Angeliq®

 

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Angeliq ist eine Filmtablette zur Hormonersatztherapie. Angeliq ist verfügbar als Kalenderpackung (Blisterstreifen) mit 28 Filmtabletten. Kalenderpackungen enthalten 28

Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird vor Beginn der Behandlung eine gründliche allgemeine und gynäkologische Untersuchung durchführen. Wenn bei Ihnen eine Lebererkrankung bekannt ist, wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin veranlassen, dass Ihre Leberfunktion regelmässig kontrolliert wird.

Bei Verdacht auf das Vorliegen eines Adenoms (ein Tumor) in der Hirnanhangdrüse (Hypophyse), sollte dies von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin vor Behandlungsbeginn abgeklärt werden.

Angeliq ist kein orales Empfängnisverhütungsmittel.

Eine Hormonersatztherapie kann mit höheren Risiken gewisser Krankheiten wie Brustkrebs, Herz-Kreislaufkrankheiten (Herzinfarkt, Schlaganfall, venösen Thrombosen und Lungenembolien – Bildung von Blutgerinnseln in den Gefässen) verbunden werden.

Bei einer längeren Hormonersatztherapie mit einem anderen Präparat wurde in sehr seltenen Fällen eine Abnahme des Erinnerungsvermögens und der geistigen Leistungsfähigkeit bei älteren Patientinnen beobachtet.

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird mit Ihnen die Risiken einer Hormontherapie gegenüber dem erwarteten Nutzen abwägen.

Sie dürfen Angeliq nicht einnehmen bei Vorliegen folgender Zustände:

wenn Sie schwanger sind oder stillen;

wenn Sie überempfindlich (allergisch) auf einen Bestandteil von Angeliq sind;

wenn Sie diagnostisch ungeklärte vaginale Blutungen haben;

wenn Sie an Brustkrebs leiden, bei Ihnen ein Verdacht auf Brustkrebs besteht;

wenn Sie an einem hormonabhängigen Tumor wie Gebärmutter- oder Eierstockkrebs leiden oder bei Ihnen ein solcher Verdacht besteht;

wenn Sie Lebertumore (gutartig oder bösartig) haben oder hatten;

wenn Sie eine schwere Lebererkrankung haben;

wenn Sie eine schwere Nierenerkrankung haben oder hatten und Ihre Laborwerte für die Nierenfunktion nicht normal sind;

wenn Sie vor kurzem einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten;

wenn Sie eine Thrombose (Bildung eines Blutgerinnsels) in einem Blutgefäss der Beine (tiefe Venenthrombose) oder der Lunge (Lungenembolie) haben oder hatten;

wenn Sie ernstlich erhöhte Triglyzerid-Blutwerte (spezieller Typ von Blutfetten) haben.

Wenn einer dieser Zustände für Sie zutrifft, informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, die Ihnen weiteren Rat erteilen können. Wenn einer dieser Zustände während der Behandlung mit Angeliq zum ersten Mal auftritt, brechen Sie die Einnahme sofort ab und suchen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin auf.


Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird vor Beginn der Behandlung Nutzen und Risiken einer Behandlung mit Angeliq besprechen.

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin informieren, wenn Sie eine der nachfolgenden Erkrankung haben oder in der Vergangenheit hatten bzw. wenn einer der folgenden Hinweise Sie betrifft. In diesen Fällen können häufigere ärztliche Kontrolluntersuchungen notwendig sein:

Wenn Sie an einer leichten bis mittelstarken Nierenerkrankung leiden und bestimmte Arzneimittel (kaliumsparende Arzneimittel) einnehmen. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin über die Arzneimittel, die Sie einnehmen, damit Sie entsprechend beraten werden können.

Wenn Sie an einer Geschwulst der Gebärmutter leiden.

Wenn Sie eine Endometriose (Vorliegen von Gewebe der Gebärmutterschleimhaut an Orten im Körper, wo es normalerweise nicht gefunden wird) haben oder hatten und die sich durch Schmerzen und Blutungen manifestiert.

Wenn Sie an einer Leber- oder Gallenblasenerkrankung leiden.

Wenn Sie während einer Schwangerschaft oder vorausgegangenem Gebrauch von Sexualhormonen an einer Gelbsucht oder einem generalisierten Juckreiz gelitten haben.

