite zu den Lungen transportieren.Ventavis ist eine Iloprost-Formulierung zur Inhalation; Iloprost ist eine Substanz, die dem Prostacyclin, einer natürlich im Körper vorkommenden Substanz, die eine Dilatation (Weitung) der Blutgefäße bewirkt, sehr ähnlich ist. Durch die Weitung der Blutgefäße wird der Blutdruck gesenkt und die Krankheitssymptome bessern sich.
Wie wurde es erforscht?
Ventavis wurde in einer Studie an 203 Erwachsenen mit primärer oder durch eine andere Krankheit verursachter stabiler pulmonaler Hypertonie der funktionellen Klasse III oder IV mit einem Placebo (Scheinmedikament) verglichen. Hauptindikator für die Wirksamkeit war die Anzahl der Patienten, die nach zwölf Wochen auf die Behandlung angesprochen hatten. Ein „Ansprechen“ wurde als Kombination aus einer 10%igen Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit (Bestimmung durch Messung der Wegstrecke, die der Patient in sechs Minuten zurücklegen kann) und einer Verbesserung des Zustands des Patienten (Rückgang des Schweregrads der Krankheit um mindestens eine funktionelle Klasse) ohne Verschlimmerung der pulmonalen Hypertonie oder Tod definiert.
Welche Vorteile hat es in den Studien gezeigt?
Ventavis war signifikant wirksamer als Placebo. 17 % der Patienten, die Ventavis erhielten, sprachen auf die Behandlung an (17 von 101) im Vergleich zu 5 % bei den Patienten, die Placebo erhielten (5 von 102). Untersucht man jedoch die verschiedenen Patientengruppen in dieser Studie, zeigt sich, dass sich ein für die Patienten relevanter Nutzen von Ventavis nur bei Patienten mit primärer pulmonaler Hypertonie in der funktionellen Klasse III ergab.
Verbundene Risiken?
Die häufigsten Nebenwirkungen von Ventavis (beobachtet bei mehr als 1 von 10 Patienten) sind Kopfschmerzen, Vasodilation (Rötung des Gesichts aufgrund der Weitung der Blutgefäße), Blutungen, Schmerzen und Beschwerden im Brustkorbbereich, Nausea (Übelkeit), Schmerzen im Kiefer und Krampf der Kiefermuskulatur sowie verstärktes Husten. Die vollständige Auflistung der im Zusammenhang mit Ventavis berichteten Nebenwirkungen ist der Packungsbeilage zu entnehmen.
Ventavis darf nicht bei Patienten angewendet werden, die möglicherweise überempfindlich (allergisch) gegen Iloprost oder einen der sonstigen Bestandteile sind. Es darf nicht angewendet werden bei Patienten mit Blutungsrisiko, mit bestimmten Herzproblemen, die vor kurzem einen Schlaganfall hatten oder deren pulmonale Hypertonie durch eine blockierte oder verengte Vene verursacht wurde. Es darf auch nicht bei Schwangeren oder stillenden Müttern angewendet werden.
Warum es zugelassen wurde?
Der CHMP gelangte zu dem Schluss, dass die Vorteile von Ventavis trotz der begrenzt vorliegenden Daten gegenüber den Risiken überwiegen, und empfahl, die Genehmigung für das Inverkehrbringen zu erteilen.
Ventavis wurde unter „außergewöhnlichen Umständen“ zugelassen. Dies bedeutet, dass es aufgrund der Seltenheit der Krankheit bisher nicht möglich war, umfassende Informationen über Ventavis zu erlangen. Die Europäische Arzneimittel-Agentur wird jedes Jahr sämtliche neuen Informationen prüfen, die verfügbar werden, und die vorliegende Zusammenfassung wird gegebenenfalls aktualisiert.
Wie wurde es erforscht?
Der Hersteller von Ventavis wird weitere Studien durchführen, um Daten zur Langzeitanwendung des Arzneimittels zu sammeln.
Weitere Informationen
Am 16. September 2003 erteilte die Europäische Kommission dem Unternehmen Bayer Schering Pharma AG eine Genehmigung für das Inverkehrbringen von Ventavis in der gesamten Europäischen Union. Nach fünf Jahren wurde die Genehmigung für das Inverkehrbringen um weitere fünf Jahre verlängert.
weitere Informationen zur Behandlung mit Ventavis benötigen, lesen Sie bitte die Packungsbeilage (ebenfalls Teil des EPAR) oder wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Die Zusammenfassung des Gutachtens des Ausschusses für Arzneimittel für seltene Leiden zu Ventavis finden Sie auf der Website der Agentur unter: ema.europa.eu/Find medicine/Human medicines/Rare
disease designation.
Diese Zusammenfassung wurde zuletzt im 03-2011 aktualisiert.
Name
Ventavis 10 Mikrogramm/ml Lösung für einen Vernebler
Zusammensetzung
1 ml Lösung enthält 10 Mikrogramm Iloprost (als Iloprost-Trometamol).
Jede Ampulle zu 1 ml Lösung enthält 10 Mikrogramm Iloprost.
Jede Ampulle zu 2 ml Lösung enthält 20 Mikrogramm Iloprost.
Sonstiger Bestandteil: Ethanol 96 %, 0,81 mg pro ml.
Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile siehe Abschnitt 6.1.
Darreichungsform
Lösung für einen Vernebler.
Klare, farblose Lösung.


