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Pharmakovigilanz | Interview mit Dr. Sylvia Nanz

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In unserem heutigen Interview beschäftigen wir uns wieder mit dem wichtigen Thema Pharmakovigilanz, insbesondere durchleuchten wir den Bereich der Nebenwirkungsmeldungen. Mit unserer Interviewpartnerin Frau Dr. Sylvia Nanz, Medical Director von Pfizer Österreich, erörtern wir, wie Arzneimittelsicherheit in Österreich bzw. in der EU gelebt wird und was wir alle dazu beitragen können, damit Arzneimittel immer besser werden.

Das gesamte Interview haben wir im Videoformat zur Verfügung gestellt. Die Highlights fassen wir im Folgenden für euch hier zusammen:

Jede/r soll sich angesprochen fühlen

Grundsätzlich darf jede/r Nebenwirkungen melden, auch jeder Patient, jeder Anwender. Das Hauptaugenmerk liegt jedoch auf den Meldungen, die von den ÄrztInnen, ApothekerInnen oder anderen Beschäftigten im Rahmen der Gesundheitsberufe kommen.


„Es ist wirklich wichtig, dass sich jeder bewusst ist: Die Meldung von Nebenwirkungen ist ein wesentlicher Beitrag zur Patientensicherheit.“

DR. NANZ ZUM PHARMAKOVIGILANZ-BEWUSSTSEIN


Awareness, Awareness, Awareness!

Als Medical Director eines Pharma-Unternehmens befasst sich Frau Dr. Nanz beinahe tagtäglich mit Nebenwirkungsmeldungen. Auffällig ist dabei die eher geringe Awareness für das Thema Pharmakovigilanz in Österreich.

Das Bewusstsein zu schaffen ist ein ganz zentrales Thema und die Botschaft soll darum sein: Eine Nebenwirkungsmeldung ist ein Beitrag zur Patientensicherheit. Wahrgenommen wird so etwas in der Regel oft nur als zusätzlicher administrativer Aufwand, weil man es momentan mehr als Belastung sieht und nicht über den Gesamtnutzen nachdenkt.


„Oft entsteht das Gefühl: Das ist eine bekannte Nebenwirkung, also brauche ich es nicht mehr zu melden…
Aber auch dann ist die Meldung wichtig, weil man dadurch einschätzen kann, wie oft Nebenwirkungen tatsächlich auftreten.“

DR. NANZ ÜBER DEN OFTMALS FALSCHEN EINDRUCK BZGL. NEBENWIRKUNGSMELDUNGEN


Meldung von Medikationsfehlern Pflicht?

Das „Muss“ gilt für Medikationsfehler, in deren Zusammenhang eine Nebenwirkung aufgetreten ist. Reine Medikationsfehler muss man demzufolge gesetzlich nicht melden. Eine Meldung ist aber trotzdem sinnvoll, weil man dann potentiell herausfinden kann, wie es denn zu diesen Medikationsfehlern kommt. D.h. es kann eine unklare Formulierung in der Dosierungsanleitung sein; oder es können zwei Medikamente sehr ähnlich heißen.

Pharmakovigilanzmeldungen jetzt ganz einfach am Point of Care!

Die Meldung von Nebenwirkungen sowie medizinische Anfragen funktionieren nun auch ganz einfach über die Diagnosia App.


Zu finden ist der Button bei allen Produkten von Pfizer und Roche. Ziel des Projektes ist es, den Kontakt zu den Pharmafirmen so einfach und barrierefrei wie möglich zu gestalten und dadurch einen Beitrag zur Verbesserung von Patientensicherheit und Medikamenten zu schaffen.

Pharmakovigilanz - Nebenwirkungsmeldungen und medizinische Anfragen ganz einfach über die Diagnosia App.

Wir bedanken uns für das sehr aufschlussreiche Gespräch.

In freundlicher Zusammenarbeit mit Pfizer Österreich.

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