Wenn Sie an Zuckerkrankheit (Diabetes) leiden.

Wenn Sie erhöhte Triglyzerid-Blutwerte (eine Art Fett) aufweisen.

Wenn Sie einen zu hohen Blutdruck haben.

Wenn bei Ihnen zuweilen anhaltende, bräunliche Flecken im Gesicht (Chloasma) auftreten oder aufgetreten sind. In diesem Fall sollten Sie sich nicht zu sehr der Sonne oder ultravioletter Strahlung aussetzen.

Wenn Sie an Epilepsie leiden.

Wenn Sie knotige oder schmerzhafte Brüste haben (gutartige Brusterkrankung).

Wenn Sie an Asthma leiden.

Wenn Sie an Migräne leiden.

Wenn Sie an der vererbbaren Krankheit Porphyrie (seltene Stoffwechselstörung) leiden.

Wenn Sie an vererbbarer Taubheit leiden (Otosklerose).

Wenn Sie an systemischem Lupus erythematosus (SLE; eine chronisch entzündliche Erkrankung) leiden.

Wenn Sie Chorea minor (Erkrankung mit Bewegungsstörungen) haben oder hatten.

Wenn Sie an einem erblich bedingten Angiödem leiden (in Episoden auftretendes Anschwellen von Körperteilen wie Händen, Füssen, Gesicht oder Atemwegen, das durch einen Defekt des Gens, welches ein Blutprotein namens C1-Hemmer kontrolliert, verursacht wird). Das in Angeliq enthaltene Hormon Estradiol kann diese Symptome hervorrufen oder verschlimmern.

Wenn Sie bei Beginn der Hormonersatztherapie älter sind als 65 Jahre. Der Grund dafür sind begrenzte Anzeichen aus klinischen Studien, dass eine Hormontherapie das Risiko einer bedeutenden Abnahme der intellektuellen Fähigkeiten wie dem Erinnerungsvermögen (Demenz) verstärken kann.

Koronare Herzkrankheit und Schlaganfall

Zwei grosse klinische Studien mit konjugierten Östrogenen vom Pferd und Medroxyprogesteronacetat (ein Gestagen, d.h. ein Gelbkörperhormon), die beide zur Hormonersatztherapie verwendet werden, lassen den Schluss zu, dass das Risiko für einen Herzinfarkt im ersten Anwendungsjahr leicht erhöht sein kann. Dieses Risiko wurde mit konjugierten Östrogenen allein nicht beobachtet. In zwei grossen Studien mit diesen Hormonen war das Risiko für Schlaganfall sowohl für Östrogene alleine als auch für das kombinierte Präparat um 30–40% erhöht.

Obwohl derartige Daten für Angeliq nicht vorliegen, sollte es nicht zur Vorbeugung von Herzerkrankungen und/oder Schlaganfall verwendet werden.

Erhöhtes Risiko für die Bildung einer Thrombose (Blutgerinnsel)

Eine Hormonersatztherapie kann das Risiko einer Thrombosebildung (Blutgerinnsel in den Gefässen) erhöhen.

Wenn Sie ein erhöhtes Risiko für Thrombosen (Bildung eines Blutgerinnsels) in den Venen haben, ist besondere Vorsicht geboten.

Das Risiko erhöht sich mit dem Alter und kann ebenfalls grösser sein,

wenn Sie oder jemand in Ihrer nächsten Verwandtschaft eine Thrombose in den Blutgefässen der Beine oder der Lunge gehabt hat;

wenn Sie übergewichtig sind;

wenn Sie an Krampfadern leiden.

Wenn Sie Angeliq bereits einnehmen, informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin rechtzeitig im Voraus über einen geplanten Spitalaufenthalt oder einen chirurgischen Eingriff. Das Risiko, eine tiefe Venenthrombose zu erleiden, kann aufgrund einer Operation, einer schweren Verletzung oder Bettruhe sowie eingeschränkter Bewegung vorübergehend erhöht sein.

