Androbloc 150 mg - Filmtabletten

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1 Was ist es und wie wird es angewendet?

Bicalutamid gehört zur Gruppe der Antiandrogene. Antiandrogene hemmen die Wirkung von Androgenen (männliche Sexualhormone).

Androbloc wird angewendet bei erwachsenen Männern zur Behandlung des Prostatakarzinoms ohne Metastasen, wenn operative Kastration (Entfernung der Hoden) oder andere Formen der Behandlung nicht angezeigt oder inakzeptabel sind.

Es kann in Kombination mit Strahlentherapie oder Prostataoperation in frühen Behandlungsstadien eingesetzt werden.

2 Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Androbloc 150 mg darf nicht eingenommen werden,

  • wenn Sie allergisch gegen Bicalutamid oder einen der in Abschnitt 6.genannten sonstigen Bestandteile diese Arzneimittels sind.
  • wenn Sie Terfenadin oder Astemizol (zur Behandlung von Allergien) oder Cisaprid (gegen Sodbrennen und Rückfließen von Magensäure in die Speiseröhre) einnehmen.

Androbloc 150 mg darf Frauen oder Kindern und Jugendlichen nicht verabreicht werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Androbloc 150 mg ist erforderlich,

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  • wenn Sie eine Erkrankung der Leber haben. Ihr Arzt wird möglicherweise regelmäßig Bluttests durchführen, um die Funktion Ihrer Leber während der Einnahme dieses Arzneimittels zu überprüfen.

Wenn Sie von der genannten Erkrankung betroffen sind und dies Ihrem Arzt noch nicht mitgeteilt haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bevor Sie die Tabletten einnehmen.

Einnahme von Androbloc 150 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.

Andere Arzneimittel können durch Androbloc beeinflusst werden. Umgekehrt können diese die Wirkung von Androbloc beeinflussen. Eine gegenseitige Beeinflussung ist mit folgenden Arzneimitteln möglich:

  • Ciclosporin (wird verwendet zur Unterdrückung des Immunsystems, um Abstoßungsreaktionen bei Organtransplantation oder Knochenmarksübertragung zu verhindern bzw. zu behandeln). Bicalutamid kann den Blutspiegel einer bestimmten Substanz (Kreatinin) erhöhen, weswegen Ihr Arzt möglicherweise Blutkontrollen durchführen wird, um dies zu überwachen.
  • Midazolam (ein Arzneimittel das verwendet wird, um Angstgefühle vor einer Operation oder bestimmten Behandlungen abzubauen bzw. als Narkosemittel vor und während einer Operation). Sie müssen Ihrem Arzt oder Zahnarzt mitteilen, dass Sie Bicalutamid einnehmen, wenn Sie eine Operation benötigen oder bei Aufenthalten im Krankenhaus große Angst haben.
  • Terfenadin oder Astemizol (zur Behandlung von Allergien) oder Cisaprid (gegen Sodbrennen und Rückfließen von Magensäure in die Speiseröhre) (siehe Abschnitt 2 „Androbloc 150 mg darf nicht eingenommen werden“).
  • so genannte Kalziumkanalblocker, z.B. Diltiazem oder Verapamil. Diese werden angewendet zur Behandlung von Herzproblemen, Schmerzen im Brustraum (Angina pectoris) und hohem Blutdruck.
  • blutgerinnungshemmende Arzneimittel, z.B. Warfarin.
  • Cimetidin (gegen Rückfließen von Magensäure in die Speiseröhre und zur Behandlung von Magengeschwüren) oder Ketoconazol (zur Behandlung von Pilzinfektionen).

Einnahme von Androbloc 150 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken

Es ist nicht notwendig, die Tabletten zusammen mit einer Mahlzeit einzunehmen. Die Tabletten müssen unzerkaut mit einem Glas Wasser eingenommen werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Frauen dürfen Androbloc 150 mg nicht einnehmen.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

  • Achtung: Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit und Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen.

Es ist unwahrscheinlich, dass dieses Arzneimittel Ihre Verkehrstüchtigkeit oder Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt. Allerdings fühlen sich manche Menschen müde während der Einnahme von Bicalutamid. Sollten Sie davon betroffen sein, müssen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker sprechen, bevor Sie ein Fahrzeug lenken oder Maschinen bedienen.

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Androbloc 150 mg enthält Lactose

Bitte nehmen Sie Androbloc 150 mg erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden.

3 Wie wird es angewendet?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Die empfohlene Dosis ist eine Tablette pro Tag.

Nehmen Sie die Filmtablette unzerkaut mit einem Glas Wasser ein. Versuchen Sie, die Tabletten immer annähernd zum gleichen Zeitpunkt einzunehmen.

Wenn Sie eine größere Menge von Androbloc 150 mg eingenommen haben, als Sie sollten

Bei irrtümlicher Einnahme von zu vielen Tabletten setzen Sie sich bitte sofort mit Ihrem behandelnden Arzt oder dem nächsten Krankenhaus in Verbindung. Nehmen Sie die übrig gebliebenen Tabletten oder die Packung mit, so dass der Arzt feststellen kann, was Sie eingenommen haben. Der Arzt wird möglicherweise entscheiden, Ihre Körperfunktionen so lange zu überwachen bis die Wirkung von Bicalutamid nachgelassen hat.

Wenn Sie die Einnahme von Androbloc 150 mg vergessen haben

Wenn Sie die Einnahme der täglichen Dosis vergessen haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben, sondern nehmen Sie die gewohnte Dosis zum üblichen Einnahmezeitpunkt ein.

