Votum®

 

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Votum gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die Angiotensin II-Rezeptor-Antagonisten genannt und zur Senkung des Blutdrucks angewendet werden.

Angiotensin II ist eine körpereigene Substanz, die die Blutgefässe verengt, dadurch den Blutfluss durch die Gefässe erschwert und zu einem Anstieg des Blutdrucks führt. Votum verhindert die Wirkung von Angiotensin II und bewirkt so eine Entspannung der Blutgefässe und eine Senkung des Blutdrucks.

Votum wird angewendet zur Behandlung des nicht organ-bedingten Bluthochdrucks, auch als essentielle Hypertonie bekannt.

Votum Filmtabletten sollen nur auf Verschreibung des Arztes/der Ärztin eingenommen werden.

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Bluthochdruck kann die Blutgefässe verschiedener Organe, wie die des Herzens, der Nieren, des Gehirns und der Augen schädigen. In manchen Fällen kann dies zum Herzinfarkt, Herz- oder Nierenversagen, Schlaganfall oder zur Erblindung führen. Gewöhnlich zeigen sich keine Symptome des Bluthochdrucks. Es ist aber wichtig Ihren Blutdruck kontrollieren zu lassen und bei zu hohen Werten zu behandeln, um das Auftreten von späteren Schädigungen zu vermeiden.

Bluthochdruck kann mit Arzneimitteln wie Votum behandelt und unter Kontrolle gebracht werden. Ihr Arzt hat Ihnen wahrscheinlich auch empfohlen, Ihre Lebensgewohnheiten zu ändern, um die Blutdrucksenkung zu unterstützen (Gewichtsreduktion, Aufgeben des Rauchens, Vermeidung von Alkohol, salzarme Ernährung). Er hat Sie möglicherweise auch ermutigt, sich regelmässig leicht körperlich zu betätigen, wie z.B. durch Gehen und Schwimmen. Es ist wichtig, diesen Anweisungen Ihres Arztes zu folgen.

Wie bei jedem blutdrucksenkenden Arzneimittel könnte ein übermässiger Blutdruckabfall bei Patienten mit Durchblutungsstörungen des Herzens oder des Gehirns zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird deswegen Ihren Blutdruck sorgfältig überprüfen.

Votum darf nicht eingenommen werden, wenn

Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Olmesartanmedoxomil, dem Wirkstoff von Votum, oder einem der sonstigen Bestandteile von Votum Filmtabletten sind;

Sie im 4.–9. Monat schwanger sind;

Sie an Gallensteinen oder Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut) leiden;

bei Ihnen früher anlässlich der Einnahme eines blutdrucksenkenden Arzneimittels Schwellungen im Gesicht, an Lippen und Rachen auftraten oder Sie an einer vererbten Störung des Immunsystems leiden, welche solche Schwellungen verursacht (sogenanntes Angioödem).


Dieses Arzneimittel enthält Lactose (Milchzucker). Falls bei Ihnen eine Unverträglichkeit gegenüber einigen Zuckern besteht, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.

Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie an anderen Krankheiten, insbesondere unter folgenden gesundheitlichen Problemen leiden:

Nierenerkrankungen oder nach Nierentransplantation.

Lebererkrankungen (bei stark eingeschränkter Leberfunktion wird die Einnahme von Votum nicht empfohlen).

Herzerkrankungen.

Schweres Erbrechen oder schwerer Durchfall.

Sie sollten Ihrem Arzt bzw. Ärztin auch berichten, ob Sie eine salzarme Diät einhalten.

Vor Beginn der Behandlung mit Votum wird der Arzt bzw. die Ärztin Ihren Kreislauf und Ihr Blut kontrollieren und bei einem allfälligen Mangel an Flüssigkeit und Salzen diesen zuerst ausgleichen, um eine zu starke Blutdrucksenkung zu vermeiden. Auch während der Therapie mit Votum wird er bzw. sie die Salze (v.a. Kalium) im Blut kontrollieren.