Brustkrebs

In gewissen Studien wurde Brustkrebs bei Frauen, die während mehreren Jahren eine Hormonersatztherapie (HRT) erhielten, etwas häufiger diagnostiziert. Dieses Risiko nimmt mit der Dauer der Behandlung zu. Bei Produkten, welche nur Östrogene enthalten, war das Risiko nicht erhöht. Wenn Frauen die HRT abbrechen, verschwindet das erhöhte Risiko innerhalb von wenigen Jahren. Die HRT erhöht die Dichte in mammografischen Bildern. Dies kann den mammografischen Nachweis von Brustkrebs in gewissen Fällen erschweren. Aus diesem Grund wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin möglicherweise entscheiden, für die Brustkrebs-Vorsorgeuntersuchung auch andere Methoden heranzuziehen.

Krebs der Gebärmutterschleimhaut

Das Risiko für Endometriumskrebs (Krebs der Gebärmutterschleimhaut) erhöht sich, wenn Östrogene alleine über längere Zeit verabreicht werden. Drospirenon, das Gestagen (Gelbkörperhormon) in Angeliq, wirkt diesem erhöhten Risiko entgegen.

Lebertumor

In seltenen Fällen sind nach Anwendung hormonaler Wirkstoffe, wie sie Angeliq enthält, gutartige, noch seltener bösartige Veränderungen an der Leber beobachtet worden, die vereinzelt zu lebensgefährlichen Blutungen in die Bauchhöhle geführt haben. Deshalb ist der Arzt bzw. die Ärztin zu informieren, wenn ungewohnte Oberbauchbeschwerden auftreten, die nicht von selbst bald vorübergehen.

Gründe für das sofortige Absetzen der Medikation sind

Sie sollten die Behandlung sofort abbrechen und Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin aufsuchen, wenn einer der folgenden Zustände eintritt:

erstmaliges Auftreten von Migräne (typischerweise pochende Kopfschmerzen und Übelkeit, denen Sehstörun­gen vorausgehen);

Verschlimmern einer vorliegenden Migräne; ungewohnt häufige oder ungewohnt starke Kopfschmerzen;

plötzliche Wahrnehmungsstörungen (z.B. Sehstörungen, Hörstörungen);

entzündete Venen (Phlebitis).

Wenn sich ein Blutgerinnsel bildet während Sie Angeliq einnehmen oder wenn Sie vermuten, dass dies geschehen ist, sollten Sie die Einnahme sofort abbrechen und Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin aufsuchen. Warnende Anzeichen, auf die zu achten ist, sind:

ungewöhnliche Schmerzen oder Anschwellen von Armen oder Beinen;

plötzliche Kurzatmigkeit;

Husten von Blut;

in Ohnmacht fallen.

Angeliq muss auch sofort abgesetzt werden, wenn Sie schwanger werden oder eine Gelbsucht entwickeln.

Wenn nach einer längeren Phase ohne Blutungen wieder Blutungen auftreten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, da möglicherweise eine Abklärung nötig ist.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Es dürfen gleichzeitig keine oralen Kontrazeptiva («die Pille» zur Schwangerschaftsverhütung) eingenommen werden. Sollte eine Schwangerschaftsverhütung notwendig sein, konsultieren Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Einige Arzneimittel können die Wirkung einer Hormonersatztherapie herabsetzen und eventuell Blutungsunregelmässigkeiten verursachen. Zu diesen Arzneimitteln zählen gewisse Mittel gegen Epilepsie (z.B. Hydantoine, Barbiturate, Primidon, Carbamazepin), Tuberkulose (z.B. Rifampicin) und Infektionskrankheiten (z.B. Antibiotika wie Penicilline und Tetrazykline) und möglicherweise auch Johanniskraut (in pflanzlichen Mitteln gegen Depressionen enthalten). Wenn Sie Zweifel haben bezüglich Arzneimitteln, die Sie einnehmen, fragen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin um Rat.

Gewisse Arzneimittel wie Cimetidin (gegen überschüssige Magensäuresekretion) oder Ketoconazol (gegen Pilzerkrankungen) können dem Abbau des Wirkstoffes Estradiol im Körper entgegenwirken.

Wenn Sie einen erhöhten Blutdruck haben, kann Angeliq den Blutdruck möglicherweise senken. Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie Arzneimittel gegen hohen Blutdruck einnehmen, damit Sie entsprechend beraten werden können.