Wenn Sie die Einnahme von Androbloc 150 mg abbrechen

Brechen Sie die Einnahme von Androbloc niemals von sich aus ab, auch wenn Sie sich gesund fühlen, bevor es nicht Ihr Arzt empfiehlt.

Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

4 Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Kontaktieren Sie bitte umgehend Ihren Arzt oder suchen Sie die Notaufnahme des nächstgelegenen Krankenhauses auf, wenn Sie eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bemerken:

  • Hautausschlag, Juckreiz, Nesselausschlag, Abschälen, Blasenbildung oder Krustenbildung der Haut;
  • Anschwellen von Gesicht oder Nacken, der Lippen, der Zunge oder des Rachens und dadurch bedingte Probleme beim Atmen oder Schlucken,
  • Atemprobleme mit oder ohne Husten und Fieber;
  • Gelbwerden der Haut oder der Augen.

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Andere mögliche Nebenwirkungen des Arzneimittels sind:

Sehr häufige Nebenwirkungen (betreffen mehr als 1 von 10 Behandelten):

  • Hautausschlag
  • Spannungsgefühl/Empfindlichkeit der Brust
  • Vergrößerung des Brustgewebes bei Männern
  • Schwächegefühl

Häufige Nebenwirkungen (betreffen bis zu 1 von 10 Behandelten):

  • Hitzewallungen
  • Abnahme der roten Blutkörperchen (Anämie)
  • Verminderter Appetit
  • Verminderter Sexualtrieb
  • Depression
  • Schwindel
  • Schläfrigkeit
  • Schmerzen in Bauch oder Brustkorb
  • Verstopfung oder Blähungen
  • Verdauungsstörungen (Übersäuerung)
  • Übelkeit
  • Veränderungen der Leberfunktion einschließlich Gelbwerden der Haut und der Augäpfel (Gelbsucht)
  • Haarausfall
  • vermehrte Behaarung
  • trockene Haut
  • Juckreiz
  • Blut im Harn (Hämaturie)
  • Erektionsstörung
  • Schwellung der Hände, Füße, Arme oder Beine (Ödeme)
  • Gewichtszunahme

Gelegentliche Nebenwirkungen (betreffen bis zu 1 von 100 Behandelten):

  • Allergische (Überempfindlichkeits-) Reaktionen. Die Beschwerden können sein: Hautausschlag, Juckreiz, Nesselausschlag, Abschälen, Blasenbildung oder Krustenbildung der Haut, Anschwellen von Gesicht oder Nacken, der Lippen, der Zunge oder des Rachens und dadurch bedingte Probleme beim Atmen oder Schlucken.
  • Entzündung der Lungen (eine so genannte interstitielle Lungenkrankheit). Die Beschwerden können u.a. sein: Atemprobleme mit oder ohne Husten oder Fieber.

Seltene Nebenwirkungen (betreffen bis zu 1 von 1.000 Behandelten):

  • Leberversagen

Zusätzlich wurde während klinischer Untersuchungen von Herzversagen berichtet, wenn Bicalutamid gemeinsam mit einem LHRH-Analogon eingenommen wurde.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage anegeben sind.

5 Wie soll es aufbewahrt werden?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

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Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung und dem Faltkarton nach

„verw. bis“ und „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das

Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Für dieses Arzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Sie dürfen Androbloc 150 mg nicht verwenden, wenn Sie irgendwelche sichtbaren Schäden an den Tabletten bemerken.

Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

6 Weitere Informationen

Was Androbloc 150 mg enthält

  • Der Wirkstoff ist: Bicalutamid. Eine Filmtablette enthält 150 mg Bicalutamid.
  • Die sonstigen Bestandteile im Tablettenkern sind: Lactose-Monohydrat, Povidon K- 29/32, Crospovidon, Natriumdodecylsulfat und Magnesiumstearat. Die sonstigen Bestandteile im Tablettenüberzug sind: Lactose-Monohydrat, Hypromellose, Titandioxid (E 171) und Macrogol 4000.

Wie Androbloc 150 mg aussieht und Inhalt der Packung

Androbloc 150 mg – Filmtabletten sind weiß, rund, beidseitig gewölbt, mit Prägung „BCM

150“ auf einer Seite.

5, 7, 10, 14, 20, 28, 30, 40, 50, 56, 80, 84, 90, 98, 100, 140, 200 oder 280 Tabletten in Blisterpackungen.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

Pharmazeutischer Unternehmer

G.L. Pharma GmbH, 8502 Lannach

Hersteller

Synthon BV

Microweg 22

6545 Nijmegen

Niederlande

Synthon Hispania S.L.

Castello 1, Polígono Las Salinas 08830 Sant Boi de Llobregat Spanien

Z.Nr.: 1-27020

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Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:

Finnland: Bicusan 150 mg tabletti, kalvopäällysteinen Dänemark: Bicalutamid medac 150 mg, filmovertrukket tablet Estland: Bicalan 150 mg, kaetud tablett

Griechenland: Bikalen 150 mg, film-coated tablets Großbritannien: Bicalutamide 150 mg, film-coated tablets Lettland: Bicalan 150 mg, apvalkotā tablete

Norwegen: Bicalutamid Stada 150 mg, tablett, filmdrasjert Österreich: Androbloc 150 mg – Filmtabletten

Polen: Bicalutamide Polpharma 150 mg, tabletka powlekana Portugal: Bicalutamide medac 150 mg, comprimido revestido Tschechien: Lanbica 150 mg, potahovaná tableta

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Juni 2012.

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