Wie bei jedem blutdrucksenkenden Arzneimittel könnte ein übermässiger Blutdruckabfall bei Patienten mit Durchblutungsstörungen des Herzens oder des Gehirns zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird deswegen Ihren Blutdruck sorgfältig überprüfen.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Denn es kann zu Wechselwirkungen zwischen diesen Arzneimitteln und Votum kommen (Verstärkung oder Abschwächung der Wirkung oder vermehrte Nebenwirkungen).

Eventuell ist es notwendig, die Dosierung zu verändern, bestimmte Untersuchungen durchzuführen oder eine gleichzeitige Anwendung zu unterlassen.

Dies gilt vor allem für folgende Arzneimittel:

Arzneimittel, die den Kaliumspiegel im Blut beeinflussen, wie kaliumhaltige Präparate, harntreibende Arzneimittel, blutgerinnungshemmende Arzneimittel (Heparin), Arzneimittel, die das Immunsystem beeinflussen (Ciclosporin, Tacrolimus).

Andere blutdrucksenkende Arzneimittel.

Arzneimittel gegen Schmerzen und Entzündungen (Nichtsteroidale Antirheumatika/Antiphlogistika).

Arzneimittel gegen Sodbrennen mit dem Wirkstoff Aluminiummagnesiumhydroxid.

Lithium zur Behandlung von bestimmten psychiatrischen Erkrankungen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Wie bei anderen blutdrucksenkenden Arzneimittel kann auch bei Votum Schwindel und Müdigkeit auftreten. Deshalb ist im Strassenverkehr und beim Bedienen von Maschinen Vorsicht geboten.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!



Schwangerschaft

Votum darf nicht im vierten bis neunten Monat einer Schwangerschaft angewendet werden (Siehe Rubrik «Wann darf Votum nicht eingenommen werden?»).

Teilen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mit, wenn Sie schwanger sind, vermuten, schwanger zu sein oder eine Schwangerschaft planen. In der Regel wird Ihr Arzt Ihnen empfehlen, Votum vor einer Schwangerschaft bzw. sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind, abzusetzen, und er wird Ihnen ein anderes Arzneimittel empfehlen. Die Anwendung von Votum in der frühen Schwangerschaft wird nicht empfohlen und Votum darf nicht mehr nach dem dritten Schwangerschaftsmonat eingenommen werden, da die Einnahme von Votum in diesem Stadium zu schweren Schädigungen Ihres ungeborenen Kindes führen kann.

Stillzeit

Teilen sie Ihrem Arzt mit, wenn Sie stillen oder mit dem Stillen beginnen wollen. Die Einnahme von Votum wird stillenden Müttern nicht empfohlen. Ihr Arzt wird eine andere Behandlung auswählen, wenn Sie stillen wollen, vor allem, solange Ihr Kind im Neugeborenenalter ist oder wenn es eine Frühgeburt war.

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie Votum immer genau nach der Anweisung des Arztes bzw. der Ärztin ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. bei Ihrer Ärztin oder Apothekerin nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

Votum Filmtabletten können mit den Mahlzeiten oder unabhängig davon eingenommen werden. Die Filmtabletten sollten mit 1 Glas Wasser geschluckt werden. Sie sollten Ihre tägliche Dosis möglichst um die gleiche Tageszeit nehmen, z.B. mit dem Frühstück. Es ist wichtig, dass Sie Votum so lange einnehmen, bis Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Ihnen etwas anderes sagt.

Falls vom Arzt bzw. von der Ärztin nicht anders verordnet, ist die emfohlene Anfangsdosierung 1 Filmtablette Votum 10 täglich. Wenn keine ausreichende Kontrolle des Blutdrucks mit einer Filmtablette Votum 10 erreicht wird, kann Ihr Arzt bzw. Ärztin die Dosis auf 1 Filmtablette Votum 20 täglich erhöhen. Soll eine darüber hinaus gehende Blutdrucksenkung erreicht werden, kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die Dosis auf 1 Filmtablette Votum 40 täglich erhöhen oder eine Zusatztherpie mit einem harntreibenden Mittel wie Hydrochlorothiazid verordnen.