Wechselwirkungen mit Alkohol

Exzessive Einnahme von Alkohol während der Hormonersatztherapie hat einen Einfluss auf die Behandlung. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann Sie diesbezüglich beraten.

Wechselwirkungen mit Labortests

Die Anwendung einer Hormonersatztherapie kann die Resultate bestimmter Laboruntersuchungen beeinflussen. Informieren Sie in jedem Fall Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin oder das Laborpersonal, dass Sie eine Hormonersatztherapie anwenden.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Für Angeliq ist kein Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, bekannt. Es wurden diesbezüglich keine Studien durchgeführt. Beachten Sie jedoch die möglichen unerwünschten Wirkungen.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen!


Angeliq darf nicht eingenommen werden, wenn Sie schwanger sind oder stillen.

Beobachtungen haben jedoch gezeigt, dass Steroidhormone (wie es die Wirkstoffe von Angeliq sind) das Risiko von Geburtsschäden bei Kindern, deren Mütter solche Hormone vor oder versehentlich während der frühen Schwangerschaft einnahmen, nicht zu erhöhen scheinen. Falls eine Schwangerschaft eintritt, sollte die Behandlung mit Angeliq sofort abgebrochen werden und Sie müssen den Arzt bzw. die Ärztin sofort benachrichtigen.

Wie wird es angewendet?

Wie und wann sollte Angeliq eingenommen werden?

Jede Blisterpackung reicht für eine Behandlung von 28 Tagen. Sie müssen täglich eine Filmtablette einnehmen.

Wenn Sie zum ersten Mal eine Hormonersatztherapie anwenden oder wenn Sie von einem kontinuierlich kombinierten Präparat zur Hormonersatztherapie (jede Tablette hat die gleiche Zusammensetzung) zu Angeliq wechseln, können Sie mit der Einnahme von Angeliq jederzeit beginnen, solange Sie keine Monatsblutungen mehr haben.

Wenn Sie von einem sequentiell kombinierten Hormonersatzpräparat (die Tabletten unterscheiden sich in der Zusammensetzung, was mit unterschiedlichen Farben der Tabletten kenntlich gemacht wird) zu Angeliq wechseln, sollten Sie den laufenden Zyklus beenden, bevor Sie die Behandlung mit Angeliq beginnen.

Es spielt keine Rolle, zu welcher Tageszeit Sie die Filmtabletten einnehmen, jedoch sollten Sie bei der einmal gewählten Zeit bleiben. Die Filmtablette sollte unzerkaut mit etwas Flüssigkeit eingenommen werden, Rücksicht auf die Nahrungsaufnahme muss nicht genommen werden.

Wie lange sollte Angeliq eingenommen werden?

Wenn Sie eine Blisterpackung fertig eingenommen haben, beginnen Sie mit der Einnahme der nächsten Blisterpackung am folgenden Tag. Machen Sie keine Einnahmepause zwischen zwei Blisterpackungen, die Tabletteneinnahme sollte kontinuierlich erfolgen. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Sie hinsichtlich der Einnahmedauer beraten.

Was ist zu tun bei Blutungsunregelmässigkeiten?

Aufgrund seiner Zusammensetzung bewirkt Angeliq eine Hormonersatztherapie ohne zyklische Blutungen. Es können jedoch während der ersten paar Monate der Behandlung Blutungen auftreten. Blutungen können auch sonst jederzeit auftreten, es ist jedoch unwahrscheinlich, dass sie stark sind. Die Blutungen sollten allmählich schwächer werden und schliesslich ganz aufhören.

Falls deutliche Blutungen weiterhin auftreten oder falls Blutungen oder Schmierblutungen inakzeptabel für Sie werden, fragen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, ob Sie die Therapie abbrechen und zu einem sequentiell kombinierten Präparat wechseln sollten. Der Arzt bzw. die Ärztin wird eventuell auch Untersuchungen vornehmen.

Was ist zu tun, wenn Sie mehr Filmtabletten eingenommen haben als vorgesehen?

Es gibt keine Berichte über krankmachende Effekte von Überdosierungen. Eine Überdosis kann Übelkeit und Erbrechen verursachen sowie Blutungsunregelmässigkeiten. Eine spezifische Behandlung ist nicht nötig, Sie sollten aber in einem solchen Fall Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren.

