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EFN – Einheitliche Fortbildungsnummer

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Die EFN, kurz für „Einheitliche Fortbildungsnummer“, wird an Ärztinnen und Ärzte in Deutschland über die jeweilige Landesärztekammer ausgegeben. Sie besteht aus 15 Ziffern, die einer speziellen Codierung unterliegen und eine Identifikation des jeweiligen Arztes ermöglichen:

Aufbau der EFN

Die ersten beiden Ziffern zeigen die Berufsgruppe an; Ärzte weisen die Kennnummer „80“ auf. Die Länderkennung nach ISO 3166 ergibt sich über die nächsten drei Zahlen. Die Ziffern 6-8 ermöglichen die Rückverfolgbarkeit zur anerkennenden Einrichtung (z.B. Bundesärztekammer). Die Stellen 9-14 weisen keine Codierung auf und sind somit spezifisch für den jeweiligen Arzt. Die letzte Zahl ist eine Prüfziffer, die sich über die vorangehenden Zahlen mithilfe der Luhn-Formel errechnen lässt.

Die Nummer gilt lebenslang und ist personenbezogen. Sie bleibt daher auch bei einem Wechsel zwischen den Kammern aufrecht.

Verwendung der EFN

Die Einheitliche Fortbildungsnummer dient der leichteren Zuordnung bei der Vergabe von Fortbildungspunkten.
In Deutschland gilt eine verpflichtende Fortbildung für Mediziner. Innerhalb von 5 Jahren müssen 250 Fortbildungspunkte nachgewiesen werden. Mithilfe eines Barcode-Scanners kann der Barcode inkl. EFN eingelesen werden und erspart somit lästigen Papierkram.

Nützlich ist die EFN aber auch zur Verifizierung auf Online-Portalen. Die Diagnosia App ermöglicht durch den Barcode-Scan einen einfachen Identitätsnachweis. Mediziner haben somit nach dem In-App-Scan des Ausweises einen kostenlosen Zugang zu zahlreichen praktischen Medikamenteninfos, Pocketcards, ärztlichen Konsilen, Medical Cases usw.

Wo finde ich meine EFN?

Zu finden ist die EFN u.a. auf der Rückseite des Arztausweises. Der Arztausweis wird online über die jeweilige Ärztekammer beantragt. Die Gültigkeit des Ausweises beschränkt sich auf 5 Jahre und muss anschließend wieder neu beantragt werden.

Der Arztausweis in Scheckkartenformat ist übrigens seit 2006 im Einsatz. Zuvor erhielten Ärztinnen und Ärzte einen blauen Papierausweis, der auch heute noch seine Gültigkeit hat. Er wird jedoch seit dem 01.01.2015 in dieser Form nicht mehr verlängert und auch nicht mehr neu ausgestellt.

Außerdem können über die Bundesärztekammer Barcode-Aufkleber mit der jeweiligen EFN bestellt werden.

Nota bene: Zahnärzte erhalten nach der Approbation keine Einheitliche Fortbildungsnummer. Daher reicht bei Diagnosia ein Foto des Zahnarztausweises zur Verifizierung.

 

 

Quellen:

1. Wikipedia
2. Ärztekammer Hamburg
3. Landesärztekammer Hessen

 

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