Ältere Patientinnen bzw. Patienten

Eine Dosisanpassung ist nicht notwendig.

Kinder und Jugendliche

Votum soll nicht an Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren verabreicht werden.

Eingeschränkte Nierenfunktion

Bei eingeschränkter Nierenfunktion erfolgt die Dosierung gemäss Anweisung des Arztes bzw. Ärztin.

Eingeschränkte Leberfunktion

Bei eingeschränkter Leberfunktion erfolgt die Dosierung gemäss Anweisung des Arztes bzw. Ärztin.

Anwendungsfehler und Überdosierung

Wenn Sie eine grössere Menge Votum eingenommen haben, als Sie sollen, oder wenn ein Kind die Filmtabletten geschluckt hat, setzen Sie sich sofort mit Ihrem Arzt bzw. Ärztin oder mit der Notaufnahme des nächsten Krankenhauses in Verbindung.

Wenn Sie einmal die tägliche Dosis vergessen haben, nehmen Sie Ihre normale Dosis am nächsten Tag ein. Nehmen Sie keine zusätzliche Filmtablette ein, um die vergessene Einnahme auszugleichen.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Votum auftreten:

Häufig: Schwindelgefühl, Bronchitis, Husten, Halsentzündung, Schnupfen, Bauchschmerz, Durchfall, Verdauungsstörungen, Übelkeit, Magen-Darmentzündung, Gelenkentzündung sowie Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen, Knochenschmerz, Blut im Urin, Infektionen der Harnwege, Brustschmerz, Müdigkeit, grippeähnliche Symptome, peripheres Ödem (Wasseransammlung im Gewebe), Anstieg der Blutfette, Anstieg der Harnsäure im Blut, Anstieg der Werte in Untersuchungen zur Funktion von Leber und Muskeln.

Gelegentlich: Angina pectoris (plötzlich einsetzende Schmerzen im Brustkorb), Hautausschlag.

Selten: Anstieg der Kaliumwerte (Hyperkaliämie) in Bluttests, Kopfschmerz.

Sehr selten: Erbrechen; Juckreiz, allergische Hautreaktionen, Gesichtsschwellung, Quaddelbildung; Muskelkrampf, Muskelschmerz; akutes Nierenversagen, Nierenfunktionsstörung; Schwächezustände wie Kraftlosigkeit, Unwohlsein; Kopfschmerz; verringerte Anzahl der Blutplättchen.

Selten, bei älteren Patienten gelegentlich, kann Votum eine zu starke Blutdrucksenkung auslösen. Dies kann starke Benommenheit oder Ohnmacht auslösen. Sollte dies eintreten, setzen Sie Votum ab, verständigen Sie umgehend Ihren Arzt und legen Sie sich flach hin.

Unter Olmesartan kann sehr selten ein sogenanntes Angioödem (Gewebeschwellung von Gesicht, Mund, Zunge und/oder Kehlkopf) auftreten. Unterbrechen Sie dann die Einnahme sofort und setzen sich umgehend mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin in Verbindung.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Das Arzneimittel soll bei Raumtemperatur (15–25 °C) und in der Originalpackung vor Licht geschützt aufbewahrt werden.

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Verpackung aufgedruckten Verfalldatum verwendet werden.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin, oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Votum Filmtabletten sind für Kinder unerreichbar aufzubewahren.

Zusätzliche Informationen

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung erhältlich.

Votum 10: Weisse, runde Filmtabletten zu 10 mg, Packungen mit 28 oder 98 Filmtabletten.

Votum 20: Weisse, runde Filmtabletten zu 20 mg, Packungen mit 28 oder 98 Filmtabletten.

Votum 40: Weisse, ovale Filmtabletten zu 40 mg, Packungen mit 28 oder 98 Filmtabletten.

Votum 10, Votum 20 und Votum 40: Die Packungen mit 56