Was ist zu tun, wenn Sie vergessen haben, Angeliq einzunehmen?

Wenn Sie die vergessene Einnahme weniger als 24 Stunden nachher feststellen, nehmen Sie die vergessene Filmtablette so bald als möglich ein. Die nächste Filmtablette wird wieder zur gewohnten Zeit eingenommen.

Wenn Sie die vergessene Einnahme mehr als 24 Stunden nachher feststellen, lassen Sie diese Filmtablette aus. Fahren Sie mit der täglichen Einnahme zur gewohnten Zeit weiter.

Wenn Sie die Einnahme von Angeliq während einiger Tage nicht mehr fortführen, können Blutungsunregelmässigkeiten auftreten.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Was sind mögliche Nebenwirkungen?

Schwerwiegende Nebenwirkungen, welche im Zusammenhang mit einer Hormonsubstitutionstherapie auftreten können, sind im vorangegangenen Abschnitt «Wann ist bei der Anwendung von Angeliq Vorsicht geboten?» beschrieben. Bitte lesen Sie sorgfältig diesen Abschnitt.

Die folgenden unerwünschten Wirkungen von Angeliq basieren auf Berichten von klinischen Studien.

Während der ersten paar Monate der Behandlung können sehr häufig vaginale Blutungen zu ungewohnten Zeiten auftreten (Durchbruchblutungen und Schmierblutungen). Diese Blutungen sind gewöhnlich vorübergehend und verschwinden normalerweise mit Fortsetzen der Behandlung. Sollte dies nicht der Fall sein, so kontaktieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.

Brustschmerzen ist ebenfalls ein sehr häufiges Symptom (bei mehr als 10%). Bei einer von fünf Frauen in den klinischen Untersuchungen mit Angeliq trat dieses Symptom auf.

Folgende weitere unerwünschte Wirkungen können bei der Einnahme von Angeliq Filmtabletten zudem auftreten:

Psychiatrische Störungen

Häufig: Depression, Stimmungsschwankungen, Nervosität.

Gelegentlich: Schlafstörungen, Angstzustände, Abnahme des Geschlechtstriebs.

Nervensystem

Häufig: Kopfschmerzen.

Gelegentlich: Kribbeln oder Taubheitsgefühl in Händen und Füssen (Parästhesie), verminderte Konzentrationsfähigkeit, Benommenheit.

Selten: Schwindel.

Magen-Darm-Trakt

Häufig: Bauchschmerzen, Übelkeit, vergrösserter Bauch.

Gelegentlich: Beschwerden des Verdauungstrakts, Diarrhö, Verstopfung, Erbrechen, Mundtrockenheit, Blähungen, Störungen des Geschmacksinns.

Geschlechtsorgane und Brust

Häufig: Gutartiger Brusttumor, Brustvergrösserung, Vergrösserung gutartiger Geschwulste der Gebärmutter (uterine Fibroide), gutartige Geschwulst des Gebärmutterhalses, vaginaler Ausfluss.

Gelegentlich: Brustkrebs, aussergewöhnliche Zunahme der Anzahl der Gebärmutterschleimhautzellen (unbehandelt kann dies zu Gebärmutterkrebs führen, weshalb Ihr Arzt/Ihre Ärztin Sie regelmässig untersuchen wird), gutartige Geschwulste der Gebärmutter, Knoten in der Brust, Beschwerden der Gebärmutter, der Eierstöcke und des Gebärmutterhalses, Unterleibsschmerzen, Infektionen der weiblichen Geschlechtsorgane mit vaginalem Ausfluss aus der Scheide, Pilzinfektion in der Scheide, Trockenheit der Scheide.

Selten: Entzündung der Eileiter (Salpingitis).

Allgemeine Störungen

Häufig: Schwäche, lokalisierte (örtliche) Flüssigkeitsansammlung in den Geweben (Ödeme).

Gelegentlich: Über den ganzen Körper verteilte Flüssigkeitsansammlung in den Geweben (Ödeme), Brustschmerzen, Unwohlsein, verstärktes Schwitzen.

