Medizinisches Wissen wächst.
Insights

Wissen und die Herausforderung seines Wachstums

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Wir präsentieren euch auf Diagnosia Insights laufend neue Studien, z.B. über neu entdeckte Organe oder Placebo-Herzkatheter-Interventionen. Aufgrund von Studien wie diesen wächst das gesammelte menschliche Wissen exponentiell, das medizinische Wissen bildet hierbei keine Ausnahme. In medizinischen Berufen tätige Menschen sehen sich stetig mit neuen Erkenntnissen konfrontiert, welche umgesetzt werden wollen. Gleichzeitig befindet sich auch bereits erlerntes, altes Wissen stetig im Wandel und ist oft Gegenstand von Korrektur. Am Puls der Zeit zu arbeiten, ist in beinahe jedem beruflichen Tätigkeitsfeld wichtig. Die Arbeit am Patienten und somit am Menschen, verbunden mit dem Anspruch, jedem die optimale Therapie zukommen zu lassen, macht die Medizin zu einem Bereich, in dem Aktualität eines der obersten Gebote ist.

Zu viel Wissen


Das stetige Wachstum von Wissen kann jedoch nicht nur Segen, sondern auch Fluch sein. Denn neue Erkenntnisse besitzen nur dann einen Wert, so sie auch ihren Weg dorthin finden, wo sie ihre Wirkung entfalten können: Im beruflichen Alltag und in der Therapie am Patienten. 2020 wird sich das medizinische Wissen in etwa alle 73 Tage verdoppeln (1). Wie also den Spagat zwischen dieser schieren Menge an Information und dem Anspruch der Medizin auf Aktualität meistern?

Digitale Medizin


Eine Lösung dieses Problems verspricht die Digitalisierung der Medizin. Accenture, eine der weltweit größten Technologie-Beratungsagenturen, veröffentlichte vor kurzem die Ergebnisse ihrer Umfrage ‘Consumer Survey on Digital Health’. Darin zeigte sich, dass die Verwendung von ‘Digital Health Tools’ stetig steigt. So verwenden beispielsweise 48% aller Menschen, die Gesundheitsdienstleistungen in Anspruch nehmen, mobile Apps, um ihre Fitness, ihren Lifestyle oder ihre Vitalparameter zu dokumentieren und zu analysieren (2).
Während diese Zahlen bei KonsumentInnen von Gesundheitsdienstleitungen bereits sehr hoch sind, sind sie auf Seiten der GesundheitsdienstleisterInnen, d.h. ÄrztInnen, PflegerInnen und TherapeutInnen, noch deutlich niedriger.

Wissen: wann und wo es gebraucht wird


Wir bei Diagnosia sind der Meinung, dass Wissen einfach, schnell und jederzeit abrufbar sein sollte. Eine App kann und soll kein jahrelanges Medizinstudium ersetzen. Doch unkomplizierte Verfügbarkeit und schnelle Abrufbarkeit von essentiellen Informationen können Fehler verhindern, Vertrauen in eigenes Wissen bestärken und Aktualität sicherstellen.

Diagnosia App

Verlässlichkeit als Schlüssel


Doch brauchbares Wissen steht und fällt nicht nur mit Aktualität, sondern auch mit Verlässlichkeit. Jede Entscheidung in der Medizin betrifft einen Menschen. Gerade in kritischen Situationen ist es oft schwierig, eine Quelle auf deren Qualität zu prüfen. Je mehr Information immer und überall abrufbar ist, umso wichtiger ist es, dass dieser auch vertraut werden kann. Dies ist der Schlüssel zur Digitalisierung von medizinischem Wissen.

Diagnosia als Quelle evidenzbasierter Daten


Bei Diagnosia versuchen wir genau das umzusetzen. Sämtliche Medikamenten-Informationen, die von uns zur Verfügung gestellt werden, stammen aus verlässlichen Quellen. In Österreich beziehen wir die Arzneimittel-Daten direkt von der Agentur für Gesundheits- und Ernährungssicherheit (AGES)  bzw. von der EMA und in Deutschland arbeiten wir mit dem ifap Service-Institut für Ärzte und Apotheker zusammen. Dies ist der Grund, weshalb die Information in unserer App immer aktuell und vor allem rechtlich gedeckt ist. Es versteht sich dabei jedoch von selbst, dass wir trotzdem herstellerneutral und rein den Ergebnissen von Studien verpflichtet sind.

Was unser Tool zu Medikamenten-Interaktionen anbelangt, so arbeiten wir mit dem finnischen Unternehmen Medbase zusammen. Gemeinsam mit dem renommierten Karolinska Institut in Schweden stellt Medbase sicher, dass jede gelistete Interaktion evidenzbasiert, aktuell und referenziert ist. Stichwort Aktualität: Unsere Interaktionsdatenbank wird mindestens einmal im Quartal aktualisiert, die Arzneimittel-Fachinformationen sogar mindestens einmal im Monat – nur so können wir sicherstellen, dass ihr immer eine verlässliche Quelle zur Hand habt.

 

Quellen


  1. Densen P. Challenges and Opportunities Facing Medical Education. Transactions of the American Clinical and Climatological Association. 2011;122:48-58.
  2. Accenture. Consumer Survey on Digital Health. 2018
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