Selten: Schüttelfrost.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Gelegentlich: Gewichtszunahme oder Gewichtsabnahme, fehlendes Hungergefühl (Anorexie), erhöhtes Hungergefühl, erhöhte Blutfettwerte.

Augen

Gelegentlich: Augenbeschwerden, Sehstörungen.

Herz

Gelegentlich: Herzklopfen.

Gefässe

Gelegentlich: Verschluss eines Gefässes durch ein Blutgerinnsel (Embolie), Gerinnselbildung in den Venen (Venenthrombose), Bluthochdruck, Migräne, Venenentzündung verursacht durch ein Blutgerinnsel (Thrombophlebitis), Krampfadern.

Atmungsorgane

Gelegentlich: Atemnot (Dyspnoe).

Leber und Galle

Gelegentlich: Abnormale Leberfunktionstests.

Selten: Gallensteine (Cholelithiasis).

Haut

Gelegentlich: Haut- und Haarerkrankungen, Akne, ungewöhnlicher Haarausfall oder Ausdünnen der Haare (Alopezie), schwerer Juckreiz, Ausschlag, übermässige Behaarung (Hirsutismus).

Muskelskelettsystem

Gelegentlich: Schmerzen in den Extremitäten (Armen und Beinen), Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen, Muskelkrämpfe.

Selten: Schmerzende Muskeln (Myalgie).

Nieren und Harnwege

Gelegentlich: Beschwerden oder Infektionen der Nieren und Harnwege.

Blut und Lymphsystem

Selten: Blutarmut (Anämie).

Ohr und Innenohr

Selten: Ohrengeräusch in einem oder beiden Ohren (Tinnitus).

Die folgenden unerwünschten Wirkungen wurden nach der Marktzulassung in einzelnen Fällen unter einer Hormonersatztherapie beobachtet

Erythema nodosum (eine Hauterkrankung, die mit Gelenkschmerzen, Fieber, Überempfindlichkeit oder Infektion einhergeht und durch kleine, schmerzende rosa oder blaue Knötchen unter oder auf der Haut, die zum Wiederauftreten neigen charakterisiert ist); Erythema multiforme (ein roter Ausschlag, der durch eine Arzneimittelunverträglichkeit, eine Erkrankung oder ein anderes Allergen verursacht wird); Chloasma (gelb-braune Flecken auf der Haut im Gesicht); hämorrhagische Dermatitis (Hautentzündung mit blutgefüllten Blasen).

Bei Frauen mit einem erblich bedingten Angiödem (in Episoden auftretendes Anschwellen von Körperteilen wie Händen, Füssen, Gesicht oder Atemwege, das durch einen Defekt des Gens, welches ein Blutprotein namens C1-Hemmer kontrolliert, verursacht wird) kann das in Angeliq enthaltene Hormon Estradiol diese Symptome hervorrufen oder verschlimmern (siehe «Wann ist bei der Einnahme von Angeliq Vorsicht geboten?»).

Zusätzliche Informationen von speziellen Untersuchungen

Die folgenden unerwünschten Wirkungen wurden in 2 klinischen Untersuchungen mit Frauen mit hohem Blutdruck beobachtet.

Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen

Hyperkaliämie (eine aussergewöhnlich hohe Konzentration von Kalium-Ionen im Blut), vgl. «Wann ist bei der Einnahme von Angeliq Vorsicht geboten?».

Aldosteron im Blut erhöht (Aldosteron ist ein Hormon der Nebennieren. Es kann bei Personen mit hohem Blutdruck erhöht sein).

Herz

Herzschwäche; Vorhofflimmern (schneller Schlagrhythmus im Herzvorhof. Dieser Rhythmus tritt am häufigsten bei Personen mit einer Herzerkrankung auf); Herzrhythmusstörungen; Herzvergrösserung (Kardiomegalie).

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren. Berichten Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin ebenfalls, wenn Sie eines derjenigen Symptome haben, die unter «Wann ist bei der Einnahme von Angeliq Vorsicht geboten?» aufgeführt sind.

Wie soll es aufbewahrt werden?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.

Angeliq nicht über 30 °C lagern und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, die über die ausführliche Fachinformation verfügen.

Zusätzliche Informationen

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.

Kalenderpackungen

Filmtabletten: 1× 28 und 3× 28.